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Finom

Finom im Test – Wie gut ist das Geschäftskonto? 
Finom Smart und alle weiteren Kontomodelle im Check

Testbericht von Sebastian Rau
89 %
Gut
Testergebnis
11/2026
Zu Finom
Finom Smart
Finom
Finom Smart
Testergebnisse
Gebühren
93 %
Zahlungsverkehr
90 %
Kontoführung
96 %
Service
67 %
Produkte/Bank
91 %
Sicherheit
63 %
Sieh dir an, wie wir Geschäftskonten bewerten

Finom Smart erreicht in unserem Finom Test 88,9 % und bietet damit eines der besten Geschäftskonten im Vergleich. Wir zeigen, was die sechs Kontomodelle kosten, wo Finom überzeugt und welcher Tarif zu dir passt.

Das Wichtigste zum Finom Test

  • Finom Smart ist der zentrale Tarif für kleine Unternehmen: 88,9 % in unserer Gesamtwertung. Bei den Konten für kleine Unternehmen liegen unter anderem Qonto Smart (90,6 %) und Vivid Basic (90,4 %) davor.
  • 19 € im Monat, die sich zurückholen lassen: Bei Jahreszahlung kostet Smart 17 € netto. Dafür bekommst du 3 % Cashback auf Kartenzahlungen, maximal 30 € im Monat. Rund 630 € Kartenumsatz pro Monat reichen, um die Grundgebühr wieder hereinzuholen.
  • Rechnungen und Buchhaltung sind die eigentliche Stärke: E-Rechnungen, Angebote, Lieferscheine, DATEV-Export und über 20 Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen gibt es direkt im Konto. Ab Smart kommen Massenzahlungen, Wochenend-Support und das Mehr-Augen-Prinzip dazu.
  • Die Schwächen sind schnell aufgezählt, aber nicht egal: Es gibt keinen Telefonsupport, Bargeld kannst du nicht einzahlen, und dein Guthaben liegt auf einem E-Geld-Konto ohne gesetzliche Einlagensicherung.
  • Nicht jeder braucht Smart: Für Freelancer mit überschaubarem Zahlungsverkehr reicht oft Basic für 8 € (88,4 %). Solo ist kostenlos, berechnet ab 2.500 € Überweisungsvolumen im Monat aber 0,3 % Gebühr.

Im Mittelpunkt unseres Tests steht Finom Smart. Der Tarif erreicht in unserem Bewertungsverfahren 88,9 %. Warum Smart trotzdem nicht für jeden die beste Wahl ist und welches der sechs Finom-Kontomodelle besser zu dir passen könnte, liest du in diesem Test.

So haben wir Finom getestet

Grundlage ist unser überarbeitetes Testverfahren für Geschäftskonten. Jeder Tarif tritt darin in sechs Kategorien an, von Gebühren bis Sicherheit. Wie stark eine Kategorie zählt, hängt vom Unternehmensprofil ab: Für Freelancer gewichten wir die Gebühren mit 34 %, für kleine Unternehmen mit 21 %, dafür wiegt dort die Kontoführung mit Rechnungen, Belegen und Schnittstellen schwerer. Finom Smart haben wir als Konto für kleine Unternehmen bewertet.

KategorieGewichtungErgebnis Finom Smart
Kontoführung35 %96,33 %
Gebühren21 %92,99 %
Zahlungsverkehr20 %90,25 %
Service8 %66,67 %
Produkte8 %91,43 %
Sicherheit8 %62,50 %
Gesamt100 %88,9 % – Gut
Testergebnis Finom Smart, Profil „Kleines Unternehmen“ (Stand: Oktober 2026)

Die Tabelle zeigt schon das Muster des ganzen Tests: Bei Kontoführung und Gebühren spielt Smart ganz vorne mit, im Zahlungsverkehr fällt es etwas ab. Punkte verliert das Konto vor allem beim Service und bei der Sicherheit, die zusammen aber nur 16 % der Wertung ausmachen.

Zur Transparenz: Ich selbst nutze Finom für eine meiner GmbHs. Allerdings läuft mein eigenes Konto noch im alten Basic-Tarif. Die Screenshots in diesem Test stammen aus diesem Account, persönliche Daten habe ich unkenntlich gemacht. Alle Smart-Funktionen, die es im Basic nicht gibt (etwa Massenzahlungen oder das Mehr-Augen-Prinzip), haben wir anhand des offiziellen Tarifvergleichs von Finom geprüft. Das Finom-Geschäftskonto nutzen wir seit 2023 und sind seitdem im gleichen Tarif. In erster Linie haben wir uns für Finom entschieden, weil das Geschäftskonto eine attraktive Kombination aus Gebühren, Funktionen und Erweiterungen geboten hat.

