
Halbleiter-ETFs: Die besten Semiconductor ETF im Vergleich
Halbleiter-ETFs stehen gerade mehr im Rampenlicht als je zuvor – und das hat einen guten Grund. Ohne Chips läuft heute nichts mehr: kein KI-Modell, kein Elektroauto, keine Serverinfrastruktur. Die Branche wächst, und mit ihr das Interesse von Anlegern, die genau hier dabei sein wollen.
Ich habe mir die verfügbaren Halbleiter-ETFs für dich genau angeschaut. Aktuell gibt es 6 Produkte auf dem Markt – davon bilden fünf unterschiedliche Indizes ab, und einer ist in zwei Anteilsklassen erhältlich. In diesem Artikel erfährst du, welcher Semiconductor ETF zu dir passt, wie sich die ETFs in Rendite und Risiko unterscheiden – und ob das Investment in die Chipbranche überhaupt sinnvoll ist.
Das Wichtige zu Halbleiter-ETFs
- Es gibt aktuell 6 Halbleiter-ETFs auf dem deutschen Markt. Einer davon ist in zwei Anteilsklassen erhältlich – einmal thesaurierend (Acc) und einmal ausschüttend (Dist).
- Alle Halbleiter-ETFs haben eine identische TER von 0,35 % p.a. – der Unterschied liegt im abgebildeten Index und der Anzahl der enthaltenen Aktien.
- Unsere Empfehlung für langfristige Anleger: der iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF – mit über 250 Positionen der am breitesten diversifizierte ETF der Auswahl.
- Halbleiter-ETFs profitieren von Megatrends wie KI, Elektromobilität und Cloud-Computing – sind aber als Themen-ETF mit einem höheren Risiko verbunden als marktbreite ETFs.
Was ist ein Halbleiter-ETF?
Ein Halbleiter-ETF ist ein passiver Indexfonds, der ausschließlich Aktien aus der Chipindustrie enthält. Er bildet einen Halbleiter-Index nach – also einen Korb aus Unternehmen, die Chips entwickeln, herstellen oder verbauen. Damit gehört er zur Gruppe der Themen-ETFs: Du investierst nicht breit in den Gesamtmarkt, sondern setzt gezielt auf eine einzelne Branche.
Ehrlicherweise ist das ein wichtiger Unterschied, der oft unterschätzt wird. Ein Themen-ETF bringt mehr Renditechancen – aber eben auch mehr Risiko als ein marktbreiter MSCI World ETF.
Was sind Halbleiter?
Wenn du von Halbleitern hörst, ist meistens der Computerchip gemeint. Das halbleitende Material – zum Beispiel Silizium – lässt sich elektrisch steuern. Das macht es zur Grundlage aller modernen Elektronik: Smartphones, PCs, Server, Autos, Maschinensteuerungen – überall stecken Chips drin.
Mit einem Halbleiter-ETF investierst du in Unternehmen, die genau diese Chips entwickeln, herstellen oder in ihren Produkten verbauen. Dazu zählen Namen wie Nvidia, TSMC, Broadcom oder AMD – allesamt Schwergewichte in der globalen Technologiebranche.
💡 Semiconductor-ETF: Anderer Name, identischer Inhalt
Im Englischen heißt Halbleiter „Semiconductor". Du wirst Halbleiter-ETFs deshalb häufig auch als Semiconductor ETFs finden – etwa in deinem Broker-Suchfeld oder auf Vergleichsportalen. Gemeint ist immer dasselbe Produkt.
Welche Chip-ETFs gibt es? 6 Halbleiter-ETFs im Vergleich
Möchtest du in die Halbleiterindustrie mit einem ETF investieren, stehen dir aktuell 6 Produkte zur Auswahl. Fünf davon bilden unterschiedliche Indizes ab – der Amundi-ETF ist zusätzlich in einer thesaurierenden (Acc) und einer ausschüttenden (Dist) Anteilsklasse erhältlich.
Hier siehst du alle 6 ETFs auf einen Blick:
| Name | ISIN | Index | TER | Fondsvolumen | Positionen | Ertragsverw. | Auflage |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VanEck Semiconductor UCITS ETF | IE00BMC38736 | MVIS US Listed Semiconductor 10/40 | 0,35 % | ~4.652 Mio. € | 25 | Thesaurierend | 01/2020 |
| iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF (Acc) | IE000I8KRLL9 | MSCI ACWI IMI Semiconductors & Semiconductor Equip. | 0,35 % | ~2.423 Mio. € | ~244 | Thesaurierend | 08/2022 |
| Amundi MSCI Semiconductors ESG Screened UCITS ETF (Acc) | LU1900066033 | MSCI ACWI Semiconductors ESG Screened | 0,35 % | ~1.333 Mio. € | ~59 | Thesaurierend | 03/2007 |
| HSBC Nasdaq Global Semiconductor UCITS ETF | IE000YDZG487 | Nasdaq Global Semiconductor | 0,35 % | ~105 Mio. € | 79 | Thesaurierend | 01/2022 |
| Amundi MSCI Semiconductors ESG Screened UCITS ETF (Dist) | LU2090063327 | MSCI ACWI Semiconductors ESG Screened | 0,35 % | ~86 Mio. € | ~59 | Ausschüttend | 02/2020 |
| First Trust Bloomberg Global Semiconductor Supply Chain UCITS ETF | IE000KXTLDE2 | Bloomberg Global Semiconductor Supply Chain | 0,60 % | ~22 Mio. € | ~50 | Thesaurierend | 12/2024 |
ℹ️ Hinweis zur Ertragsverwendung: Die Acc- und Distributing-Variante des Amundi-ETFs bilden denselben Index ab und unterscheiden sich ausschließlich in der Frage, ob Dividenden reinvestiert (Acc) oder ausgeschüttet (Dist) werden. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Ertragsverwendung.
