Geschäftskonten für Selbstständige und Freiberufler im Vergleich

- Kontoeröffnung in 15 Minuten - bis zu 3% Cashback
- Finom Solo ab 0€ pro Monat
- Alle Gesellschaftsformen

- 90 Tage kostenlos testen
- Umfangreiche Business-Funktionen
- Alle Gesellschaftsformen

Als Selbstständiger oder Freiberufler musst du kein Geschäftskonto führen. Sinnvoll ist es trotzdem: Die Buchhaltung wird einfacher, die Steuerrücklage liegt sauber getrennt, und viele Banken erlauben die geschäftliche Nutzung des Privatkontos ohnehin nicht. Bei Finanzwissen nutzen wir selbst mehrere Geschäftskonten, unter anderem Qonto, Vivid und FYRST.
In diesem Vergleich bewerten wir die Tarife, die speziell für Einzelunternehmer und Freelancer gedacht sind, nach mehr als 60 Kriterien. Alle Konditionen haben wir im Oktober 2026 geprüft.
Geschäftskonto für Freiberufler: Das Wichtigste in Kürze
- Testsieger: Vivid Business Prime erreicht 92,5 %. Es kostet 6,90 € im Monat bei jährlicher Zahlung (8,90 € bei monatlicher), Überweisungen und Lastschriften sind unbegrenzt kostenlos.
- Günstig mit Rechnungen: Finom Basic (88,4 %) kostet 7 € im Monat bei jährlicher Zahlung und bringt Rechnungen, Belege und DATEV mit.
- Kostenlos: Accountable (85,3 %) verlangt keine Grundgebühr und berechnet keine Buchungen.
- Mit Bargeld: FYRST (84,9 %) nimmt Bargeld bei Deutscher Bank und Postbank an, für 2,50 € je angefangene 5.000 €.
- Keine Pflicht: Als Einzelunternehmer oder Freiberufler bist du gesetzlich nicht zu einem Geschäftskonto verpflichtet. Viele Banken verbieten aber die geschäftliche Nutzung des Privatkontos.
Die besten Geschäftskonten für Selbstständige und Freiberufler
Als Freelancer brauchst du selten Kredite oder eine Filiale. Wichtiger sind niedrige Kosten, eine gute App und möglichst wenig Aufwand bei Rechnungen und Steuer. Genau danach haben wir unsere Empfehlungen ausgewählt.
Testsieger für Freiberufler – Vivid Business Prime
Vivid Business Prime ist mit 92,5 % das bestbewertete Konto für Selbstständige. Für 6,90 € im Monat bei jährlicher Zahlung bekommst du unbegrenzt kostenlose Überweisungen und Lastschriften, beliebig viele Unterkonten für Steuer und Rücklagen sowie Rechnungen und DATEV-Export direkt im Konto. Bargeld abheben ist bis 1.000 € im Monat kostenlos.
Wir selbst nutzen Vivid Basic, den Tarif für Unternehmen, und sind mit der App sehr zufrieden. Zwei Einschränkungen gibt es: Bargeld einzahlen geht nicht, und Vivid ist ein E-Geld-Institut aus Luxemburg. Die Einlagensicherung bis 100.000 € läuft über die französische Natixis. Mehr dazu im Vivid Test.
- Geringe Kontoführungsgebühren
- Unbegrenzt kostenlose Transaktionen
- 4 % Zinsen in den ersten vier Monaten
Bester Preis mit Rechnungen und Buchhaltung – Finom Basic
Finom Basic (88,4 %) kostet 7 € im Monat bei jährlicher Zahlung, sonst 8 €. Dafür sind Überweisungen bis 25.000 € im Monat kostenlos, zwei Unterkonten mit eigener IBAN inklusive und die komplette Rechnungsfunktion mit DATEV-Anbindung dabei. Für die meisten Freelancer reicht das völlig, den teureren Smart-Tarif brauchst du erst mit Team oder hohem Kartenumsatz.
Der Haken liegt bei der Sicherheit. Finom ist ein E-Geld-Institut, dein Guthaben fällt nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Einen Telefonsupport gibt es nicht, Bargeld einzahlen ebenfalls nicht. Zum Finom Test.