Dashboard des Finom Geschäftskontos mit Wallets, Karten und Transaktionen
Das Dashboard zeigt Kontostand, Wallets, Karten und anstehende Zahlungen auf einen Blick.

Kontomodelle & Kosten: Das kostet das Finom Geschäftskonto

Finom bietet aktuell sechs Kontomodelle an: Solo, Basic, Smart, Core, Pro und Grow. Alle Preise verstehen sich netto, bei jährlicher Zahlung sparst du je nach Tarif zwischen rund 10 und 27 %.

SoloBasicSmartCoreProGrow
Preis monatlich0 €8 €19 €38 €149 €339 €
Preis bei Jahreszahlung (pro Monat)0 €7 €17 €34 €119 €249 €
Nutzer12unbegrenztunbegrenztunbegrenztunbegrenzt
Kostenlose SEPA-Überweisungen pro Monat2.500 €25.000 €50.000 €100.000 €unbegrenztunbegrenzt
Physische / virtuelle Karten pro Nutzer0 / 11 / 33 / 103 / 203 / unbegrenzt3 / unbegrenzt
Cashback auf Kartenzahlungen–1 %3 %4 %0,5 %1 %
Zinsen auf dem Zinskonto0,5 %1,25 %1,5 %1,7 %2 %2,25 %
Chat-Supportbis 1 Werktagbis 3 Std.bis 3 Min.bis 3 Min.bis 3 Min.bis 3 Min.
Finom Kontomodelle im Überblick, Preise netto (Stand: Oktober 2026)
Tarifauswahl im Finom Geschäftskonto mit Smart, Core und Pro
In der App lassen sich die Tarife direkt vergleichen und wechseln.

Ein Detail aus meinem eigenen Konto zeigt, wie stark Finom zuletzt umgebaut hat: Mein Basic-Tarif für 84 € im Jahr steht in der App inzwischen als „archiviert“. Bestandskunden behalten ihn, Neukunden bekommen das neue Basic mit 1 % statt 2 % Cashback und 25.000 € statt 50.000 € kostenlosem Überweisungsvolumen. Somit ist das neue Basic also nicht automatisch besser, nur übersichtlicher in die Tariflogik einsortiert.

Tarif und Limits im Finom Geschäftskonto mit archiviertem Basic-Tarif
Unser eigenes Konto läuft noch im archivierten Basic-Tarif für 84 € im Jahr.

Die variablen Kosten: Hier lohnt sich ein zweiter Blick

Die Grundgebühr ist bei Finom nur ein Teil der Rechnung. Spannend wird es bei allem, was über das Freivolumen hinausgeht. Für Finom Smart gelten diese Konditionen:

  • SEPA-Überweisungen und Lastschriften: bis 50.000 € im Monat kostenlos, darüber 0,025 % des Betrags. SEPA-Echtzeitüberweisungen kosten nichts extra.
  • Bargeld: Abhebungen bis 2.000 € im Monat sind gebührenfrei, zwischen 2.000 und 5.000 € werden 3 % fällig. Mehr als 5.000 € im Monat geht pro Karte ohnehin nicht.
  • Fremdwährung: Die ersten 500 € Kartenumsatz in Fremdwährung sind kostenlos, danach zahlst du 1 %. Am Automaten im Ausland kostet jede Abhebung in Fremdwährung 1 %.
  • Auslandsüberweisungen: 5 € pro Zahlung plus 0,4 % vom Volumen. Eingehende Auslandszahlungen kosten ebenfalls 5 €.
  • Bestimmte Händlerkategorien: Für Zahlungen an Händler mit besonderen MCC-Codes, etwa Glücksspiel, berechnet Finom gestaffelt zwischen 1 und 4 %. Bei Mintos sind es bspw. 1 %, wenn du die Kartenzahlung nutzt (durch Überweisung kannst du diese Gebühren vermeiden).
  • Sonderleistungen: Eine zurückgegebene Lastschrift kostet 5 €, der Rückruf einer SEPA-Überweisung 15 €, ein Referenzschreiben für dein Unternehmen 80 €.

Was mich gestört hat: In der Preisliste steht bei allen Tarifen eine Onboarding-Gebühr, die „gesondert erhoben“ wird, ab Core zusätzlich eine Compliance-Gebühr. Wie hoch diese Gebühren ausfallen und wann sie greifen, verrät Finom an dieser Stelle nicht. Auch im Rahmen unserer Recherche konnten wir keine Stimmen finden, die über solche Gebühren berichtet haben.

