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Pepperstone

Pepperstone im Test – Wie gut ist der CFD-Broker wirklich?

Testbericht von Sebastian Rau
93 %
Sehr gut
Testergebnis
10/2026
Zu Pepperstone
Pepperstone
Pepperstone
Pepperstone
Testergebnisse
Kosten & Gebühren
99 %
Assets
88 %
Funktionen & Plattformen
100 %
Service
85 %
Sicherheit
87 %
Handelsbedingungen & Risiko
78 %
Sieh dir an, wie wir Trading-Plattformen bewerten

Pepperstone kommt ursprünglich aus Australien und gehört heute zu den großen Namen im CFD-Handel. Deutsche Kunden betreut eine eigene GmbH in Düsseldorf. Für unseren Pepperstone Test haben wir den Broker nach unserem Testverfahren in sechs Kategorien bewertet und im CFD-Broker-Vergleich 13 anderen Anbietern gegenübergestellt.

Das Ergebnis: 92,5 % und Platz 3 von 14. Vor Pepperstone liegen nur CMC Markets (95,9 %) und IG (94,8 %). Bei den Kosten schlägt Pepperstone dagegen alle: 98,7 % sind der Bestwert im ganzen Vergleich. Warum reicht es dann nicht für den Testsieg? Das liegt vor allem an den Handelsbedingungen: Einen garantierten Stop-Loss gibt es nicht, und die Verlustquote liegt höher als bei der Konkurrenz. Dazu kommen eine überschaubare Auswahl an Aktien-CFDs und eine schwächere Absicherung deiner Einlagen.

Für dieses Update haben wir alle Konditionen Ende September 2026 direkt bei Pepperstone erhoben und für drei typische Trader die Monatskosten durchgerechnet. Den Kundenbereich und die Plattform cTrader habe ich mir außerdem selbst angesehen, von der Eröffnung der Demokonten bis zum Orderticket. Was andere Kunden über Pepperstone berichten, haben wir ebenfalls zusammengetragen. Die Stimmen unserer Leser findest du unter Pepperstone Erfahrungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Testergebnis: 92,5 % im CFD-Broker-Vergleich, Platz 3 von 14. Bestwert bei den Kosten, volle Punktzahl bei den Funktionen.
  • Deutsche GmbH: Die Pepperstone GmbH sitzt in Düsseldorf und steht unter Aufsicht der BaFin.
  • Günstig: 1,0 Punkte Spread auf den Nasdaq 100, 2 US-Cent je Aktie auf US-Aktien-CFDs ohne nennenswerte Mindestgebühr, keine Währungsumrechnungsgebühr und keine Inaktivitätsgebühr.
  • Plattformwahl: MetaTrader 4 und 5, cTrader, TradingView und eine eigene Web-Plattform mit App.
  • Schwachstellen: Kein garantierter Stop-Loss, nur rund 900 Aktien-CFDs, im Standardkonto ein Forex-Aufschlag von 1,0 Pip.
  • Steuern: Pepperstone führt die Abgeltungsteuer für dich ab.

Was ist Pepperstone? Das Unternehmen im Kurzporträt

Pepperstone wurde 2010 in Melbourne gegründet und hat sich vor allem bei Forex- und Daytradern einen Namen gemacht. Heute ist der Broker nach eigenen Angaben mit neun regulierten Gesellschaften in verschiedenen Ländern aktiv und betreut über 900.000 Kunden weltweit (Stand: 31. März 2026).

Für dich als Kunde in Deutschland ist die Pepperstone GmbH mit Sitz in Düsseldorf zuständig. Pepperstone arbeitet hier also nicht über eine Zweigniederlassung mit Lizenz aus Zypern, sondern als deutsche Gesellschaft direkt unter Aufsicht der BaFin. In unserem Vergleich haben das nur vier von 14 Brokern: neben Pepperstone noch IG, CMC Markets und Trading 212.

Was das für die Sicherheit deines Geldes bedeutet, liest du weiter unten im Abschnitt zur Sicherheit. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

NamePepperstone GmbH
AdresseNeubrückstraße 1, 40213 Düsseldorf
Gegründet2010 in Melbourne
AngebotCFDs auf Aktien, ETFs, Indizes, Devisen, Rohstoffe und Kryptowährungen
KontomodelleStandardkonto und Razor-Konto, beide in Euro
Plattformeneigene Web-Plattform und App, MetaTrader 4, MetaTrader 5, cTrader, TradingView (nur Razor), API
RegulierungBaFin (Registernummer 151148)
E-Mailsupport@pepperstone.com
Telefon+49 211 81999940 (24 Stunden, Montag bis Freitag)

