Die besten Direktbanken im Vergleich

- Commerzbank Filialnetz
- Hervorragender Leistungsumfang
- Sehr umfangreiches Angebot
- Zinsen auf allen Konten
- Sehr moderne Plattform
- Hervorragende Kontomodelle
Keine Lust auf Kontoführungsgebühren dafür, dass du ohnehin nie zum Schalter gehst? Damit bist du nicht allein! In unserem Vergleich präsentieren wir die besten Direktbanken und zeigen dir Vor- und Nachteile der jeweiligen Anbieter.
Direktbanken Vergleich: Wie finde ich das beste Girokonto?
- Für unseren Vergleich der Direktbanken haben wir 14 Girokonten von Direktbanken getestet
- Testsieger ist C24 Smart, auf dem zweiten Platz landen BBVA und Revolut
- Möchtest du bei einer Filialbank ein Girokonto eröffnen, findest du in unserem Vergleich der Girokonten die besten Anbieter.
1. Vergleich der Direktbanken: Diese Kriterien haben wir bewertet
Für unseren Direktbankenvergleich haben wir die Angebote der ausgewählten Direktbanken analysiert und miteinander verglichen.
Dafür haben wir die wichtigsten Kriterien herausgearbeitet und gewichtet. Folgende Kategorien haben wir berücksichtigt:
- Kosten und Gebühren: Erhebt die Bank Kontoführungsgebühren? Sind Bargeldeinzahlungen möglich, und wenn ja, was kosten sie? Wie hoch sind die Dispozinsen? Gibt es eine Gebühr bei Zahlungen in Fremdwährungen?
- Bargeld: Hier haben wir geschaut, was Bargeldabhebungen in Deutschland, im Euroraum und bei Fremdwährungen kosten.
- Karten: Die meisten Direktbanken bieten zum Girokonto eine Debitkarte an. Wir haben geschaut, ob sie kostenlos ist und ob eine Premiumkarte mit mehr Funktionen verfügbar ist.
- Funktionen und Bedienung: Werden mobile Zahlungsdienste wie Apple Pay oder Google Pay unterstützt? Wie gut funktioniert das Banking und wie gut ist die App? Unser Fokus liegt auf dem Funktionsumfang und einer einfachen Bedienung.
- Kundenservice: Bei einer Direktbank erreichst du den Kundenservice telefonisch, per E-Mail oder über einen Chat. Wir bewerten, wie gut er erreichbar und ob ein Rückrufservice zur Verfügung steht.
- Produkte: Die meisten Kunden wollen ihre Finanzprodukte bei einer oder wenigen Banken. Daher prüfen wir, ob die Banken noch weitere Services und Produkte neben dem Girokonto anbieten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt dir die Gewichtung der einzelnen Testkategorien:
| Kategorie | Gewichtung |
| Kosten | 37,5 % |
| Bargeld | 15 % |
| Karten | 17,5 % |
| Funktionen | 20 % |
| Kundenservice | 5 % |
| Produkte | 5 % |
Im nächsten Schritt stellen wir die Direktbanken vor, die wir in unserem Vergleich analysiert haben.
2. Diese Direktbanken haben wir getestet
Für unseren Direktbankenvergleich haben wir insgesamt 14 verschiedene Konten getestet. Dabei haben wir uns auf die günstigsten Kontomodelle beschränkt. Bei vielen Online-Banken wie N26, C24 oder Revolut gibt es jedoch auch kostenpflichtige Premium-Modelle, die mehr Funktionen bieten.
C24 Smart – der Testsieger im Direktbankenvergleich
Im C24 Smart Konto fallen keinerlei Gebühren für die Kontoführung an. Zeitgleich gibt es auch keinen Mindestgeldeingang – angesichts dessen findest du die C24 auch in unserem Vergleich der kostenlosen Girokonten wieder. Der Dispositionskredit ist mit 7,49 % der günstigste unter den getesteten Anbietern.
Die kostenlose Debitkarte von Mastercard funktioniert weltweit und C24 erhebt keine Zusatzgebühren für Zahlungen im Ausland. Zusätzlich ist die App sehr intuitiv gestaltet, sodass sich auch Neukunden schnell zurechtfinden. Nützlich finden wir die Möglichkeit, Unterkonten (Pockets) zu erstellen – C24 zahlt dazu 0,5 % Zinsen auf alle Konten über Tagesgeld-Pockets. Produkte wie Festgeld und Cashback runden das Angebot ab.
