Steuersoftware Vergleich /: 13 Programme im großen Test



Für unseren Steuersoftware-Vergleich haben wir 13 Programme und Apps anhand von 38 Kriterien ausführlich getestet. Kernstück unseres Tests sind die Musterfälle, die zur Ermittlung der Genauigkeit und Praxistauglichkeit der einzelnen Steuertools dient. Unser aktueller Testsieger CHECK24 Steuer konnte – insbesondere aufgrund des Preises – den Platzhirsch WISO Steuer vom Thron stoßen.
Das Wichtigste zur besten Steuersoftware
- Mit CHECK24 Steuer hat es ein Newcomer direkt geschafft, sich den Titel als beste Steuer-App zu sichern – 97,8 % im Test.
- Der Platzhirsch WISO Steuer schafft es mit einer Bewertung von 96 % auf den zweiten Platz – schlussendlich haben die Kosten den Unterschied gemacht.
- Die meisten Steuerprogramme kosten zwischen 35 und 40 €. Günstige Varianten starten bereits bei rund 16 €. Bei Steuer-Apps kannst du im Regelfall erst deine Steuer berechnen und dann kostenpflichtig einreichen.
- Den größten Funktionsumfang und die beste Steuerberechnung bietet WISO Steuer. Gerade für komplexe Fälle bleibt es die flexibelste Wahl.
- Selbstständige benötigen ein EÜR-taugliches Programm. Welche Steuertools hier am besten abliefern, zeigen wir dir in unserem separaten Vergleich der besten Steuersoftware für Selbstständige.
Steuersoftware-Testsieger 2026 auf einen Blick
Den Testsieg holt sich 2026 CHECK24 Steuer mit 97,8 % – und das ist eine kleine Überraschung. Jahrelang war WISO Steuer das Maß der Dinge – in unserem Test reicht es mit 96,0 % aber nur für Platz 2.
Der Grund liegt nicht an der Software selbst: WISO ist nach wie vor das funktionsstärkste Programm am Markt. CHECK24 gewinnt unseren Vergleich nicht aufgrund der Funktionen, sondern aufgrund des günstigeren Preises. Die App ist komplett kostenlos und rechnet in unseren Musterfällen trotzdem extrem präzise.
Auf Platz 3 folgt Smartsteuer (91,3 %), für mich persönlich der beste Online-Allrounder, wenn du weder eine reine App noch ein Desktop-Programm installieren willst.
Kurz sortiert, für wen sich welches Tool lohnt:
- Bester kostenloser Allrounder: CHECK24 Steuer – nichts zu zahlen, Testsieger, läuft als App und im Browser.
- Maximaler Funktionsumfang: WISO Steuer – die richtige Wahl für komplexe Fälle, Vermietung und viele Einkunftsarten.
- Bester Online-Mittelweg: Smartsteuer – komplett im Browser, ohne Installation.
- Für Selbstständige zählt etwas anderes: ein Programm, das die EÜR beherrscht. Welche das sauber können, erfährst du in unserem Vergleich der Steuersoftware für Selbstständige.
Eine Sache solltest du dabei im Kopf behalten: Zwischen unseren Top 3 liegen am Ende nur wenige Prozentpunkte. Teuer ist hier nicht automatisch besser – sonst stünde WISO oben.

- Unser Testsieger
- Kostenlose Steuererklärung
- Unterstützt zahlreiche Einkommensarten
Steuersoftware Vergleich: alle 13 Steuer-Apps in der Übersicht
In der folgenden Tabelle findest du alle 13 getesteten Steuer-Apps im direkten Vergleich – sortiert nach unserem Testergebnis, von CHECK24 an der Spitze bis zu den Schlusslichtern. Im Rahmen unserer Tests haben wir alle Steuerprogramme in sieben Kategorien überprüft.
💡 Ein Hinweis zur Auswahl: Reine Steuerberater-Services wie Zasta oder steuermachen haben wir hier bewusst nicht berücksichtigt. Das sind keine Programme zum Selbermachen, sondern Vermittler an einen echten Steuerberater.