Pepperstone Test: Unser Testergebnis im Überblick

Für den CFD-Broker-Vergleich bewerten wir jeden Anbieter in sechs Kategorien mit über 60 Einzelkriterien. Das größte Gewicht haben die Funktionen, weil du als Trader täglich mit der Plattform arbeitest, gefolgt von den Kosten. Pepperstone kommt so auf folgendes Ergebnis:

KategorieGewichtungPepperstone
Kosten25 %98,7 %
Assets15 %87,8 %
Funktionen30 %100 %
Service5 %85 %
Sicherheit10 %86,7 %
Handelsbedingungen15 %78,5 %
Gesamt100 %92,5 %

Mit 92,5 % landet Pepperstone auf Platz 3 von 14, hinter CMC Markets (95,9 %) und IG (94,8 %), aber vor XTB (91,0 %). Bei den Kosten liegt Pepperstone mit 98,7 % klar vorn, auf Platz 2 folgt XTB mit 93,9 %. Kleine Abzüge gibt es nur für den Forex-Spread im Standardkonto, die Kommission auf Aktien-CFDs, den Spread auf ETF-CFDs und minimal für die Übernachtfinanzierung. Bei den Funktionen gibt es die volle Punktzahl, genau wie bei IG, Capital.com und Blackbull Markets.

Punkte verliert Pepperstone an vier Stellen. Beim Handelsangebot (87,8 %) drücken die vergleichsweise kleine Auswahl an Aktien-CFDs und die fehlenden Anleihen. Beim Service (85 %) fehlen eine Fernwartung und ein tieferes Lernangebot. Bei der Sicherheit (86,7 %) gibt es Abzüge, weil deine Einlagen nur über die gesetzliche Anlegerentschädigung abgesichert sind. Am deutlichsten fällt der Abstand bei den Handelsbedingungen aus: 78,5 %, weil es keinen garantierten Stop-Loss gibt und die Verlustquote mit 75,2 % höher liegt als bei IG oder CMC Markets.

Kosten und Gebühren bei Pepperstone

Grundgebühren verlangt Pepperstone nicht. Kontoeröffnung und Kontoführung sind kostenlos, Ein- und Auszahlungen ebenfalls, eine Mindesteinlage gibt es nicht. Auch eine Inaktivitätsgebühr und eine Gebühr für die Währungsumrechnung fallen laut Kostenübersicht nicht an. Was du zahlst, hängt also nur davon ab, was und wie du handelst.

Standard oder Razor: Welches Konto passt zu dir?

Bei Pepperstone wählst du zwischen zwei Kontomodellen. Der Unterschied betrifft vor allem den Devisenhandel:

  • Standardkonto: Keine Kommission auf Forex, Indizes und Rohstoffe. Die Kosten stecken komplett im Spread. Bei Devisen schlägt Pepperstone dafür 1,0 Pip auf den Rohspread auf.
  • Razor-Konto: Du bekommst die Rohspreads ab 0,0 Pips und zahlst dafür eine Kommission, laut Pepperstone ab 2,96 USD pro Lot und Seite. Nur mit dem Razor-Konto kannst du über TradingView handeln.

Bei allen anderen Märkten, also Indizes, Rohstoffen, Aktien und Krypto, sind die Konditionen in beiden Konten gleich. Beide Konten führst du in Euro, eine Mindesteinlage gibt es bei keinem.

Kontoeinrichtung bei Pepperstone mit Wahl der Plattform, Standard- oder Razor-Konto und Kontowährung Euro
Bei der Kontoeinrichtung wählst du Plattform, Kontotyp und Kontowährung.
Quelle: Pepperstone

Handelst du regelmäßig Devisen, nimm das Razor-Konto. Die Kommission ist in der Regel günstiger als der feste Aufschlag von 1,0 Pip im Standardkonto. Handelst du vor allem Indizes oder Aktien, macht das Kontomodell dagegen keinen Unterschied.

CFDs: Spreads und Kommissionen im Überblick

Das sind die wichtigsten Konditionen bei Pepperstone im Überblick:

CFDKosten bei PepperstoneEinordnung
EUR/USD (Standardkonto)Rohspread plus 1,0 Pipeher teuer
EUR/USD (Razor-Konto)Rohspread ab 0,0 Pips plus Kommission ab 2,96 USD pro Lot und Seitegünstig
Nasdaq 100 (NAS100)1,0 Punktegünstig
Goldab 0,15 USD (Durchschnitt 0,19 USD)günstig
Bitcoinab 10 USD (Durchschnitt rund 15 USD)günstigster Anbieter im Vergleich
Aktien-CFDs USA (z. B. Microsoft)2 US-Cent je Aktie und Seite, Minimum 2 US-Centsehr günstig
Aktien-CFDs Deutschlandrund 0,10 % je Seitefair

Besonders stark ist Pepperstone bei US-Aktien-CFDs. Bei einer Position über 5.000 € in Microsoft zahlst du nur gut 20 US-Cent Kommission pro Seite, weil die Mindestgebühr gerade einmal 2 US-Cent beträgt. Bei IG und CMC Markets greift dagegen eine Mindestkommission von 10 USD je Order. Auch beim Gold-Spread und bei Bitcoin gehört Pepperstone zu den günstigsten Brokern im Test.

