Haushaltsbuch-App-Vergleich 2026: Die 10 besten Apps im Test







Noch einige Tage bis zum Ende des Monats und dein Konto steckt tief in den roten Zahlen? Du hast das Gefühl, das Geld rinnt dir durch die Finger und du würdest es gerne ändern? Wir haben 10 Haushaltbuch-Apps getestet und geschaut, welche am besten dabei helfen, Ordnung in die privaten Finanzen zu bringen.
So findest du die beste Haushaltsbuch-App
- In unserem Haushaltsbuch-Apps-Vergleich haben wir 10 Anbieter getestet.
- Der Testsieger Finanzguru überzeugt mit einer Online-Banking-Anbindung, Top-Sicherheit, Versicherungsservice und ausführlichen Statistiken.
- Möchtest du den Daten ausder Haushaltsbuch-App deine Steuererklärung ausfüllen, eignet sich die kostenlose App Finanzblick von WISO.
- Die meisten Haushaltsbuch-Apps sind kostenpflichtig oder bieten in der kostenlosen Version Grundfunktionen.
- Bei der Budget-Apps mit Online-Banking-Anbindung solltest du auf die Sicherheit deiner Daten achten.
Der Monat hat noch mehr Tage, als du Geld auf dem Konto? Du hast das Gefühl, das Geld rinnt dir durch die Finger und du würdest es gerne ändern? Wir haben 10 Haushaltsbuch-Apps getestet und geschaut, welche am besten dabei helfen, Ordnung in die privaten Finanzen zu bringen.
Diese Haushaltsbuch-Apps haben uns überzeugt
Testsieger: Warum Finanzguru vorn liegt
Hinter der Haushaltsbuch-App, die auch dank der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen" an Beliebtheit gewann, steht das Frankfurter Finanztechnologieunternehmen Dwins GmbH. Zum Überblick über die Finanzen setzt Finanzblick auf die Verknüpfung mit dem Bankkonto aus: Alle Einnahmen und Ausgaben werden erfasst und automatisch kategorisiert.
Zusätzlich lassen sich die Buchungen bearbeiten sowie Bargeldkonten definieren, bei denen die Einträge manuell erfolgen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die KI-gestützte Analyse von Verträgen: Die App erkennt wiederkehrende Zahlungen wie Versicherungen oder Abos und gibt Hinweise, wo sich Geld einsparen lässt. Ebenfalls übernimmt sie auf Wunsch Kündigungen, etwa von Strom- oder Telefonrechnungen.
Neben einer kostenlosen Basisversion gibt es das Abo „Finanzguru Plus“ für 0,99 Euro pro Woche, das unter anderem Statistiken, Exportfunktionen und personalisierte Spartipps bietet. Premium-Nutzer können zudem Budgets definieren sowie ihre Daten aus Excel-Tabellen importieren.
- Automatische Kategorisierung von Umsätzen
- Statistiken (nur in der Premium-Variante)
- Budgets
- Versicherungsverwaltung
Die beste kostenlose Haushaltsbuch App: Finanzblick
Nutzern von WISO Steuer dürfte das Design der Budget-App Finanzblick vertraut vorkommen – was kaum verwundert, da sie beide von Buhl Data vertrieben werden. Zu den nützlichsten Features der Haushaltsbuch-App zählt die automatische Erfassung von steuerrelevanten Posten, etwa Restaurantbesuche, medizinische Ausgaben und Zahlungen an Handwerkern, die sich in WISO Steuer in die jeweilige Steuererklärung automatisch übernehmen lassen.

Ebenfalls lassen sich in jeder Kategorie Budgets mit einem maximalen Betrag definieren. Eine Auswertung der Einnahmen und Ausgaben als Diagramm gibt es ebenfalls – allerdings bei Weitem nicht so detailreich wie bei Finanzguru. Beispielsweise teilt die App die Ausgaben in "Fix" und "Variabel" auf, eine weitere Kategorisierung ist nicht möglich.