Die 6 Halbleiter-ETFs im Detail
VanEck Semiconductor UCITS ETF (IE00BMC38736)
Der VanEck Semiconductor ETF ist mit fast 4,7 Mrd. Euro Fondsvolumen der mit Abstand größte Halbleiter-ETF auf dem europäischen Markt. Er bildet den MVIS US Listed Semiconductor 10/40 Index ab und konzentriert sich auf US-gelistete Schwergewichte wie NVIDIA, TSMC und Broadcom – bewusst mit nur 25 Positionen.
| ISIN | IE00BMC38736 |
| Index | MVIS US Listed Semiconductor 10/40 |
| TER | 0,35 % |
| Fondsvolumen | ~4.652 Mio. € |
| Positionen | 25 |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend |
| Auflagedatum | Januar 2020 |
Die sogenannte 10/40-Regelung bedeutet: Kein einzelner Titel darf mehr als 20 % des Fonds ausmachen, und alle Positionen über 5 % dürfen zusammen maximal 40 % einnehmen. In der Praxis wird NVIDIA dadurch regelmäßig gekappt – ein wichtiger Punkt für alle, die gezielt auf den Chipriesen setzen wollen. Wer hingegen ein konzentriertes Portfolio der wichtigsten Chip-Unternehmen mit maximaler Marktreife sucht, findet hier das stärkste Produkt in dieser Übersicht.
iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF – Acc (IE000I8KRLL9)
Mit rund 244 Positionen ist der iShares-ETF das breiteste Produkt in diesem Vergleich. Er erfasst die gesamte globale Halbleiterbranche – Chipdesigner, Ausrüster, Zulieferer und Small Caps aus Developed und Emerging Markets gleichermaßen.
| ISIN | IE000I8KRLL9 |
| Index | MSCI ACWI IMI Semiconductors & Semiconductor Equipment |
| TER | 0,35 % |
| Fondsvolumen | ~2.423 Mio. € |
| Positionen | 244 |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend |
| Auflagedatum | August 2022 |
Der iShares-ETF existiert erst seit August 2022 – und hat in gut zweieinhalb Jahren bereits 2,4 Mrd. Euro Fondsvolumen aufgebaut. Das zeigt, wie stark die Nachfrage nach einem breit gestreuten Halbleiter-Produkt war. Für die meisten Anleger ist er das sinnvollere Basisprodukt: mehr Titel, mehr Länder, geringeres Klumpenrisiko bei Einzelwerten.
Amundi MSCI Semiconductors ESG Screened UCITS ETF – Acc (LU1900066033)
Mit Auflagedatum März 2007 ist dieser Amundi-ETF der älteste Halbleiter-ETF in diesem Vergleich – und mit knapp 1,4 Mrd. Euro Fondsvolumen das drittgrößte Produkt. Er bildet den MSCI ACWI Semiconductors ESG Screened Index ab.
| ISIN | LU1900066033 |
| Index | MSCI ACWI Semiconductors ESG Screened |
| TER | 0,35 % |
| Fondsvolumen | ~1.333 Mio. € |
| Positionen | 59 |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend |
| Auflagedatum | März 2007 |
Der ESG-Screen schließt keine klassischen Halbleiterunternehmen aus – er entfernt lediglich Firmen mit problematischen Nebengeschäften, etwa im Rüstungsbereich oder bei fossilen Brennstoffen. Für die Halbleiter-Exposition ändert sich dadurch wenig. Besonders auffällig ist die teils hohe NVIDIA-Gewichtung von über 25 %, die in Aufwärtsphasen die Performance treibt – in Korrekturen aber entsprechend stark auf den Kurs drückt.
