Die Payback American Express Karte im Test Doppelt PAYBACK Punkte sammeln – lohnt sich die kostenlose Karte?

Doppelte PAYBACK Punkte bei jedem Einkauf – das ist der Trumpf der Payback American Express Karte. Zahlst du bei einem PAYBACK-Partner, kassierst du die Punkte des Händlers und obendrauf die Punkte für die Kartenzahlung. Und das alles ohne Jahresgebühr.
Doch für wen lohnt sich die Karte wirklich? Wo punktet sie im Alltag, wo sind die Haken, und ist sie mehr als nur eine zweite Karte fürs Portemonnaie? Wir haben die American Express Payback Karte einen ausführlichen Test unterzogen und zeigen dir, warum sie einen genaueren Blick wert ist.
Das Wichtigste zur American Express Payback Card
- Gutes Testergebnis: Wir haben die Amex Payback Card unserem Testverfahren für Kreditkarten unterzogen. Mit einer Gesamtnote von 85,9 % kann die Karte überzeugen.
- Doppelt PAYBACK Punkte sammeln: Über die Karte bekommst du 1 Punkt je 3 € Umsatz. Zahlst du bei einem PAYBACK-Partner, kommen die regulären Punkte des Händlers (üblicherweise 1 Punkt je 2 €) obendrauf – du kassierst also doppelt.
- Kostenlos inklusive Partnerkarte: Die Karte hat keine Jahresgebühr, und du kannst sogar eine kostenlose Partnerkarte beantragen.
- Amex Offers als Extra: Über die Amex Offers schaltest du regelmäßig Rabatte und Bonuspunkte bei ausgewählten Händlern frei – ein schönes Goodie, das du aber aktiv aktivieren musst.
- Kein Zugriff auf Membership Rewards: Anders als bei der Gold oder Platinum Card sammelst du hier keine Membership Rewards. Für ernsthafte Meilensammler ist die Karte damit nur bedingt geeignet.
Welche Kosten fallen bei der Payback American Express Karte an?
Die wichtigste Nachricht zu den Kosten der Payback American Express Karte zuerst: Eine Jahresgebühr zahlst du nicht – weder im ersten Jahr noch in den Folgejahren. Auch die Ausstellung der Karte und ein eventueller Ersatz sind kostenlos. Für den reinen Inlandseinsatz ist die Karte damit wirklich gratis.
Komplett kostenlos ist sie aber nicht. Sobald du sie außerhalb des Euroraums einsetzt, langt American Express zu: 2,0 % Fremdwährungsgebühr werden bei jeder Zahlung in fremder Währung fällig. Bezahlst du im USA-Urlaub oder bestellst bei einem Shop, der in Dollar abrechnet, zahlst du also drauf – das ist aber auch bei der beliebten American Express Platinum Card der Fall.
Beim Geld abheben wird es teuer
Den größten Kritikpunkt kassiert die Karte beim Bargeld. Hebst du Geld ab, kostet das 4,0 % oder mindestens 5 € – in Deutschland genauso wie im Ausland. Bei 200 € sind das schon 8 € Gebühr, nur fürs Abheben. Für mich ist die Sache damit klar: Diese Karte ist zum Bezahlen gemacht, nicht zum Geldziehen.

Wer eine Karte sucht, mit der das Abheben im Ausland gratis ist, wird in unserem Kreditkarten-Vergleich fündig – oder bei echten Auslandskarten wie der Hanseatic GenialCard.
Spannend ist der Blick auf die Schwesterkarte: Die Payback Visa verzichtet komplett auf die Fremdwährungsgebühr. Willst du die Karte vor allem auf Reisen nutzen, ist das ein echtes Argument – die Details dazu findest du in unserem separaten Test der Payback Visa.
Einen Punkt rechne ich der Payback Amex dagegen hoch an: Es gibt keine Ratenzahlung. Die Karte zieht den offenen Saldo monatlich per Lastschrift ein, du begleichst immer den vollen Betrag. Klingt unspektakulär, erspart dir aber die happigen Sollzinsen, die bei vielen Kreditkarten mit Teilzahlung lauern – bei der Amazon Visa etwa sind es über 17 %.
Bei den Gebühren holt die Payback Amex am Ende 80,2 %. Die Bestnote verhindern allein die teuren Bargeldabhebungen und die Fremdwährungsgebühr – diese spielen aus meiner Sicht bei dieser Karte aber keine wirkliche Rolle.