Ein Pluspunkt: Finanzblick ist komplett kostenlos. Allerdings fehlt die Möglichkeit, Posten manuell einzutragen. Ebenfalls steht eine Vertragsverwaltung nicht zur Verfügung. Als nützlich erweist sich die App daher vor allem nicht als Haushaltsbuch, sondern für WISO Steuer Abonnenten, die Zeit sparen wollen.
Die beste Budget-App ohne Bankanbindung: Mein Haushaltsbuch Pro
Egal, wie ausgefeilt das Sicherheitskonzept ist – nicht jeder möchte seine Bankdaten mit Dritten teilen. Für diese Zielgruppe dürfe Mein Haushaltsbuch Pro die richtige Wahl sein. Die Android-Version des Dortmunder Entwicklers OneTwoApps hat nicht einmal eine Internetberechtigung, alle Daten bleiben also auf dem Smartphone. Eine Bankanbindung gibt es folglich nicht: Einnahmen und Ausgaben trägst du von Hand ein.

Das geht schnell, und der Funktionsumfang kann sich sehen lassen: Budgets, Sparziele, Daueraufträge und Splitbuchungen sind ebenso an Bord wie Belegfotos und zahlreiche Diagramme. Auch lassen sich Kontoauszüge als CSV- oder Excel-Datei importieren, ein Regelassistent ordnet die Umsätze dann automatisch den passenden Kategorien zu. Die App schützt deine Daten mit PIN, Fingerabdruck oder Face ID.
Der Haken: Eine Synchronisierung zwischen mehreren Geräten fehlt, unter iOS gibt es nur ein manuelles iCloud-Backup. Und die Gratis-Version ist kaum mehr als ein Test: Unter iOS erlaubt sie nur 16 Buchungen im Monat, unter Android endet sie nach sieben Tagen. Dafür ist die Vollversion günstig: Das Komplettpaket kostet beim Android 8,99 €, ein Abo gibt es nicht.
Die beste Haushaltsbuch-App für Paare und Familien: Wallet
Stechen einige Budget-Apps in unserem Testvergleich durch ein schlichtes und fast langweiliges Dashboard hervor, können wir das von Wallet des Prager Fintechs Budget Bakers nicht behaupten.
Die App, die mir vom Design her am besten gefallen hat, punktet durch zahlreiche Extrafunktionen wie unter anderem die Anbindung an Bank-, PayPal- und Revolut-Konten, die Übernahme von Dateien im CSV- und Excelformat sowie den Import von Daten aus Aktien- und ETF-Depots. All das gibt jedoch genauso wie die automatische Kategorisierung von Kontoeinträgen nur in der Premium-Version. Ebenfalls nur für Premium-Nutzer gibt es das gemeinsame Verwalten von Konten mit Partner oder Familie.

Mit 7,99 € pro Monat ist Wallet eine der teuersten Apps in unserem Vergleich. Wer sich jedoch für ein Jahresabo entscheidet, zahlt auf den Monat umgerechnet 3,25 € und damit weniger als die Hälfte. Ebenfalls berechtigt eine einmalige Zahlung in Höhe von 59,99 € zur lebenslangen Nutzung mit allen Funktionen. Insgesamt eine solide Haushaltsbuch-App, wenn auch etwas überfrachtet.
Diese Budget-Apps haben wir auch getestet
Folgend kannst du sehen, wie wir die Anbieter in den verschiedenen Kategorien bewertet haben. Anschließend stellen wir dir die restlichen Apps vor.