HSBC Nasdaq Global Semiconductor UCITS ETF (IE000YDZG487)
Der HSBC-ETF bildet den Nasdaq Global Semiconductor Index ab und positioniert sich als Mittelweg zwischen Konzentration und Breite. Mit 79 Positionen liegt er zwischen dem abkompakten VanEck und dem breiten iShares.
| ISIN | IE000YDZG487 |
| Index | Nasdaq Global Semiconductor |
| TER | 0,35 % |
| Fondsvolumen | ~105 Mio. € |
| Positionen | 79 |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend |
| Auflagedatum | Januar 2022 |
Mit rund 105 Mio. Euro Fondsvolumen ist der ETF vergleichsweise klein, bewegt sich aber knapp über der oft zitierten 100-Mio.-Schwelle, ab der eine Fondsliquidation als unwahrscheinlich gilt. Für Anleger, die gezielt auf den Nasdaq-Ansatz setzen möchten, ist er eine valide – wenn auch wenig bekannte – Alternative zu den größeren Produkten.
Amundi MSCI Semiconductors ESG Screened UCITS ETF – Dist (LU2090063327)
Dieser ETF ist die ausschüttende Anteilsklasse des Amundi-Produkts (Nr. 3). Index, Zusammensetzung und TER sind identisch – der Unterschied liegt ausschließlich in der Ertragsverwendung: Dividenden werden hier regelmäßig ausgezahlt statt reinvestiert.
| ISIN | LU2090063327 |
| Index | MSCI ACWI Semiconductors ESG Screened |
| TER | 0,35 % |
| Fondsvolumen | ~86 Mio. € |
| Positionen | 59 |
| Ertragsverwendung | Ausschüttend |
| Auflagedatum | Februar 2020 |
Mit rund 86 Mio. Euro Fondsvolumen ist diese Anteilsklasse deutlich kleiner als ihre thesaurierende Schwester – ein Signal, dass die meisten Halbleiter-Anleger zur Acc-Variante greifen. Wer jedoch explizit auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen ist, findet hier das einzige ausschüttende Produkt in dieser Übersicht.
First Trust Bloomberg Global Semiconductor Supply Chain UCITS ETF (IE000KXTLDE2)
Der First Trust ETF ist das jüngste und speziellste Produkt dieser Übersicht. Er bildet nicht nur klassische Chipdesigner ab, sondern die gesamte Halbleiter-Lieferkette – von Rohstofflieferanten über Chipausrüster bis hin zu Verpackungsdienstleistern.
| ISIN | IE000KXTLDE2 |
| Index | Bloomberg Global Semiconductor Supply Chain |
| TER | 0,60 % |
| Fondsvolumen | ~22 Mio. € |
| Positionen | 50 |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend |
| Auflagedatum | Dezember 2024 |
Die TER von 0,60 % p. a. ist fast doppelt so hoch wie bei allen anderen Produkten in dieser Liste – ein echter Kostennachteil, der über Jahre die Rendite drückt. Dazu kommt ein Fondsvolumen von gerade einmal 22 Mio. Euro und kein nennenswerter Track-Record. Der ETF wurde erst im Dezember 2024 aufgelegt und hat seine Marktreife noch nicht erreicht. Derzeit würde ich persönlich zu einem der etablierten Produkte greifen – und den First Trust in zwei bis drei Jahren erneut bewerten.
Der beste Halbleiter-ETF im Vergleich
Der beste Halbleiter-ETF hängt von deinen Zielen ab – aber es gibt klare Favoriten. Wer breit diversifiziert und möglichst viele Chip-Unternehmen weltweit abdecken möchte, ist mit dem iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF am besten aufgestellt. Wer dagegen auf die größten Schwergewichte der Branche setzen und höhere Renditechancen bei mehr Konzentration in Kauf nehmen möchte, findet im VanEck Semiconductor UCITS ETF den stärkeren Kandidaten.
🏅 Unsere Halbleiter-ETF Empfehlungen auf einen Blick
- Breite Diversifikation: iShares MSCI Global Semiconductors (IE000I8KRLL9) – 244 Positionen, globales Universum
- Konzentriertes Exposure: VanEck Semiconductor (IE00BMC38736) – 25 Positionen, hohe Renditeerwartung
- Ausschüttend investieren: Amundi MSCI Semiconductors ESG Screened Dist (LU2090063327) – einzige Option im Vergleich
Performance im Vergleich: Die letzten 12 Monate
Der Chart zeigt die Wertentwicklung aller 6 Halbleiter-ETFs der letzten 12 Monate im direkten Vergleich – so erkennst du auf einen Blick, welcher ETF sich in diesem Zeitraum am stärksten entwickelt hat.

Was der Chart deutlich zeigt: Alle etablierten ETFs entwickeln sich über 12 Monate nahezu im Gleichschritt. Der Renditeunterschied zwischen iShares, VanEck und Amundi ist marginal – die Entscheidung fällt also nicht über vergangene Performance, sondern über Indexmethodik, Fondsvolumen und Positionsanzahl.
ℹ️ Achtung bei Renditevergleichen
Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Berücksichtige bei der Wahl deines ETFs auch andere Kriterien wie Kosten oder Diversifizierung.