Die Prozentwerte übersetzen sich in Schulnoten, damit du die Tools schnell einordnen kannst: Alles ab 90 % gilt bei uns als „sehr gut", ab 80 % als „gut", ab 70 % als „befriedigend". Drei Programme – CHECK24, WISO und Smartsteuer – knacken die 90-Prozent-Marke.
| Kategorie | Check24 Steuer | WISO Steuer (Buhl) | Smartsteuer |
|---|---|---|---|
| Erstattungsberechnung | Erstattungsberechnung 96 % | Erstattungsberechnung 99 % | Erstattungsberechnung 97 % |
| Erstattung Musterfall 1 | Erstattung Musterfall 1 1,9 / 2 95,00% | Erstattung Musterfall 1 1,96 / 2 98,00% | Erstattung Musterfall 1 1,96 / 2 98,00% |
| Erstattung Musterfall 2 | Erstattung Musterfall 2 1,9 / 2 95,00% | Erstattung Musterfall 2 1,96 / 2 98,00% | Erstattung Musterfall 2 1,96 / 2 98,00% |
| Vollständigkeit erfasster Posten | Vollständigkeit erfasster Posten 0,95 / 1 95,00% | Vollständigkeit erfasster Posten 1 / 1 100,00% | Vollständigkeit erfasster Posten 0,91 / 1 91,00% |
| Qualtät der Steuertipps | Qualtät der Steuertipps 1 / 1 Sehr gut | Qualtät der Steuertipps 1 / 1 Sehr gut | Qualtät der Steuertipps 1 / 1 Sehr gut |
| Bedienung und Zeitaufwand | Bedienung und Zeitaufwand 100 % | Bedienung und Zeitaufwand 93 % | Bedienung und Zeitaufwand 100 % |
| Bedienungsfreundlichkeit (1-10) | Bedienungsfreundlichkeit (1-10) 2 / 2 10 | Bedienungsfreundlichkeit (1-10) 1,8 / 2 9 | Bedienungsfreundlichkeit (1-10) 2 / 2 10 |
| Zeitaufwand | Zeitaufwand 1 / 1 Niedrig | Zeitaufwand 1 / 1 Niedrig | Zeitaufwand 1 / 1 Niedrig |
| Funktionen | Funktionen 98 % | Funktionen 100 % | Funktionen 80 % |
| Belegabruf | Belegabruf 1 / 1 Ja | Belegabruf 1 / 1 Ja | Belegabruf 1 / 1 Ja |
Unsere Methodik: So haben wir die Steuer-Apps getestet
Die meisten Steuersoftware-Vergleiche im Netz lesen Produktdatenblätter aus und haken Funktionen ab. Wir sind für unseren Vergleich einen Schritt weitergegangen und haben mit jedem Programm zwei Musterfälle gerechnet. Das ist aus unserer Sicht der Unterschied zwischen Anlage V wird unterstützt und die Abschreibung der Immobilie wurde korrekt berechnet.
Bewertet haben wir in sieben Kategorien, jede mit eigener Gewichtung:
- Erstattungsberechnung (28 %) – wie genau trifft das Tool die Erstattung? Das ist unser wichtigstes Kriterium.
- Bedienung (20 %) – wie verständlich führt dich die Software durch die Erklärung?
- Funktionsumfang (15 %) – Belegabruf, Fehlercheck, Bescheidprüfung und Co.
- Abgedeckte Steuerfälle (12 %) – von Kapitalerträgen über Vermietung bis EÜR.
- Preis-Leistung (10 %) – was bekommst du fürs Geld?
- Sicherheit & Datenschutz (10 %) – Verschlüsselung, Serverstandort, Zertifizierung.
- Kundenservice (5 %) – FAQ, Chat, telefonische Erreichbarkeit.
Die Gewichtung für die Gesamtnote kannst du nachfolgender Darstellung entnehmen:
Das Herzstück unserer Bewertung ist die Erstattungsberechnung – und hier liegt der eigentliche Clou. Wir haben jedem Programm bei den Musterfällen exakt dieselben Daten gegeben und das Ergebnis mit einer vorab festgelegten Referenz-Erstattung, die wir über ELSTER ermittelt haben, abgeglichen.