So bewerten wir die Kosten der American Express Payback Karte
| Ausprägung | Punkte | |
|---|---|---|
| Jahresgebühr 1. Jahr | 0,00 € | 3,0 / 3,0 |
| Jahresgebühr Folgejahre | 0,00 € | 3,0 / 3,0 |
| Option für gebührenfrei | Nicht relevant | – |
| Transaktionsgebühr Euro | 0,00 % | 2,0 / 2,0 |
| Transaktionsgebühr Fremdwährung | 2,00 % | 0,8 / 2,0 |
| Bargeldabhebung Deutschland | 4,00 % | 0,0 / 1,0 |
| Bargeldabhebung Ausland | 4,00 % | 0,33 / 1,0 |
| Ausgabegebühr | 0,00 € | 1,0 / 1,0 |
| Ersatzkarte | 0,00 € | 0,5 / 0,5 |
| Sollzinsen bei Ratenzahlung | keine Ratenzahlung | 1,0 / 1,0 |
| Gesamt | 11,63 / 14,5 |
Wie gut ist die Akzeptanz der Payback American Express Karte?
Kommen wir zum klassischen Amex-Thema: der Akzeptanz. Genau hier hatten American Express Karten lange ihren schlechten Ruf, weil längst nicht jeder Händler sie nimmt. Und ja, im stationären Handel ist das immer noch ein Punkt. Beim Bäcker um die Ecke oder im kleinen Café kann es dir passieren, dass du nur mit Girocard oder Visa weiterkommst. In unserem Test reicht es bei der Akzeptanz vor Ort deshalb nur für ein „mittel".
💡 Unsere Einschätzung: Grundsätzlich wird die American Express Payback aber überall akzeptiert, wo Payback angeboten wird. Natürlich kannst du auch in anderen Geschäften mit deiner Payback Amex bezahlen – das lohnt sich aber nicht wirklich.
Online zahlst du fast überall problemlos
Und wie steht es online um die Akzeptanz? Ich nutze vorrangig Amex Kreditkarten und gerade online ist die Akzeptanz ausgezeichnet. Die meisten großen Shops akzeptieren American Express direkt an der Kasse. Und falls ein Anbieter die Karte mal nicht anbietet, hinterlege ich sie einfach bei PayPal oder einem anderen Bezahldienst – damit bezahlst du am Ende trotzdem mit der Payback Amex, ohne dass der Shop die Karte direkt unterstützen muss. Dieser kleine Umweg rettet dich in fast jeder Situation.
Insgesamt ist die Online-Akzeptanz von Amex heute also hoch. Genau das spiegelt sich auch in unserer Bewertung wider, wo die Karte hier die volle Punktzahl holt.
Wallets und kontaktloses Bezahlen sind selbstverständlich
Bei den modernen Bezahlwegen gibt es nichts zu meckern. Die Payback American Express Karte lässt sich sowohl in Apple Pay als auch in Google Pay einbinden, und auch kontaktloses Bezahlen mit der physischen Karte funktioniert. Damit zahlst du im Alltag schnell per Smartphone oder Smartwatch – überall dort, wo Amex eben akzeptiert wird.
Unter dem Strich erreicht die Karte im Zahlungsverkehr starke 88,2 %. Den einzigen echten Abzug gibt es für die mittelmäßige Akzeptanz im stationären Handel – wie hoch die Akzeptanz von Visa und Mastercard im Vergleich liegt, liest du in unserem Ratgeber Visa oder Mastercard.
Bewertung des Zahlungsverkehrs der Payback Amex
| Ausprägung | Punkte | |
|---|---|---|
| Akzeptanz Handel | Mittel | 2,0 / 3,0 |
| Akzeptanz Online | Hoch | 3,0 / 3,0 |
| Integration in Bezahldienste | Ja | 1,0 / 1,0 |
| Apple Pay | Ja | 0,5 / 0,5 |
| Google Pay | Ja | 0,5 / 0,5 |
| Kontaktloses Bezahlen | Ja | 0,5 / 0,5 |
| Gesamt | 7,5 / 8,5 |
Punkte, Rabatte und Versicherungen: Was bietet die Payback Amex?
