CFD-Broker Vergleich 2026

- 0% Kommission auf alle Trades
- TradingView-Anbindung + 100 Indikatoren
- Handel mit Aktien, Indizes, Forex, Rohstoffe und Kryptowährungen
- 0€ Kommission im Aktienhandel
- Bis 3,5% p.a. Zinsen auf nicht investiertes Kapital
- Handel mit Aktien, ETFs, CFDs, Forex und Kryptowährungen





Ein guter CFD-Broker entscheidet mit darüber, wie viel von deinem Trading-Ergebnis am Ende übrig bleibt. Spreads, Haltekosten und Kommissionen fallen bei jedem Trade an. Ob ein Anbieter beim garantierten Stop-Loss oder bei der Einlagensicherung hält, was er verspricht, merkst du dagegen oft erst im Ernstfall.
Für unseren CFD-Broker-Vergleich haben wir 13 CFD-Anbieter nach einem neuen Bewertungsframework mit mehr als 60 Kriterien getestet. Die Konditionen haben wir im September 2026 direkt bei den Brokern erhoben, die Spreads für Aktien-CFDs haben wir während der US-Handelszeit live abgelesen. Das Ergebnis: CMC Markets holt sich mit 95,9 % den Testsieg, knapp vor IG und Pepperstone. Welcher CFD-Broker für dich der beste ist, hängt aber davon ab, was du handelst. Für Forex, Daytrading oder MetaTrader findest du deshalb weiter unten eigene Empfehlungen.
CFD-Broker-Vergleich: Das Wichtigste in Kürze
- Testsieger CMC Markets (95,9 %): größtes Handelsangebot im Test, deutsche GmbH unter BaFin-Aufsicht und ein garantierter Stop-Loss, dessen Prämie nur bei Auslösung fällig wird.
- Platz 2 und 3: IG (94,8 %) überzeugt bei Plattform, Service und Sicherheit. Pepperstone (92,5 %) hat die niedrigsten Kosten im Vergleich.
- Deutsche CFD-Broker: Nur CMC Markets, IG, Pepperstone und Trading 212 sitzen mit eigener Gesellschaft in Deutschland und stehen direkt unter Aufsicht der BaFin.
- Große Kostenunterschiede: Als Forex-Trader zahlst du bei unseren Annahmen zwischen 8,78 € und 22,83 € im Monat, als Swing-Trader zwischen 39 € und 202 €.
- Hohes Risiko: Je nach Broker verlieren zwischen 51 % und 83 % der Kleinanlegerkonten beim CFD-Handel Geld.
Die besten CFD-Broker 2026 im Überblick
So schneiden alle 13 CFD-Broker in unserem Test ab. Die Gesamtnote setzt sich aus sechs Kategorien zusammen, am stärksten gewichten wir Funktionen und Plattform (30 %) sowie Kosten und Gebühren (25 %).
| Platz | CFD-Broker | Testergebnis | Besonders stark bei |
|---|---|---|---|
| 1 | CMC Markets | 95,9 % | Handelsangebot, Plattform, Risikomanagement |
| 2 | IG | 94,8 % | Plattform, Handelsangebot, Service |
| 3 | Pepperstone | 92,5 % | niedrigste Kosten, Plattform |
| 4 | XTB | 91,0 % | Kosten, Handelsangebot, Service |
| 5 | Capital.com | 90,2 % | Plattform, Service |
| 6 | ActivTrades | 89,8 % | Kosten, günstig beim Daytrading |
| 7 | Trading 212 | 89,4 % | Sicherheit, Kosten, Handelsangebot |
| 8 | eToro | 87,5 % | Handelsangebot, niedrigste Verlustquote |
| 9 | NAGA | 82,7 % | Plattform, Trading-Signale |
| 10 | Plus500 | 80,7 % | Plattform |
| 11 | GBE Brokers | 78,8 % | Sicherheit |
| 12 | AvaTrade | 77,7 % | MetaTrader 4 und 5 |
| 13 | Libertex | 76,8 % | Service |
Ein Blick auf die Kategorien lohnt sich trotzdem. Pepperstone ist bei den Kosten kaum zu schlagen, liegt beim Handelsangebot aber deutlich hinter CMC und IG. XTB wiederum verliert vor allem bei den Handelsbedingungen Punkte, weil es keinen garantierten Stop-Loss gibt.
Die besten CFD-Broker nach Einsatzzweck
Der Testsieger ist nicht automatisch der beste CFD-Broker für dich. Wer abends ein paar Trades auf EUR/USD macht, braucht etwas anderes als jemand, der Aktien-CFDs zwei Wochen lang hält oder den Nasdaq im Minutentakt handelt. Deshalb haben wir die Ergebnisse zusätzlich nach Einsatzzweck ausgewertet. Die Kosten rechnen wir dafür mit drei typischen Nutzerprofilen durch, alle anderen Empfehlungen stützen sich auf die Einzelkriterien aus unserem Framework.
Deutsche CFD-Broker mit BaFin-Aufsicht
Bei einem neuen Broker rate ich immer dazu, zuerst einen Blick ins Impressum zu werfen. Ist keins vorhanden, ist das schon mal kein Qualitätsmerkmal. Ist eines da, zeigt sich schnell, dass „in Deutschland reguliert" nicht immer dasselbe bedeutet. Eine eigene deutsche Gesellschaft unter direkter Aufsicht der BaFin haben in unserem Vergleich nur vier Anbieter: CMC Markets und IG sitzen in Frankfurt, Pepperstone in Düsseldorf, dazu kommt Trading 212 mit der Trading 212 EU GmbH. XTB (Berlin) und GBE Brokers (Hamburg) betreiben zwar deutsche Zweigniederlassungen, die eigentliche Aufsicht liegt aber in Polen bzw. auf Zypern.