Gemessen wird also die Abweichung von dieser Referenz. Wichtig dabei: Mehr ist nicht automatisch besser. Ein Tool, das eine zu hohe Erstattung ausspuckt, bekommt von uns genauso Abzug wie eines, das Posten übersieht – denn was das Finanzamt am Ende streicht, hilft dir nicht weiter.
👉🏻 Hier findest du unser Testverfahren
Wie gewohnt, haben wir unser Testverfahren dokumentiert. So kannst du jederzeit nachvollziehen, wie sich unserer Bewertungen ergeben.
Welche Software holt die höchste Erstattung?
Hier wird es konkret, denn am Ende geht es bei der Steuererklärung um genau eine Zahl: deine Steuererstattung. Laut Statistischem Bundesamt erhielten zuletzt rund 13,2 Millionen Menschen eine Erstattung – im Schnitt 1.240 €. Ob du dieser Zahl nahekommst oder Geld liegen lässt, hängt stark davon ab, wie gründlich dich dein Programm durch die Erklärung führt.
Genau das war der Kern unseres Tests. Wir haben die Musterfälle in jedem Programm durchgerechnet und das Ergebnis mit der ELSTER-Referenz verglichen. Das Resultat: Die Top-Programme – CHECK24, WISO und Smartsteuer – kamen der korrekten Erstattung jeweils sehr nah und haben in unseren Fällen keine relevanten Posten übersehen. Erst im hinteren Feld wurde es ungenauer. Schwächere Tools fragten einzelne absetzbare Kosten gar nicht erst ab, und was nicht abgefragt wird, landet auch nicht in der Erklärung.
Besonders auffällig war der Unterschied im komplexen Musterfall mit Vermietung. Während die Spitzenprogramme die Abschreibung und die Werbungskosten sauber erfassten, schwächelten ein paar der schlanken Apps – sie sind für den einfachen Angestellten-Fall gebaut, nicht für komplexe Fälle, die noch mit Anlage V ergänzt werden.
Eine Sache möchte ich klarstellen, weil sie oft falsch verstanden wird: Eine höhere Erstattung ist nicht per se ein Gütesiegel. Ein Tool, das dir 1.500 € verspricht, wo ELSTER 1.200 € errechnet, hat sich nicht „mehr Mühe gegeben" – es hat vermutlich etwas angesetzt, das nicht zulässig ist. Spätestens im Steuerbescheid holt sich das Finanzamt die Differenz zurück. Deshalb bewerten wir die Genauigkeit, nicht die optimistischste Zahl.
Steuererklärung kostenlos – geht das?
Du möchtest deine Einkommenssteuererklärung erstellen und dabei nichts bezahlen? Das ist gleich auf mehrere Arten möglich und der naheliegendste Ansatz ist mit unserem Testsieger CHECK24 Steuer. Diese Steuer-App überzeugt im Test mit einem hervorragenden Funktionsumfang und ist zudem kostenlos.
Noch vor zwei Jahren habe ich nicht damit gerechnet, dass ein kostenloses Steuer-Tool das Potenzial zum Testsieger hat.
Aber auch mit kostenpflichtigen Steuer-Apps wie Taxfix oder Steuerbot kannst du erstmal gratis loslegen. Du erstellst einfach deine komplette Steuererklärung und siehst deine voraussichtliche Erstattung. Erst, wenn du diese an das Finanzamt übermittelst, zahlst du die Gebühren. Das ist besonders praktisch, wenn du erst schauen möchtest, welche App am besten zu dir passt.
Die vorausgefüllte Steuererklärung vom Finanzamt
Möchtest du nicht mit einem dieser Tools arbeiten, kannst du ab dem 1. Juli 2026 auch okELSTER verwenden. Dieses Tool befindet sich direkt in MeinELSTER+ und bietet eine vorausgefüllte Steuererklärung, die du mit einem Klick absenden kannst.
⚠️ okELSTER klingt spannend aber ist nicht für jeden geeignet. Voraussetzungen für die vorausgefüllte Steuererklärung sind:
- Du bist ledig
- Hast keine Kinder
- Du beziehst ein Gehalt oder Rente
In Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen und Hesseny geht das Finanzamt sogar noch einen Schritt weiter und verschickt im Pilotprojekt "Die Steuer macht jetzt das Amt" einen fertigen Festsetzungsvorschlag, den du prüfen und anschließend zustimmen musst.
