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CFD-Trading einfach erklärt: So funktioniert der CFD-Handel


Lektoriert vonChristian Musanke
Überprüft durchDennis Groß
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Teil des Handbuchs
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CFDs ermöglichen dir, mit wenig Kapital auf steigende und fallende Kurse zu setzen. Wir erklären, wie CFD-Trading funktioniert, was es kostet und wo die Risiken liegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein CFD (Contract for Difference) ist ein Vertrag mit deinem Broker über die Kursdifferenz eines Basiswerts. Die Aktie, den Index oder die Währung besitzt du dabei nie.
  • Mit CFDs setzt du auf steigende und auf fallende Kurse. Über den Hebel bewegst du mit 1.000 € Sicherheitsleistung Positionen von bis zu 30.000 €.
  • Für Privatanleger begrenzt die BaFin den Hebel je nach Markt auf 30:1 bis 2:1. Eine Nachschusspflicht gibt es nicht mehr.
  • Die Kosten stecken im Spread, in Kommissionen und in den Haltekosten über Nacht. Letztere unterschätzen fast alle Einsteiger.
  • Je nach Broker verlieren 51 % bis 83 % der Privatkunden mit CFDs Geld. Welche Anbieter die fairsten Konditionen bieten, zeigt unser CFD-Broker-Vergleich.

Kaum ein Finanzprodukt polarisiert so stark wie der CFD. Für die einen ist CFD-Trading das flexibelste Werkzeug, um mit einem kleinen Konto an Indizes, Devisen oder Gold zu verdienen. Für die anderen ist es ein Casino mit Bankenaufsicht. Beide Seiten haben ein Stück weit recht.

Für unseren CFD-Broker-Vergleich habe ich 13 Anbieter getestet und dafür unter anderem mit einem Demokonto bei CMC Markets gearbeitet. In diesem Ratgeber zeige ich dir, wie der CFD-Handel funktioniert, was er kostet und warum die Mehrheit der Privatanleger damit Geld verliert. Danach weißt du, ob CFDs für dich infrage kommen oder ob du besser die Finger davon lässt.

Was sind CFDs?

CFD steht für Contract for Difference, auf Deutsch Differenzkontrakt. Du schließt mit deinem Broker einen Vertrag über die Preisdifferenz eines Basiswerts zwischen der Eröffnung und der Schließung deiner Position. Bewegt sich der Kurs in deine Richtung, zahlt dir der Broker die Differenz. Läuft er gegen dich, zahlst du.

Den Basiswert selbst kaufst du nie. Hältst du einen CFD auf die Microsoft-Aktie, bist du kein Aktionär, hast kein Stimmrecht und bekommst keine echte Dividende. Bei Long-Positionen bucht dir der Broker stattdessen einen Dividendenausgleich auf das Konto. Der CFD bildet den Kurs nur ab.

Entstanden sind CFDs Anfang der 1990er-Jahre in London. Institutionelle Anleger nutzten sie, um Aktienpositionen abzubilden, ohne die britische Stempelsteuer auf Aktienkäufe zu zahlen. Privatanleger haben sie erst mit den Online-Brokern der 2000er-Jahre für sich entdeckt.

Rechtlich ist ein CFD ein Termingeschäft und gehört damit zu den Derivaten. Anders als Optionsscheine oder Zertifikate wird er aber nicht an einer Börse gehandelt. Dein Vertragspartner ist immer der Broker selbst. Das hat Folgen, auf die ich im Abschnitt zu den Risiken eingehe.

So funktioniert CFD-Trading

Bevor du den ersten Trade eröffnest, solltest du drei Dinge verstanden haben: Long und Short, Margin und Hebel sowie die automatische Glattstellung.

Long und Short: Du setzt auf steigende oder fallende Kurse

Gehst du long, profitierst du von steigenden Kursen. Gehst du short, verdienst du, wenn der Kurs fällt. Beim CFD ist das technisch derselbe Vorgang, du klickst nur auf „Verkaufen“ statt auf „Kaufen“. In einem normalen Depot sind Leerverkäufe dagegen kaum möglich, die meisten Neobroker bieten sie gar nicht an.