| CFD-Broker | Gesellschaft und Aufsicht | Schutz deines Guthabens | Abgeltungsteuer |
|---|---|---|---|
| CMC Markets | CMC Markets Germany GmbH, Frankfurt (BaFin) | Anlegerentschädigung + Einlagensicherung bis 100.000 € | automatisch |
| IG | IG Europe GmbH, Frankfurt (BaFin) | Anlegerentschädigung + Einlagensicherung bis 100.000 € | selbst angeben |
| Pepperstone | Pepperstone GmbH, Düsseldorf (BaFin) | Anlegerentschädigung bis 20.000 € | automatisch |
| Trading 212 | Trading 212 EU GmbH (BaFin) | Anlegerentschädigung + Einlagensicherung bis 100.000 € | automatisch |
| XTB | Zweigniederlassung Berlin (KNF, Polen) | Anlegerentschädigung + Einlagensicherung bis 100.000 € | selbst angeben |
| GBE Brokers | Zweigniederlassung Hamburg (CySEC, Zypern) | Anlegerentschädigung + private Zusatzversicherung | selbst angeben |
BaFin-Aufsicht, Einlagensicherung für freies Guthaben bis 100.000 € und eine Steuerbescheinigung, bei der die Abgeltungsteuer bereits abgezogen ist: Alle drei Punkte erfüllen nur CMC Markets und Trading 212. Unterm Strich ist CMC hier trotzdem die rundere Lösung, weil du zusätzlich einen garantierten Stop-Loss und das deutlich größere Handelsangebot bekommst. Bei IG und Pepperstone verzichtest du jeweils auf einen Punkt. IG führt keine Steuer ab, Pepperstone sichert dein Guthaben nur über die gesetzliche Entschädigungseinrichtung bis 20.000 € ab.
Die Einlagensicherung schützt nur nicht investiertes Guthaben, das bei einer Partnerbank liegt. Verluste aus deinen CFD-Positionen deckt sie nicht ab.
Die günstigsten CFD-Broker
Welcher CFD-Broker am günstigsten ist, hängt stärker von deinem Handelsstil ab als vom Namen des Brokers. Wir haben deshalb drei Profile durchgerechnet und die monatlichen Kosten aus Spreads, Kommissionen und Finanzierungskosten ermittelt:
- Forex-Trader: 20 Round-Turns im Monat auf EUR/USD mit je 10.000 € Positionsgröße
- Daytrader: 60 Round-Turns im Monat auf den US100 mit je 10.000 €
- Swing-Trader: je vier Trades auf Microsoft und den US100 mit je 5.000 €, jeweils fünf Nächte gehalten
| CFD-Broker | Forex-Trader | Daytrader | Swing-Trader |
|---|---|---|---|
| CMC Markets | 8,78 € | 19,60 € | 109,88 € |
| IG | 15,80 € | 31,36 € | 110,99 € |
| Pepperstone | 17,56 € | 19,60 € | 39,65 € |
| XTB | 14,05 € | 19,60 € | 95,61 € |
| Capital.com | 12,29 € | 35,28 € | 65,83 € |
| ActivTrades | 8,78 € | 7,84 €* | 39,01 € |
| Trading 212 | 22,83 € | 23,72 € | 49,11 € |
| eToro | 10,00 € | 42,00 € | 77,34 € |
| NAGA | 17,56 € | 27,44 € | 82,76 € |
| Plus500 | 14,05 € | 37,25 € | 202,44 € |
| AvaTrade | 14,05 € | 34,30 € | 75,91 € |
| GBE Brokers | 12,29 € | 19,72 € | 61,37 € |
| Libertex | 10,00 € | 15,68 € | 86,32 € |
Die Tabelle zeigt, warum die Note in der Kategorie Kosten allein nicht reicht. Pepperstone holt dort die beste Bewertung, gehört im Forex-Profil mit 17,56 € aber zu den teuersten Brokern im Feld. Das liegt schlicht und ergreifend am Standardkonto: Pepperstone schlägt auf den Rohspread 1,0 Pip auf, CMC Markets und ActivTrades bieten EUR/USD dagegen ab 0,5 Pips an. Noch mehr zahlst du als Forex-Trader nur bei Trading 212 (22,83 €), dort liegt der durchschnittliche EUR/USD-Spread bei 1,3 Pips. Beim Swing-Trading dreht sich das Bild komplett. Dort liegen Pepperstone und ActivTrades mit rund 39 € vorne.
Richtig teuer wird es bei Plus500. Als Swing-Trader zahlst du in unserem Profil 202,44 € im Monat, mehr als das Fünffache von Pepperstone. Verantwortlich sind vor allem die hohen Finanzierungskosten über Nacht (rund 9,3 % p. a. auf den US100) und der breite Spread bei Aktien-CFDs. Auch unser Testsieger CMC Markets ist mit 109,88 € kein Schnäppchen, sobald du Positionen mehrere Tage hältst.
Hältst du Positionen regelmäßig über Nacht, vergleiche zuerst die Overnight-Finanzierung und erst danach den Spread. Bei Swing-Trades macht sie schnell den größten Teil deiner Kosten aus.
Bester Forex-Broker
Für Forex-Trader führt kaum ein Weg an CMC Markets vorbei. Mit 294 Währungspaaren bietet CMC deutlich mehr als Trading 212 (209) auf Platz zwei. EUR/USD handelst du ab 0,5 Pips, zusammen mit ActivTrades ist das der niedrigste Spread im Test. In unserem Forex-Profil kommst du damit auf 8,78 € im Monat. Dazu kommen die BaFin-Aufsicht und die Möglichkeit, statt der eigenen Plattform MetaTrader 4 zu nutzen.
Die Alternative heißt ActivTrades: gleicher Mindestspread, 100 Währungspaare und sowohl MT4 als auch MT5. Eine deutsche Gesellschaft hat ActivTrades allerdings nicht, der Broker sitzt in Lissabon und steht unter portugiesischer Aufsicht. Wie der Devisenhandel funktioniert und welche Währungspaare sich für den Anfang eignen, erklären wir dir in unserem Ratgeber zum Forex-Trading.
Bester Broker für Daytrading
Beim Daytrading zählen zwei Dinge: ein enger Spread auf die Märkte, die du ständig handelst, und eine Plattform, die schnell ausführt. Auf dem Papier ist ActivTrades hier unschlagbar. Der Broker nennt für den US100 einen Zielspread von 0,4 Punkten, in unserem Daytrader-Profil macht das nur 7,84 € im Monat. Beim Abruf lag der tatsächliche Spread allerdings bei 1,5 bis 2 Punkten. Darauf würde ich meine Kostenplanung nicht aufbauen.