- Nur 7 € im Monat
- 25.000 € SEPA-Freivolumen
- Rechnungen inkl. E-Rechnung
Bestes kostenloses Geschäftskonto – Accountable
Accountable (85,3 %) ist für Freiberufler gebaut, und zwar ausschließlich. Das Konto kostet keine Grundgebühr, und alle Buchungen sind kostenlos, egal wie viele es werden. Damit ist Accountable bei vielen Überweisungen günstiger als Qonto Starter, Kontist Free oder Tide, die nur 5 Buchungen im Monat frei haben.
Das Konto ist Teil einer Buchhaltungs- und Steuer-App. Wer die Steuererklärung dort erledigen will, bucht einen der kostenpflichtigen Tarife, nötig ist das für das Konto aber nicht. Eine physische Karte kostet einmalig 7,50 €, jede Bargeldabhebung 1 €. Bargeld einzahlen geht nicht. Zum Accountable Test.
- Modernes Geschäftskonto
- Faire Konditionen
- Rechnungsstellung, Buchhaltung und Steuerberatung per App
Bestes Geschäftskonto für Bargeld – FYRST
Bekommst du als Handwerker, Fotograf auf Hochzeiten oder Marktverkäufer regelmäßig Bargeld, kommst du an FYRST kaum vorbei. Einzahlen kannst du an Automaten der Deutschen Bank und an Postbank-Schaltern für 2,50 € je angefangene 5.000 €, abheben ist dort kostenlos. Bei den meisten Online-Konten in diesem Vergleich geht das gar nicht.
In der Rangliste steht FYRST Complete mit 84,9 %: 10 € im Monat, 75 Buchungen inklusive. Arbeitest du allein und buchst wenig, reicht oft das kostenlose FYRST BASE mit 50 Buchungen im Monat. Als Freelancer-Konto bewerten wir BASE sogar mit 88,6 %. Eine eigene Rechnungsfunktion haben beide Tarife nicht. Alle Details im FYRST Test.
Kostenloser Einstieg für Gründer – Qonto Starter
Qonto Starter (84,5 %) ist der kostenlose Einstiegstarif von Qonto für neue Freiberufler. Du bekommst Rechnungen, Belegerfassung und DATEV-Anbindung, also dieselbe starke Oberfläche, die wir mit Qonto Smart selbst täglich nutzen. Dafür sind nur 5 Transaktionen im Monat frei, jede weitere kostet 0,20 €.
Zum Start ist nur eine virtuelle Karte dabei. Die physische One Card kostet 5 € im Monat extra, jede Abhebung damit 2 €. Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone kosten 1,20 %. Wächst dein Geschäft, wechselst du einfach in einen höheren Tarif. Zum Qonto Test.
- Modernes Geschäftskonto
- Faire Konditionen
- Rechnungsstellung über Banking
Diese Geschäftskonten für Freiberufler haben wir auch getestet
Die folgenden Konten haben es nicht in unsere Empfehlungen geschafft, können aber je nach Arbeitsweise trotzdem passen. Sortiert ist nach unserer Bewertung.
Kontist Free – kostenlos mit Steuerrücklage
Kontist Free (84,2 %) kostet nichts und legt automatisch Geld für die Steuer zurück. Rechnungen, Belege und DATEV sind ebenfalls dabei. Allerdings sind nur 5 Überweisungen oder Lastschriften im Monat frei, danach kostet jede 0,25 €. Unterkonten und Bargeldeinzahlungen gibt es im Free-Tarif nicht.
Holvi Pro – unbegrenzte Überweisungen und Telefonsupport
Holvi Pro (84,1 %) kostet 9 € im Monat bei jährlicher Zahlung oder 15 € monatlich. Überweisungen sind unbegrenzt kostenlos, Rechnungen und DATEV-Export laufen im Konto, und anders als bei vielen Fintechs erreichst du den Support auch telefonisch. Bargeld einzahlen geht nicht. Zum Holvi Test.
bunq Core – knappes Kontingent pro Jahr
bunq Core (83,2 %) kostet 7,99 € im Monat. Dazu kommen fünf Unterkonten, eine DATEV-Schnittstelle und die Möglichkeit, Bargeld einzuzahlen. Vorsicht beim Kontingent: Die 100 kostenlosen Transaktionen gelten pro Jahr, danach kostet jede Buchung 0,13 €. Wer regelmäßig Rechnungen bezahlt bekommt, ist da schnell drüber.