Orderticket für einen Microsoft-CFD bei CMC Markets
Im Orderticket legst du Positionsgröße, Stop-Loss und Take-Profit direkt mit der Order fest, hier für einen Microsoft-CFD bei CMC Markets.
Quelle: CMC Markets

Viele Trader nutzen Shorts auch zur Absicherung. Liegen in deinem Depot vor allem US-Tech-Aktien und rechnest du kurzfristig mit einem Rücksetzer, kann ein Short-CFD auf den Nasdaq 100 einen Teil der Verluste ausgleichen. Du musst dafür keine Aktie verkaufen und löst keine Steuer aus.

Margin und Hebel: Wenig Kapital, große Position

Für eine CFD-Position hinterlegst du nur einen Bruchteil ihres Werts als Sicherheit, die sogenannte Margin. Der Rest ist Hebel. Liegt die Margin bei 5 %, bewegst du mit 1.000 € eine Position im Wert von 20.000 €, der Hebel beträgt also 20:1.

Wie hoch der Hebel für Privatkunden sein darf, legt in Deutschland die BaFin fest. Die Grenzen gelten seit 2019 dauerhaft und entsprechen den Vorgaben der europäischen Aufsicht ESMA:

BasiswertMaximaler HebelMindest-Margin
Hauptwährungspaare (z. B. EUR/USD, USD/JPY)30:13,33 %
Andere Währungspaare, Gold, große Indizes (z. B. DAX, Nasdaq 100)20:15 %
Rohstoffe außer Gold, kleinere Indizes10:110 %
Einzelaktien und sonstige Basiswerte5:120 %
Kryptowährungen2:150 %

Als professioneller Kunde darfst du mit höheren Hebeln handeln. Dafür musst du aber strenge Kriterien zu Handelsvolumen, Vermögen und Berufserfahrung erfüllen und verzichtest auf den Schutz, den Privatkunden genießen. Für Einsteiger spielt das keine Rolle.

Rechenbeispiel: Ein Trade auf den Nasdaq 100

Wie stark der Hebel wirkt, siehst du am besten an einem konkreten Trade. Für das Beispiel nehme ich den Nasdaq 100 mit einem Stand von 30.608 Punkten (Schlusskurs vom 25. September 2026) und eine Positionsgröße von 1 USD je Indexpunkt. Spread und Haltekosten entsprechen den Werten, die CMC Markets für den US NDAQ 100 ausweist.

PositionWert
Positionswert30.608 USD (rund 26.875 €)
Margin bei Hebel 20:11.530 USD (rund 1.344 €)
Spread (1 Punkt)1 USD
Haltekosten über Nacht (6,9 % p. a.)rund 5,79 USD pro Nacht

Szenario 1: Der Index steigt um 2 % auf 31.220 Punkte. Du gewinnst 612 Punkte, nach Abzug des Spreads bleiben 611 USD. Bezogen auf deine Margin sind das knapp 40 % Rendite, und das bei einer Kursbewegung von 2 %.

Szenario 2: Der Index fällt um 2 %. Jetzt verlierst du 613 USD, also ebenfalls rund 40 % deiner Margin. Hältst du die Position über mehrere Nächte, kommen pro Nacht knapp 6 USD Haltekosten dazu.

Am meisten unterschätzt wird die automatische Glattstellung. Fällt dein Kapital auf dem Konto unter 50 % der hinterlegten Margin, schließt der Broker die Position. Hast du nur die 1.530 USD auf dem Konto, passiert das nach einem Verlust von 765 USD. Dafür reicht beim Nasdaq 100 ein Rückgang um 2,5 %, also ein ganz gewöhnlicher schlechter Handelstag.

Hebelwirkung beim CFD-Trading: Rechenbeispiel Nasdaq 100 mit Hebel 20:1 und Glattstellung bei −2,5 %
Mit Hebel 20:1 kostet dich ein Kursrückgang von 2 % rund 40 % deiner Margin, bei −2,5 % wird die Position glattgestellt.