Unsere Empfehlung für Daytrader ist deshalb Pepperstone. Den US100 handelst du dort mit 1,0 Punkten Spread, das ergibt 19,60 € im Monat. Dazu kommen MT4, MT5, cTrader und TradingView. Wenn du mit Expert Advisors, Hotkeys oder One-Click-Trading arbeitest, findest du hier die größte Plattformauswahl im Test. Genauso günstig sind CMC Markets und XTB, die den US100 ebenfalls ab 1,0 Punkten anbieten.
Welche Strategien sich beim Daytrading bewähren und wie das noch kurzfristigere Scalping funktioniert, liest du in unseren Ratgebern.
MetaTrader-Broker (MT4 und MT5)
MetaTrader ist für viele Trader gesetzt, vor allem wenn sie Expert Advisors oder eigene Indikatoren nutzen. Beide Versionen findest du bei sechs Brokern im Vergleich: Pepperstone, Capital.com, ActivTrades, AvaTrade, GBE Brokers und Libertex. IG, CMC Markets und NAGA bieten jeweils nur eine Version an, eToro, Plus500, XTB und Trading 212 setzen komplett auf eigene Plattformen.
Am besten schneidet Pepperstone ab (92,5 %). Neben MT4 und MT5 bekommst du dort cTrader und TradingView, dazu die beste Kostennote im Test. Capital.com (90,2 %) und ActivTrades (89,8 %) folgen knapp dahinter. XTB würde ich trotzdem nicht abschreiben, nur weil MetaTrader fehlt. Die hauseigene xStation 5 kommt beim Funktionsumfang nah an MT5 heran. Automatisierte Strategien per Expert Advisor laufen dort aber nicht.
TradingView-Broker
Eine TradingView-Anbindung ist bei CFD-Brokern inzwischen fast Standard. Direkt aus TradingView heraus handeln kannst du bei CMC Markets, IG, Capital.com, ActivTrades und GBE Brokers. Pepperstone gehört auch dazu, allerdings nur mit dem Razor-Konto. XTB, eToro, NAGA und Trading 212 haben TradingView-Charts in ihre eigenen Plattformen eingebaut, Orders aus TradingView selbst kannst du dort nicht aufgeben. Leer gehst du bei Plus500, Libertex und AvaTrade aus.
Meine Wahl wäre hier CMC Markets oder IG. Beide verbinden TradingView mit BaFin-Aufsicht und einem garantierten Stop-Loss, dessen Prämie nur bei Auslösung anfällt. Bei IG kommt mit ProRealTime noch eine zweite Profi-Charting-Software dazu.
CFD-Trading-Apps
Eine eigene Trading-App haben alle 13 Broker im Test. Die Unterschiede liegen im Detail: beim Setzen von Stop-Loss und Take-Profit auf dem kleinen Bildschirm, bei der Übersichtlichkeit der Charts und bei der Stabilität in hektischen Marktphasen. Eine eigene Auswertung der CFD-Apps bereiten wir gerade vor. Bis dahin findest du in unserem Trading-App-Vergleich die besten Apps für mobiles Trading.
Für Einsteiger: Demokonto und Social Trading
Nach dem Impressum lohnt sich ein Blick auf die Erfahrungsseiten der Broker. Dort bekommst du einen ungefilterten Eindruck, wie es bei Einzahlung, Auszahlung und Support wirklich läuft. Blind vertrauen solltest du den Sternen aber nicht: Einige Anbieter sind hier stark hinterher und optimieren ihre Bewertungen sichtbar. Am Ende lernst du einen Broker nur kennen, wenn du selbst damit handelst. Ein kostenloses Demokonto bieten alle 13 Anbieter, damit kannst du Plattform, Ordermaske und Hebel ohne Risiko ausprobieren. Passt alles, kannst du getrost loslegen – am besten erst einmal mit kleinen Positionen. Ohne Mindesteinlage startest du bei CMC Markets, IG, Pepperstone, XTB und ActivTrades, bei Trading 212 reichen 10 €. Bei GBE Brokers brauchst du dagegen mindestens 1.000 €. Welche Demokonten am realistischsten sind, zeigen wir dir im Demokonto-Vergleich.
Einen Sonderfall bildet eToro. Mit dem CopyTrader bildest du die Trades anderer Nutzer automatisch nach, und eToro weist mit 51 % die niedrigste Verlustquote im Test aus. Ein sicherer Weg ist Copy-Trading deshalb nicht: Auch hier verliert rund jedes zweite Konto Geld. Wie Social Trading funktioniert und worauf du bei der Auswahl der Trader achten solltest, erklären wir dir separat. Wer lieber selbst tradet und dabei lernen will, ist bei XTB gut aufgehoben – kostenloses Lernangebot, keine Mindesteinlage und eine übersichtliche Plattform.
Alle CFD-Broker im Test
Hier findest du alle 13 CFD-Broker aus unserem Vergleich in Kurzform, sortiert nach Testergebnis. Die ausführliche Bewertung mit allen Einzelkriterien liest du im jeweiligen Testbericht.
1. CMC Markets: Testsieger mit dem größten Handelsangebot
CMC Markets holt mit 95,9 % den Testsieg und erreicht bei Handelsangebot und Service die volle Punktzahl. Das Handelsangebot ist das breiteste im Vergleich: rund 15.100 Aktien-CFDs, fast 5.800 ETF-CFDs, 294 Währungspaare und 137 Rohstoffe. Gehandelt wird über die eigene Plattform Next Generation oder über MetaTrader 4. Dazu kommen BaFin-Aufsicht, automatisch abgeführte Abgeltungsteuer und ein garantierter Stop-Loss, dessen Prämie du nur bei Auslösung zahlst.

- Über 21.000 handelbare Märkte
- Enge Spreads ab 0,5 Pips
- Reguliert durch die BaFin
Schwächen gibt es trotzdem. Wer Positionen länger hält, zahlt bei CMC spürbar mehr als bei Pepperstone oder ActivTrades, in unserem Swing-Profil sind es 109,88 € im Monat. Eine API-Anbindung für automatisierten Handel fehlt ebenfalls.