Der einzige Nachteil sind die Einzahlungen, die nur im Einzelhandel gegen ein Entgelt von 1,0 % möglich sind. Abhebungen sind dagegen an allen Automaten mit Mastercard-Logo kostenlos, allerdings im Basismodell (Smart) nur viermal im Monat – egal ob im In- oder Ausland.
BBVA – der Zweitplatzierte mit Cashback und ohne Gebühren
Das Girokonto von BBVA punktet mit einer dauerhaft kostenlosen Kontoführung ohne Mindestgeldeingang. Dazu kommt ein Dispozins von 9,95 %, der drittgünstigste in unserem Vergleich der Direktbanken.
Interessant ist auch das Cashback-Programm, das das Girokontoguthaben in den ersten 6 Monaten mit 3 % verzinst. Unterkonten gibt es nicht, dafür konzentriert sich die Banking-App auf das Wesentliche. Möchtest du deine Ersparnisse in Tages- oder Festgeld anlegen, geht das unkompliziert. Was den Kundenservice angeht, sind die Bewertungen überwiegend positiv. Die Mitarbeiter sind 24/7 sowohl telefonisch als auch über das Portal in deutscher Sprache erreichbar.
Ein paar Punktabzüge gibt es bei den Kosten: Einzahlungen sind nur kostenpflichtig im Einzelhandel möglich und für Fremdwährungsabhebungen fallen Gebühren in Höhe von 1,5 % an. Positiv ist dagegen, dass Zahlungen in Fremdwährungen kostenlos sind.
Revolut – digital und mit vielen Optionen auf Platz 3
Das Revolut Girokonto erreicht in unserem Vergleich den dritten Platz und überzeugt mit einem starken Konto für alle ohne Mindestgeldeingang sowie vielen Optionen im Bereich Cashback und Premium-Funktionen. Vor allem für Expats und Vielreisende ist Revolut interessant. Egal ob Euroraum oder weltweit – im Basismodell sind 5 Abhebungen bzw. 200 € pro Monat gebührenfrei. Zahlst du mit Karte in einer Fremdwährung, gibt es bis 1.000 € pro Monat keine Gebühren.
Unterkonten sind ebenfalls kostenlos möglich. Die App ist klar einer der größten Pluspunkte. Hier kannst du nicht nur Geld versenden, sondern auch sehr einfach über das Depot in Rohstoffe, Krypto, Aktien und ETFs investieren.
Das einzige Manko: Bargeldeinzahlungen sind nicht möglich. Musst du regelmäßig Cash einzahlen, benötigst du somit ein Zweitkonto, von dem du auf das Revolut-Konto Geld überweist. Auch der Kundenservice dürfte nicht jedem gefallen: Erreichbar sind die Mitarbeiter nur per Chat oder E-Mail, einen Telefonservice gibt es nur im Premium-Modell (Ultra-Abo, 60 €/Monat).
Persönlich nutze ich dennoch seit Jahren Revolut und freue mich über die Möglichkeit, im Ausland kostenlos Bargeld abzuheben sowie mehrere Kreditkarten (virtuell und physisch) kostenlos nutzen zu dürfen.
Comdirect Girokonto Aktiv– solide Direktbank mit guten Basisleistungen
Bei der Commerzbanktochter comdirect ist die Kontoführung im Kontomodell "Girokonto Aktiv" kostenlos, allerdings nur mit Mindestgeldeingang von 700 € pro Monat. Positiv sind die 3 kostenlosen Bargeldeinzahlungen pro Jahr über die Automaten der Commerzbank, danach fallen 4,90 € pro Transaktion an.
Teurer wird es im Ausland: Für Abhebungen in Fremdwährung fallen 0,98 % Gebühren an, für Zahlungen in Fremdwährungen 1,75 %. Der Dispozins von 11,0 % liegt im Mittelfeld – nicht günstig, aber auch nicht völlig aus dem Rahmen.
Die Debitkarte funktioniert weltweit, Apple Pay und Google Pay sind mit dabei. Dazu kommen kostenlose Unterkonten sowie ein gut ausgebauter Kundenservice mit Chat, E-Mail und Hotline. In unserem Comdirect Girokonto Test schauen wir uns das Girokonto genauer an.