Hältst du eine Position über Nacht, berechnet Pepperstone eine Übernachtfinanzierung (Swap). Bei Index-CFDs setzt sie sich aus dem Referenzzins plus 2,5 % p. a. zusammen, gerechnet auf 360 Tage. Bei einer Long-Position im Nasdaq 100 ergab das zu unserem Stichtag rund 6,5 % p. a. Damit gehört Pepperstone zu den günstigeren Anbietern: Nur Libertex, NAGA und XTB verlangen weniger, bei IG und CMC Markets sind es rund 6,9 % p. a. Bei Devisen berechnet Pepperstone den Swap mittwochs dreifach, weil er das Wochenende abdeckt. Das siehst du in cTrader direkt in den Symbolinformationen.

Symbolinformationen in cTrader mit dreifachem Swap am Mittwoch, Swap-Zeit 23 Uhr und Marktöffnungszeiten für EUR/USD
In den Symbolinformationen zeigt cTrader, wann der Swap fällig wird und wann der Markt geöffnet ist.
Quelle: Pepperstone

Gibt es versteckte Kosten bei Pepperstone?

Nein. Bei Pepperstone haben wir keine Gebühren gefunden, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Gerade die Posten, die bei anderen Brokern oft übersehen werden, fallen hier weg:

  • Keine Währungsumrechnung: Handelst du Werte in US-Dollar mit deinem Euro-Konto, verlangt Pepperstone laut Kostenübersicht keinen Aufschlag. Bei IG zahlst du dafür 0,8 %, bei XTB 0,5 %.
  • Keine Inaktivitätsgebühr: Auch wenn du länger nicht handelst, kostet dich das Konto nichts.
  • Keine Plattformgebühren: Für MetaTrader, cTrader und die Anbindung an TradingView verlangt Pepperstone nichts.

Einen Haken bei den Kosten gibt es trotzdem: Im Standardkonto zahlst du bei jedem Forex-Trade 1,0 Pip Aufschlag. Wer viel mit Devisen handelt, zahlt dadurch deutlich mehr als nötig, mehr dazu in den Kostenbeispielen weiter unten.

Ein- und Auszahlung bei Pepperstone

Einzahlen kannst du unter anderem per Banküberweisung und Kreditkarte (Visa und Mastercard), laut Pepperstone-FAQ auch per PayPal. Gebühren verlangt Pepperstone dafür nicht. Welche Zahlungswege dir genau zur Verfügung stehen, zeigt dir der Kundenbereich nach der Kontoeröffnung.

Auszahlungen bearbeitet Pepperstone laut eigenen Angaben innerhalb eines Werktags. Per Banküberweisung dauert es danach ein bis fünf Werktage, bis das Geld auf deinem Konto ist, per Karte rund zwei Werktage. Auszahlen kannst du nur auf ein Konto, das auf deinen Namen läuft.

Handelsangebot: Solide Auswahl mit Lücken bei Aktien

Beim Handelsangebot kommt Pepperstone auf 87,8 %. Abzüge gibt es vor allem für die kleine Aktienauswahl und die fehlenden Anleihen- und Zins-CFDs. Diese CFDs kannst du handeln:

  • rund 900 Aktien-CFDs
  • 108 ETF-CFDs
  • 100 Devisenpaare
  • 24 Indizes
  • 40 Rohstoffe
  • 30 Kryptowährungen

Mit rund 900 Aktien-CFDs hast du deutlich weniger Auswahl als bei vielen Konkurrenten. Bei IG sind es rund 16.000, bei CMC Markets über 15.000. Die großen US-Werte und die bekanntesten europäischen Aktien findest du zwar, bei kleineren Werten wirst du aber schneller fündig, wenn du zu einem anderen Broker gehst. Anleihen- und Zins-CFDs bietet Pepperstone gar nicht an.

Für über 600 US-Aktien bietet Pepperstone dafür erweiterte Handelszeiten. Du kannst also auch vor und nach der regulären Börsensitzung auf Kursbewegungen reagieren, etwa nach Quartalszahlen.