Dieser Ansatz klingt verlockend, hat aber einen Haken. Das Finanzamt kann nur mit Werten rechnen, die dem Finanzamt vorliegen – hierzu gehören steuerpflichtige Einkommen und Pauschalen. Somit werden Spenden, Handwerkerrechnungen und höhere Werbungskosten nicht berücksichtigt. Wer also höhere Werbungskosten ansetzen kann, verschenkt hier schnell bares Geld.
Und ehrlicherweise sind hier selbst die 35 bis 40 € für ein gutes Steuertool zu vernachlässigen, da die potenziale Steuererstattung höher ausfällt.
Mein Fazit zum Thema kostenlos: Für den reinen Standardfall ohne Extras reicht ein Gratis-Weg des Finanzamts. Sobald du aber etwas absetzen willst, holt eine Software wie CHECK24 oder WISO das Geld raus, das ELSTER liegen lässt.
ELSTER oder Steuersoftware – was ist besser?
Nachdem wir nun bereits über ELSTER gesprochen haben, stellt sich noch die Frage, ob sich eine alternative Software im direkten Vergleich überhaupt lohnt. Und ja, ein echtes Steuerprogramm ist besser, denn hier werden dir relevante Fragen gestellt, die bei der korrekten Ermittlung der Steuerlast helfen. Wichtige Faktoren, die ELSTER schlicht nicht prüft sind:
- Gab es Homeoffice-Tage?
- Fährst du mit deinem Auto zur Arbeit?
- Hast du gespendet?
Mit passenden Angaben reduzierst du deine Steuerlast und egalisierst die Kosten einer Steuersoftware vergleichsweise schnell.
ELSTER hat seine Grenzen
Im Grunde bietet ELSTER einige Vorteile. So ist es das offizielle Portal der Finanzverwaltung, es ist kostenlos und sicher. Mit einfachELSTERplus übernimmt die Software sogar deine Lohndaten automatisch und fragte einige relevante Posten ab. Allerdings – und das ist der große Nachteil – gibt dir diese Steuersoftware keine Steuertipps oder weist auf Sparmöglichkeiten hin. Diese zu kennen und zu berücksichtigen, ist deine Aufgabe.
Und ich möchte hier nicht sagen, dass ELSTER schlecht ist. Bist du ein aus steuerlicher Sicht einfacher Fall, also Angestellter, hast einen Arbeitgeber und keine größeren Sonderausgaben und kennst die Grundbegriffe, dann ist ELSTER vollkommen ausreichend.
Sobald deine Steuer komplexer wird, dreht sich das Bild jedoch. Kapitalerträge, Vermietung, Auskünfte aus dem Ausland oder viele absetzbare Post sorgen dafür, dass du schnell mehr Geld sparen kannst. Hier ist ein etabliertes Steuerprogramm wie WISO Steuer einfach besser, da sie dich durch die Sonderfälle führt und Optimierungen vorschlägt.
👉🏻 Unsere Faustregel: für den reinen Standardfall reicht ELSTER aus. Sobald es nur etwas komplizierter wird, solltest du eine echte Steuersoftware nutzen. Die niedrigen Kosten fallen hier nichts ins Gewicht.
Welche Steuersoftware passt zu dir?
Mit unserem Steuersoftware-Vergleich bieten wir dir einen Hilfestellung bei der Wahl des passenden Steuerprogramms. Die eine perfekte Lösung gibt es nicht – das zeigen die Ergebnisse unserer Einzeltests. Aus diesem Grund haben wir einige Anwendungsfälle definiert, und zeigen dir, welche Steuersoftware hier besonders sinnvoll ist.
Für Angestellte und Berufseinsteiger
Die wohl einfachste Möglichkeit, um die Steuerklärung selbst zu erstellen, ist mithilfe moderner Steuer-Apps wie Taxfix oder Steuerbot. Die gesamte Steuererklärung wir in einem einfachen Chat erstellt – das ist besonders intuitiv und einfach. Ist dein Fall etwas komplexer, findest du in CHECK24 Steuer die perfekte Lösung.