Hier schlägt das Herz der Karte – und hier liegt zugleich ihre größte Schwäche. Beim Punktesammeln und bei den Rabatten spielt die Payback American Express Karte ihre Stärke aus. Bei den Versicherungen fällt sie dagegen fast komplett durch.
So sammelst du PAYBACK Punkte mit der Karte
Der eigentliche Grund für diese Karte sind die Punkte. Für je 3 € Umsatz schreibt dir American Express einen PAYBACK Punkt gut, ganz gleich wo du zahlst (Tankstellen ausgenommen). Richtig interessant wird es bei PAYBACK-Partnern: Dort bekommst du die regulären Händlerpunkte (üblicherweise 1 Punkt je 2 €) und obendrauf die Punkte für die Kartenzahlung. An einer einzigen Kasse sammelst du also doppelt. Wenn du etwa bei dm oder Edeka mit der Karte zahlst, läuft das automatisch – die PAYBACK-Karte musst du nicht mehr separat vorzeigen.
🎟️ Payback Aktionen lohnen sich: Was du als Nutzer der Amex Payback Card beachten solltest, sind Punkte-Aktionen. Gerade Partner wie dm bieten regelmäßig bis zu 20-fache Punkte – und das lohnt sich mit dieser Karte so richtig. Hinzu kommen regelmäßige Aktionen, bei denen du etwa 10 % deiner ausgegebenen Punkte als Gutschrift erhältst.
Punkte auszahlen statt klassischem Cashback
Ein prozentuales Cashback wie bei der Amazon Visa suchst du hier vergeblich. Trotzdem bewerten wir Cashback mit „Ja", und das aus gutem Grund: Deine PAYBACK Punkte kannst du dir als Bargeld auszahlen lassen, ein Punkt entspricht einem Cent. Damit wirkt das System am Ende wie ein Cashback, nur über den Umweg der Punkte. Wer lieber Prämien will, tauscht sie stattdessen ein.
Dazu kommen die Amex Offers. Über sie schaltest du regelmäßig wechselnde Rabatte und Bonuspunkt-Aktionen bei ausgewählten Händlern frei. Ein nettes Goodie, das aber nur etwas bringt, wenn du ab und zu in der App vorbeischaust und die Angebote aktivierst.

Keine Membership Rewards – nur bedingt für Meilensammler
Wer sich für eine American Express Kreditkarte entscheidet, macht dies in der Regel aufgrund der Punkte – und damit aufgrund der Membership Rewards. Und jetzt kommen wir auch zur angekündigten Einschränkung, denn Membership Rewards sammelst du mit der Payback Amex nicht. Dieses Programm bleibt etwa Kunden der American Express Card und der Gold Card vorbehalten.
Für Meilensammler ist das ein Dämpfer. Zwar lassen sich PAYBACK Punkte zu Miles & More übertragen, doch die Umrechnung ist nicht gerade lukrativ. Wer ernsthaft Meilen jagt, fährt mit einer echten Membership-Rewards-Karte besser.
Bei den Versicherungen wird es dünn
Und damit zum Knackpunkt. Reiseversicherungen? Fehlanzeige. Keine Auslandskrankenversicherung, kein Reiserücktritt, kein Gepäckschutz, kein Mietwagenschutz – die ganze Liste steht in unserem Test auf „Nein". Das ist ehrlicherweise enttäuschend, selbst für eine kostenlose Karte.
Übrig bleibt allein ein verlängerter Einkaufsschutz von American Express. Mit diesem können Waren bis zu 90 Tage später zurückgegeben werden – bis zu einem Warenwert von 300 € und maximal 1.200 € im Jahr. Ein echtes Verkaufsargument ist das also nicht.
Kein Wunder also, dass die Payback Amex bei den Leistungen nur 40,7 % erreicht. Ein Trost bleibt: Diese Kategorie zählt für den normalen Nutzer nur 5 % zur Gesamtwertung. Der schwache Wert tut der Karte am Ende also kaum weh.