Detaillierter Tarifvergleich von Finom mit Cashback-Raten und Limits
Der ausführliche Tarifvergleich in der App listet Cashback, Limits und Gebühren je Tarif.

Cashback: So holt Smart seine Grundgebühr wieder herein

Das stärkste Argument für Smart ist das Cashback. Du bekommst 3 % auf Kartenzahlungen, gedeckelt bei 30 € im Monat. Die Rechnung ist schnell gemacht: Bei 19 € Monatspreis reichen rund 633 € Kartenumsatz, bei Jahreszahlung sogar rund 570 €, damit das Konto dich unterm Strich nichts mehr kostet. Wer Software-Abos, Werbebudgets oder Reisekosten über die Firmenkarte laufen lässt, kommt da schneller hin, als man denkt.

In meinem alten Basic-Tarif liegt das Limit bei 10 € im Monat. Im aktuellen Abrechnungszeitraum habe ich davon gerade einmal 2,79 € ausgeschöpft, weil kaum Kartenzahlungen über das Konto laufen. Für mich würde sich der Wechsel auf Smart also nicht rechnen. Das ist wichtig: Das Cashback ist kein Selbstläufer, sondern lohnt sich nur bei echtem Kartenumsatz. Außerdem musst du es in der App aktiv auszahlen – das gelingt aber binnen weniger Sekunden.

Cashback-Übersicht im Finom Geschäftskonto
Das Cashback sammelt sich in der App und lässt sich per Klick auszahlen.

Kontoführung und Funktionen im Test – hier spielt Finom seine Stärken aus

Mit 96,33 % ist die Kontoführung die beste Kategorie von Finom. Das liegt weniger am Banking selbst als an allem, was drumherum passiert: Rechnungen, Belege, Buchhaltung und Schnittstellen sind bei Finom keine Zusatzmodule, sondern fester Teil des Kontos.

Rechnungen, E-Rechnungen, Angebote und Lieferscheine

Meine monatlichen Ausgangsrechnungen laufen seit Monaten über Finom, und ehrlicherweise hat mich der Rechnungsbereich mehr überzeugt als das eigentliche Banking. Unter „Einnahmen“ erstellst du Rechnungen, Angebote und Lieferscheine, verfolgst den Zahlungsstatus und siehst auf einen Blick, was überfällig ist. Geht das Geld ein, ordnest du die Zahlung der passenden Rechnung zu. In meinem Konto steht die Rechnungsnummer danach direkt in der Transaktion.

Einnahmen-Übersicht mit Rechnungen, Angeboten und Lieferscheinen bei Finom
Unter „Einnahmen“ erstellst du Rechnungen, Angebote und Lieferscheine.
Übersicht der Kundenrechnungen mit Zahlungsstatus bei Finom
Alle Kundenrechnungen mit Status und Ausstellungsdatum. Das kleine „e“ markiert E-Rechnungen.

Besonders hervorzuheben ist die E-Rechnung. Seit 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können, die Pflicht zum Versand folgt schrittweise. Finom erstellt die Rechnungen bereits im passenden Format, in meiner Übersicht trägt jede Rechnung das entsprechende Kennzeichen. Dazu kommen Gutschriften, Mahnungen, ein PayPal-Link und auf Wunsch ein SEPA-QR-Code auf der Rechnung.

Rechnung erstellen im Finom Geschäftskonto
Der Rechnungseditor: Absender, Empfänger, Leistungen und Zahlungsmethoden auf einer Seite.

Die Rechnungsvorlage kannst du ab Basic mit eigenem Logo, Farben und Schrift anpassen. Für ein kleines Unternehmen reicht das völlig. Wer dagegen komplexe Projekte mit Stundenzetteln und Teilrechnungen abrechnet, ist mit einer spezialisierten Software wie Lexware Office oder sevDesk besser bedient. Die lässt sich aber ebenfalls an Finom anbinden.

Rechnungsvorschau und Design-Anpassung bei Finom
In der Vorschau passt du Farben, Schrift und Logo der Rechnung an.

Buchhaltung, Belege und Export

Belege lädst du direkt in der App hoch oder leitest sie per E-Mail an eine eigene Finom-Adresse weiter. Anschließend ordnest du sie den passenden Transaktionen zu. Eine automatische Belegerkennung bewirbt Finom zwar auf der Website, in der App ist sie bei mir aber als „derzeit nicht verfügbar“ markiert – das dürfte aber an meinem Vertrag liegen. In meinem Konto ist außerdem der DATEV Belegbilderservice aktiv: Meine Steuerberatung bekommt Belege und Buchungen so, ohne dass ich etwas exportieren muss.