| Kategorie | Finanzguru | 91% | Outbank |
|---|---|---|---|
| Gesamtpreis/Monat | Gesamtpreis/Monat 1,41 / 2 4,29 € | Gesamtpreis/Monat 1,45 / 2 3,99 € | Gesamtpreis/Monat 2 / 2 0,00 € |
| Kostenlose Basisversion | Kostenlose Basisversion 3 / 3 Ja | Kostenlose Basisversion 1 / 3 Kostenlose Testphase | Kostenlose Basisversion 3 / 3 Ja |
| Funktionen | Funktionen 95 % | Funktionen 89 % | Funktionen 95 % |
| Kontoverknüpfung über Online-Banking | Kontoverknüpfung über Online-Banking 2 / 2 Ja | Kontoverknüpfung über Online-Banking 2 / 2 Ja | Kontoverknüpfung über Online-Banking 2 / 2 Ja |
| Möglichkeit, ohne Kontoverknüpfung zu nutzen/Offline-Konten | Möglichkeit, ohne Kontoverknüpfung zu nutzen/Offline-Konten 2 / 2 Ja | Möglichkeit, ohne Kontoverknüpfung zu nutzen/Offline-Konten 2 / 2 Ja | Möglichkeit, ohne Kontoverknüpfung zu nutzen/Offline-Konten 2 / 2 Ja |
| Mehrere Konten führen/verknüpfen | Mehrere Konten führen/verknüpfen 1 / 1 Ja | Mehrere Konten führen/verknüpfen 1 / 1 Ja | Mehrere Konten führen/verknüpfen 1 / 1 Ja |
| Web (im Browser) | Web (im Browser) 1 / 1 Ja | Web (im Browser) 0 / 1 Nein | Web (im Browser) 1 / 1 Ja |
| Android | Android 2 / 2 Ja | Android 2 / 2 Ja | Android 2 / 2 Ja |
| iOS | iOS 2 / 2 Ja | iOS 2 / 2 Ja | iOS 2 / 2 Ja |
| Analysen & Statistiken | Analysen & Statistiken 1 / 1 Ja | Analysen & Statistiken 1 / 1 Ja | Analysen & Statistiken 1 / 1 Ja |
Mein Budget - Deutschland im Plus
Die Haushaltsbuch-App der gemeinnützigen Initiative "Deutschland im Plus", richtet sich an junge Menschen, die den Umgang mit Geld erst noch lernen möchten. Die App ist komplett werbefrei und alle Funktionen stehen kostenlos zur Verfügung.

Zu den Stärken zählt die intuitive Bedienung: Über die sehr übersichtliche Oberfläche erfassen Nutzer Einnahmen und Ausgaben manuell und sortieren sie nach Lebensbereichen wie in Kategorien wie "Wohnen", "Freizeit" oder "Mobilität", wobei sie auch eigene Kategorien definieren können. Ebenfalls liest Mein Budget die Daten aus abfotografierten Quittungen und Kassenbons automatisch ab – für eine kostenlose App ganz ordentlich! Auf eine Cloud- oder Online-Banking-Anbindung musst du allerdings verzichten.
Haushaltsbuch-buchhaltung
Die funktionale Haushaltsbuch-App ist besonders für Nutzer interessant, die eine schlanke Lösung ohne Bankverbindung oder Cloud-Anbindung suchen. Alle Daten werden lokal gespeichert, was maximale Kontrolle und Datenschutz ermöglicht.

Einnahmen und Ausgaben tragen Nutzer manuell ein und teilen sie in verschiedene Kategorien auf. Ebenfalls gibt es die Budgetfunktion, monatliche Übersichten sowie einfache Diagramme zur Visualisierung der Ausgaben. Auch unterstützt die App wiederkehrende Buchungen und CSV-Exporte.
Im Test haben mich die penetranten Werbevideos schnell gestört. Für 1,99 € pro Monat oder 9,99 € pro Jahr kannst du jedoch deine Finanzen werbefrei verwalten.
YNAB
YNAB steht für „You Need A Budget“ und ist weniger eine klassische Haushaltsbuch-App als eine Methode. Die US-amerikanische App setzt auf das sogenannte Zero-Based Budgeting: Jeder Euro, der auf deinem Konto landet, bekommt sofort eine Aufgabe, etwa Miete, Lebensmittel oder Urlaub. Erst wenn das Geld vollständig verplant ist, gilt das Budget als fertig. Wer konsequent mitzieht, weiß jederzeit, wofür noch wie viel übrig ist.

Buchungen trägst du entweder manuell ein oder importierst sie. Für ausgewählte europäische Banken bietet YNAB inzwischen einen Direktimport an, ob deine Bank dabei ist, solltest du vorab prüfen. Das Budget lässt sich zudem mit bis zu fünf weiteren Personen teilen, etwa mit Partner oder Familie.