Das ist der beste Semiconductor-ETF
Der iShares MSCI Global Semiconductors ist für die meisten Anleger das sinnvollere Basisprodukt. Mit 244 Positionen deckt er die gesamte globale Halbleiterbranche ab – von NVIDIA und TSMC bis hin zu kleineren Zulieferern und Ausrüstern. Das Einzeltitelrisiko ist deutlich geringer als bei konzentrierteren Ansätzen. Wer einen ETF-Sparplan auf die Chipbranche einrichten möchte, liegt hier richtig.
Der VanEck Semiconductor ETF ist die konsequentere Wahl für Anleger, die gezielt auf die 25 größten Chip-Schwergewichte setzen wollen. Mit über 4,6 Mrd. Euro ist er der mit Abstand liquideste ETF im Vergleich – und in starken Chip-Zyklen hat diese Konzentration in der Vergangenheit Früchte getragen. Allerdings schlägt sie in Abschwungphasen genauso klar negativ durch. Ehrlicherweise ist das kein ETF für Anleger, die ruhig schlafen wollen.
Den First Trust würde ich aktuell nicht kaufen – 0,60 % TER, 22 Mio. Euro Fondsvolumen und kein nennenswerter Track-Record reichen mir nicht aus. Das kann sich in zwei bis drei Jahren ändern.
Für Anleger mit Ausschüttungswunsch bleibt die Amundi Dist-Variante die einzige Option in diesem Vergleich. Mehr zur Frage Thesaurierend vs. Ausschüttend liest du in unserem Ratgeber zur Ertragsverwendung bei ETFs.
Zusammenfassung unserer Bewertung
- Breite Diversifikation → iShares MSCI Global Semiconductors (IE000I8KRLL9)
- Konzentrierte Wette auf die Marktführer → VanEck Semiconductor (IE00BMC38736)
- Ausschüttungen → Amundi Dist (LU2090063327)
Beide Spitzenreiter haben eine identische TER von 0,35 % und sind in Deutschland sparplanfähig. Wie du einen Halbleiter-ETF konkret kaufst und worauf du bei Broker-Wahl und Steuern achten solltest, zeigen wir im nächsten Abschnitt.
Halbleiter-ETF-Prognose: Wie entwickelt sich die Chipbranche?
Wichtiger Hinweis: Prognosen zur Kursentwicklung von ETFs oder Branchen sind keine verlässliche Grundlage für Anlageentscheidungen. Themen-ETFs wie Halbleiter-ETFs sind strukturell volatiler als breit gestreute Welt-ETFs. Die folgenden Einschätzungen basieren auf Marktdaten und Analystenprognosen – keine davon ist eine Garantie für zukünftige Renditen.
Wie wird sich der Halbleitermarkt bis 2030 entwickeln?
Die Halbleiterbranche gehört zu den am stärksten wachsenden Industrien weltweit – und das hat strukturelle Gründe. Chips sind die Grundlage nahezu jeder modernen Technologie: von Smartphones und Rechenzentren über Elektroautos bis hin zu medizinischen Geräten. Die Nachfrage wächst dabei schneller, als die Produktionskapazitäten ausgebaut werden können.
Laut der Semiconductor Industry Association (SIA) erzielte die globale Halbleiterindustrie 2024 einen Umsatz von rund 627 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Für die Folgejahre erwartet die SIA weiteres Wachstum, getrieben vor allem durch die anhaltend hohe Nachfrage aus dem KI-Segment.
Das Marktforschungsunternehmen McKinsey & Company prognostiziert in seiner Halbleiter-Studie, dass der globale Chipmarkt bis 2030 auf rund 1 Billion US-Dollar anwachsen könnte – was einem jährlichen Wachstum von rund 6 bis 8 % entspräche.
Die wichtigsten Wachstumstreiber
Künstliche Intelligenz und Rechenzentren
KI-Modelle wie ChatGPT oder Gemini benötigen enorme Rechenkapazitäten – und damit massenhaft spezialisierte Chips. NVIDIA, AMD und Broadcom profitieren besonders stark von diesem Trend. Laut Gartner sollen die weltweiten Ausgaben für KI-Chips bis 2027 auf über 150 Milliarden US-Dollar steigen. Mehr hierzu findest du in unserem Ratgeber zu den besten KI-ETFs.
Elektromobilität und Automotive
Ein modernes Elektroauto enthält bis zu 3.000 Halbleiter-Chips – deutlich mehr als ein konventioneller Verbrenner. Der wachsende Absatz von Elektrofahrzeugen treibt die Nachfrage nach Leistungshalbleitern und Mikrocontrollern strukturell an. Die International Energy Agency (IEA) erwartet, dass bis 2030 rund 40 % aller neu verkauften Pkw weltweit elektrisch sein werden.
Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0
Vernetzte Geräte – von Smart-Home-Systemen bis hin zu industriellen Maschinen – brauchen Chips. Statista schätzt, dass bis 2030 weltweit über 30 Milliarden IoT-Geräte aktiv sein werden. Jedes davon benötigt Halbleiterkomponenten.