Probier genau diesen Fall im Demokonto aus. Ich habe das bei CMC Markets gemacht, bevor ich echtes Geld eingesetzt habe. Die Glattstellung einmal selbst zu erleben, prägt sich deutlich besser ein als jede Rechnung.

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Welche Märkte kannst du per CFD handeln?

Die Auswahl ist riesig. CMC Markets kommt in unserem Test auf mehr als 21.000 handelbare CFD-Märkte. Die wichtigsten Gruppen:

  • Indizes: DAX, Nasdaq 100 oder S&P 500 sind die beliebtesten CFD-Märkte überhaupt. Sie sind fast rund um die Uhr handelbar und haben enge Spreads. Einige Broker wie CMC Markets stellen auf ausgewählte Indizes sogar am Wochenende Kurse.
  • Devisen: Forex-Trading läuft bei Privatanlegern fast ausschließlich über CFDs. Wie der Devisenhandel funktioniert, erklären wir dir in unserem Ratgeber zum Forex-Trading. Die passenden Anbieter findest du im Forex-Broker-Vergleich.
  • Rohstoffe: Gold, Silber und Öl handelst du per CFD ohne Lagerung und ohne das Rollen von Futures. Mehr dazu liest du in unseren Ratgebern zum Gold-Trading und zum Öl-Trading.
  • Aktien und ETFs: Einzelaktien sind per CFD möglich. Wegen des niedrigen Hebels von 5:1 und der täglichen Haltekosten sind sie für längere Haltedauern aber selten die beste Wahl.
  • Kryptowährungen: Bitcoin oder Ether gibt es als CFD mit einem Hebel von maximal 2:1. Willst du Krypto langfristig halten, bist du bei einer echten Krypto-Börse besser aufgehoben.

CFD oder Aktie: Wo liegt der Unterschied?

Auf dem Chart sehen Aktie und Aktien-CFD gleich aus. Was du tatsächlich besitzt und zahlst, unterscheidet sich aber deutlich:

MerkmalAktie im DepotAktien-CFD
EigentumDu besitzt die AktieDu hast einen Vertrag mit dem Broker
DividendeEchte AusschüttungAusgleichszahlung bei Long, Belastung bei Short
StimmrechtJaNein
HebelKeinerBis 5:1
Auf fallende Kurse setzenKaum möglichPer Short-Position
HaltekostenDepotgebühr, meist 0 €Finanzierung für jede Nacht
Maximaler VerlustDein EinsatzDein Guthaben auf dem CFD-Konto
Sinnvolle HaltedauerJahreStunden bis wenige Wochen

Die Tabelle zeigt, warum ich CFDs nie für den Vermögensaufbau einsetzen würde. Bei einem Finanzierungssatz von rund 7 % p. a. fressen die Haltekosten über ein Jahr einen großen Teil dessen auf, was Aktien im langjährigen Schnitt abwerfen. Für langfristige Anlagen bleibt das klassische Depot die bessere Wahl. Die günstigsten Anbieter findest du in unserem Depot-Vergleich.

Was kostet der CFD-Handel?

Fast alle CFD-Broker werben mit „0 € Kommission“. Das stimmt meistens, ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die Kosten fallen an anderer Stelle an.

Spread

Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Du zahlst ihn bei jedem Trade, und für Daytrader ist er meist der größte Kostenblock. Beim Nasdaq 100 reicht die Spanne in unserem Test von 1,0 Punkten bei CMC Markets, Pepperstone oder XTB bis rund 2 Punkten bei Plus500 und eToro. Bei EUR/USD verlangen die günstigsten Broker ab 0,5 Pips.

Kommission

Für Index-, Devisen- und Rohstoff-CFDs berechnen fast alle Broker keine Kommission. Bei Aktien-CFDs sieht das anders aus: CMC Markets verlangt für US-Aktien 10 USD je Trade, IG 2 US-Cent je Aktie und mindestens 10 USD. XTB verzichtet auf die Kommission und schlägt die Kosten stattdessen auf den Kurs auf.