- Sehr einfache Bedienung
- Auch ohne Steuerwissen
- Kostenlose Vorabberechnung
- Steuererklärung im Chat
- Einfach zu bedienen
- Gute Tipps zur Steueroptimierung
Für Selbstständige und Freiberufler
Also Selbstständiger oder Freiberufler hast du andere Anforderungen als ein klassischer Arbeitnehmer. Du brauchst ein Programm, dass eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) beherrscht.
Unsere Empfehlung in diesem Fall ist WISO Steuer. Doch auch Smartsteuer konnte hier in unserem Test mit einem guten Ergebnis überzeugen. Da das Thema allerdings deutlich umfangreicher ist, haben wir hier einen separaten Vergleich für die beste Steuersoftware für Selbstständige erstellt.
Für Vermieter und Kapitalanleger
Sobald du größere, global diversifizierte Kapitalerträge erhältst oder eine Immobilie vermietest, wird es für die meisten Tools zu komplex. Auch hier spielt WISO Steuer wieder seine Stärke aus und führt dich zuverlässig durch den Prozess. Die Berechnung der Abschreibung sowie der Werbungskosten funktioniert verlässlich.
Grundsätzlich ist es auch sinnvoll, dass du als Immobilienbesitzer das Blick der Grundsteuererklärung im Blick behältst – als Kapitalanleger gilt das gleichweise für Quellensteuern.
Für Studenten und Rentner
Beim typischen Studenten geht es in der Regel nicht um die große Steuererstattung, sondern um den Verlustvortrag der eigenen Studienkosten. Und hier kannst du etwa das spezialisierte wundertax verwenden oder direkt zu unserem kostenlosen Testsieger CHECK24 Steuer greifen.
Für Rentner mit reinen Alterseinkünften reicht sogar das einfachELSTER des Finanzamts aus. In komplexeren Fällen sind die bereits vorgestellten Lösungen zu empfehlen.

- Unser Testsieger
- Kostenlose Steuererklärung
- Unterstützt zahlreiche Einkommensarten
- Gut für Studenten
- Hohe Sicherheitsstandards
- Erklärungen für einzelne Zielgruppen
So haben die Steuerprogramme im Vergleich abgeschnitten
In unserer Vergleichstabelle siehst du bereits das ausführliche Ranking. Im Folgenden wollen wir dir noch kurz die einzelnen Programme mitsamt ihrer Testergebnisse vorstellen. Wir gehen von oben nach unten durch, beginnend mit dem Testsieger.
CHECK24 Steuer (97,8 %)– unser Steuersoftware-Testsieger
CHECK24 Steuer ist unsere Überraschung des Tests. Dass ein kostenloses Tool unseren Vergleich gewinnt, ist überraschend aber nachvollziehbar. Denn in unseren Musterfällen rechnete die Software genauso präzise wie die Bezahl-Konkurrenz, kostet dich aber keinen Cent. Auch Stiftung Warentest sah die App 2026 vorn.
Was uns überzeugt hat, ist die Kombination aus geführter Bedienung und Gründlichkeit. CHECK24 fragt aktiv nach absetzbaren Posten, statt dich nur Formulare ausfüllen zu lassen. Die Schwäche: Bei sehr verschachtelten Fällen stößt die App früher an Grenzen als ein Schwergewicht wie WISO. Für 90 Prozent der Angestellten ist das aber irrelevant.
WISO Steuer (96 %) – der Funktions-König
Jahrelang war WISO der unangefochtene Maßstab unter den Steuer-Tools, und rein vom Leistungsumfang gilt das noch immer. Kein anderes Programm im Test deckt so viele Einkunftsarten und Sonderfälle ab – von der Vermietung über Kapitalerträge bis zur EÜR. Wer steuerlich ein komplexer Fall ist, ist hier goldrichtig.
Dass es trotzdem nur für Platz 2 reicht, liegt allein am Preis. Ehrlicherweise ist das Meckern auf hohem Niveau. Wer den vollen Funktionsumfang nutzt, bekommt für sein Geld die mit Abstand mächtigste Steuersoftware am Markt.