Der größte Haken für deutsche Nutzer: Die App gibt es nur auf Englisch. Zudem ist YNAB mit 15,49 € im Monat oder 119 € im Jahr die mit Abstand teuerste App im Vergleich. Eine kostenlose Version gibt es nicht, und du kannst YNAB lediglich im Rahmen einer einmonatigen Testphase testen.
Haushaltsbuch Money Control
Die Haushaltsbuch-App der Priotecs IT GmbH überzeugt durch ihre Plattformvielfalt: Sie ist für iOS, Android, Windows und macOS verfügbar und bietet darüber hinaus eine Desktop-Version. Auch erlaubt sie das manuelle Erfassen von Einnahmen und Ausgaben, unterstützt aber auch wiederkehrende Buchungen, Belegfotos, Kategorien sowie verschiedene Konten und Währungen.

Ein Highlight ist die einfache Synchronisierung zwischen Geräten – etwa zwischen Smartphone und PC –, was sie für Haushalte mit mehreren Nutzern interessant macht. Die Premium-Variante bietet Cloud-Sync, Budgetplanung und PDF-Export. Eine Anbindung zum Online-Banking unterstützt Money Control dagegen genauso wenig wie die Vertragsverwaltung.
Outbank
Die Haushaltsbuch-App aus Passau fällt besonders durch ihren Fokus auf Datenschutz auf: Alle Daten werden nur lokal gespeichert, zudem verfolgt sie eine Zero-Knowledge-Policy, wodurch nicht mal die Mitarbeiter Zugriff darauf haben.
Die App unterstützt dennoch die Online-Banking-Anbindung mit allen gängigen Banken sowie mit PayPal, Coinbase, Trade Republic sowie Amazon Business (im Businesstarif) und erkennt Transaktionen automatisch, was die Kategorisierung erleichtert. Was uns beeindruckt hat: Auch Offline-Konten lassen sich leicht verwalten.

Ein Highlight ist das Demokonto, mit dem Neulinge die Haushaltsbuch-App kennenlernen und testen. Genauso wie Finanzguru ermöglicht Outbank zudem Überweisungen. Über die Anbindung mit der Dokumentenverwaltungsapp Docutain gibt es auch hier zusätzlich die Option, Belege abzufotografieren und die wichtigen Daten wie Empfänger und Kontonummer übernehmen zu lassen – sowohl beim Geldversand als auch im Haushaltsbuch.
Haushaltsbuch: Money Manager
Money Manager vom Entwickler Realbyte gehört mit über zehn Millionen Downloads bei Google Play zu den populärsten Haushaltsbuch-Apps überhaupt. Datenschutzfans werden die App mögen: Eine Bankanbindung gibt es nicht, dafür einen erstaunlich großen Funktionsumfang für eine manuelle App: Budgets für Woche, Monat oder Jahr, Daueraufträge, mehrere Währungen, eine Kalenderansicht und detaillierte Statistiken.

Die App ist kostenlos, enthält aber Werbung und gibt Geräte-IDs und Nutzungsdaten an Dritte weiter. Außerdem kannst du Einnahmen und Ausgaben nur den drei Kategorien "Bargeld", "Konten" und "Karten" zuordnen. Nutzt du mehrere Girokonten, wird das nicht berücksichtigt. Willst du mehr Optionen, kannst du für einmalig 6,99 € die werbefreie Version "Money Manager (Remove Ads)" kaufen, die sich auch auf dem PC nutzen lässt.
Wähle den richtigen Money Manager!
Während unseres Tests bin ich auf eine gleichnamige App von Health Equity Minnesota reingefallen, die mein Handy mit Spam-Werbung lahmgelegt hat. Achte daher darauf, die richtige App mit dem weißen Schwein im Logo herunterzuladen.