Commerzbank Klassik-Geschäftskonto – mit Filiale und Ansprechpartner
Das Klassik-Geschäftskonto (82,1 %) kostet 15,90 € im Monat. Neukunden bekommen bei Online-Abschluss unter bestimmten Bedingungen den Grundpreis der ersten 12 Monate erstattet. Dafür gibt es einen festen Ansprechpartner, Bargeldeinzahlung und eine Rechnungsfunktion. Inklusive sind allerdings nur 10 Buchungen im Monat, jede weitere kostet 0,20 €.
Tide – kostenlos mit DATEV
Das kostenlose Tide-Konto (79,0 %) bringt Rechnungen und eine DATEV-Schnittstelle mit. Frei sind aber nur 5 Transaktionen im Monat, danach kostet jede 0,20 €. Bargeld einzahlen ist nicht möglich. Mehr im Tide Test.
N26 Business Smart – günstig, aber ohne Buchhaltung
N26 Smart (76,5 %) kostet 4,90 € im Monat und bietet bis zu 10 Unterkonten, eine Telefon-Hotline und unbegrenzt kostenlose Überweisungen. Rechnungen, Belegmanagement und DATEV fehlen. Praktisch: Hast du schon ein privates N26 Konto, kannst du das kostenlose N26 Freelancer-Konto daneben eröffnen. Mehr im N26 Geschäftskonto Test.
Revolut Basic – nur für viel Ausland
Revolut Basic (75,9 %) kostet 10 € im Monat. Kartenzahlungen in Fremdwährung sind kostenlos, frei sind aber nur 10 lokale Überweisungen im Monat, danach 0,20 €. Für Bargeldabhebungen zahlst du 2 %. Arbeitest du vor allem für Kunden in Deutschland, bekommst du woanders mehr für weniger Geld.
Wise Business – Zweitkonto für Fremdwährungen
Wise (66,4 %) hat keine monatliche Grundgebühr, die Kontoeröffnung kostet aber einmalig 55 €. Stark ist Wise bei Fremdwährungen, etwa wenn Kunden in US-Dollar oder Pfund zahlen. Als einziges Geschäftskonto reicht es nicht: Es gibt keine DATEV-Schnittstelle, und dein Guthaben liegt auf einem E-Geld-Konto ohne gesetzliche Einlagensicherung. Mehr im Wise Business Test.
So testen wir Geschäftskonten für Freelancer
Jedes Konto bewerten wir nach mehr als 60 Kriterien in sechs Kategorien. Wie stark eine Kategorie zählt, hängt von der Zielgruppe ab. Alle Tarife in diesem Vergleich messen wir an den Anforderungen von Einzelunternehmern und Freelancern. Für sie zählen die Gebühren am meisten, gefolgt von der Kontoführung mit Rechnungen, Belegen und Schnittstellen.
| Kategorie | Gewichtung für Freelancer | Was wir uns anschauen |
|---|---|---|
| Gebühren | 34 % | Grundgebühr, Buchungen, Karten, Bargeld, Fremdwährung |
| Kontoführung | 31 % | Unterkonten, Steuerrücklage, Rechnungen, Belege, DATEV, Lexware Office, sevdesk |
| Zahlungsverkehr | 17,5 % | inklusive Buchungen, Lastschrifteinzug, deutsche IBAN, Apple Pay und Google Pay, Bargeld |
| Sicherheit | 7,5 % | Einlagensicherung, Aufsicht, TAN-Verfahren |
| Service | 5 % | FAQ, Chat, Telefon, Beratung |
| Produkte / Bank | 5 % | Kredite, Tages- und Festgeld, Firmenkreditkarte |
Deshalb können die Prozentwerte hier von denen in unserem großen Geschäftskonto-Vergleich abweichen. FYRST BASE kommt als Freelancer-Konto auf 88,6 %, FYRST Complete als Konto für kleine Unternehmen auf 84,9 %. Die Tarife werden schlicht an unterschiedlichen Anforderungen gemessen.
Brauchen Selbstständige und Freiberufler ein Geschäftskonto?