Leistungsbewertung der Payback American Express Karte
| Ausprägung | Punkte | |
|---|---|---|
| Auslandskrankenversicherung | Nein | 0,0 / 0,5 |
| Reisegepäckversicherung | Nein | 0,0 / 0,5 |
| Reiseunfallversicherung | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Reiserücktrittversicherung | Nein | 0,0 / 0,5 |
| Haftpflicht für Mietwagen | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Vollkasko für Mietwagen | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Rechtsschutz für Mietwagen | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Verkehrsmittelunfallversicherung | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Autoschutzbrief | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Weitere Versicherungen | Ja | 0,25 / 0,25 |
| Cashback | Ja | 1,0 / 1,0 |
| Punktesystem | Ja | 0,5 / 0,5 |
| Rabatte | Ja | 1,0 / 1,0 |
| Reiseangebote | Nein | 0,0 / 0,5 |
| Spezialservices | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Lounges | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Gesamt | 2,75 / 6,75 |
Die Beantragung der Payback American Express Karte
Bei der Beantragung macht die Payback Amex im Test alles richtig – als einzige Kategorie holt sie hier die vollen 100 %. Der Antrag läuft komplett digital, und ein großer Pluspunkt: Du brauchst kein Girokonto beim Anbieter, die Karte gibt es einzeln. Bei der Revolut Kreditkarte ist das beispielsweise anders.
Willkommensbonus und „Freunde werben"
Für Neukunden gibt es regelmäßig einen Willkommensbonus. Aktuell winken 1.000 PAYBACK Punkte plus ein 20-€-Amazon-Gutschein, wenn du die Karte über eine laufende Aktion abschließt. Wichtig zu wissen: Die Höhe wechselt mit der jeweiligen Kampagne.
⚠️ Hohe Boni sind eher die Ausnahme: In der Vergangenheit gab es extrem lukrative Aktionen mit 5.000 Payback-Punkten zum Start. Solche Angebote gehören heute eher der Vergangenheit an, sodass Punkte und Gutscheine oftmals die Regel sind.
Bevor du die American Express Payback Card beantragst, solltest du auf jeden Fall einen Blick auf die aktuellen Angebote werfen. Empfiehlst du später Freunden die Amex Payback, erhältst du zudem einen kleinen Bonus.
Voraussetzungen, Identifizierung und Verfügungsrahmen
Die grundsätzlichen Voraussetzungen für die Beantragung der Amex Payback Card sind recht einfach:
- Du bist mindestens 18 Jahre alt
- Dein Hauptwohnsitz befindet sich in Deutschland
- Du besitzt ein in Euro geführtes Girokonto, dass am SEPA-Verfahren teilnimmt
- Du hast keine oder hattest in den letzten 18 Monaten keine American Express Payback Card
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kannst du die Karte direkt beantragen. Anschließend erfolgt die Legitimation wahlweise über VideoIdent, PostIdent oder eID. Die Bearbeitung geht schnell, in der Regel hast du deine Karte zügig im Briefkasten.

Einen fest ausgewiesenen Kreditrahmen wie bei einer klassischen Kreditkarte gibt es bei Amex nicht. Stattdessen arbeitet American Express mit einem flexiblen, individuell festgelegten Verfügungsrahmen, den du in der App abfragen kannst. Klappt der Antrag wider Erwarten nicht, hilft dir unser Ratgeber Kreditkartenantrag abgelehnt weiter. Wie der Antrag Schritt für Schritt abläuft, zeigen wir dir außerdem im Ratgeber Kreditkarte beantragen.
Bewertung des Antragsprozesses der Payback Amex
| Ausprägung | Punkte | |
|---|---|---|
| Ohne Girokonto | Ja | 2,0 / 2,0 |
| Digitaler Prozess | Ja | 2,0 / 2,0 |
| PostIdent | Ja | 0,5 / 0,5 |
| VideoIdent | Ja | 1,0 / 1,0 |
| eID | Ja | 0,25 / 0,25 |
| Bonitätsanforderungen | Niedrig | 1,0 / 1,0 |
| Bearbeitungsdauer | Schnell | 2,0 / 2,0 |
| Gesamt | 8,75 / 8,75 |
App und Verwaltung der Payback American Express Karte im Test
Bei der Verwaltung zeigt sich die Karte von ihrer modernen Seite und holt starke 92,5 %. Den Mittelpunkt bildet die American Express App, über die du die Payback Amex komplett steuerst – vom ersten Login bis zur monatlichen Abrechnung.
Die Amex-App im Alltag
Die App ist richtig gut gemacht und kommt im Schnitt auf 4,8 Sterne in den Stores. Im Alltag nutze ich vor allem die Echtzeitumsätze: Jede Zahlung taucht sofort auf, dazu bekomme ich eine Push-Nachricht aufs Handy. Das schafft längst nicht jede Bank so zuverlässig. Darüber hinaus kannst du in der App deine PIN ändern, die Karte bei Verlust sofort sperren und deine Limits anpassen.