Consorsbank – gutes Gesamtpaket, aber teure Dispozinsen
Die Consorsbank bietet eine kostenlose Kontoführung, allerdings ebenfalls nur mit Mindestgeldeingang in Höhe von 700 € pro Monat. Positiv: Bei Abhebungen im Inland und in der Eurozone fallen ab einem Betrag von 50 € keine Gebühren an.
Schwächer wird es bei den Kosten: Der Dispozins von 11,75 % ist im Vergleich hoch. Dazu kommen 1,5 % für Bargeldeinzahlungen, die nur über die Reisebank AG möglich sind, sowie jeweils 2,1 % für Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen. Gerade für Reisen oder Auslandssemester ist das ein klarer Nachteil.
Positiv sind die weltweite Nutzbarkeit der Debitkarte, Apple Pay/Google Pay und die Möglichkeit kostenloser Unterkonten. Auch beim Kundenservice ist Consorsbank mit Chat, E-Mail und Hotline gut aufgestellt. In unserem Test kannst du mehr über dieses Girokonto erfahren.
ING – starke App und Top-Kundenservice
Die ING DiBa bietet als größte Direktbank Deutschlands viele Extraprodukte. Die Kontoführung ist kostenlos, allerdings nur bei Mindestgeldeingang (1000 €/Monat). Ein klarer Pluspunkt sind die kostenlosen Abhebungen über die Debitkarte im Euroraum.
Einzahlungen sind über die eigenen Automaten kostenlos, ansonsten kostenpflichtig über den Einzelhandel möglich (1,5 % Gebühr). Abhebungen in Fremdwährungen sowie Zahlungen in Fremdwährungen schlagen dagegen mit 1,99 % zu Buche. Auch der Dispozins von 10,99 % zählt nicht zu den günstigsten. Dafür punktet die ING mit einer intuitiven App, einer weltweit einsetzbaren und kostenlosen VISA-Debitkarte, Apple Pay/Google Pay und kostenlosen Unterkonten.
Was den Kundenservice angeht, habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die Mitarbeiter sind auch am Wochenende erreichbar und kümmern sich schnell um das jeweilige Anliegen. Des Weiteren stehen dir ein Chat sowie ein Rückrufservice zur Verfügung. Mehr zum Girokonto der ING DiBa erfährst du in unserem Testbericht.
DKB im Direktbankenvergleich – stark im Ausland, fairer Dispo
Das Girokonto der DKB überzeugt vor allem bei der internationalen Nutzung. Die Kontoführung ist mit Aktivstatus kostenlos. Diesen erhältst du ab einem Mindestgeldeingang von 700 € pro Monat, was die meisten Kunden erfüllen dürften. Ebenfalls bekommst du ein Konto mit kostenlosen Abhebungen ab 50 € und sehr starken Konditionen im Ausland.
Besonders gut: Für Abhebungen in Fremdwährungen und Zahlungen in Fremdwährungen fallen 0 % an, wenn du den Aktivstatus besitzt. Auch der Dispozins von 9,90 % ist im Vergleich noch relativ fair. Punktabzüge gibt es bei den Einzahlungen, die nur über den Einzelhandel (1,5 % Gebühren) möglich sind.
Des Weiteren gefällt uns das breite Angebot an Produkten – von Tagesgeldkonten über Depots bis hin zu Versicherungsangeboten und Krediten ist alles dabei. Insgesamt ein starkes Gesamtpaket.
Auf der Suche nach einem Mietkonto bin ich auf das DKB Vermieterpaket gestoßen. Beim Produktangebot überzeugt die DKB in unserem Test mit der größten Produkttiefe in unserem Vergleich.
- Kostenloses Girokonto ab 700 € Geldeingang
- Zahlreiche Automaten für Bargeldabhebungen
- Hervorragende Visa Debitkarte zum Konto
Norisbank Girokonto im Vergleich der Direktbanken
Die norisbank bietet eine kostenlose Kontoführung ab einem Mindestgeldeingang von 500 Euro pro Monat. Positiv sind die kostenlosen Einzahlungen über die Automaten der Deutschen Bank sowie die kostenlosen Abhebungen an allen Geldautomaten der Cash-Group.