So haben wir die Budget-Apps getestet
Wir haben jede App selbst installiert, eingerichtet und im Alltag genutzt. Bewertet haben wir in vier Kategorien, die unterschiedlich stark ins Gesamtergebnis einfließen:
- Gebühren (20 %): Was kostet die Premium-Version umgerechnet pro Monat? Abos rechnen wir auf den Monat herunter, Einmalkäufe verteilen wir auf 12 Monate. Außerdem zählt, ob es eine dauerhaft kostenlose Version gibt, ob sie Werbung zeigt oder nur eine Testphase ist.
- Funktionen (30 %): Hier geht es um das Handwerkszeug eines Haushaltsbuchs: Bankanbindung, Budgets, automatische und eigene Kategorien, CSV-Import und -Export, Synchronisierung, Vertragsverwaltung und Belegerfassung. Wichtig war uns auch, ob die App unter Android, iOS und im Browser läuft.
- Sicherheit (30 %): Hier bewerten wir den Schutz deiner Daten. Wie gut ist der Zugang geschützt? Wo stehen die Server, kannst du deine Daten selbst löschen, und landen sie bei Werbepartnern?
- Bedienung (20 %): Wir werten die Nutzerbewertungen bei Google Play und im App Store aus. Im Tap-Test zählen wir, wie viele Fingertipps du brauchst, um eine Ausgabe zu erfassen, eine Kategorie anzulegen und ein Budget festzulegen. Dazu kommt, ob die App mit Anleitungen oder einem KI-Assistenten hilft.
Alle Preise und Funktionen haben wir im Oktober 2026 geprüft. Wie wir jedes Kriterium im Detail bepunkten, liest du in unserem Testverfahren für Haushaltsbuch-Apps.
Wozu brauche ich eine Haushaltsbuch-App?
Eine Haushaltsbuch-App zeigt dir schwarz auf weiß, wohin dein Geld fließt. Das klingt banal, ist es aber nicht: Die meisten Menschen kennen ihre Miete und ihre Handyrechnung, unterschätzen aber die vielen kleinen Ausgaben. Ein Coffee to go für 3 € an 20 Arbeitstagen macht 60 € im Monat, aufs Jahr gerechnet fast 1.000 €. Solche Muster fallen erst auf, wenn alle Buchungen sauber in Kategorien sortiert vor dir liegen.
Der zweite große Nutzen betrifft deine Fixkosten. Apps mit Bankanbindung erkennen wiederkehrende Zahlungen automatisch, also Versicherungen, Streaming-Abos oder das Fitnessstudio, das du seit Monaten nicht mehr besucht hast. Ebenfalls vergleichen Apps wie Finanzguru Dienstleister und zeigen dir, wie du beim Stromabschlag oder bei der Hausratversicherung sparen kann.
Drittens hilft dir die App beim Planen. Neigst du dazu, unüberlegt viel Geld auszugeben, legst du am besten für jede Kategorie ein Budget fest und siehst jederzeit, wie viel davon noch übrig ist. Wer nach einer festen Methode haushalten will, etwa nach der 50-30-20-Regel, findet in der App die nötigen Zahlen. Auch für den Aufbau eines Notgroschens ist das hilfreich: Du weißt erst, wie viel du sparen kannst, wenn du deine Lebenshaltungskosten kennst.
Gegenüber dem klassischen Haushaltsbuch auf Papier oder in Excel hat eine App einen klaren Vorteil: Sie ist immer dabei, rechnet von selbst und erspart dir mit Bankanbindung das Abtippen jeder einzelnen Buchung.
Mit oder ohne Bankanbindung – was ist besser?
Ob mit oder ohne Anbindung zum Online-Banking hängt vor allem davon ab, wie viel Arbeit du investieren willst und wie viel Vertrauen du einem App-Anbieter schenkst.
Mit Bankanbindung holt sich die App deine Umsätze automatisch vom Girokonto. Technisch läuft das über die europäische Zahlungsdiensterichtlinie PSD2:
- Du meldest dich einmal mit den Zugangsdaten deines Online-Bankings an und bestätigst den Zugriff per Zwei-Faktor-Authentifizierung.
- Die App hat danach nur Lesezugriff. Überweisungen kann sie ohne deine ausdrückliche Freigabe nicht auslösen.