Haltekosten über Nacht

Hältst du eine Position über Nacht, berechnet dir der Broker eine Finanzierung. Sie setzt sich aus einem Referenzzins und einem Aufschlag zusammen. IG nimmt zum Beispiel den US-Referenzzins SOFR plus 3 % pro Jahr. Für eine Long-Position auf den Nasdaq 100 lagen die Sätze in unserem Test zwischen rund 5,5 % bei NAGA und 9,3 % p. a. bei Plus500.

Im CMC-Demokonto habe ich mir als Erstes das Produktinfo-Fenster zum US NDAQ 100 angesehen. Dort stehen die Haltekosten für Kaufpositionen schwarz auf weiß: 6,90 % p. a. Diese Zahl solltest du kennen, bevor du einen Trade länger als ein paar Stunden hältst.

Produktinformationen zum US NDAQ 100 bei CMC Markets
In der Produktinfo zeigt CMC Markets Spread und Haltekosten für jeden Markt an, hier für den US NDAQ 100.
Quelle: CMC Markets

Weitere Gebühren

  • Inaktivitätsgebühr: AvaTrade verlangt 50 € nach drei Monaten ohne Aktivität, GBE Brokers 20 € pro Monat. CMC Markets, XTB und Pepperstone verzichten darauf.
  • Währungsumrechnung: Handelst du US-Werte mit einem Euro-Konto, fällt auf Gewinne und Verluste eine Umrechnungsgebühr an. Bei CMC Markets sind es 0,5 %.
  • Garantierter Stop-Loss: Er schützt dich vor Kurslücken, kostet aber eine Prämie. Bei CMC Markets zahlst du sie nur, wenn der Stop tatsächlich ausgelöst wird.
Stop-Loss-Arten inklusive garantiertem Stop bei CMC Markets
Bei CMC Markets wählst du zwischen normalem Stop-Loss, Trailing-Stop-Loss und garantiertem Stop-Loss.
Quelle: CMC Markets

Wie die einzelnen Anbieter abschneiden, zeigt unser CFD-Broker-Vergleich mit Kostenrechnungen für Daytrader, Swing-Trader und Forex-Trader.

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Risiken: Wie viel kannst du mit CFDs verlieren?

Die Verlustquoten der Broker

Jeder CFD-Broker in der EU muss offenlegen, wie viele seiner Privatkunden mit CFDs Geld verlieren. Diese Zahlen sind ernüchternd. In unserem Vergleich reichen sie von 51 % bei eToro bis 83 % bei Libertex, bei 10 der 13 Broker liegt die Quote zwischen 70 % und 77 %.

Woran liegt das? Der Hebel verstärkt nicht nur Gewinne, sondern vor allem Fehler. Wer ohne Stop-Loss handelt, Verluste laufen lässt und Gewinne zu früh mitnimmt, verliert mit Hebel einfach schneller. Dazu kommen Spread und Haltekosten, die jede Strategie Monat für Monat erst einmal verdienen muss.

Keine Nachschusspflicht mehr

Bis 2017 konnten Privatanleger mit CFDs mehr verlieren als ihr Kontoguthaben. Als die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 überraschend den Mindestkurs des Franken aufgab, standen manche Trader innerhalb von Minuten mit Schulden bei ihrem Broker da.

Seitdem gilt der Negativsaldoschutz. Broker dürfen von Privatkunden keine Nachschüsse mehr verlangen. Im schlimmsten Fall verlierst du dein gesamtes Guthaben auf dem CFD-Konto, aber nicht mehr. Das gilt für alle Broker mit Regulierung in der EU.

Margin Call und Zwangsschließung

Sinkt dein Kontostand unter 50 % der benötigten Margin, schließt der Broker deine Positionen automatisch. Vorher schicken die meisten Anbieter einen Margin Call, also eine Warnung per App oder E-Mail. Verlass dich nicht darauf, dass du dann noch rechtzeitig reagierst: In schnellen Märkten liegen zwischen Warnung und Glattstellung oft nur Minuten.