Ausgaben und Lieferantenrechnungen im Finom Geschäftskonto
Unter „Ausgaben“ sammelst du Lieferantenrechnungen und ordnest sie den Zahlungen zu.

Wer lieber exportiert, bekommt Kontoauszüge als PDF, CSV, MT940, camt.053 und im DATEV-Format. Finom spricht von über 30 Integrationen, in meiner App sind aktuell gut 20 Buchhaltungsprogramme gelistet, darunter DATEV, Lexware Office, sevDesk, FastBill, BuchhaltungsButler, Sage, easybill und Billomat. Dazu kommt eine Zapier-Schnittstelle für eigene Automatisierungen.

Export von Kontoauszügen bei Finom als PDF, CSV, MT940, camt.053 oder DATEV
Kontoauszüge exportierst du in fünf Formaten, darunter DATEV und camt.053.
Buchhaltungsintegrationen von Finom mit DATEV, Lexware Office und sevDesk
Ein Ausschnitt der Integrationen. Bei uns ist der DATEV Belegbilderservice verbunden.

Einen Haken gibt es: Die eigene Finom-Buchhaltung mit Steuerberechnung ist für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG noch als Beta gekennzeichnet. Finom weist selbst darauf hin, dass Funktionen fehlen können und du die Daten vor dem Absenden prüfen sollst. Für die Steuererklärung meiner GmbH würde ich mich darauf deshalb noch nicht verlassen.

Buchhaltungsbereich von Finom mit Beta-Hinweis für Unternehmen
Die Buchhaltung für Kapitalgesellschaften ist bei Finom noch in der Beta-Phase.

Finom AI: nett, aber kein Grund für das Konto

Seit einiger Zeit steckt ein KI-Assistent im Konto. Finom AI beantwortet Fragen wie „Meine IBAN finden“, sucht überfällige Rechnungen oder analysiert deine Ausgaben der letzten 30 Tage. Das funktioniert für einfache Abfragen gut und spart den Weg durchs Menü. Mehr aber auch nicht. Finom schreibt selbst unter das Eingabefeld, dass die Antworten keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung ersetzen. Ich sehe die KI deshalb als bequemen Zusatz, nicht als Argument für oder gegen Finom. Neben Finom bietet auch Qonto eine eigene KI an.

Finom AI Assistent im Geschäftskonto
Finom AI schlägt typische Aufgaben vor, etwa Ausgaben analysieren oder Rechnungen suchen.

Team, Rollen und Mehr-Augen-Prinzip

Hier unterscheidet sich Smart deutlich von den günstigeren Tarifen. Du kannst beliebig viele Nutzer einladen, jedem eine eigene Rolle mit Rechten zuweisen und personalisierte Teamkarten ausgeben. Mit dem Mehr-Augen-Prinzip legst du fest, dass Zahlungen ab einem bestimmten Betrag freigegeben werden müssen. Dazu kommen eine Ausgabenverwaltung mit erweiterten Kartenlimits und ein eigener Zugang für deine Steuerberatung.

Für eine kleine Agentur oder eine GmbH mit drei, vier Mitarbeitenden ist das genau der Funktionsumfang, den man braucht. Solo und Basic sind dagegen klar auf Einzelpersonen zugeschnitten: Solo erlaubt einen Nutzer, Basic zwei.

Zahlungsverkehr im Test: Fast alles, was ein kleines Unternehmen braucht

Im Zahlungsverkehr kommt Finom Smart auf 90,25 %. Abzüge gibt es an mehreren Stellen, die wichtigste für viele Betriebe ist das Bargeld, dazu gleich mehr.

Überweisungen, Lastschriften und Massenzahlungen

Du bekommst eine deutsche IBAN, was bei Kunden und Behörden immer noch Rückfragen erspart. Überweisungen gehen auf Wunsch in Echtzeit raus, Daueraufträge und Terminüberweisungen sind Standard, Lastschriften kannst du empfangen und ausführen. Ab Smart kommen Massenzahlungen dazu: Gehälter oder Auszahlungen an Freelancer schickst du dann gesammelt in einem Schritt raus, statt jede Überweisung einzeln einzutippen.

Für mehr Ordnung sorgen die Wallets. Das sind Unterkonten mit eigener IBAN, etwa für Steuerrücklagen oder einzelne Projekte. Im Smart-Tarif sind drei Wallets inklusive, jedes weitere kostet 1 € im Monat. In meinem Konto liegt zum Beispiel ein separates Wallet für Steuern, außerdem führe ich dort ein Wallet in US-Dollar.