Abzüge gibt es beim Dispozins von 13,25 %, der zu den höchsten im Vergleich zählt. Auch sind Zahlungen im Fremdwährungsausland nicht kostenlos, bleiben aber mit 1,0 % (Fremdwährungsabhebungen und bargeldlose Zahlungen) noch überschaubar. Der Kundenservice mit Hotline, Chat und E-Mail erhält überwiegend gute Rezensionen. Somit reicht es in unserem Vergleich für die Note "Gut".
N26 im Direktbanken-Vergleich
Die N26 landet mit ihrem kostenlosen Girokonto ohne Mindestgeldeingang im mittleren Feld unseres Vergleichs. Positiv ist der Dispozins von 8,90 %. Die sonstigen Kosten befinden sich im mittleren Bereich: Bargeldeinzahlungen kosten 1,0 % Gebühr, und für Abhebungen in Fremdwährungen fallen Gebühren von 1,7 % an. Dafür sind Zahlungen in Fremdwährungen kostenlos. Im Euroraum stehen dir 3 kostenlose Abhebungen zur Verfügung, danach zahlst du 2 € pro Abhebung.
Ein großer Pluspunkt bleibt die App mit vielen Extrafunktionen wie Unterkonten (Pockets), vielen Auswertungstools, starken Sicherheitsfunktionen und einer intuitiven Bedienung. Spannend sind auch die vielen Sparprodukte, Kredite und auch Versicherungen, aus denen Kunden wählen können.
Schwächer schneidet N26 beim Service ab. Hier stehen zahlreiche Funktionen erst in den bezahlten Kontomodellen zur Verfügung. So haben kostenlose Nutzer etwa keinen Zugriff auf die telefonische Hotline.
bunq – die Direktbank aus den Niederlanden im Direktbanken Vergleich
Die Hauptstärke von bunq ist die App: Hier kannst du Unterkonten anlegen, mobil zahlen, Aktien und Krypto kaufen und Versicherungen abschließen.
Das Girokonto an sich landet, was die Bewertung angeht, im mittleren Bereich: Die Kontoführung kostet 2,99 € pro Monat, dafür gibt es keinen Mindestgeldeingang. Bargeldeinzahlungen sind über den Einzelhandel bis 100 € im Monat kostenlos, danach zahlst du 2,5 % Gebühren.
Im mittleren Bereich schneiden auch die Auslandskosten ab: 0,5 % bei Fremdwährungsabhebungen und 2,0 % bei Zahlungen in Fremdwährungen sind im Vergleich eher teuer. Dazu kommt eine Gebühr bei Abhebungen (0,198 %). Was zusätzliche Produkte angeht, kannst du über die bunq App sowohl in Aktien investieren als auch ein Sparkonto eröffnen. Einen Dispokredit bietet bunq dagegen genauso wie Revolut grundsätzlich nicht an.
- Moderne Features
- Attraktive Zinsen aufs Sparkonto
- Integration von zahlreichen Bezahlmethoden
1822direkt im Direktbanken Vergleich
Die 1822direkt bietet eine kostenlose Kontoführung, allerdings nur mit Mindestgeldeingang von 700 €. Im Vergleich überzeugt das Konto nicht ganz. Zum einen sind die Dispozinsen mit 11,0 % sehr hoch. Ebenfalls gibt es als Standardkarte zum Konto eine Girocard, was wir als nicht zeitgemäß ansehen.
Abhebungen mit der Girocard sind an den Sparkassenautomaten unbegrenzt kostenlos, im Euro-Ausland fallen jedoch Gebühren an. Die umgehst du mit der VISA-Debitkarte, die jedoch nur im ersten Jahr kostenlos ist. Außerhalb des Euroraums zahlst du 1,0 % für Fremdwährungsabhebungen und 1,75 % für Zahlungen in Fremdwährungen an.
Hast du ein Anliegen, ist der Kundenservice per Telefon und E-Mail erreichbar, einen Chat gibt es dagegen nicht. Insgesamt wirkt das Girokontoangebot etwas altbacken, sodass wir es nicht unbedingt empfehlen.