Wichtig ist auch, was Pepperstone nicht anbietet: Echte Aktien, ETFs oder Sparpläne gibt es bei Pepperstone in Deutschland nicht. Willst du langfristig Vermögen aufbauen, brauchst du also zusätzlich ein normales Depot. Passende Anbieter findest du im Depot-Vergleich.

Hebel und Profikonto

Den maximalen Hebel legt die europäische Regulierung fest. Als Privatkunde handelst du Hauptwährungspaare mit bis zu 1:30, wichtige Indizes mit 1:20, Aktien-CFDs mit 1:5 und Krypto-CFDs mit 1:2. Kleine Positionen sind ab 0,01 Lot möglich. Erfüllst du die Voraussetzungen für ein Profikonto, bekommst du höhere Hebel, verzichtest dafür aber auf Teile des Anlegerschutzes. Wie CFDs grundsätzlich funktionieren, erklären wir dir in unserem Ratgeber zum CFD-Trading.

Plattformen und Funktionen im Test

Bei den Funktionen erreicht Pepperstone die volle Punktzahl. Die größte Stärke ist die Plattformauswahl. Pepperstone gehört zu den wenigen Brokern im Vergleich, bei denen du MetaTrader 4, MetaTrader 5 und cTrader nutzen kannst. Insgesamt hast du diese Zugänge:

  • Pepperstone-Plattform und App: die eigene Web-Plattform und die App für iOS und Android
  • MetaTrader 4 und MetaTrader 5: als Desktop-Version, im Browser und als App, inklusive Expert Advisors
  • cTrader: im Browser, als Desktop-Programm und als App, mit Markttiefe und eigenen Handelsrobotern (cBots)
  • TradingView: Du verbindest dein Razor-Konto und handelst direkt aus den TradingView-Charts
  • API: für eigene Handelsprogramme

Diese Auswahl ist vor allem für Trader interessant, die bereits eine Lieblingsplattform haben. Im Kundenbereich legst du für jede Plattform ein eigenes Handelskonto an. Für den Test habe ich so vier Demokonten eröffnet, für TradingView, MetaTrader 4, MetaTrader 5 und cTrader. Das ging in wenigen Klicks.

Plattform-Downloads im Pepperstone-Kundenbereich für MetaTrader 5 als WebTrader, Desktop-Version und App
MetaTrader 5 nutzt du im Browser, als Desktop-Programm oder als App.
Quelle: Pepperstone

cTrader im Test: übersichtlich und ohne Installation

Ich habe mir cTrader genauer angesehen, weil ihn im Vergleich nur wenige Broker anbieten. Die Web-Version startet direkt im Browser, ohne Installation. Links findest du die Watchlist und alle Märkte nach Kategorien sortiert, in der Mitte die Charts und rechts das Orderticket. Mehrere Charts nebeneinander sind kein Problem, und Zeiteinheiten wechselst du mit einem Klick in der oberen Leiste.

Web-Version von cTrader bei Pepperstone mit Marktliste, zwei Charts für EUR/USD und GBP/JPY und Orderticket
cTrader im Browser: links die Märkte, in der Mitte die Charts, rechts das Orderticket.
Quelle: Pepperstone

Was mir gut gefällt: Das Orderticket ist aufgeräumt. Du wählst zwischen Markt-, Limit-, Stop- und Stop-Limit-Order und setzt Stop-Loss und Take-Profit direkt beim Eröffnen. Praktisch ist die Option Break-Even: Damit zieht cTrader deinen Stop automatisch auf den Einstiegskurs nach, sobald der Trade eine von dir festgelegte Zahl an Pips im Plus liegt. Den aktuellen Spread siehst du direkt über der Ordermaske. Dazu kommen ein Wirtschaftskalender, Nachrichten, Kursalarme und Autochartist für automatische Chartmuster in derselben Oberfläche.

Orderticket in cTrader bei Pepperstone mit Ordertypen, Spread-Anzeige, Stop-Loss, Take-Profit und Break-Even
Im cTrader-Orderticket setzt du Stop-Loss, Take-Profit und Break-Even direkt beim Eröffnen.
Quelle: Pepperstone

Für automatisierte Strategien bietet cTrader den Bereich Algo mit eigenem Store. Dort findest du fertige cBots, Indikatoren und Plugins, kostenlos oder gegen Gebühr, oder du programmierst deine eigenen Handelsroboter in C# oder Python und testest sie per Backtesting. Wer lieber mit MetaTrader arbeitet, findet bei Pepperstone zusätzlich Tools wie einen Spread-Indikator für MT4. Wie du Charts sinnvoll liest, erklären wir dir im Ratgeber zur technischen Analyse.