Einen Wermutstropfen gibt es trotzdem: Eine Klassifizierung deiner Ausgaben nach Kategorien wie „Lebensmittel" oder „Mobilität" bietet die App nicht. Viele moderne Karten zeigen dir hier auf einen Blick, wofür dein Geld draufgeht – das fehlt der Payback Amex.
Abrechnung per Lastschrift, ohne Ratenzahlungsfalle
Bei der Abrechnung der Payback American Express Karte gilt ein einfaches Prinzip: Ein Abrechnungsintervall hat 30 Tage, danach wird der komplette offene Saldo per Lastschrift von deinem Girokonto eingezogen. Eine Teil- oder Ratenzahlung gibt es nicht.
Für mich ist das eher Vor- als Nachteil. Du begleichst immer den vollen Betrag und tappst gar nicht erst in die teure Zinsfalle, die bei vielen klassischen Kreditkarten lauert. Wer Disziplin beim Geldausgeben mag, kommt mit diesem Modell bestens klar.
💡 Mein Tipp: Auch wenn ich niemanden empfehlen möchte, sich zu verschulden, gibt es mit einem klassischen Verfügungsrahmen bessere Kredite für kurzfristige Ausgaben. Du kannst das Geld dann einfach auf dein Konto umbuchen und profitierst im Vergleich zur Kreditkarte von signifikant niedrigeren Zinsen.
Praktisch ist außerdem, dass du eine kostenlose Partnerkarte mitbeantragen kannst – etwa für den Partner oder ein Familienmitglied. Die Umsätze laufen dann gebündelt über dein Kartenkonto, und die PAYBACK Punkte landen alle auf demselben Konto.
Unter dem Strich überzeugt die Karte bei der Verwaltung also deutlich. Die einzige nennenswerte Lücke bleibt die fehlende Ausgaben-Klassifizierung.
Bewertung der Kartenverwaltung
| Ausprägung | Punkte | |
|---|---|---|
| App | 4,8 Sterne | 4,0 / 4,0 |
| Echtzeitumsätze | Ja | 0,5 / 0,5 |
| Push-Benachrichtigungen | Ja | 0,5 / 0,5 |
| PIN ändern | Möglich | 0,5 / 0,5 |
| Karte sperren | Ja | 0,5 / 0,5 |
| Limits anpassen | Ja | 0,5 / 0,5 |
| Zahlungsziel | 30 Tage | 1,0 / 1,0 |
| Ratenzahlung | Nein | 0,5 / 1,0 |
| Klassifizierung Ausgaben | Nein | 0,0 / 0,25 |
| Partnerkarte | Ja | 0,25 / 0,25 |
| Lastschrift möglich | Ja | 1,0 / 1,0 |
| Gesamt | 9,25 / 10,0 |
Wie gut ist der Service der Payback American Express Karte?
Zum Schluss der Testkategorien noch ein kurzer Blick auf den Service. Vorweg: Diese Kategorie zählt nur 5 % zur Gesamtwertung, und das aus gutem Grund – einen Kundenservice merkst du dir erst, wenn du ihn wirklich brauchst. Die meiste Zeit läuft die Karte ohnehin im Hintergrund.
Erreichbar ist American Express klassisch per Telefon, und zwar rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche. Diese 24/7-Hotline ist im Markt keine Selbstverständlichkeit und ein klarer Pluspunkt – wenn deine Karte am Samstagabend im Urlaub plötzlich nicht funktioniert, willst du nicht bis Montag warten.
Einen Live-Chat bietet Amex dagegen nicht. Ich persönlich vermisse ihn, weil sich viele Kleinigkeiten schriftlich schneller klären lassen als in der Warteschleife. Bei der Qualität des Supports schneidet American Express mit rund 4,7 Sternen aber überdurchschnittlich ab – der Telefon-Support macht den fehlenden Chat also weitgehend wett.
Damit erreicht die Karte beim Service ordentliche 88,9 %. Der einzige Abzug geht auf das Konto des fehlenden Chats.