Gesetzlich nicht. Als Einzelunternehmer oder Freiberufler darfst du deine Einnahmen und Ausgaben auch über ein Privatkonto laufen lassen. Anders sieht es bei Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG aus, die schon für das Stammkapital ein Geschäftskonto brauchen. Dafür haben wir einen eigenen Vergleich der Geschäftskonten für GmbH und UG.
Trotzdem spricht viel für ein eigenes Konto. Viele Banken schließen in ihren Bedingungen die geschäftliche Nutzung von Privatkonten aus, ein Blick in die AGB lohnt sich also. Dazu kommt der Alltag: Wer Kaffee, Miete und Kundenzahlungen auf einem Konto hat, sortiert jedes Jahr mühsam Buchungen für die Steuererklärung. Mit einem separaten Konto liegen alle geschäftlichen Zahlungen an einem Ort, Unterkonten trennen die Steuerrücklage sauber ab, und die Kosten für das Konto kannst du als Betriebsausgabe ansetzen. Mehr dazu liest du im Ratgeber Geschäftskonto: Wann du es brauchst und worauf es ankommt.
Worauf du als Freelancer achten solltest
Wie viele Buchungen hast du?
Zähl einmal die Zahlungseingänge, Überweisungen und Lastschriften eines typischen Monats. Bei Qonto Starter, Kontist Free und Tide sind nur 5 frei, bei Vivid, Holvi und Accountable unbegrenzt viele. Wer zehn Kundenrechnungen im Monat schreibt und ein paar Abos bezahlt, liegt schnell bei 20 Buchungen.
Willst du Rechnungen im Konto schreiben?
Vivid, Finom, Accountable, Qonto, Kontist und Holvi können das. Bei N26 und FYRST brauchst du dafür ein zusätzliches Programm wie Lexware Office oder sevdesk.
Bekommst du Bargeld?
Dann bleiben FYRST, Commerzbank und bunq. Bei den meisten Fintechs kannst du Bargeld nur abheben.
Arbeitet dein Steuerbüro mit DATEV?
Dann achte auf eine DATEV-Schnittstelle. N26 und Wise haben keine.
Du suchst ein Konto ganz ohne Grundgebühr? Dann schau in unseren Vergleich der kostenlosen Geschäftskonten.
Häufige Fragen zum Geschäftskonto für Freiberufler
Welches ist das beste Geschäftskonto für Freiberufler?
In unserem Vergleich liegt Vivid Business Prime mit 92,5 % vorne, gefolgt von Finom Basic (88,4 %) und Accountable (85,3 %). Musst du Bargeld einzahlen, ist FYRST die bessere Wahl.
Welches Geschäftskonto ist für Freiberufler kostenlos?
Ohne Grundgebühr kommen Accountable, Qonto Starter, Kontist Free, Tide und FYRST BASE aus. Accountable berechnet als einziges davon gar keine Buchungen. Bei Qonto Starter, Kontist Free und Tide sind nur 5 Buchungen im Monat frei.
Darf ich als Freiberufler mein Privatkonto nutzen?
Gesetzlich ja. Viele Banken schließen die geschäftliche Nutzung von Privatkonten aber in ihren Bedingungen aus. Prüf deshalb die AGB deines Kontos oder frag bei deiner Bank nach.
Brauche ich als Kleinunternehmer ein Geschäftskonto?
Nein, auch für Kleinunternehmer gibt es keine Pflicht. Gerade wenn du nebenberuflich startest, reicht ein kostenloses Konto wie Accountable, Qonto Starter oder FYRST BASE oft völlig aus. So trennst du Privates und Geschäftliches von Anfang an.
Bei welchem Geschäftskonto für Freiberufler kann ich Bargeld einzahlen?
In diesem Vergleich bei FYRST, der Commerzbank und bunq. Am günstigsten ist FYRST mit 2,50 € je angefangene 5.000 € an Automaten der Deutschen Bank und Postbank-Schaltern.
Kann ich die Kosten für das Geschäftskonto von der Steuer absetzen?
Ja. Kontoführungsgebühren und Buchungskosten für ein Konto, das du ausschließlich geschäftlich nutzt, kannst du als Betriebsausgabe ansetzen. Bei einem gemischt genutzten Privatkonto ist die Abgrenzung deutlich aufwändiger.