Wallets und Unterkonten im Finom Geschäftskonto
Jedes Wallet hat eine eigene IBAN. Rechts unten bewirbt Finom das Zinskonto.
Transaktionsübersicht im Finom Geschäftskonto
Die Transaktionen lassen sich nach Zeitraum, Richtung, Status und Zuordnung filtern.

Karten und mobiles Bezahlen

Finom gibt Visa-Debitkarten aus, keine echten Kreditkarten. Im Smart bekommt jeder Nutzer drei physische und zehn virtuelle Karten kostenlos, der Expressversand ist inklusive. Apple Pay und Google Pay funktionieren, das monatliche Kartenlimit liegt bei 100.000 €. Gegen Aufpreis (laut Preisliste 14,99 €) gibt es zusätzlich die Prime Card mit 1 % Cashback und Extras wie Lounge-Zugängen.

Bei Mietwagen und Hotels kann eine Debitkarte hin und wieder an ihre Grenzen stoßen, weil Kautionen geblockt werden müssen. Wer das regelmäßig braucht, schaut sich besser zusätzlich eine echte Karte aus unserem Firmenkreditkarten-Vergleich an.

Kartenübersicht im Finom Geschäftskonto mit virtuellen Visa-Karten
Physische und virtuelle Karten verwaltest du zentral, inklusive Limits und Sperre.

Bargeld: Abheben ja, Einzahlen nein

Abheben ist mit Smart bis 2.000 € im Monat gebührenfrei. Einzahlen kannst du Bargeld bei Finom dagegen gar nicht. Für Freelancer und Onlinehändler spielt das keine Rolle. Ein Café, ein Friseursalon oder ein Kiosk mit nennenswerten Bareinnahmen ist bei Finom aber schlicht falsch, egal in welchem Tarif. Das ist auch einer der Gründe für die Abzüge im Zahlungsverkehr.

Weitere Produkte im Finom Test: Zinskonto, Geldmarktfonds und Kredit

In der Kategorie Produkte erreicht Smart 91,43 %. Finom ergänzt das Geschäftskonto um drei Bausteine:

  • Zinskonto: Mit Finom Smart bekommst du 1,5 % Zinsen auf dein geparktes Guthaben, je nach Tarif reicht die Spanne von 0,5 % (Solo) bis 2,25 % (Grow). Aktuell wirbt Finom zusätzlich mit einem Aktionszins von 5 % für fünf Monate. Anbieter des Zinskontos ist nicht Finom selbst, sondern die Aksys Global Markets Europe Ltd.
  • Investmentwallet: Über dieselbe Gesellschaft legst du Geld in Geldmarktfonds an. Kaufen und verkaufen ist kostenlos, die Depotgebühr liegt im Smart bei 0,7 % pro Jahr. Bei Geldmarktfonds, die selbst nur wenige Prozent abwerfen, frisst das einen spürbaren Teil der Rendite.
  • Kreditlinie: Finom vermittelt über einen Partner Kreditlinien zwischen 2.000 und 50.000 €. Als Beispiel nennt Finom 1,25 % Zinsen pro Monat, aufs Jahr gerechnet also rund 15 %, dazu kommt eine monatliche Gebühr für den Kreditrahmen. Als kurzfristiger Puffer kann das helfen. Für größere Investitionen würde ich die Kreditlinie nicht nutzen.

Wer größere Rücklagen verzinsen möchte, sollte die Konditionen mit einem spezialisierten Firmentagesgeld vergleichen. Eine Alternative haben wir etwa im UnitPlus Business Tagesgeld Test unter die Lupe genommen.

Sicherheit: Wie sicher ist dein Geld bei Finom?

Bei der Sicherheit kommt Finom Smart nur auf 62,50 %, und das hat einen strukturellen Grund. Finom ist keine Bank. Die Zahlungsdienste erbringt die Finom Payments B.V., ein E-Geld-Institut mit Sitz in den Niederlanden, das von der niederländischen Zentralbank (DNB) beaufsichtigt wird. Die Plattform selbst betreibt die PNL Fintech B.V.

E-Geld statt Einlagensicherung

Für E-Geld-Konten gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € nicht. Stattdessen muss Finom die Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen verwahren, das sogenannte Safeguarding. Finom nutzt dafür eine eigene, von der DNB beaufsichtigte Treuhandstiftung und arbeitet mit der BNP Paribas zusammen. Geht Finom pleite, fällt dein Guthaben also nicht in die Insolvenzmasse.

Finom bezeichnet diesen Schutz als „unbegrenzt“. Das stimmt insofern, als es keine Obergrenze gibt. Es gibt aber auch keinen Entschädigungsfonds, der dir dein Geld innerhalb einer festen Frist auszahlt. Im Ernstfall kann es also dauern, bis du wieder Zugriff hast. Für mich ist Finom deshalb ein Arbeitskonto, kein Tresor: Laufende Einnahmen und Ausgaben ja, die gesamten Rücklagen der Firma eher nicht.