Die größten Risiken für Halbleiter-ETFs
Geopolitik: Taiwan und der Chinakonflikt
Rund 90 % der weltweiten Hochleistungschips werden bei TSMC in Taiwan gefertigt. Eine politische Eskalation im Taiwan-Konflikt wäre für die gesamte Halbleiterindustrie ein Schock – und würde Halbleiter-ETFs unmittelbar treffen. Dieses Klumpenrisiko ist real und wird von Analysten regelmäßig als eines der größten geopolitischen Einzelrisiken für die Weltwirtschaft eingestuft.
US-Exportbeschränkungen und Zölle
Seit 2022 schränken die USA den Export fortschrittlicher Chips und Chipfertigungsmaschinen nach China massiv ein. Die Exportkontrollen wurden 2024 nochmals verschärft. Das trifft Unternehmen wie ASML, Applied Materials und Lam Research – allesamt relevante Positionen in Halbleiter-ETFs. Gleichzeitig sorgen US-Importzölle (Stand 2025/2026) für Unsicherheit entlang globaler Lieferketten
Zyklik der Branche
Die Halbleiterindustrie ist stark zyklisch. Auf Phasen hoher Nachfrage folgen regelmäßig Überkapazitäten und Preisrückgänge – so geschehen etwa 2022/2023, als der Markt nach dem pandemiebedingten Boom einbrach. Wer in Halbleiter-ETFs investiert, muss mit deutlich höherer Volatilität rechnen als bei einem MSCI World ETF.
NVIDIA-Klumpenrisiko
In konzentrierten ETFs wie dem VanEck Semiconductor UCITS ETF macht NVIDIA teilweise über 20 % des Fondsvolumens aus. Eine Schwächephase der Aktie – wie etwa im Frühjahr 2025 nach Exportbeschränkungen auf H20-Chips – zieht den gesamten ETF spürbar nach unten.
Unser Fazit zur Prognose
Die strukturellen Wachstumstreiber der Halbleiterbranche sind intakt – KI, Elektromobilität und Digitalisierung sorgen langfristig für eine steigende Nachfrage nach Chips. Kurzfristig bleiben geopolitische Risiken, Exportbeschränkungen und die natürliche Zyklik der Branche die größten Unsicherheitsfaktoren.
Ein Halbleiter-ETF eignet sich als Beimischung für Anleger, die gezielt auf diesen Wachstumstrend setzen wollen – nicht als Ersatz für ein breit diversifiziertes Kerninvestment. Wer ausschließlich auf Halbleiter setzt, sollte sich über die Schwankungsbreite im Klaren sein. Gleiches gilt übrigens auch für die beliebten Robotik-ETFs, die aktuell stark nachgefragt werden.
Sind Halbleiter-ETFs sinnvoll?
Sind Halbleiter ETF nun eigentlich ein sinnvolles Investment? Dazu schauen wir uns Zahlen und Fakten zum Halbleiter-Markt an.
Im Jahr 2024 wurden weltweit knapp über 627 Milliarden US-Dollar mit Halbleitern umgesetzt. Damit gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um rund 8 % Prozent zurück. Trotz dieses Rückgangs im letzten Jahr verzeichnete die Industrie aber einen langfristigen Wachstumstrend nach oben.
Globale Abhängigkeiten in der Halbleiterindustrie
Führende Anbieter in der Halbleiterindustrie sind Nvidia, Intel, Samsung, AMD, Qualcomm und Broadcom. Allerdings ist Nvidia wohl das prominenteste Unternehmen in der Branche. Mit dem Grafikprozessorchip H100, welcher aus rund 80 Milliarden Transistoren besteht, ist er der begehrteste Chip der Welt. Dieser ermöglicht auch die KI-Anwendung ChatGPT. Viele dieser Chip-Unternehmen, welche aktuell im Scheinwerferlicht stehen und das Design der Chips herstellen, lassen diese von Auftragsfertigern wie Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) produzieren.
Dadurch werden allerdings die Lieferketten komplexer und es entstehen globale Abhängigkeiten in der Halbleiterindustrie. Asiatische Länder wie Taiwan oder Südkorea sind aktuell führend in der Produktion der Halbleiter-Chips und beliefern etwa 75 % des Weltmarktes. Während der Coronakrise hat man die Auswirkungen davon gesehen: Die weltweite Nachfrage nach Halbleitern überstieg das Produktionsvolumen, und es kam zu Lieferengpässen und langen Wartezeiten für Kunden.
Staatliche Förderung der lokalen Halbleiter-Industrie
Damit die Wirtschaft hierzulande weniger abhängig von Herstellern aus dem Ausland ist, sollen zukünftig mehr Halbleiter in Deutschland produziert werden. Deutschland subventioniert in Reaktion darauf den Bau neuer Halbleiterwerke.