➔ Zum ausführlichen CMC-Markets-Test
2. IG: Die stärkste Plattform-Auswahl
IG landet mit 94,8 % knapp hinter CMC und ist bei Funktionen, Handelsangebot und Service nicht zu schlagen. Mit rund 16.000 Aktien-CFDs und 82 Indizes bietet IG in beiden Klassen die meisten Werte im Test. Bei der Plattform hast du die freie Wahl: eigene Handelsoberfläche, MetaTrader 4, ProRealTime, TradingView oder eine API. In der Kategorie Handelsbedingungen erzielt IG sogar die beste Note, unter anderem dank garantiertem Stop-Loss und optionalem Direct Market Access für Aktien und Forex.

- BaFin regulierter Online-Broker
- Transparente und faire Spreads
- Mehr als 16.000 handelbare Märkte
Der Preis dafür sind höhere Handelskosten. EUR/USD startet bei 0,9 Pips, der US100 bei 1,6 Punkten. Im Daytrader-Profil zahlst du so 31,36 € im Monat, fast 12 € mehr als bei CMC. Die Abgeltungsteuer führt IG nicht ab, deine Gewinne gibst du also selbst in der Steuererklärung an.
3. Pepperstone: Niedrigste Kosten und cTrader
Pepperstone erreicht 92,5 % und holt in der Kategorie Kosten mit 98,7 % die beste Note im Test. Positionen, die du über mehrere Tage hältst, sind hier besonders günstig, eine Gebühr für die Währungsumrechnung fällt nicht an. Mit MT4, MT5, cTrader, TradingView und API-Zugang ist Pepperstone vor allem für Trader interessant, die mit eigenen Tools oder automatisierten Strategien arbeiten. Als deutsche GmbH führt Pepperstone außerdem die Abgeltungsteuer ab.

- Kombination mit Trading-Software möglich
- Führt Steuern für Gewinne automatisch ab
- Gutes Angebot an handelbaren CFDs
Beim Handelsangebot fällt Pepperstone dagegen zurück. Mit rund 900 Aktien-CFDs bekommst du nur einen Bruchteil dessen, was CMC oder IG anbieten. Einen garantierten Stop-Loss gibt es nicht, und dein Guthaben ist nur über die gesetzliche Entschädigungseinrichtung bis 20.000 € abgesichert.
➔ Zum ausführlichen Pepperstone-Test
4. XTB: Starke Eigenplattform, aber ohne garantierten Stop-Loss
XTB kommt auf 91,0 % und liegt damit knapp hinter Pepperstone. Die Kosten sind niedrig, der Service erreicht die volle Punktzahl. Bei der Finanzierung über Nacht liegt XTB mit rund 6,4 % p. a. auf den US100 im vorderen Feld, günstiger sind nur Libertex und NAGA. Als Swing-Trader zahlst du in unserem Profil trotzdem 95,61 € im Monat – der Spread von 0,3 % bei Aktien-CFDs wie Microsoft treibt die Kosten nach oben. Gehandelt wird ausschließlich über die eigene Plattform xStation 5, die TradingView-Charts integriert und auch Einsteiger nicht überfordert.
- Große Auswahl handelbarer Märkte
- Transparente Gebühren und Spreads
- Reguliert durch BaFin
Punkte verliert XTB vor allem bei den Handelsbedingungen. Einen garantierten Stop-Loss bietet XTB nicht an, und MetaTrader sowie eine API fehlen. Beaufsichtigt wird XTB von der polnischen KNF, die deutsche Zweigniederlassung sitzt in Berlin.
5. Capital.com: Die meisten Krypto-CFDs
Capital.com erreicht 90,2 % und punktet mit einer vollständigen Plattformauswahl: eigene Oberfläche, MT4, MT5, TradingView und API. Bei den Krypto-CFDs ist Capital.com mit 174 Werten klarer Spitzenreiter. Den garantierten Stop-Loss bekommst du wie bei CMC und IG mit einer Prämie, die nur bei Auslösung anfällt. Die Mindesteinzahlung liegt bei 20 €.
- Über 170 Krypto-CFDs handelbar
- MT4, MT5 und TradingView
- Garantierter Stop-Loss verfügbar
In der Kategorie Sicherheit reicht es nur für 73,3 %. Capital.com arbeitet mit einer zypriotischen Lizenz, dein Guthaben ist über die gesetzliche Anlegerentschädigung bis 20.000 € abgesichert. ETF-CFDs fehlen komplett, und für Daytrader ist der US100 mit 1,8 Punkten Spread vergleichsweise teuer.
➔ Zum ausführlichen Capital.com-Test
6. ActivTrades: Günstig mit Zusatzversicherung
ActivTrades kommt auf 89,8 % und gehört bei den Kosten zur Spitzengruppe. EUR/USD handelst du ab 0,5 Pips, für Swing-Trader ist ActivTrades zusammen mit Pepperstone der günstigste Broker im Test. Neben der eigenen Plattform stehen MT4, MT5 und TradingView zur Verfügung. Interessant ist die Absicherung: Zusätzlich zur gesetzlichen Entschädigung von 25.000 € schützt eine private Versicherung Kundengelder bis zu 1 Mio. €.

- EUR/USD ab 0,5 Pips
- Kundengelder bis 1 Mio. € abgesichert
- MT4, MT5 und TradingView
Einen garantierten Stop-Loss gibt es nicht, eine API ebenfalls nicht. ActivTrades sitzt in Lissabon und steht unter portugiesischer Aufsicht. Den beworbenen US100-Spread von 0,4 Punkten solltest du wie oben beschrieben mit Vorsicht genießen.
➔ Zum ausführlichen ActivTrades-Test
7. Trading 212: Deutscher Broker mit niedriger Einstiegshürde
Trading 212 steigt mit 89,4 % direkt auf Platz 7 ein. Der Broker steht über die Trading 212 EU GmbH unter Aufsicht der BaFin und führt seit Januar 2026 auch im CFD-Konto die Abgeltungsteuer automatisch ab. Nicht investiertes Guthaben ist über die Einlagensicherung der Partnerbanken bis 100.000 € geschützt. Das Handelsangebot ist mit rund 7.600 Aktien-CFDs, über 1.400 ETF-CFDs und 209 Währungspaaren groß. Starten kannst du schon mit 10 €, eine Inaktivitätsgebühr gibt es nicht.