Bereich Algo in cTrader mit Store für cBots, Indikatoren und Plugins sowie Werkzeugen für eigene Entwicklungen
Im Bereich Algo findest du fertige cBots und Indikatoren oder entwickelst eigene.
Quelle: Pepperstone

Die App

Die Pepperstone-App bekommt in den Stores gute Noten: 4,6 Sterne bei Google Play mit über 500.000 Downloads und 4,1 Sterne im deutschen App Store, dort allerdings bei nur 21 Bewertungen. Alternativ nutzt du die Apps von MetaTrader, cTrader oder TradingView mit deinem Pepperstone-Konto. Wie sich die App gegen andere schlägt, liest du in unserem Trading-App-Vergleich.

Demokonto: 50.000 € Spielgeld, aber begrenzt

Das Demokonto ist kostenlos und für MetaTrader 4, MetaTrader 5, cTrader und TradingView verfügbar. Du startest mit 50.000 € virtuellem Guthaben und einem Hebel von 1:30, wie er für Privatkunden bei den wichtigsten Währungspaaren gilt. Einen Haken gibt es: Laut Pepperstone laufen Demokonten nach 30 Tagen ab, solange du kein eingezahltes Live-Konto hast. Zum Kennenlernen der Plattformen reicht das, für einen langen Strategietest nicht. Wie sich Pepperstone gegen andere Demokonten schlägt, zeigen wir dir im Trading-Demokonto-Vergleich.

Formular zum Anlegen eines Demokontos bei Pepperstone mit Plattform, Kontotyp, Startguthaben von 50.000 und Währung Euro
Ein Demokonto legst du im Kundenbereich in wenigen Schritten an.
Quelle: Pepperstone

Probiere im Demokonto ruhig mehrere Plattformen aus. Du kannst für MetaTrader, cTrader und TradingView jeweils ein eigenes Demokonto anlegen und so in Ruhe vergleichen, mit welcher Oberfläche du am besten zurechtkommst.

Was fehlt?

Für reine Trader nicht viel. Es fehlen ein garantierter Stop-Loss und echte Aktien oder Sparpläne. Und wer ein umfangreiches Lernangebot für Einsteiger sucht, ist bei IG oder XTB besser aufgehoben.

Bewertungen von Pepperstone-Kunden: Was sagen Nutzer?

Ein Test zeigt dir, wie ein Broker auf dem Papier abschneidet. Wie es im Alltag läuft, wenn es mal hakt, erfährst du eher von anderen Kunden. Deshalb haben wir die Bewertungen auf den großen Plattformen ausgewertet (Stand: Oktober 2026):

PlattformBewertungAnzahl Bewertungen
Trustpilot (international)4,2 von 53.642
Apple App Store (Deutschland)4,1 von 521
Google Play4,6 von 51.460
Leserbewertungen auf finanzwissen.denoch keine0

Auf Trustpilot fällt das Bild positiv aus: 79 % der Bewertungen geben 5 Sterne, nur 10 % einen Stern.

Kunden loben vor allem den hilfsbereiten Support und die schnelle Ausführung der Orders. Das passt zu dem Ruf, den Pepperstone bei aktiven Tradern hat.

Drei Kritikpunkte tauchen immer wieder auf:

  • Plattform-Aussetzer: Einige Kunden berichten von Hängern der Plattform, gerade in hektischen Marktphasen.
  • Auszahlungen: Mehrere Nutzer schildern, dass Auszahlungen länger gedauert haben als erwartet.
  • Verifizierung: Bei der Kontoeröffnung dauert die Prüfung der Unterlagen manchmal länger.

Unsere Einordnung: Verzögerte Auszahlungen und Verifizierungen hängen häufig mit Pflichtprüfungen zur Geldwäschebekämpfung zusammen, die jeder Broker durchführen muss. Einzelfälle können wir nicht beurteilen. Hinweise auf unseriöses Verhalten haben wir nicht gefunden. Mit einer deutschen GmbH unter BaFin-Aufsicht steht Pepperstone hierzulande auf einer soliden Basis.

Wenn du selbst ein Konto bei Pepperstone hast, hilf anderen Anlegern bei der Entscheidung und schreib als Erster deine Erfahrungen auf. Alle Leserstimmen findest du gesammelt unter Pepperstone Erfahrungen.

Kundenservice bei Pepperstone

Beim Service kommt Pepperstone auf 85 %. Positiv: Den deutschsprachigen Support erreichst du telefonisch unter +49 211 81999940 rund um die Uhr von Montag bis Freitag. Dazu kommen ein Live-Chat und E-Mail an support@pepperstone.com. In der Regel bekommst du innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Abzüge gibt es für zwei Punkte. Eine Fernwartung, bei der dir ein Mitarbeiter direkt auf deinem Bildschirm hilft, bietet Pepperstone nicht an. Und die Lerninhalte fallen allgemeiner aus als bei IG, XTB oder CMC Markets, die Einsteigern deutlich mehr Material an die Hand geben.