Die Volkswagenbank im Vergleich
Die Volkswagen Bank spielt im Direktbanken-Vergleich bewusst klassischer als viele Neobanken: Das Girokonto kostet 3 € pro Monat, dafür ist die Volkswagen Bank Card (Debitkarte) inklusive. Der Hauptvorteil ist aber die Kreditkarte: Du kannst zusätzlich zwischen einer kostenlosen Visa Card pur und der Volkswagen Visa Card (mit Gebühren, dafür Rabatten) wählen.
Das macht das Konto interessanter für alle, die bewusst mit Kreditkartenoptionen arbeiten wollen und nicht nur eine reine Debit-Lösung suchen. Punktabzüge gibt es bei den Bargeld-/Auslandskonditionen der Visa-Nutzung: Bargeldauszahlungen in Fremdwährung kosten zusätzlich 1,75 %.
Ein echter Pluspunkt sind die Extra-Produkte: Die Volkswagen Bank überzeugt hier mit Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefen, Sparkonto, Wertpapierdepot sowie Krediten/Finanzierungen. Genau das ist ein starkes Argument für alle, die mehrere Finanzprodukte bei einem Anbieter bündeln wollen. Beim Kundenservice punktet die Bank mit einer Kombination aus FAQ-/Servicebereich, Formularen, Kontaktübersichten und Telefonservice.
Die Ökobank Tomorrow im Onlinebanken Vergleich
Tomorrow hebt sich im Direktbanken-Vergleich vor allem über das Nachhaltigkeitsprofil ab: Das Now-Konto wird als „planet-based Konto“ vermarktet, mit dem Anspruch, Einlagen nicht in Kohle oder Waffen zu lenken, und mit einem klaren ESG-Narrativ. Gleichzeitig ist das Now-Modell ab 0 € möglich (unter 21 oder bei 500 € monatlichem Geldeingang), sonst kostet es 4 € pro Monat.
Nicht so gut schneidet Tomorrow in puncto Kosten ab: Im Basismodell Now enthalten ist nur 1 kostenlose Abhebung pro Monat, danach werden 3 € pro Abhebung fällig. Dazu kommen 2 % Fremdwährungsgebühr auf Abhebungen und Kartenzahlungen in Nicht-Euro-Währungen. Gerade für Reisen oder Auslandssemester ist das ein spürbarer Minuspunkt.
Was andere Produkte angeht, bietet Tomorrow eine Tagesgeldoption sowie ein nachhaltiges Depot über den Anbieter lemon.markets. Beim Kundenservice setzt es auf FAQs und auf die Chatfunktionen, eine klassische telefonische Hotline gibt es dagegen nicht.
Das Girokonto von Trade Republic
Trade Republic ist ein Sonderfall, denn er positioniert sich vor allem als Online-Broker und weniger als Direktbank. Dennoch gibt es seit 2024 zusätzlich zum Depot auch ein Girokonto, das wir hier ausführlich getestet haben. Der größte Vorteil sind dennoch die zusätzlichen Produkte wie Depot und Tagesgeld. Damit ist das Konto besonders attraktiv für Nutzer, die Banking und Investieren bündeln wollen.
Stark ist das Angebot an Karten: Es gibt eine kostenlose virtuelle Karte, eine Classic-Karte für 5 € einmalig und eine Mirror-Karte für 50 € einmalig. Das ist deutlich günstiger als bei vielen Direktbanken, die nur eine kostenlose Karte anbieten und für die anderen Jahresgebühren erheben.
Bei den laufenden Kosten punktet Trade Republic klar im Ausland: Für Abhebungen über 100 € gibt es keine Gebühren, unter 100 € kostet jede Abhebung 1 €. Bei Fremdwährungen verwendet Trade Republic den Visa-Wechselkurs und erhebt ebenfalls keine zusätzliche Währungsumrechnungsgebühr. Der Haken bleibt das Alltags-Banking: Wer häufig kleine Bargeldbeträge abhebt oder ein klassisches Konto mit Dispo sucht, ist hier nicht richtig. Ebenfalls geriet der Kundenservice in der Vergangenheit oft unter Kritik: Hilfe gibt es nur digital über das Portal, wobei die Antworten oft auf sich warten lassen. Eine Telefonhotline existiert dagegen nicht.
3. Was ist eine Direktbank?
Im Gegensatz zu klassischen Filialbanken fokussieren sich Direktbanken auf das Onlinegeschäft und unterhalten keine oder nur sehr wenige eigene Filialen. Damit senken sie ihre Kosten und können Girokonten und andere Produkte kostenlos oder zu geringen Gebühren anbieten.