- BaFin-reguliert mit Steuerabzug
- Über 7.500 Aktien-CFDs
- Start schon ab 10 €
Schwächen zeigt Trading 212 beim Service und bei den Handelsbedingungen. Telefonischen Support gibt es nicht, einen garantierten Stop-Loss ebenfalls nicht. Für Forex-Trader ist der Broker mit einem durchschnittlichen EUR/USD-Spread von 1,3 Pips der teuerste im Test, und auch Gold handelst du mit 0,89 USD Spread vergleichsweise teuer. MetaTrader bietet Trading 212 nicht an.
8. eToro: Social Trading mit niedrigster Verlustquote
eToro erreicht 87,5 % und ist der Social-Trading-Spezialist im Vergleich. Über den CopyTrader bildest du die Positionen anderer Trader automatisch nach. Das Handelsangebot ist mit rund 6.200 Aktien-CFDs und 700 ETF-CFDs groß, und mit 51 % weist eToro die niedrigste Verlustquote aller Broker im Test aus. Nicht investiertes Guthaben ist bei Partnerbanken über die Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.
- CopyTrading mit Pro Investors
- CFDs ohne Kommission, ab 0,15 % Spread
- Demokonto mit 100.000 USD
Für aktive Trader ist eToro teuer. Im Daytrader-Profil zahlst du 42,00 € im Monat, so viel wie bei keinem anderen Broker. Dazu kommen 0,75 % Umrechnungsgebühr, wenn du mit deinem Euro-Konto US-Werte handelst. Telefonischen Support gibt es nicht, MetaTrader ebenfalls nicht.
➔ Zum ausführlichen eToro-Test
9. NAGA: Viele Funktionen, hohe Nebenkosten
NAGA kommt auf 82,7 % und erreicht bei Funktionen und Plattform mit 98,8 % einen Spitzenwert. Neben der eigenen Plattform handelst du über MetaTrader 5, TradingView-Charts sind integriert, und über Trading Central bekommst du Handelssignale. Die Verlustquote liegt mit 70,45 % im unteren Bereich des Feldes.
- MetaTrader 5 mit Expert Advisors
- TradingView-Charts integriert
- Handelssignale von Trading Central
Teuer wird es bei den Nebenkosten. Auf Gewinne, Verluste und Swaps in Fremdwährung berechnet NAGA 2,5 % Umrechnungsgebühr, nach sechs Monaten ohne Aktivität werden 20 € im Monat fällig. Aktien-CFDs kosten zusätzlich 2,50 USD Kommission pro Seite. Reguliert ist NAGA über eine zypriotische Lizenz, dein Guthaben ist nur über die gesetzliche Anlegerentschädigung bis 20.000 € geschützt, und einen garantierten Stop-Loss gibt es nicht.
10. Plus500: Einfache Plattform, hohe Haltekosten
Plus500 landet mit 80,7 % auf Platz 10. Die eigene Plattform ist aufgeräumt und schnell verstanden, Handelsgebühren im engeren Sinn verlangt Plus500 nicht. Mit gut 1.500 Aktien-CFDs und über 100 ETF-CFDs ist das Angebot solide.
- CFDs ohne Kommission, Kostenrechner vor der Order
- 24/5-Handel bei US-Aktien
- Demokonto mit 40.000 € Guthaben
Die Kosten stecken woanders. Im Swing-Profil zahlst du 202,44 € im Monat, mit Abstand der höchste Wert im Test. Nach drei Monaten ohne Login fällt eine Inaktivitätsgebühr von bis zu 10 USD im Monat an, und der garantierte Stop-Loss kostet dich auch dann einen Aufschlag, wenn er nicht ausgelöst wird. MetaTrader, TradingView und telefonischen Support suchst du vergeblich.
➔ Zum ausführlichen Plus500-Test
11. GBE Brokers: Hohe Sicherheit, schmales Angebot
GBE Brokers erreicht 78,8 % und gehört mit 93,3 % in der Kategorie Sicherheit zu den stärksten Brokern im Test. Neben der gesetzlichen Entschädigung sichert eine private Zusatzversicherung Kundengelder bis 300.000 € ab. GBE arbeitet nach dem STP/ECN-Modell, leitet Orders also an Liquiditätsgeber weiter, statt selbst die Gegenposition einzunehmen. MT4, MT5 und TradingView stehen zur Verfügung.
Das Handelsangebot ist dafür sehr schmal: 13 Indizes, 9 Rohstoffe und keine ETF-CFDs. Wochenendhandel und erweiterte Handelszeiten gibt es nicht, und mit 1.000 € verlangt GBE die höchste Mindesteinlage im Vergleich.
➔ Zum ausführlichen GBE-Brokers-Test
12. AvaTrade: Solide MetaTrader-Wahl ohne Highlights
AvaTrade kommt auf 77,7 % und bietet MT4 und MT5 neben der eigenen Plattform an. Reguliert wird AvaTrade in Irland, die Verlustquote liegt mit 70 % am unteren Ende des Feldes. Statt eines garantierten Stop-Loss gibt es AvaProtect, eine kostenpflichtige Absicherung gegen Verluste für einzelne Positionen.
- Faire Spreads
- Moderne Handelsplattform
- Integration in Trading-Software möglich
Beim Handelsangebot und bei den Kosten liegt AvaTrade nur im Mittelfeld. TradingView ist für CFDs nicht angebunden, nach längerer Inaktivität fallen Gebühren an, und die Mindesteinzahlung liegt bei 100 €. Einen Grund, AvaTrade den Brokern auf den vorderen Plätzen vorzuziehen, habe ich im Test nicht gefunden.
➔ Zum ausführlichen AvaTrade-Test
13. Libertex: Günstig beim Daytrading, wenig Auswahl
Libertex kommt auf 76,8 % und bietet neben der eigenen Plattform MT4 und MT5 an. Beim Service stimmt die Basis, deutschsprachigen Telefonsupport gibt es ebenfalls. Beim Daytrading auf den US100 liegt Libertex mit 15,68 € im Monat sogar unter den günstigsten Brokern.