Der Broker als Vertragspartner

Weil du deinen CFD direkt mit dem Broker abschließt, hängst du von dessen Solidität ab. Kundengelder müssen getrennt vom Firmenvermögen verwahrt werden, und bei einer Pleite greift die gesetzliche Anlegerentschädigung bis zu 20.000 €. Achte deshalb auf eine Regulierung in der EU, idealerweise mit einer deutschen Gesellschaft unter BaFin-Aufsicht.

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Überlege dir, ob du verstehst, wie CFDs funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, dein Geld zu verlieren.

CFDs und Steuern

Gewinne aus CFDs sind Kapitalerträge. Darauf zahlst du die Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei Ehepaaren) gilt auch hier.

Lange gab es eine unangenehme Sonderregel: Verluste aus Termingeschäften wie CFDs ließen sich nur bis 20.000 € pro Jahr mit Gewinnen verrechnen. Mit dem Jahressteuergesetz 2024 hat der Gesetzgeber diese Grenze gestrichen, und zwar rückwirkend für alle offenen Fälle. Heute verrechnest du CFD-Verluste vollständig mit deinen übrigen Kapitalerträgen. Wie das im Detail funktioniert, erklären wir dir im Ratgeber zu den Verlusttöpfen.

Praktisch entscheidend ist eine andere Frage: Führt dein Broker die Steuer ab? Einige Broker mit deutscher Gesellschaft, etwa CMC Markets und Trading 212, ziehen die Abgeltungsteuer automatisch ab. Bei anderen, auch bei IG, trägst du deine Gewinne selbst in die Anlage KAP deiner Steuererklärung ein. Das ist kein Hexenwerk, kostet aber jedes Jahr Zeit.

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CFD-Trading lernen: So startest du

Willst du nach all dem trotzdem mit CFDs handeln, geh in dieser Reihenfolge vor:

  1. Grundlagen verstehen: Lies dich in Chartanalyse und Risikomanagement ein, bevor du die erste Order aufgibst. Einen guten Einstieg bietet unser Ratgeber Trading lernen.
  2. Demokonto eröffnen: Fast jeder CFD-Broker bietet ein kostenloses Demokonto mit Spielgeld. Handle dort mindestens ein paar Wochen, bevor echtes Geld fließt. Welche Demokonten am realistischsten sind, zeigt unser Demokonto-Vergleich.
  3. Regulierten Broker wählen: Achte auf EU-Aufsicht, getrennt verwahrte Kundengelder und transparente Haltekosten. Unsere Testsieger findest du im CFD-Broker-Vergleich.
  4. Risiko pro Trade festlegen: Setze vor jedem Trade einen Stop-Loss und riskiere nicht mehr als 1 bis 2 % deines Kontos pro Position. Wie das konkret aussieht, liest du im Ratgeber zum Risikomanagement im Trading.
  5. Klein anfangen: Starte mit kleinen Positionsgrößen und erhöhe sie erst, wenn du über mehrere Monate profitabel handelst.

Handelst du vor allem unterwegs, schau dir die Apps der Broker genau an. Die besten CFD-Apps stellen wir dir in einem eigenen Vergleich vor.

In unserem CFD-Broker-Vergleich haben diese drei Anbieter am besten abgeschnitten: CMC Markets mit 95,9 %, IG mit 94,8 % und Pepperstone mit 92,5 %.

CMC Markets
CMC Markets
  • Über 21.000 handelbare Märkte
  • Enge Spreads ab 0,5 Pips
  • Reguliert durch die BaFin
70% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

IG
IG - Trading
  • BaFin regulierter Online-Broker
  • Transparente und faire Spreads
  • Mehr als 16.000 handelbare Märkte
Jeder Handel ist mit hohen Risiken verbunden. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Pepperstone
Pepperstone
  • Kombination mit Trading-Software möglich
  • Führt Steuern für Gewinne automatisch ab
  • Gutes Angebot an handelbaren CFDs

Fazit: Für wen lohnt sich CFD-Trading?