Smartsteuer (91,3 %)
Smartsteuer ist unser bester reiner Online-Allrounder. Du brauchst nichts zu installieren, arbeitest komplett im Browser und wirst trotzdem gründlich durch die Erklärung geführt – auch bei etwas komplexeren Fällen. In den Musterfällen rechnete Smartsteuer zuverlässig und ließ keine offensichtlichen Posten liegen.
Der Haken ist der Preis: Mit knapp 40 € liegt Smartsteuer im oberen Drittel, und CHECK24 bietet vergleichbare Genauigkeit gratis. Wer aber bewusst eine etablierte Online-Lösung mit breitem Funktionsumfang sucht und nicht auf eine reine App setzen will, bekommt hier solide Qualität.
SteuerGo (86,7 %)
SteuerGo kann insbesondere mit der Mehrsprachigkeit überzeugen. Damit eignet sich das Programm für Nutzer, deren deutsch für das deutsche Steuerrecht nicht ausreicht. Ansonsten bietet das Tool eine eingängige Bedienung zu einem fairen Preis.
Allerdings reicht es bei den ganz großen Sonderfällen nicht an WISO heran und in unseren Musterfällen lag die Genauigkeit etwas unterhalb der top Steuersoftware. Für den normalen Anwendungsfall ist das aber mehr als ausreichend.
Taxfix (85,6 %)
Eine der wohl bekanntesten Steuer-Apps Deutschlands ist Taxfix. Bekannt wurde die App durch eine starke Präsenz in den sozialen Medien. Und auch die Bedienung ist hier perfekt gelöst, denn Taxfix setzt auf Einfachheit.
Du beantwortest Fragen im Frage-Antwort-Stil, und die App baut daraus deine Erklärung – in der Regel in unter einer halben Stunde. Für Angestellte mit einem einfachen Fall ist das angenehm unkompliziert, und genau dafür ist Taxfix gemacht.
Diese Stärke ist zugleich die Grenze. Sobald es um eine Vermietung oder eine Selbstständigkeit mit EÜR geht, ist Taxfix raus – das kann die App schlicht nicht. Auch der Preis von knapp 40 € fällt auf, wenn man bedenkt, dass der Testsieger dasselbe für umsonst macht.
SteuerSparErklärung – (85,5 %)
Die SteuerSparErklärung ist der Klassiker für alle, die jeden Euro herausholen wollen. Kein anderes Steuer-Tool im Test überschüttet dich mit so vielen konkreten Steuertipps und Hinweisen auf absetzbare Posten. Wer bereit ist, sich die Zeit zu nehmen, optimiert hier sehr gründlich.
Dafür wirkt die Bedienung etwas altbackener als bei den schlanken Apps. Erwarte hier einfach keine perfekte Usability und kein modernes Frage-Antwort-Modell. Es ist eher die etablierte Lösung und nicht die moderne App.
Steuerbot (81,0 %)
Steuerbot lässt sich am besten mit Taxfix vergleichen. Auch hier interagierst du per Chat mit der Software. Am Ende deines Chats erhältst du deine fertige Steuererklärung. Gerade für Einsteiger und all jene, die durch Steuerunterlagen gestresst sind, ist das eine angenehme Lösung.
In unserem Test war Steuerbot beim einfachen Fall stark, fiel dann aber zurück, als es komplexer wurde. Vermieter und Selbstständige sind hier gar nicht berücksichtigt. Zudem sind die Kosten mit 40 € höher und eine spätere Zahlung solltest du aufgrund der dann anfallenden Kosten komplett vermeiden.
Weitere getestete Programme im Kurzcheck
Diese Programme haben es nicht in die Spitzengruppe geschafft – für bestimmte Fälle können sie trotzdem passen:
- Tax 2025 (Buhl) – 79,8 %: Der günstige kleine Bruder von WISO. Solide Technik, aber abgespeckter Funktionsumfang. Preistipp für einfache Desktop-Fälle.
- Lohnsteuer kompakt – 79,7 %: Reine Online-Lösung für Angestellte, bis zur Abgabe kostenlos testbar. Ordentlich, aber ohne Highlights.