- Alle 180 Tage musst du den Zugriff erneut bestätigen.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Du musst keine einzige Buchung abtippen, die App sortiert alles in Kategorien und erkennt wiederkehrende Verträge. Finanzguru, Finanzblick und Outbank spielen genau hier ihre Stärken aus. Der Preis dafür sind deine Daten. Sie liegen beim Anbieter, und manche Apps verdienen ihr Geld unter anderem mit der Vermittlung neuer Verträge. Außerdem reißt die Verbindung zur Bank gelegentlich ab, dann fehlen Umsätze, bis du sie neu herstellst.
Ohne Bankanbindung trägst du jede Ausgabe selbst ein. Das kostet ein paar Sekunden pro Buchung, hat aber einen unterschätzten Nebeneffekt: Wer jeden Einkauf bewusst erfasst, gibt meist automatisch weniger aus. Apps wie Mein Haushaltsbuch Pro oder Mein Budget speichern die Daten nur auf deinem Smartphone. Dort kommt also niemand außer dir heran.
Einen Mittelweg bieten Apps wie Money Control oder Mein Haushaltsbuch Pro mit dem CSV-Import: Du lädst den Kontoauszug aus dem Online-Banking herunter und importierst ihn, ohne der App dauerhaft Zugriff auf dein Konto zu geben.
Wie sicher sind Haushaltsbuch-Apps?
Bei Budget-Apps mit Bankanbindung ist der Zugriff aufs Konto streng geregelt. Die Umsätze laufen über lizenzierte Kontoinformationsdienste, die von der BaFin oder einer anderen europäischen Finanzaufsicht beaufsichtigt werden. Die App kann deine Umsätze lesen, aber kein Geld bewegen. Finanzguru und Finanzblick speichern etwa die Daten auf Servern in Deutschland, Wallet setzt auf EU-Server mit ISO-27001-Zertifizierung.
Kritischer wird es bei manchen kostenlosen Apps, die sich über Werbung finanzieren. Laut den Datenschutzangaben im App Store nutzt etwa „Haushaltsbuch – buchhaltung“ Kennungen und Nutzungsdaten, um dich über andere Apps hinweg zu verfolgen. Finanzinformationen werden dort mit deiner Identität verknüpft. Bei einer App, die deine kompletten Ausgaben kennt, ist das aus unserer Sicht ein echtes Warnsignal.
Am wenigsten Angriffsfläche bieten Apps, die keine Daten übertragen. Mein Haushaltsbuch Pro etwa nicht einmal eine Internetberechtigung, und laut App Store erheben weder Mein Budget noch Mein Haushaltsbuch Pro überhaupt Daten.
Bevor du eine App installierst, lohnt ein Blick auf diese Punkte:
- Datenschutzangaben im Store: Bei Google Play unter „Datensicherheit“, im App Store unter „App-Datenschutz“. Steht dort „Tracking“ oder „Weitergabe an Dritte“, solltest du genauer hinsehen.
- Serverstandort: Server in Deutschland oder der EU unterliegen der DSGVO.
- Zugangsschutz: Aktiviere PIN, Fingerabdruck oder Face ID, falls dein Handy einmal in fremde Hände gerät.
- Datenlöschung: Gute Apps lassen dich dein Konto direkt in der App löschen. Ein E-Mail-Antrag ist umständlicher.
In unserem Vergleich haben wir nur seriöse Haushaltsbuch-Apps bewertet, die dein Handy nicht mit Werbung vollspammen. Leider gibt es unter dem vielfältigen Angebot im Netz einige schwarze Schafe, die als einziges Ziel haben, an deine Daten zu kommen. Letzendlich gilt bei vielen kostenlosen Apps die Weisheit:
Wenn ein Produkt kostenlos ist, bist du nicht der Kunde; du bist das Produkt.
💡 Unser Tipp: Wirf vor dem Download einen Blick in die Datenschutzangaben im Store. Bei Google Play findest du sie unter „Datensicherheit“, im App Store unter „App-Datenschutz“. Steht dort „Daten werden an Dritte weitergegeben“ oder „Daten zum Tracking verwendet“, solltest du der App deine Finanzdaten besser nicht anvertrauen. Gute Alternativen gibt es genug, auch kostenlos.