Auch auf EU-Ebene wird die Halbleiterindustrie gefördert. Mit dem „Chips Act“ der Europäischen Kommission soll die europäische Halbleiterproduktion angekurbelt werden. Geplant ist, dass bis 2030 mehr als 43 Milliarden Euro in die Chipindustrie fließen und dadurch der Anteil an der Chipproduktion weltweit von 10 % auf 20 % verdoppelt wird.
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Positive Prognosen für Halbleiter ETF, Risiken aber trotzdem gegeben
Da das Wachstumspotenzial der Halbleiterindustrie groß ist, kann man bei den Halbleiter-ETF auch langfristig wachsende Kurse erwarten. Nicht zuletzt sind Halbleiter bei fast allen Zukunftstechnologien mit großem Potenzial essenziell, darunter KI, Cloud, 5G, IoT und Elektromobilität.
Trotzdem gibt es Risiken. Zum einen ist das Thema Halbleiter derzeit ein Hype, der – wie bei vielen anderen Themen-ETFs – die Kurse kurzfristig in die Höhe treiben lässt. Die Erwartungen an die Halbleiterbranche sind derzeit besonders hoch. So kann es aber zu Überbewertungen führen, und die ETF können anschließend in eine Korrektur übergehen. Ein Beispiel für einen solchen Kursrückgang gab es beim Trend-Thema erneuerbare Energie: Der iShares Global Clean Energy ETF stürzte nach einer Hype-Phase im Jahr 2023 drastisch ab.
Ob die positiven Prognosen für die Chipindustrie sich so realisieren, ist daher weiterhin fraglich. Neue Technologien (z. B. Quantencomputer) könnten bestehende Player und die Entwicklung des Halbleitermarkts disruptieren. Daher solltest du dich bei Halbleiter ETF auf volatile Kurse einstellen und technologische sowie (geo-)politische Risiken nicht vernachlässigen.
Chancen und Risiken von Semiconductor ETFs
Halbleiter-ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit, an einem der dynamischsten Wachstumsmärkte der Weltwirtschaft teilzuhaben – bringen aber auch spezifische Risiken mit, die du kennen solltest. Wir zeigen dir, was für und was gegen ein Investment spricht.
Chancen von Halbleiter-ETFs
- Struktureller Wachstumstreiber KI: Der weltweite Halbleiterumsatz soll laut Gartner 2026 erstmals 1,3 Billionen US-Dollar überschreiten – angetrieben durch KI-Infrastruktur und Rechenzentren.
- Hohe Eintrittsbarrieren: Chipfabriken kosten mehrere zehn Milliarden US-Dollar, ASML hat ein faktisches Monopol bei EUV-Lithografiemaschinen. Neue Wettbewerber haben kaum eine Chance, etablierte Anbieter schnell anzugreifen.
- Mehrere Megatrends gleichzeitig: Halbleiter profitieren parallel von KI, Elektromobilität, autonomem Fahren, Industrie 4.0 und Verteidigung – die Nachfrage ist breit abgestützt.
- Breite Streuung entlang der Wertschöpfungskette: Ein ETF deckt gleichzeitig Hersteller, Zulieferer, Ausrüster und Designunternehmen ab – von NVIDIA über ASML bis Tokyo Electron.
Risiken von Halbleiter-ETFs
- Hohe Volatilität: Der VanEck Semiconductor ETF verlor 2022 zeitweise über 45 % seines Wertes – deutlich mehr als der breite Markt. Zwischenzeitliche Einbrüche dieser Größenordnung müssen eingeplant werden.
- NVIDIA-Klumpenrisiko: Viele Halbleiter-ETFs gewichten NVIDIA mit 15 bis über 20 %. Ein Rückschlag bei einem einzigen Unternehmen belastet den gesamten ETF überproportional.
- Geopolitisches Risiko Taiwan: Rund 90 % der fortschrittlichsten Chips weltweit werden von TSMC in Taiwan gefertigt. Eine Eskalation im Taiwan-Konflikt hätte unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Branche – laut Brookings Institution gibt es kurzfristig keine realistische Alternative.
- US-Exportkontrollen: Die USA haben die Exportbeschränkungen für Chips und Fertigungsausrüstung nach China seit 2022 schrittweise verschärft. Unternehmen wie NVIDIA, ASML und Lam Research sind direkt betroffen.
- Zyklisches Geschäftsmodell: Die Chipbranche folgt ausgeprägten Boom-and-Bust-Zyklen. Phasen mit Überkapazitäten und Preisverfall gehören dazu.
- Bewertungsrisiko: Nach der KI-getriebenen Rallye sind viele Halbleiterwerte hoch bewertet. Sollten KI-Investitionen hinter den Erwartungen zurückbleiben, drohen spürbare Korrekturen.
Als Beimischung von 5 bis 15 % im Portfolio können Halbleiter-ETFs für Anleger mit einem Zeithorizont von mindestens 7 bis 10 Jahren sinnvoll sein. Als Kerninvestment oder kurzfristiges Spekulationsvehikel sind sie nicht geeignet.
Wie kaufe ich einen Halbleiter-ETF?