Ist Pepperstone seriös? Sicherheit und Regulierung

Ja, Pepperstone ist seriös. Die Pepperstone GmbH ist eine deutsche Gesellschaft und untersteht direkt der BaFin. In der Kategorie Sicherheit kommt Pepperstone auf 86,7 %, gleichauf mit XTB und ActivTrades.

Für dein Geld gelten diese Schutzmechanismen:

  • Getrennte Kundengelder: Pepperstone verwahrt dein Geld getrennt vom Firmenvermögen auf Konten bei Banken. Für das eigene Geschäft darf der Broker es nicht verwenden.
  • Anlegerentschädigung: Gerät Pepperstone selbst in Schieflage, sichert die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) deine Ansprüche zu 90 % ab, maximal 20.000 €.
  • Negativsaldoschutz: Du kannst mit CFDs nie mehr verlieren, als auf deinem Konto liegt. Eine Nachschusspflicht gibt es nicht.

An dieser Stelle müssen wir unseren alten Testbericht korrigieren: Eine Einlagensicherung bis 100.000 € gibt es bei Pepperstone nicht. Die EdW sichert deine Ansprüche nur bis 20.000 € ab. Genau hier verliert Pepperstone auch Punkte gegenüber IG, CMC Markets und Trading 212, die zusätzlich auf die Einlagensicherung ihrer Partnerbanken verweisen.

Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet Pepperstone an. Aktiviere sie direkt nach der Kontoeröffnung, ein gehebeltes Trading-Konto ohne zweiten Faktor ist ein unnötiges Risiko.

Handelsbedingungen und Risikomanagement

In dieser Kategorie schneidet Pepperstone mit 78,5 % am schwächsten ab. Das sind die Gründe:

  • Kein garantierter Stop-Loss: Einen normalen Stop führt der Broker bei Kurslücken zum nächsten verfügbaren Kurs aus, das kann deutlich schlechter sein als geplant. Einen garantierten Stop, der dich exakt zu deinem Kurs absichert, bieten im Vergleich IG, CMC Markets, Capital.com und Plus500 an, Pepperstone nicht.
  • Hybrides Ausführungsmodell: Pepperstone ist bei CFDs dein Vertragspartner, bezieht die Preise aber von externen Liquiditätsgebern und arbeitet ohne Dealing Desk. Die volle Punktzahl gibt es bei uns nur für reine STP/ECN-Broker.
  • Verlustquote: 75,2 % der Kleinanlegerkonten verlieren laut Pepperstone beim CFD-Handel Geld. Bei IG und ActivTrades sind es 72 %, bei eToro 51 %.

Gut gelöst sind dagegen die Rahmenbedingungen für kleine Konten: Eine Mindesteinlage gibt es nicht, Positionen eröffnest du ab 0,01 Lot, und dein Konto läuft in Euro.

Die 75,2 % solltest du nicht als Randnotiz lesen. Sie zeigen, dass die meisten Privatanleger mit CFDs auf Dauer Geld verlieren, egal bei welchem Broker. Gerade ohne garantierten Stop ist ein sauberes Risikomanagement wichtig. Wie du deine Positionsgrößen sinnvoll begrenzt, zeigen wir dir im Ratgeber zum Risikomanagement im Trading.

Steuern bei Pepperstone

Pepperstone ist steuereinfach. Der Broker führt die Abgeltungsteuer und den Solidaritätszuschlag direkt an das Finanzamt ab. Im CFD-Vergleich bieten das nur drei von 14 Brokern: neben Pepperstone noch CMC Markets und Trading 212.

Für dich heißt das: Du musst deine Gewinne nicht selbst in der Anlage KAP ausrechnen und auch kein Geld für eine Nachzahlung zurücklegen. Damit der Sparerpauschbetrag berücksichtigt wird, kannst du bei Pepperstone einen Freistellungsauftrag einreichen. Verluste aus CFDs kannst du seit dem Jahressteuergesetz 2024 übrigens wieder ohne Obergrenze mit Gewinnen verrechnen.

Vor- und Nachteile von Pepperstone

Unterm Strich überwiegen bei Pepperstone klar die Vorteile. Die Nachteile betreffen vor allem Trader, die einen garantierten Stop-Loss oder eine sehr große Aktienauswahl brauchen.