Bewertung des Kundenservice der Payback Amex
| Ausprägung | Punkte | |
|---|---|---|
| Telefon | Ja | 1,0 / 1,0 |
| Chat | Nein | 0,0 / 1,0 |
| Service-Qualität | 4,7 Sterne | 2,0 / 2,0 |
| Verfügbarkeit | 24h / 7 Tage | 1,0 / 1,0 |
| Gesamt | 4,0 / 4,5 |
Für wen lohnt sich die Payback American Express Karte?
Kommen wir zur entscheidenden Frage: Lohnt sich die Payback American Express Karte für dich? Wie immer hängt das davon ab, was du von einer Karte erwartest – und genau hier zeigt unser Test ein klares Bild. Je nach Nutzertyp fällt die Bewertung nämlich spürbar anders aus.
- Für PAYBACK-Sammler im Alltag ist die Karte ein Volltreffer. Mit 85,9 % holt sie in dieser Gruppe ihr bestes Ergebnis. Du zahlst keine Jahresgebühr, sammelst bei jedem Einkauf Punkte und bei PAYBACK-Partnern sogar doppelt. Wenn du ohnehin schon fleißig Punkte sammelst, ist die Karte die logische Ergänzung – sie läuft einfach im Hintergrund mit.
- Für Vielflieger und Meilensammler sieht es anders aus. Hier rutscht die Karte in unserem Test auf rund 68 % ab, und das hat einen klaren Grund: keine Membership Rewards, keine Lounge-Zugänge, keine Reiseversicherungen. Wer regelmäßig fliegt und Meilen jagt, ist mit der American Express Gold Card oder der Platinum Card deutlich besser bedient – auch wenn die Geld kosten.
Und dann ist da noch die Frage, die viele umtreibt: Payback Visa oder Payback Amex – welche Payback Karte ist die beste? Die kurze Antwort: Bist du oft im Ausland unterwegs, spricht die fehlende Fremdwährungsgebühr klar für die Visa. Geht es dir ums reine Punktesammeln im Inland, nehmen sich beide wenig.
Die Vor- und Nachteile der Payback American Express Karte
Bevor wir zum Fazit kommen, hier noch einmal alles Wichtige kompakt gegenübergestellt.
Vorteile der Amex Payback Card
- Keine Jahresgebühr, dazu eine kostenlose Partnerkarte
- Doppelt PAYBACK Punkte bei PAYBACK-Partnern
- Punkte lassen sich als Bargeld auszahlen (1 Punkt = 1 Cent)
- Wechselnde Rabatte über Amex Offers
- Sehr gute App mit Echtzeitumsätzen und Push
- Hohe Online-Akzeptanz, auch via PayPal & Co.
- Keine Ratenzahlungsfalle dank monatlicher Lastschrift
Nachteile der Amex Payback Card
- Keine Reiseversicherungen
- Kein Zugriff auf Membership Rewards – nur bedingt für Meilensammler
- Teure Bargeldabhebungen (4,0 %) und Fremdwährungsgebühr (2,0 %)
- Nur mittlere Akzeptanz im stationären Handel
Die besten Alternativen zur Payback American Express Karte
Die Payback Amex ist gut, aber sie ist eine Spezialistin fürs Punktesammeln. Sobald du etwas anderes suchst – Cashback, Meilen oder gebührenfreies Bezahlen im Ausland – gibt es passendere Karten. Welche das ist, hängt schlicht davon ab, worauf du Wert legst.
Cashback statt Punkten – die Amazon Visa
Wenn dir echtes, prozentuales Cashback lieber ist als der Umweg über PAYBACK Punkte, ist die Amazon Visa die bessere Wahl. Du bekommst 1 % Cashback bei Amazon und 0,5 % auf alle anderen Umsätze – direkt verrechenbar bei Einkäufen auf Amazon. Besonders lohnend, wenn du ohnehin viel bei Amazon bestellst.

- 1 % Cashback bei Amazon, sonst 0,5 %
- Keine Jahresgebühr
- Versicherungspaket für 7,99 € monatlich verfügbar
Echte Meilen mit der American Express Green Card
Möchtest du bei American Express bleiben aber echte Meilen sammeln? Mit der Green Card profitierst du von geringen Jahresgebühren – ab 9.000 € Umsatz entfallen diese komplett – und dem beliebten Membership Rewards. Zusätzlich kannst du für 15 € im Jahr den Turbo aktivieren und somit 1,5 Punkte pro 1 € Umsatz sammeln.