Einen Halbleiter-ETF zu kaufen funktioniert genauso wie der Kauf jedes anderen ETFs: Du brauchst ein Depot bei einem Online-Broker, suchst den gewünschten ETF über die ISIN und gibst eine Order auf – oder richtest einen Sparplan ein. Das ist in wenigen Minuten erledigt.
Schritt 1: Depot eröffnen
Bevor du einen Halbleiter-ETF kaufen kannst, benötigst du ein Wertpapierdepot. Für Privatanleger empfehlen sich günstige Neo-Broker wie Traders Place, Scalable Capital oder Smartbroker+ – alle drei bieten ETF-Sparpläne ohne Ordergebühren an.
Worauf du bei der Depot-Wahl achten solltest:
- Sparplanfähigkeit – Ist der gewünschte ETF als Sparplan verfügbar?
- Mindestrate – Bei den meisten Neo-Brokern ab 1 € oder 25 € pro Monat möglich
- Ordergebühren – Viele Broker bieten ETF-Sparpläne kostenlos an
Einen ausführlichen Vergleich der besten Anbieter findest du in unserem Depot-Vergleich.
- 4.500 Aktiensparpläne und über 2.700 ETFs
- Tool für Portfolio-Analyse
- Nur 0,99 € Ordergebühr (FREE-Modell)
- Kostenlose Sparpläne ab 1 € möglich.
- 40 Handelsplätze
- Rund 3.000 ETF kostenlos handelbar
- Kostenloser Handel ab 500 € Ordervolumen (gettex)
- Keine Depotgebühren
- Große Auswahl an Handelsplätzen
- Umfangreiches Angebot an Wertpapieren
- Große Auswahl an Aktien, ETF, Fonds & Derivaten
- Echte Kryptowährungen handelbar
- Gebührenfreier Handel ab 500 €
Schritt 2: Den richtigen ETF auswählen
Im zweiten Schritt wählst du deinen ETF. Nutze dafür die ISIN des gewünschten Produkts – so findest du ihn in jedem Broker direkt und ohne Verwechslungsgefahr. Welcher Halbleiter-ETF für dich am besten geeignet ist, haben wir in unserem Vergleich ausführlich erläutert.
Zur schnellen Orientierung:
- iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF (IE000I8KRLL9) – breiteste Diversifikation, über 240 Positionen
- VanEck Semiconductor UCITS ETF (IE00BMC38736) – konzentriert, größtes Fondsvolumen
- Amundi MSCI Semiconductors ESG Screened UCITS ETF Acc (LU1900066033) – ältester ETF, ESG-gefiltert
Es gibt zwei Möglichkeiten, in Halbleiter ETFs zu investieren. Du kannst einen Einmalkauf machen oder du kannst einen ETF-Sparplan anlegen. Bei einem Sparplan investierst du zu regelmäßigen Zeitpunkten eine von dir festgelegte Summe in den Halbleiter ETF. Das kann je nach Broker monatlich, zweimonatlich oder nur quartalsweise sein. Der Mindestanlagebetrag startet außerdem meist bei schon 20 € und weniger. Eine detaillierte Anleitung für den ersten ETF-Kauf findest du in unserem Ratgeber.
Dein Broker berechnet für einen ETF-Sparplan typischerweise Gebühren. Um diese Gebühren möglichst gering zu halten, kannst du mit unserem Vergleich die besten ETF-Sparplan-Depots vergleichen.
Schritt 3: Einmalkauf oder Sparplan
Hast du dein Depot eröffnet und den ETF ausgewählt, hast du zwei Möglichkeiten:
- Einmalkauf: Du investierst einen festen Betrag auf einmal. Das macht Sinn, wenn du bereits ein größeres Kapital anlegen möchtest und den Einstiegszeitpunkt bewusst wählst. Bedenke dabei: Halbleiter-ETFs sind volatil – ein Einmalkauf kurz vor einem Kurseinbruch kann schmerzhaft sein.
- Sparplan: Du investierst monatlich einen festen Betrag, unabhängig vom Kurs. Durch den sogenannten Cost-Average-Effekt kaufst du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Das reduziert das Timing-Risiko erheblich – und ist gerade bei schwankungsintensiven Themen-ETFs wie Halbleiter-ETFs besonders empfehlenswert.
Mehr dazu in unserem Ratgeber: ETF-Sparplan
Steuerlicher Hinweis
In Deutschland unterliegen ETF-Gewinne der Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag. Thesaurierende ETFs – also die meisten Halbleiter-ETFs – unterliegen zusätzlich der Vorabpauschale, die einmal jährlich zu Beginn des Kalenderjahres fällig wird.
Stelle sicher, dass du deinem Broker einen Freistellungsauftrag erteilt hast – so bleiben Kapitalerträge bis zu 1.000 € pro Jahr (2.000 € für Ehepaare) steuerfrei.