Vorteile von Pepperstone

  • Beste Kostenwertung im CFD-Broker-Vergleich
  • Deutsche GmbH unter Aufsicht der BaFin
  • US-Aktien-CFDs ohne nennenswerte Mindestkommission
  • Keine Währungsumrechnungs- und keine Inaktivitätsgebühr
  • MT4, MT5, cTrader und TradingView
  • Automatische Abführung der Abgeltungsteuer
  • Deutschsprachiger Telefon-Support rund um die Uhr an Werktagen

Nachteile von Pepperstone

  • Kein garantierter Stop-Loss
  • Nur rund 900 Aktien-CFDs, keine Anleihen
  • 1,0 Pip Forex-Aufschlag im Standardkonto
  • TradingView nur mit dem Razor-Konto
  • Demokonto nach 30 Tagen begrenzt

Was kostet ein Trade bei Pepperstone? Drei Kostenbeispiele

Ein Mindestspread verrät dir noch nicht, was am Monatsende tatsächlich vom Konto abgeht. Deshalb haben wir für alle Broker aus unserem Vergleich dieselben drei Trader-Profile durchgerechnet. Wir rechnen mit Spread, Kommission und Übernachtfinanzierung, bei Pepperstone auf Basis des Standardkontos. Nicht enthalten ist die Währungsumrechnung, die bei Pepperstone ohnehin nicht anfällt. Beim Swing-Trader fehlen für einen Anbieter vollständige Daten, deshalb sind es dort 13 Broker.

ProfilAnnahmeKosten pro MonatPlatz im Vergleich
Forex-Trader20 Trades EUR/USD pro Monat, je 10.000 €, intraday17,56 €Platz 12 von 14
Day-Trader Indizes60 Trades Nasdaq 100 pro Monat, je 10.000 €, intraday19,60 €Platz 3 von 14
Swing-Traderje 4 Trades Microsoft und Nasdaq 100 pro Monat, je 5.000 €, 5 Nächte gehalten39,65 €Platz 2 von 13

Beim Swing-Trader spielt Pepperstone seine Stärken aus. Die vier Microsoft-Trades kosten zusammen nur 3,55 €, weil keine Mindestkommission greift, die vier Nasdaq-Trades 0,65 € Spread. Den Rest machen 35,45 € Übernachtfinanzierung aus. Nur ActivTrades ist mit 39,01 € minimal günstiger. Zum Vergleich: Bei IG zahlst du für dasselbe Profil 110,99 €. Auch beim Day-Trader liegt Pepperstone mit 19,60 € weit vorn, gleichauf mit CMC Markets, XTB und Blackbull Markets. Günstiger sind nur ActivTrades (7,84 €) und Libertex (15,68 €).

Warum landet Pepperstone dann beim Forex-Trader nur auf Platz 12? Das liegt schlicht und ergreifend am Aufschlag von 1,0 Pip im Standardkonto. CMC Markets und ActivTrades kommen hier mit 8,78 € aus. Mit dem Razor-Konto sieht die Rechnung anders aus: Statt des Aufschlags zahlst du bei 20 Trades à 10.000 € rund 10,50 € Kommission im Monat, dazu kommt der Rohspread. Damit liegst du deutlich unter den 17,56 € des Standardkontos. Für Forex-Trader ist das Razor-Konto deshalb die bessere Wahl.

Für wen lohnt sich Pepperstone?

Pepperstone passt zu dir, wenn du aktiv tradest und auf die Kosten achtest. Gerade bei Indizes, Gold, Bitcoin und US-Aktien gehört der Broker zu den günstigsten im Test, und Gebühren für Währungsumrechnung oder Inaktivität fallen weg. Dazu kommt die freie Wahl zwischen MetaTrader 4 und 5, cTrader und TradingView. Wer Daytrading oder Scalping betreibt oder mit Expert Advisors und cBots arbeitet, findet hier sehr gute Bedingungen. Bei Devisen gilt das aber nur mit dem Razor-Konto. Und weil Pepperstone die Abgeltungsteuer abführt, musst du dich um die Steuer kaum kümmern.

Weniger geeignet ist Pepperstone, wenn du einen garantierten Stop-Loss brauchst oder eine riesige Auswahl an Aktien-CFDs suchst. Dann sind IG oder CMC Markets die bessere Wahl. Suchst du einen Broker für Trading und langfristiges Investieren in einem, ist XTB mit echten Aktien und ETFs eine Alternative. Weitere Optionen haben wir dir in unseren Pepperstone-Alternativen zusammengestellt.

Fazit zu unserem Pepperstone Test

Pepperstone holt in der Kostenwertung den Bestwert unseres Vergleichs. Mit 92,5 % und Platz 3 von 14 gehört er insgesamt zu den besten Anbietern im Test. Was uns besonders gut gefällt: die niedrigen Kosten ohne versteckte Gebühren, die große Plattformauswahl mit MetaTrader, cTrader und TradingView, die deutsche Regulierung und die automatische Steuerabführung.