CFD-Trading ist ein Werkzeug für kurzfristige Spekulation und Absicherung, kein Weg zum Vermögensaufbau. Du handelst Indizes, Devisen und Rohstoffe mit wenig Kapital, auf steigende wie fallende Kurse und fast rund um die Uhr. Diese Flexibilität bezahlst du mit Spread, Haltekosten und einem Hebel, der jeden Fehler vergrößert.

Willst du dein Erspartes langfristig anlegen, brauchst du keine CFDs. Dafür ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan aus meiner Sicht die deutlich bessere Wahl. Reizt dich der Handel trotzdem, starte im Demokonto, wähle einen regulierten Broker und lege dein Risiko pro Trade fest, bevor du auf „Kaufen“ klickst. Ehrlicherweise merken viele nach ein paar Wochen Demokonto, dass Trading mehr Arbeit ist als gedacht. Diese Erkenntnis ist wertvoll, und sie hat dich dann keinen Cent gekostet.

Unsere Inhalte stellen keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen von Finanzprodukten dar.

Häufige Fragen zum CFD-Trading

Ist CFD-Handel in Deutschland erlaubt?

Ja. CFDs sind in Deutschland legal, die Broker stehen unter der Aufsicht der BaFin oder einer anderen EU-Behörde. Für Privatanleger gelten seit 2019 dauerhaft feste Hebelgrenzen, ein Negativsaldoschutz und die automatische Glattstellung bei 50 % der Margin.

Sind CFDs seriös?

Das Produkt selbst ist reguliert und bei Brokern mit EU-Lizenz seriös. Unseriös sind dagegen viele Anbieter mit Sitz außerhalb der EU, die mit Promi-Werbung locken oder dich am Telefon zu weiteren Einzahlungen drängen. Prüf vor der Kontoeröffnung, ob der Broker in der Unternehmensdatenbank der BaFin oder bei einer anderen EU-Aufsicht registriert ist.

Kann man bei CFDs mehr verlieren als den Einsatz?

Als Privatkunde bei einem EU-regulierten Broker nicht. Der Negativsaldoschutz verhindert, dass dein Konto ins Minus rutscht. Du kannst aber dein gesamtes Guthaben auf dem CFD-Konto verlieren und mit einer einzelnen Position deutlich mehr als die hinterlegte Margin.

Wie viel Geld brauche ich für CFD-Trading?

Bei vielen Brokern gibt es keine Mindesteinzahlung, darunter CMC Markets, IG und XTB. Sinnvoll sind trotzdem einige hundert Euro, damit du Positionen mit einem Stop-Loss absichern kannst und nicht beim ersten Kursausschlag glattgestellt wirst.

Was ist der Unterschied zwischen CFDs und Optionsscheinen?

Optionsscheine sind Wertpapiere mit einem Emittenten und werden an der Börse gehandelt. Ihr Preis hängt zusätzlich von Volatilität und Restlaufzeit ab. CFDs bilden den Kurs des Basiswerts dagegen eins zu eins ab und haben keine feste Laufzeit. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber zu Optionsscheinen.

Wie werden CFD-Gewinne versteuert?

Gewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Verluste kannst du seit dem Jahressteuergesetz 2024 wieder unbegrenzt mit anderen Kapitalerträgen verrechnen.

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Sebastian Rau
Sebastian Rau
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Über den Autor
Ich bin Sebastian, einer der Gründer von Finanzwissen. Mein ersten Aktien und ETFs habe ich bereits 2015 gekauft. 2016 bin ich in den Krypto-Markt eingestiegen. Bis heute investiere ich in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Immobilien. Als Prozessmanager in einer deutschen Großbank habe ich einen tiefen Einblick in die Abläufe und Prozesse, sodass ich gerne unterschiedliche Produkte teste und meine Erfahrungen mit euch teile.

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