Technisch auf aktuellem Stand

Bei der technischen Absicherung gibt es dagegen wenig zu meckern. Finom setzt auf starke Kundenauthentifizierung mit Zwei-Faktor-Verfahren, Passkeys, 3D Secure bei Kartenzahlungen und Biometrie per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Verdächtige Aktivitäten meldet die App in Echtzeit, Karten sperrst du mit einem Fingertipp.

Der Kundenservice von Finom im Test

Mit 66,67 % ist der Service ebenfalls eine der schwächeren Kategorien von Finom. Das liegt nicht an der Geschwindigkeit: Finom verspricht im Smart eine Antwort im Chat innerhalb von drei Minuten, per E-Mail innerhalb von 30 Minuten, und zwar auch am Wochenende. In den kleineren Tarifen sieht das anders aus: Im Basic wartest du bis zu drei Stunden, im Solo bis zu einem Werktag.

Was fehlt, ist ein Telefonsupport. Wenn eine Zahlung hängt oder die Karte im Ausland gesperrt ist, schreibst du mit dem Chat, häufig zunächst mit dem KI-Assistenten. Einen persönlichen Ansprechpartner gibt es erst in den Tarifen Pro und Grow. Ich selbst habe schon wegen der Verknüpfung eines zweiten Kontos mit dem Support geschrieben und hier konnte mir innerhalb weniger Minuten geholfen werden.

Wie andere Unternehmerinnen und Unternehmer den Alltag mit Finom erleben, sammeln wir übrigens auf unserer Seite mit Kundenberichten zu Finom.

So schneiden die anderen Finom-Kontomodelle im Test ab

Smart ist nicht der einzige Finom-Tarif, den wir bewertet haben. Jedes Kontomodell tritt in dem Unternehmensprofil an, für das es gedacht ist. Deshalb lassen sich die Prozentwerte nur innerhalb eines Profils direkt vergleichen.

TarifPreis (Jahreszahlung)Bewertet alsErgebnis
Solo0 €Freelancer83,7 %
Basic7 €Freelancer88,4 %
Smart17 €Kleines Unternehmen88,9 %
Core34 €Kleines Unternehmen88,3 %
Pro119 €Große Unternehmen88,5 %
Grow249 €Große Unternehmen92,0 %
Testergebnisse aller Finom-Tarife (Stand: Oktober 2026)

Finom Solo: kostenlos, aber mit spürbaren Lücken

Bei den Gebühren holt Solo 91,11 %, kein Wunder bei 0 € Grundgebühr. Im Zahlungsverkehr fällt der Tarif mit 75,10 % aber deutlich ab: geplante Zahlungen fehlen, eine kostenlose physische Karte gibt es nicht, und ab 2.500 € Überweisungsvolumen werden 0,3 % fällig. Bei den Produkten (38,10 %) fehlt die Kreditlinie. Für ein kleines Nebengewerbe reicht das, für mehr nicht.

Finom Basic: der solide Einstieg für Freelancer

Basic kommt auf 88,4 % und liegt damit unter 29 Konten für Freelancer weit vorne. Vor Basic liegen nur Vivid Standard, Vivid Prime und FYRST Base. Für 7 € im Monat bekommst du zwei Nutzer, 25.000 € kostenloses Überweisungsvolumen, Rollenverwaltung und die volle Rechnungsfunktion. Die Cashflow-Analyse und Massenzahlungen gibt es erst ab Smart.

Finom Core: mehr Volumen, aber teuer erkauft

Core kommt auf 88,3 % und liegt damit knapp hinter Smart. Der Tarif bietet dieselben Funktionen wie Smart, dazu 100.000 € kostenloses Überweisungsvolumen, 4 % Cashback (bis 40 €) und 20 virtuelle Karten pro Nutzer. Das größere Freivolumen bringt Punkte im Zahlungsverkehr, der doppelte Preis kostet sie bei den Gebühren wieder. Für wen sich das rechnet, zeigen wir weiter unten.

Finom Pro und Grow: für den Mittelstand

Pro (88,5 %) und Grow (92,0 %) haben wir als Konten für komplexere Unternehmen bewertet. Beide punkten mit unbegrenzt kostenlosen SEPA-Überweisungen und einem Account-Management. Grow verzichtet zusätzlich komplett auf Gebühren für Auslandszahlungen, bietet eine persönliche Kundenbetreuung und holt im Service als einziger Finom-Tarif die volle Punktzahl. Im Profil für komplexere Unternehmen liegt Grow damit vor Qonto Business (90,3 %).