- MT4 und MT5 verfügbar
- Deutschsprachiger Telefonsupport
- Günstig beim Index-Daytrading
Mit nur 109 Aktien-CFDs ist das Angebot aber das kleinste im Test, dazu kommen gerade einmal 10 ETF-CFDs. Einen garantierten Stop-Loss bietet Libertex nicht an, Auszahlungen kosten eine Gebühr, und mit 83 % verlieren hier mehr Kleinanlegerkonten Geld als bei jedem anderen Broker im Vergleich.
➔ Zum ausführlichen Libertex-Test
So testen wir CFD-Broker
Für diesen Vergleich haben wir ein neues Bewertungsframework mit 67 Kriterien aufgebaut. Alle Werte stammen aus dem September 2026, und zwar möglichst direkt aus Preisverzeichnissen, Basisinformationsblättern und AGB der Broker. Die Spreads für Aktien-CFDs haben wir während der US-Handelszeit live abgelesen, weil sie außerhalb davon oft deutlich breiter ausfallen. Nur wo ein Broker Konditionen ausschließlich in der eigenen Plattform zeigt, haben wir auf Sekundärquellen zurückgegriffen.
Die Kriterien verteilen sich auf sechs Kategorien, die unterschiedlich stark in die Gesamtnote einfließen:
| Kategorie | Gewichtung | Beispiele für Kriterien |
|---|---|---|
| Funktionen und Plattform | 30 % | Ordertypen, MetaTrader und TradingView, API, Demokonto, Wochenendhandel |
| Kosten und Gebühren | 25 % | Spreads in sechs Anlageklassen, Overnight-Finanzierung, Kommissionen, Währungsumrechnung, Inaktivitätsgebühr |
| Handelsangebot | 15 % | Anzahl der Aktien-, ETF-, Index-, Forex-, Rohstoff- und Krypto-CFDs |
| Handelsbedingungen und Risiko | 15 % | garantierter Stop-Loss, Negativsaldoschutz, Ausführungsmodell, Verlustquote, Mindesteinlage |
| Sicherheit | 10 % | Regulierung, Anlegerentschädigung und Einlagensicherung, Zwei-Faktor-Authentifizierung |
| Service | 5 % | deutschsprachiger Support, telefonische Erreichbarkeit, Antwortzeit, Lerninhalte |
Jedes Kriterium bewerten wir anhand fester Schwellenwerte. Beim EUR/USD-Spread gibt es zum Beispiel die volle Punktzahl bis 0,8 Pips und keinen Punkt mehr ab 2,5 Pips, dazwischen wird linear abgestuft. Fehlt eine Angabe, gibt es null Punkte. Ein paar Kriterien zählen als Bonus, etwa die automatische Abführung der Abgeltungsteuer oder cTrader und ProRealTime. Sie bringen zusätzliche Punkte, ihr Fehlen kostet aber nichts.
Neu im Framework ist die Kategorie Handelsbedingungen und Risiko. Garantierter Stop-Loss, Negativsaldoschutz und Ausführungsmodell spielen im Alltag kaum eine Rolle, bis der Markt über Nacht gegen dich läuft. Dann zählen sie mehr als ein Zehntel-Pip beim Spread, deshalb habe ich sie bewusst mit 15 % gewichtet. Ergänzend rechnen wir drei Nutzerprofile für Forex-, Day- und Swing-Trader durch. So siehst du, was ein Broker bei deinem Handelsstil tatsächlich kostet.
Wie wir Finanzprodukte grundsätzlich testen, erklären wir ausführlich in unserem Testverfahren.
Was ist ein CFD-Broker?
Ein CFD-Broker ist ein Finanzdienstleister, über den du Differenzkontrakte handelst, auf Englisch Contracts for Difference oder kurz CFDs. Du kaufst dabei nicht die Aktie, den Index oder das Gold selbst, sondern schließt mit dem Broker einen Vertrag über die Kursdifferenz ab. Steigt der Kurs, nachdem du long gegangen bist, zahlt dir der Broker die Differenz aus. Fällt er, zahlst du. Mit einer Short-Position setzt du genauso einfach auf fallende Kurse.
Der entscheidende Unterschied zum normalen Depot ist der Hebel. Für eine Position hinterlegst du nur einen Teil des Gegenwerts als Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin. Ein Beispiel: Du eröffnest eine Position über 10.000 € auf den US100. Bei einem Hebel von 20 reichen dafür 500 € Margin. Steigt der Index um 2 %, verdienst du 200 €, also 40 % auf deinen Einsatz. Fällt er um 2 %, sind 200 € weg. Hebel wirken in beide Richtungen, und genau das unterschätzen viele Einsteiger.
Wie hoch der Hebel für Privatkunden maximal sein darf, schreibt die europäische Wertpapieraufsicht ESMA vor:
- 30:1 für wichtige Währungspaare wie EUR/USD
- 20:1 für andere Währungspaare, Gold und wichtige Indizes
- 10:1 für Rohstoffe außer Gold und kleinere Indizes
- 5:1 für Einzelaktien und sonstige Basiswerte
- 2:1 für Kryptowährungen
Außerdem muss der Broker deine Positionen schließen, sobald deine Margin unter 50 % der Mindestanforderung fällt. Dank Negativsaldoschutz kannst du als Privatkunde nie mehr verlieren, als du eingezahlt hast.
Market Maker oder STP/ECN: So kommen deine Orders zustande
Nicht jeder CFD-Broker arbeitet gleich. Die meisten Anbieter im Test sind Market Maker: Sie stellen die Kurse selbst und treten als Gegenpartei deiner Trades auf, darunter CMC Markets, XTB, Capital.com und eToro. Bei einem STP/ECN-Broker wie GBE Brokers landet deine Order dagegen bei externen Liquiditätsgebern. IG und Pepperstone kombinieren als Hybrid beide Modelle.
Beim Market Maker ist ein Interessenkonflikt angelegt, weil der Broker an deinen Verlusten mitverdienen kann. In der Praxis muss das kein Nachteil sein: Große Anbieter sichern ihre Nettopositionen in der Regel am Markt ab, und die Kurse orientieren sich eng am Basiswert. Für mich ist das Ausführungsmodell deshalb kein Ausschlusskriterium, sondern ein Punkt unter vielen. In unserer Bewertung fließt es in die Kategorie Handelsbedingungen ein.