Der Trend zu Direktbanken hält seit Jahren an. 2023 gab es in Deutschland gemäß der Bundesbank nur noch etwa 21.000 Bankfilialen und damit weniger als die Hälfte wie 2002. Was die einzelnen Institute angeht, hat die ING 2025 mit 10 Millionen Kunden die Nase vorn, gefolgt von der DKB mit 5,8 Millionen Kunden sowie der Comdirect mit etwa 2,9 Millionen Kunden.
Trotz des digitalen Angebots treten zahlreiche Direktbanken auch als Universalbanken auf. Dementsprechend gibt es hier nicht nur das klassische Girokonto, sondern auch weitere Finanzprodukte wie Tages- oder Festgeld, Kredite, Kreditkarten oder Depots.
4. Vor- und Nachteile von Direktbanken
Die meisten Direktbanken bieten Girokonten ohne Kontoführungsgebühren sowie kostenlose VISA-Debitkarten zum Konto. Zudem punkten sie durch eine reine Online-Kontoverwaltung.
Bei Zinssteigerungen zeigte sich zudem, dass Direktbanken diese schneller an die eigenen Kunden weitergeben, um neue Kunden zu gewinnen. Weil sie kein teures Filialnetz unterhalten müssen, gibt es – egal ob Tagesgeld zum Girokonto oder Kreditkarte – oft bessere Konditionen als bei Filialbanken.
Auf der anderen Seite ist eine persönliche Beratung nicht möglich. Hast du Probleme mit deinem Konto, sind endlose telefonische Warteschleifen oder Chats mit Bots aus eigener Erfahrung manchmal frustrierend. Aus diesem Grund sollst du darauf achten, dass du auf eine Direktbank mit guten Bewertungen in puncto Kundenservice setzt.
Auch sorgt das Fehlen der Filialen für Nachteile bei Bargeldeinzahlungen. Zwar gibt es die Möglichkeit, über den Einzelhandel (REWE, Penny usw.) Cash einzuzahlen, doch diese Variante ist mit Kosten von rund 1 bis 1,5 % verbunden. Ebenfalls hat die ING eigene Automaten, an denen du dein Bargeld einzahlen kannst. Allerdings sind diese rar gesät.
Andere Direktbanken wie die Norisbank und die Comdirect nutzen dafür Kooperationen mit der Deutschen Bank beziehungsweise der Commerzbank. Ihre Kunden können an den jeweiligen Automaten kostenlos einzahlen. Musst du oft Bargeld einzahlen, solltest du jedoch lieber auf eine klassische Filialbank setzen. Bist du dagegen ohnehin digital unterwegs, sparst du mit einem Girokonto bei einer Direktbank Geld.
Direktbanken Vorteile
- Günstiger als Filialbanken
- Oftmals innovativere Produkte
- Steigende Zinsen werden schneller an Kunden weitergegeben
Direktbanken Nachteile
- Keine persönlichen Beratungen
- Bargeldeinzahlungen oft schwieriger als bei Filialbanken
5. Häufige Fragen zu Direktbanken
Sind Direktbanken sicher?
Direktbanken haben eine Banklizenz und müssen sich somit an die gleichen Sicherheitsstandards wie Filialbanken halten. Außerdem gilt auch hier die gesetzliche Einlagensicherung, sodass diese Onlinebanken als sicher bezeichnet werden können.
Welche Direktbank bietet das beste Girokonto?
In unserem Direktbanken Test bietet die C24 das beste Gesamtangebot. Unser Testbericht gibt dir einen objektiven Einblick in das Girokonto. Alternativ kannst du dir auch die C24 Erfahrungen anderer Nutzer durchlesen oder deine eigenen Erfahrungen mitteilen.
Welche Direktbank hat die meisten Kunden?
Die Direktbank mit den meisten Kunden ist (Stand 2026) die ING DiBa mit fast 10 Millionen Kunden. Es folgen Trade Republic, DKB und Comdirect.
Sind Neobanken auch Direktbanken?
Ja, eine Direktbank zeichnet sich dadurch aus, dass sie kein eigenes Filialnetz unterhält. Das gilt auch für Neobanken, die in erster Linie den Service auf dem Smartphone fokussieren.