Für den Sprung nach ganz oben fehlt trotzdem etwas. Einen garantierten Stop-Loss gibt es nicht, die Aktienauswahl ist mit rund 900 Werten überschaubar, und im Standardkonto zahlst du beim Forex-Handel unnötig viel.

Pepperstone ist vor allem für aktive Trader eine sehr gute Wahl, die ihre Plattform selbst wählen wollen und genau auf die Kosten schauen. Handelst du viele Devisen, eröffne direkt ein Razor-Konto. Teste die Plattformen am besten vorher im Demokonto, dafür hast du allerdings nur 30 Tage Zeit.

Wie ist deine Meinung zu Pepperstone? Schreib mir gerne einen Kommentar oder teile deine Erfahrungen mit Pepperstone.

Häufige Fragen zu Pepperstone

Ist Pepperstone seriös?

Ja. Deutsche Kunden betreut die Pepperstone GmbH mit Sitz in Düsseldorf, die direkt der BaFin untersteht. Die Pepperstone Group wurde 2010 in Melbourne gegründet und betreut nach eigenen Angaben über 900.000 Kunden weltweit.

Ist Pepperstone ein deutscher Broker?

Pepperstone stammt ursprünglich aus Australien. Für Kunden in Deutschland ist aber die Pepperstone GmbH in Düsseldorf zuständig, eine deutsche Gesellschaft unter Aufsicht der BaFin.

Ist Pepperstone kostenlos?

Konto, Ein- und Auszahlungen sind kostenlos, eine Inaktivitäts- oder Währungsumrechnungsgebühr gibt es nicht. Beim Handeln zahlst du den Spread und je nach Markt und Konto eine Kommission, zum Beispiel 2 US-Cent je Aktie und Seite bei US-Aktien-CFDs.

Was ist der Unterschied zwischen Standard- und Razor-Konto?

Im Standardkonto zahlst du keine Kommission auf Forex, Indizes und Rohstoffe, dafür schlägt Pepperstone bei Devisen 1,0 Pip auf den Rohspread auf. Im Razor-Konto bekommst du Rohspreads ab 0,0 Pips und zahlst eine Kommission, laut Pepperstone ab 2,96 USD pro Lot und Seite. TradingView kannst du nur mit dem Razor-Konto nutzen.

Ist mein Geld bei Pepperstone sicher?

Pepperstone verwahrt Kundengelder getrennt vom Firmenvermögen. Gerät der Broker in Schieflage, sichert die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) deine Ansprüche zu 90 % bis maximal 20.000 € ab. Dazu kommt ein Negativsaldoschutz.

Führt Pepperstone die Abgeltungsteuer ab?

Ja. Pepperstone führt Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag direkt ab. Deine Gewinne musst du deshalb nicht selbst in der Anlage KAP ausrechnen.

Wie lange dauert die Verifizierung bei Pepperstone?

Eine feste Dauer gibt es nicht, sie hängt vor allem von deinen Unterlagen ab. Einige Kunden berichten von längeren Wartezeiten, etwa wenn Pepperstone zusätzliche Dokumente anfordert. Lade deine Unterlagen deshalb gleich vollständig und gut lesbar hoch.

Bietet Pepperstone einen garantierten Stop-Loss?

Nein. Einen garantierten Stop-Loss gibt es bei Pepperstone nicht. Brauchst du diese Absicherung gegen Kurslücken, sind IG oder CMC Markets die bessere Wahl.

Gibt es bei Pepperstone ein Demokonto?

Ja. Das Demokonto ist kostenlos und für MetaTrader 4, MetaTrader 5, cTrader und TradingView verfügbar. Du startest mit 50.000 € virtuellem Guthaben. Ohne eingezahltes Live-Konto läuft es laut Pepperstone nach 30 Tagen ab.

Unsere Inhalte spiegeln nur die Meinungen und Erwartungen der Autoren wider und stellen somit keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen der genannten Wertpapiere dar.

Als Anleger*in trägst Du die volle Verantwortung für Deine Investitionsentscheidungen.

Die Autoren können in einige der beschriebenen Assets investiert sein und somit ein Interesse an deren Kursentwicklung haben.

Sebastian Rau
Sebastian Rau
Gründer
Über den Autor
Ich bin Sebastian, einer der Gründer von Finanzwissen. Mein ersten Aktien und ETFs habe ich bereits 2015 gekauft. 2016 bin ich in den Krypto-Markt eingestiegen. Bis heute investiere ich in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Immobilien. Als Prozessmanager in einer deutschen Großbank habe ich einen tiefen Einblick in die Abläufe und Prozesse, sodass ich gerne unterschiedliche Produkte teste und meine Erfahrungen mit euch teile.

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