CFDs sind ein Werkzeug für kurzfristiges Trading, nicht für den langfristigen Vermögensaufbau. Für einen Sparplan oder die Altersvorsorge würde ich sie nie nutzen, dafür findest du im Depot-Vergleich die passenden Anbieter. Wie CFD-Trading im Detail funktioniert, erklären wir dir in unserem CFD-Ratgeber für Einsteiger.
Worauf du bei der Wahl eines CFD-Brokers achten solltest
Die Testnote ist ein guter Startpunkt, ersetzt aber nicht den eigenen Check. Diese vier Punkte solltest du bei jedem CFD-Broker prüfen, bevor du Geld überweist.
Regulierung: EU-Aufsicht ist Pflicht
Ein CFD-Broker für deutsche Kunden sollte mindestens in der EU reguliert sein. Nur dann gelten die ESMA-Regeln mit begrenztem Hebel, Negativsaldoschutz und veröffentlichter Verlustquote. Offshore-Anbieter von den Seychellen oder aus Vanuatu locken dagegen mit Hebeln bis 1:500 und Einzahlungsboni. Von solchen Angeboten kann ich dir nur abraten: Geht dort etwas schief, hast du als Kunde praktisch keine Handhabe. Ob ein Broker in Deutschland sitzt oder nur eine Zweigniederlassung betreibt, siehst du in unserer Übersicht der deutschen CFD-Broker.
Garantierter Stop-Loss und Negativsaldoschutz
Ein normaler Stop-Loss wird ausgelöst, sobald dein Limit erreicht ist, und dann zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt. Springt der Markt, etwa nach Unternehmenszahlen oder über das Wochenende, kann dieser Kurs weit unter deinem Stopp liegen. Ein Beispiel: Du hast beim US100 einen Stop-Loss bei 30.000 Punkten gesetzt, nach schlechten Nachrichten startet der Index nach dem Wochenende bei 29.700 Punkten. Deine Position wird dann erst bei 29.700 geschlossen, dein Verlust fällt um 300 Punkte höher aus als geplant.
Ein garantierter Stop-Loss schließt die Position dagegen exakt zu deinem Kurs. Bei CMC Markets, IG und Capital.com zahlst du dafür nur eine Prämie, wenn der Stopp tatsächlich greift. Plus500 berechnet den Aufschlag in jedem Fall, AvaTrade bietet mit AvaProtect eine kostenpflichtige Absicherung an. Die übrigen Broker im Test haben keinen garantierten Stop-Loss. Den Negativsaldoschutz bieten dagegen alle 13 Anbieter, bei EU-regulierten Brokern ist er für Privatkunden Pflicht.
Kosten: mehr als nur der Spread
Den Spread vergleichen die meisten Trader, andere Kostenpunkte gehen gern unter. Drei davon solltest du dir genauer anschauen:
- Overnight-Finanzierung: Hältst du Positionen über Nacht, zahlst du Zinsen auf den gehebelten Betrag. Für eine Long-Position im US100 liegen die Sätze im Test zwischen gut 3 % und über 9 % p. a.
- Währungsumrechnung: Handelst du US-Werte mit einem Euro-Konto, fallen je nach Broker bis zu 2,5 % pro Umrechnung an (NAGA). Pepperstone und GBE Brokers verlangen dafür nichts.
- Inaktivitätsgebühr: Plus500, NAGA, AvaTrade, GBE Brokers und Libertex berechnen sie schon vor Ablauf von zwölf Monaten, IG und ActivTrades erst danach. Bei eToro, XTB, Capital.com, Pepperstone, Trading 212 und CMC Markets fällt gar keine an.
Was die einzelnen Posten bei deinem Handelsstil zusammen ausmachen, zeigt unsere Kostenübersicht mit drei Nutzerprofilen.
Steuern: Wer führt die Abgeltungsteuer ab?
Gewinne aus CFDs sind Kapitalerträge. Du zahlst darauf 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, nach Abzug des Sparerpauschbetrags von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung). Die frühere Grenze von 20.000 € pro Jahr für die Verrechnung von Verlusten aus Termingeschäften ist mit dem Jahressteuergesetz 2024 gefallen. CFD-Verluste kannst du damit wieder ohne Obergrenze verrechnen.
Wie viel Aufwand das macht, hängt vom Broker ab. CMC Markets, Pepperstone und Trading 212 führen die Steuer automatisch ab und stellen dir eine Jahressteuerbescheinigung aus. Bei allen anderen Brokern im Test trägst du deine Ergebnisse selbst in die Anlage KAP ein. Das ist machbar, bei vielen Trades würde ich den Aufwand aber nicht unterschätzen. Wie Gewinne und Verluste gegeneinander verrechnet werden, erklären wir dir im Artikel zu den Verlusttöpfen. Bei Detailfragen zu deiner Situation hilft dir ein Steuerberater weiter.
Checkliste: Daran erkennst du einen guten CFD-Broker
- Regulierung in der EU, im besten Fall durch die BaFin
- Impressum, Verlustquote und Preisverzeichnis gut auffindbar
- garantierter Stop-Loss mit Prämie nur bei Auslösung
- transparente Overnight-Finanzierung und niedrige Umrechnungsgebühr
- keine Inaktivitätsgebühr im ersten Jahr
- kostenloses Demokonto und deutschsprachiger Support
Chancen und Risiken beim CFD-Trading
CFDs sind ein flexibles Werkzeug, aber kein harmloses. Die Verlustquoten, die jeder EU-regulierte Broker veröffentlichen muss, zeigen das deutlich: Je nach Anbieter verlieren zwischen 51 % und 83 % der Privatkonten beim CFD-Handel Geld. Bevor du dein erstes Konto eröffnest, solltest du beide Seiten kennen.
Das spricht für CFDs:
- Hebelwirkung: Mit vergleichsweise wenig Kapital bewegst du große Positionen.
- Short-Positionen: Du setzt genauso einfach auf fallende wie auf steigende Kurse und kannst damit auch ein bestehendes Depot gegen Rücksetzer absichern.
- Breites Angebot über ein Konto: Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe und Kryptowährungen handelst du auf einer Plattform.