Die häufigsten Fragen zu Halbleiter-Aktien-ETFs
Welcher Halbleiter-ETF ist der beste?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht – es kommt auf deine Anlagestrategie an. Als erste Orientierung gilt: Wer breit diversifiziert investieren möchte, ist mit dem iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF gut aufgestellt (über 240 Positionen). Wer ein konzentrierteres Exposure auf die größten US-Chipunternehmen bevorzugt, greift zum VanEck Semiconductor UCITS ETF. Einen ausführlichen Vergleich aller 6 ETFs findest du in unserem Halbleiter-ETF-Vergleich.
Ist ein Halbleiter-ETF sinnvoll?
Ja – als Beimischung im Portfolio kann ein Halbleiter-ETF sinnvoll sein. Die Branche profitiert strukturell von Megatrends wie Künstlicher Intelligenz, Elektromobilität und der Digitalisierung. Gleichzeitig sind Halbleiter-ETFs deutlich volatiler als ein breit gestreuter Welt-ETF und bergen Klumpenrisiken (z. B. hohe NVIDIA-Gewichtung sowie geopolitische Abhängigkeiten rund um Taiwan). Als Ergänzung zu einem MSCI World oder FTSE All-World – nicht als Ersatz – können sie Sinn machen.
Wie viel Rendite hat ein Halbleiter-ETF erzielt?
Das hängt stark vom Zeitraum ab. Über die letzten 12 Monate (Stand: April 2026) haben alle gängigen Halbleiter-ETFs zwischen +125 % und +150 % zugelegt – angetrieben vor allem durch den KI-Boom und die starke Nachfrage nach Hochleistungschips. Zwischen 2022 und 2023 hingegen verloren dieselben ETFs zeitweise über 40 %. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Ist NVIDIA in Halbleiter-ETFs enthalten?
Ja, NVIDIA ist in nahezu allen Halbleiter-ETFs enthalten – oft sogar mit der höchsten Gewichtung. Im VanEck Semiconductor UCITS ETF beispielsweise ist NVIDIA aufgrund der 10/40-Kappungsregel auf rund 20 % begrenzt. Im Amundi MSCI Semiconductors ESG Screened ETF kann die Gewichtung je nach Marktkapitalisierung noch höher ausfallen. Wer gezielt in NVIDIA investieren möchte, kann das auch als Einzelaktie tun – ein ETF bietet darüber hinaus aber die Streuung über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipbranche.
Kann ich einen Halbleiter-ETF als Sparplan besparen?
Ja. Die meisten gängigen Halbleiter-ETFs sind bei Neo-Brokern wie Trade Republic, Scalable Capital oder Traders Place sparplanfähig – teilweise bereits ab 1 € pro Monat. Gerade bei einem volatilen Themen-ETF ist ein Sparplan empfehlenswert, da du durch den Cost-Average-Effekt das Timing-Risiko reduzierst. Mehr dazu in unserem Ratgeber ETF-Sparplan.
Wie viele Positionen hat ein Halbleiter-ETF?
Das variiert stark je nach ETF. Die Bandbreite reicht von 25 Positionen (VanEck Semiconductor UCITS ETF) bis zu über 240 Positionen (iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF). Konzentrierte ETFs setzen auf die größten und liquidesten Chip-Unternehmen – breiter aufgestellte ETFs schließen auch kleinere Zulieferer und Ausrüster entlang der Halbleiter-Wertschöpfungskette ein.
Wie hoch ist die TER bei Halbleiter-ETFs?
Fünf der sechs verfügbaren Halbleiter-ETFs haben eine identische TER von 0,35 % pro Jahr. Einzige Ausnahme ist der First Trust Bloomberg Global Semiconductor Supply Chain UCITS ETF mit 0,60 % TER – der gleichzeitig das kleinste Fondsvolumen aufweist. Die Kosten sind damit im Vergleich zu anderen Themen-ETFs moderat, aber höher als bei einem globalen Markt-ETF (z. B. 0,07–0,20 %).
Gibt es einen Silizium-ETF?
Nein, einen reinen Silizium-ETF gibt es nicht. Silizium wird als Rohstoff nicht an der Börse gehandelt – es existiert kein Futures-Markt und damit auch kein Index, den ein ETF abbilden könnte. Wer in die Siliziumbranche investieren möchte, greift am besten zu einem Halbleiter-ETF – denn Siliziumwafer-Produzenten wie Shin-Etsu Chemical oder Siltronic sind in den gängigen Halbleiter-Indizes enthalten. Der VanEck Semiconductor UCITS ETF (IE00BMC38736) oder der iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF (IE000I8KRLL9) sind dabei die am häufigsten genutzten Alternativen.
Unsere Inhalte spiegeln nur die Meinungen und Erwartungen der Autoren wider und stellen somit keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen der genannten Wertpapiere dar.
Als Anleger*in trägst Du die volle Verantwortung für Deine Investitionsentscheidungen.
Die Autoren können in einige der beschriebenen Assets investiert sein und somit ein Interesse an deren Kursentwicklung haben.