Vor- und Nachteile von Haushaltsbuch-Apps
Vorteile von Haushaltsbuch-Apps
- Visuelle Darstellung deiner Einnahmen und Ausgaben
- Spareffekt durch festlegen von Budgets
- Zeitersparnis im Vergleich zu Excel-Tabelle/Papierversion durch automatische Kategorierisierung der Umsätze
- Verwaltung von Verträgen und Kündigungsservice
- Automatische Erfassung von Papierbelegen
- Anbindung an Steuersoftware
Nachteile von Haushaltsbuch-Apps
- Datenschutzproblematik bei Online-Banking-Anbindung
- Viele Apps bietet Statistiken und Analysen nur als kostenpflichtige Premium-Funktionen
- Geringere Wahrnehmung der Ausgaben im Vergleich zum Papier-Haushaltsbuch oder Excel-Tabelle
Fazit: Eine Haushaltsbuch-App kann die Verwaltung der Finanzen erleichtern
Apps wie Finanzguru oder Wallet helfen dir, einen Überblick über deine Finanzen zu bekommen und deine Ausgaben sorgfältiger zu planen. Ob du eine solche Budget-App brauchst, ist Geschmackssache: Ich persönlich nutze die automatische Ausgabenkategorisierung von Revolut, mit der ich ebenfalls meine Posten ganz gut verfolgen kann. Viele Banken bieten inzwischen solche Funktionen im Online-Banking.
Entscheidest du dich dafür, solltest du aus meiner Sicht eine App wählen, die deine Online-Banking-Daten automatisch einliest und verbucht, da das enorm viel Zeit spart. Stört es dich nicht, jede Buchung manuell einzutragen, und willst du ganz im Gegenteil manuell eintragen, um dein Bewusstsein zu erhöhen, würde ich mich für eine kostenlose App wie "Mein Budget" entscheiden.
Eines kann jedoch auch die beste App aber nicht: für dich sparen und mit deinem Geld achtsam umgehen. Ob du aus den Auswertungen Konsequenzen ziehst, liegt an dir. Dein Konto ist am Monatsende immer im Minus? In unserem Spartipps-Artikel zeigen wir dir, wie du im Alltag die Ausgaben senkst.
Häufige Fragen zu Haushaltsbuch-Apps
Welche ist die beste kostenlose Haushaltsbuch-App?
Von den kostenlosen Haushaltsbuch-Apps hat Finanzguru in unserem Testvergleich die höchste Punktzahl erreicht. Allerdings sind einige Funktionen wie erweiterte Analysen und Budgets nur in der Premium-Variante verfügbar. Eine komplett kostenlose Haushaltsbuch-App bieten unter anderem Buhl mit Finanzblick sowie mit Mein Budget die Stiftung "Deutschland im Plus".
Was kostet die Finanzguru App?
Finanzguru kostet mit allen Funktionen (Premium) 0,99 Euro pro Woche.
Welche Haushaltsbuch-App ist kostenlos?
Komplett kostenlos und ohne Werbung sind Finanzblick und Mein Budget. Eine kostenlose Basisversion mit eingeschränkten Funktionen bieten Finanzguru, Mein Haushaltsbuch Pro und Wallet.
Welche Haushaltsbuch-App ist kostenlos?
Komplett kostenlos und ohne Werbung sind Finanzblick und Mein Budget. Eine kostenlose Basisversion mit eingeschränkten Funktionen bieten Finanzguru, Mein Haushaltsbuch Pro und Wallet.
Welche Haushaltsbuch-App funktioniert ohne Bankanbindung?
Ohne Bankanbindung und mit rein lokaler Speicherung arbeitet Mein Haushaltsbuch Pro. Die Android-App hat nicht einmal eine Internetberechtigung, die Komplettversion kostet einmalig 2,99 €. Auch Mein Budget funktioniert nur offline mit manuellen Eintragungen.