- QuickSteuer Deluxe (Buhl) – 78,2 %: Desktop-Programm für Einsteiger, deckt auch die EÜR ab. Funktional, aber bei Bedienung und Tempo nicht auf Top-Niveau.
- Taxman (Lexware) – 78,0 %: Klassisches Desktop-Tool mit breitem Funktionsumfang, das in unserem Test bei der Bedienung Punkte liegen ließ.
- wundertax – 70,3 %: Schlanke App mit Fokus auf einfache Fälle und Studenten. Günstig, aber funktional begrenzt.
- Steuereasy – 62,5 %: Das Schlusslicht. Günstig, aber im Test fehlten Funktionen und die Genauigkeit ließ nach. Nur für sehr einfache Fälle.
Krypto, Auslandseinkünfte und Sonderfälle
Bei den Standardfällen nehmen sich die Top-Programme wenig. Spannend wird es bei den Sonderfällen – und hier sind drei, die regelmäßig für Fragen sorgen.
- Kryptowährungen: Gewinne aus Bitcoin und Co. zählen als private Veräußerungsgeschäfte (§ 23 EStG) und gehören in die Erklärung. Die meisten großen Programme – WISO, CHECK24, Smartsteuer – haben dafür eine eigene Eingabemaske. Die eigentliche Arbeit nehmen sie dir aber nicht ab: Deine Gewinne über mehrere Börsen und Wallets hinweg sauber zu berechnen. Das funktioniert mit einem spezialisierten Krypto-Steuer-Tool.
- Auslandseinkünfte: Wer im Ausland gearbeitet oder investiert hat, braucht ein Programm, das die Anlage AUS beherrscht und die ausländische Quellensteuer korrekt anrechnet. Das ist klassisches WISO-Terrain. Bei Dividenden aus dem Ausland lohnt vorab ein Blick auf das Thema Quellensteuer zurückholen.
- Vermietung mit mehreren Objekten, Photovoltaik, Erbschaft: Je verschachtelter dein Fall, desto eher solltest du zu einem der Schwergewichte greifen. Die schlanken Apps sind für solche Konstellationen schlicht nicht gebaut.
Häufige Fragen zu Steuersoftware
Was ist die beste Steuersoftware 2026?
Beste Steuersoftware 2026 ist in unserem Test CHECK24 Steuer mit 97,8 % – knapp vor WISO Steuer (96,0 %). CHECK24 überzeugt vor allem, weil es kostenlos ist und in den Musterfällen genauso präzise rechnet wie die Bezahl-Konkurrenz.
Welche Steuersoftware ist kostenlos?
Komplett kostenlos ist CHECK24 Steuer, unser Gesamtsieger – als App und im Browser. Alle anderen Apps wie Taxfix oder Steuerbot kannst du bis zur Abgabe gratis testen und zahlst erst beim Versand ans Finanzamt.
Ist WISO Steuer besser als Taxfix?
Das hängt von deinem Fall ab. WISO bietet deutlich mehr Funktionsumfang und meistert auch komplexe Fälle wie Vermietung oder EÜR. Taxfix ist schlanker, schneller und eine reine App – aber nur für einfache Angestelltenfälle gedacht. Für den Standardfall reicht Taxfix, für alles Komplexere ist WISO die bessere Wahl.
Was ist besser: ELSTER oder eine Steuersoftware?
Für die meisten lohnt sich eine Software. ELSTER ist kostenlos, stellt dir aber nur die Formulare bereit und gibt keine Steuertipps. Eine Software fragt dich aktiv nach absetzbaren Posten und holt so im Schnitt mehr Erstattung heraus. Nur bei sehr einfachen Fällen reicht ELSTER.
Wie viel Erstattung bekomme ich mit einer Steuererklärung?
Laut Statistischem Bundesamt lag die durchschnittliche Erstattung zuletzt bei 1.240 €. Wie viel es bei dir wird, hängt von deinen absetzbaren Kosten ab – eine gründliche Software hilft dir, nichts zu übersehen.
Für welches Steuerjahr gilt die Software?
Die aktuellen Programme sind für die Steuererklärung 2025 gedacht, die du 2026 abgibst. Die meisten Anbieter bieten zusätzlich ältere Jahrgänge an, falls du eine Erklärung nachreichen willst.