- Lange Handelszeiten: Viele Indizes und Währungen laufen fast rund um die Uhr, Krypto-CFDs teils auch am Wochenende.
- Niedrige Einstiegshürde: Bei mehreren Brokern im Test gibt es keine Mindesteinlage.
Das spricht dagegen:
- Verluste werden gehebelt: Schon kleine Kursbewegungen können deinen gesamten Einsatz aufzehren.
- Zwangsglattstellung: Fällt deine Margin unter 50 % der Mindestanforderung, schließt der Broker deine Positionen, oft im ungünstigsten Moment.
- Kurslücken: Ein normaler Stop-Loss schützt dich nicht vor Gaps über Nacht oder am Wochenende.
- Laufende Haltekosten: Die Overnight-Finanzierung macht längere Haltedauern teuer.
- Interessenkonflikt: Beim Market Maker ist der Broker die Gegenpartei deiner Trades.
- Psychologie: Schnelle Gewinne verleiten zu Overtrading und zu Positionen, die größer sind als geplant.
Ich sehe CFDs deshalb als Werkzeug für Trader mit klarer Strategie und festem Risikobudget, nicht als Abkürzung zum schnellen Geld. Bewährt hat sich eine einfache Regel: Riskiere pro Trade nur 1 bis 2 % deines Kontos und setze bei jeder Position einen Stop-Loss, bevor du sie eröffnest. Wie du Positionsgrößen berechnest und Verluste begrenzt, zeigen wir dir im Ratgeber zum Risikomanagement im Trading.
Zahle nur Geld ein, dessen Verlust du verkraften kannst, ohne dass sich an deinem Alltag etwas ändert. Den Notgroschen und das Geld für die Altersvorsorge solltest du davon strikt trennen.
Fazit: Welcher CFD-Broker ist der beste?
Unterm Strich ist CMC Markets für die meisten Trader die beste Wahl. Mit 95,9 % holt CMC den Testsieg, weil kaum eine Kategorie schwächelt: das größte Handelsangebot im Test, eine starke Plattform, BaFin-Aufsicht, automatisch abgeführte Abgeltungsteuer und ein garantierter Stop-Loss, der nur bei Auslösung etwas kostet. Die Schwäche liegt bei den Haltekosten. Wer Positionen über Wochen hält, zahlt bei anderen Brokern deutlich weniger.
Dicht dahinter folgt IG (94,8 %) mit der größten Plattformauswahl und den besten Handelsbedingungen im Test, allerdings zu höheren Handelskosten. Pepperstone (92,5 %) ist der Kostensieger und die erste Adresse, wenn du mit MetaTrader oder cTrader arbeitest.
Meine Empfehlung nach Handelsstil:
- Forex: CMC Markets
- Daytrading: Pepperstone
- Swing-Trading: Pepperstone oder ActivTrades
- Deutscher Broker mit Steuerabzug: CMC Markets oder Trading 212
- Social Trading: eToro
Egal, für welchen Broker du dich entscheidest: Starte mit dem Demokonto und zahle nur Geld ein, auf das du verzichten kannst. Bei Verlustquoten zwischen 51 % und 83 % ist das keine Floskel.
Häufige Fragen zum CFD-Broker-Vergleich
Welcher CFD-Broker ist der beste?
In unserem Test liegt CMC Markets mit 95,9 % vorne, knapp vor IG (94,8 %) und Pepperstone (92,5 %). Welcher Broker für dich am besten passt, hängt aber von deinem Handelsstil ab: Für Forex empfehlen wir CMC Markets, für Daytrading und Swing-Trading Pepperstone.
Welche CFD-Broker sind in Deutschland reguliert?
Eine eigene deutsche Gesellschaft unter direkter BaFin-Aufsicht haben in unserem Vergleich CMC Markets, IG, Pepperstone und Trading 212. XTB und GBE Brokers betreiben deutsche Zweigniederlassungen, werden aber hauptsächlich in Polen bzw. auf Zypern beaufsichtigt.
Welcher CFD-Broker ist am günstigsten?
Das hängt vom Handelsstil ab. Als Forex-Trader zahlst du in unserem Profil bei CMC Markets und ActivTrades am wenigsten (je 8,78 € im Monat). Beim Daytrading auf den US100 liegen Pepperstone, CMC Markets und XTB bei 19,60 €, für Swing-Trader sind ActivTrades (39,01 €) und Pepperstone (39,65 €) am günstigsten.
Gibt es beim CFD-Handel eine Nachschusspflicht?
Nein, nicht für Privatkunden. Seit den ESMA-Regeln von 2018 müssen EU-regulierte Broker einen Negativsaldoschutz bieten. Du kannst also höchstens das Geld verlieren, das du auf dein Konto eingezahlt hast.
Wie viel Geld brauche ich für CFD-Trading?
Bei CMC Markets, IG, Pepperstone, XTB und ActivTrades gibt es keine Mindesteinlage, bei Trading 212 reichen 10 €. Sinnvoll ist trotzdem ein Betrag, mit dem du kleine Positionen und einen Stop-Loss sauber umsetzen kannst, und nur Geld, dessen Verlust du verkraftest.
Welche CFD-Broker bieten MetaTrader an?
MT4 und MT5 bekommst du bei Pepperstone, Capital.com, ActivTrades, AvaTrade, GBE Brokers und Libertex. IG, CMC Markets und NAGA bieten jeweils eine Version an. eToro, Plus500, XTB und Trading 212 setzen ausschließlich auf eigene Plattformen.
Wie werden Gewinne aus CFDs versteuert?
CFD-Gewinne sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleibt steuerfrei. CMC Markets, Pepperstone und Trading 212 führen die Steuer automatisch ab, bei den übrigen Brokern gibst du die Gewinne in der Anlage KAP an.
Woran erkenne ich einen seriösen CFD-Broker?
Achte auf eine Regulierung in der EU, ein vollständiges Impressum und eine veröffentlichte Verlustquote. Seriöse Broker legen ihr Preisverzeichnis offen, bieten Negativsaldoschutz und locken nicht mit Einzahlungsboni oder Hebeln jenseits der ESMA-Grenzen. Alle 13 Broker in unserem Vergleich sind in der EU reguliert.