Welches Finom-Konto passt zu dir?

Die Prozentwerte helfen bei der Orientierung, die Entscheidung hängt aber an deinem Zahlungsverkehr. Deshalb habe ich fünf typische Fälle durchgerechnet. Für alle Rechnungen nehme ich Jahreszahlung an.

Du hast ein Nebengewerbe mit wenigen Rechnungen: Solo

Du schreibst ein paar Rechnungen im Monat, zahlst gelegentlich eine Lieferantenrechnung und brauchst keine physische Karte? Dann reicht Solo. Kritisch wird es erst beim Überweisungsvolumen: Alles über 2.500 € im Monat kostet 0,3 %. Ab rund 4.800 € ausgehenden Überweisungen pro Monat zahlst du im Solo mehr als die 7 € für Basic. Spätestens dann lohnt sich der Wechsel. Falls du die Kleinunternehmerregelung nutzt, kannst du Rechnungen ohne Umsatzsteuer übrigens auch mit Finom problemlos erstellen.

Du bist Freelancer mit festen Kunden: Basic

Monatliche Rechnungen, regelmäßige Abbuchungen für Software und Versicherungen, vielleicht eine zweite Person mit Zugriff: Das ist der klassische Fall für Basic. Daueraufträge, 25.000 € Freivolumen und eine physische Karte decken den Alltag ab. Smart brauchst du erst, wenn ein Team dazukommt oder viel über die Karte läuft.

Du führst eine kleine GmbH oder Agentur mit Team: Smart

Ab hier spielt Smart seine Stärken aus. Unbegrenzte Nutzer, Rollen, Mehr-Augen-Prinzip und Massenzahlungen für Gehälter oder Freelancer-Honorare sind für ein Team mit drei bis zehn Leuten Gold wert. Und die Mehrkosten von 10 € gegenüber Basic holt das Cashback schnell herein: Der Unterschied von 3 % zu 1 % gleicht die 10 € schon ab etwa 500 € Kartenumsatz im Monat aus. Wer mehr über die Karte abwickelt, fährt mit Smart unterm Strich sogar günstiger.

Dein Unternehmen wächst und das Zahlungsvolumen steigt: Core

Core kostet 17 € mehr als Smart. Das lohnt sich nur, wenn mehrere Vorteile zusammenkommen. Ein Beispiel: Du überweist 100.000 € im Monat (im Smart wären für die zweiten 50.000 € 12,50 € fällig), zahlst mindestens 1.000 € mit der Karte (bis zu 10 € mehr Cashback) und parkst rund 50.000 € im Zinskonto (0,2 % mehr Zinsen, rund 8 € im Monat). Erst dann liegst du knapp vorne. Für die meisten kleinen Unternehmen bleibt Smart die bessere Wahl.

Du bist im Mittelstand und zahlst viel ins Ausland: Pro oder Grow

Hier entscheiden die Auslandsgebühren. Angenommen, du überweist jeden Monat 20 Rechnungen à 2.500 € an Lieferanten außerhalb der SEPA-Zone. Im Smart zahlst du dafür 100 € Gebühren plus 0,4 % Volumengebühr, zusammen 300 €. Im Pro sind es 100 € plus 0,2 %, also 200 €. Im Grow zahlst du gar nichts. Obwohl Grow 130 € teurer ist als Pro, sparst du in diesem Beispiel unterm Strich 70 € im Monat. Bei beiden Tarifen kommt allerdings eine Compliance-Gebühr hinzu, deren Höhe Finom nicht offen ausweist.

💡 Mein Tipp: Basic, Smart und Core kannst du 30 Tage lang testen. Starte im Zweifel mit dem kleineren Tarif und wechsle in der App, wenn du an die Grenzen stößt. Einen Überblick über alle Alternativen bekommst du in unserem Geschäftskonto-Vergleich.

Die Vor- und Nachteile von Finom Smart im Überblick

Vorteile von Finom Smart

  • Starke Rechnungsfunktion mit E-Rechnungen, Angeboten, Lieferscheinen und Mahnungen
  • Über 20 Buchhaltungsintegrationen, DATEV-Export und Belegbilderservice
  • 3 % Cashback (bis 30 €) kann die Grundgebühr komplett ausgleichen
  • Unbegrenzte Nutzer, Rollen, Mehr-Augen-Prinzip und Massenzahlungen
  • 50.000 € kostenlose SEPA-Überweisungen pro Monat
  • Chat-Support in bis zu drei Minuten, auch am Wochenende
  • Deutsche IBAN und Wallets mit eigener IBAN