Die Umwandlung von Membership Rewards in Payback Punkte ist dafür aber recht unattraktiv und sollte nicht dein primäres Ziel sein.
Payback Punkte mit der Payback Visa Kreditkarte
Eine höhere Akzeptanz der Karte und günstigere Transaktionen im Ausland sind dir wichtig? Du kannst auf die Membership Rewards verzichten? Und zudem möchtest du unbedingt Payback Punkte mit deiner Kreditkarte sammeln? Dann solltest du dir die Payback Visa anschauen. Bei den Gebühren schneidet diese Karte besser aber, verliert dafür an anderen Stellen wichtige Punkte.
Unser Fazit zur Payback American Express Karte
Mit 85,9 % holt sich die Payback American Express Karte ein gutes Testergebnis – und das völlig zu Recht. Für eine Karte ohne Jahresgebühr ist das eine starke Vorstellung. Sie überzeugt da, wo es im Alltag zählt: eine wirklich gute App, hohe Online-Akzeptanz, ein 24/7-Support und das doppelte Punktesammeln bei PAYBACK-Partnern. Wer ohnehin schon PAYBACK sammelt, bekommt hier die ideale Ergänzung fürs Portemonnaie.
Die Schwächen sollte man trotzdem kennen. Reiseversicherungen gibt es keine, am Geldautomaten und im Ausland langt American Express zu, und Membership Rewards bleiben außen vor. Das ist verschmerzbar, solange du die Karte als das nimmst, was sie ist – ein kostenloser Punkte-Sammler für den Alltag, nicht die eine Karte für alles.
Ich persönlich würde sie genau so einsetzen: als unkomplizierte Zweitkarte, die im Hintergrund Punkte produziert. Für Vielreisende und Meilenjäger ist sie dagegen zu dünn ausgestattet – die sind mit einer echten Amex aus dem Membership-Rewards-Programm besser bedient. Für ihren eigentlichen Zweck aber bekommt die Payback Amex von uns eine klare Empfehlung.
Häufige Fragen zur Payback American Express
Ist die Payback American Express Karte kostenlos?
Ja, die Payback American Express Karte hat keine Jahresgebühr – weder im ersten noch in den Folgejahren. Auch eine Partnerkarte gibt es kostenlos dazu. Komplett gebührenfrei ist sie aber nicht: Bei Zahlungen in Fremdwährung fallen 2,0 % an, beim Geldabheben sogar 4,0 %.
Sammle ich mit der Payback Amex Membership Rewards?
Nein. Mit der Payback American Express Karte sammelst du ausschließlich PAYBACK Punkte, keine Membership Rewards. Das Membership-Rewards-Programm ist anderen Amex-Karten wie der Green, Gold oder Platinum Card vorbehalten.
Wie viele PAYBACK Punkte bekomme ich mit der Karte?
Du erhältst 1 PAYBACK Punkt je 3 € Umsatz, egal wo du zahlst (Tankstellen ausgenommen). Bei PAYBACK-Partnern kommen die regulären Händlerpunkte (üblicherweise 1 Punkt je 2 €) obendrauf – dort sammelst du also doppelt.
Kann ich mit der Payback Amex im Ausland bezahlen und Geld abheben?
Ja, bezahlen und abheben funktioniert weltweit überall dort, wo American Express akzeptiert wird. Allerdings ist beides nicht gebührenfrei: Für Fremdwährungszahlungen zahlst du 2,0 %, fürs Abheben 4,0 %. Für häufige Auslandsnutzung ist die Karte damit nicht die erste Wahl.
Wie kündige ich die Payback American Express Karte?
Die Karte kannst du formlos kündigen, etwa schriftlich oder über den Kundenservice. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht, da keine Jahresgebühr anfällt. Wie du dabei am besten vorgehst, zeigen wir dir in unserem Ratgeber Kreditkarte kündigen.
Payback Visa oder Payback American Express – welche Karte ist besser?
Das hängt von deinem Einsatz ab. Beide sammeln dieselben PAYBACK Punkte. Die Payback American Express punktet bei der App und beim Service, die Payback Visa verzichtet dafür auf die Fremdwährungsgebühr und ist damit die bessere Reisekarte. Den direkten Vergleich findest du in unserem Test der Payback Visa.