Nachteile von Finom Smart

  • E-Geld-Konto ohne gesetzliche Einlagensicherung
  • Keine Bargeldeinzahlungen
  • Kein Telefonsupport
  • Onboarding- und Compliance-Gebühren ohne transparente Beträge
  • Kreditlinie mit 12 bis 18 % Jahreszins teuer

Fazit: Finom Smart gehört zu den besten Geschäftskonten für kleine Unternehmen

Nach dem Finom Test bin ich ehrlich gesagt positiver gestimmt, als ich erwartet hatte. Finom Smart erreicht 88,9 % und liegt damit 1,5 Prozentpunkte hinter Vivid Basic. Die Stärken sitzen genau dort, wo kleine Unternehmen jeden Tag Zeit verlieren: Rechnungen schreiben, Belege zuordnen, Daten an die Steuerberatung geben. Das erledigt Finom so gut, dass meine Ausgangsrechnungen inzwischen direkt über das Konto laufen.

Warum ist Smart dann nicht unser Testsieger? Weil die Sicherheit als E-Geld-Konto und der fehlende Telefonsupport echte Abzüge sind. Und weil Bargeld-Betriebe bei Finom gar nicht erst richtig aufgehoben sind. Wer ein günstiges Konto mit ähnlichem Funktionsumfang sucht, sollte sich auch unseren Vivid Test und den Qonto Test ansehen. Weitere Konten findest du in unserer Übersicht der Finom Alternativen.

Unterm Strich: Für eine kleine GmbH, eine Agentur oder ein Team, das viel mit der Karte zahlt, ist Finom Smart eine sehr gute Wahl. Als Freelancer reicht dir in den meisten Fällen Basic.

Wie ist deine Meinung? Nutzt du Finom bereits?

Häufige Fragen zu Finom

Ist Finom seriös?

Ja. Die Zahlungsdienste erbringt die Finom Payments B.V., ein E-Geld-Institut mit Lizenz der niederländischen Zentralbank (DNB, Nummer R180074). Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen über eine beaufsichtigte Treuhandstiftung verwahrt. Wir nutzen Finom selbst für eine unserer Gesellschaften.

Ist Finom eine Bank?

Nein. Finom ist ein E-Geld-Institut ohne Banklizenz. Für den Alltag mit deutscher IBAN, SEPA-Zahlungen und Karten macht das kaum einen Unterschied. Es bedeutet aber, dass die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € nicht greift.

Gibt es bei Finom eine Einlagensicherung?

Eine gesetzliche Einlagensicherung gibt es nicht. Stattdessen schützt Finom die Kundengelder per Safeguarding: Sie liegen getrennt vom Firmenvermögen in einer Treuhandstiftung und fallen bei einer Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse. Eine feste Entschädigungsfrist wie bei der Einlagensicherung gibt es dabei nicht.

Was kostet das Finom Geschäftskonto?

Solo ist kostenlos. Basic kostet 8 €, Smart 19 €, Core 38 €, Pro 149 € und Grow 339 € pro Monat, jeweils netto. Bei Jahreszahlung sinken die Preise auf 7 €, 17 €, 34 €, 119 € und 249 € pro Monat. Dazu kommen variable Gebühren, etwa für Auslandsüberweisungen oder Bargeldabhebungen über dem Freibetrag.

Bekomme ich bei Finom eine deutsche IBAN?

Ja. Dein Hauptkonto erhält eine deutsche IBAN. Zusätzliche Wallets haben jeweils eine eigene IBAN, in meinem Konto etwa das Steuer-Wallet ebenfalls eine deutsche.

Kann ich bei Finom Bargeld einzahlen?

Nein. Bargeldeinzahlungen sind bei Finom in keinem Tarif möglich. Abheben kannst du mit der Visa-Karte, im Smart bis 2.000 € im Monat gebührenfrei.

Kann ich den Finom-Tarif wechseln?

Ja, den Tarif änderst du direkt in der App unter „Einstellungen“ und „Tarif und Limits“. Basic, Smart und Core kannst du außerdem 30 Tage lang testen.

Sebastian Rau
Sebastian Rau
Gründer
Über den Autor
Ich bin Sebastian, einer der Gründer von Finanzwissen. Mein ersten Aktien und ETFs habe ich bereits 2015 gekauft. 2016 bin ich in den Krypto-Markt eingestiegen. Bis heute investiere ich in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Immobilien. Als Prozessmanager in einer deutschen Großbank habe ich einen tiefen Einblick in die Abläufe und Prozesse, sodass ich gerne unterschiedliche Produkte teste und meine Erfahrungen mit euch teile.

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