VW Bank erhöht Tagesgeldzins auf 3,50 Prozent – sechs Monate garantiert

Lesezeit 3 min.

Lektoriert vonSilvia Benetti
Überprüft durchDennis Groß
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Die Volkswagen Bank zieht bei den Neukundenzinsen nach: Seit dem 8. September 2026 gibt es auf das Tagesgeldkonto „Plus Konto TopZins" 3,50 Prozent pro Jahr statt bisher 3,10 Prozent. Der Zins ist für sechs Monate ab Kontoeröffnung garantiert und gilt ohne Betragsgrenze. Danach fällt das Guthaben auf den regulären Satz zurück – aktuell 1,00 Prozent.

Die Braunschweiger Direktbank hat ihren Aktionszins fürs Tagesgeld zum 8. September 2026 um 40 Basispunkte angehoben. Neukunden bekommen jetzt 3,50 Prozent p. a. auf das Plus Konto TopZins, garantiert für sechs Monate ab Kontoeröffnung. Die Zinsen schreibt die Bank monatlich gut, es gibt also einen kleinen Zinseszinseffekt. Eine Obergrenze für die Einlage nennt die VW Bank nicht, ein Punkt, der bei vielen Konkurrenzangeboten anders aussieht.

Für dich heißt das konkret: Legst du 10.000 Euro an, kommen in den sechs Monaten rund 175 Euro Zinsen zusammen, vor Steuern. Bei 50.000 Euro sind es etwa 875 Euro.

Wer den Zins bekommt – und wer nicht

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Neukunden. Wer in den zwölf Monaten vor Antragstellung ein Tagesgeldkonto bei der Volkswagen Bank oder der Audi Bank hatte, ist außen vor. Pro Kunde ist genau ein Plus Konto TopZins möglich, und der Antrag läuft nur auf eine Person – Gemeinschaftskonten eröffnet die Bank derzeit nicht.

Bestandskunden gucken wie so oft in die Röhre: Für sie bleibt es bei 1,00 Prozent p. a. bei Online-Kontoführung. Wer noch die klassische Kontoführung nutzt, bekommt sogar nur 0,30 Prozent. Auf dieses Niveau rutscht auch das Guthaben der Aktionskunden, sobald die sechs Monate durch sind. Wer den Zins mitnimmt, sollte sich also einen Kalendereintrag setzen.

Die Eröffnung läuft online, die Legitimation per Video oder in der Postfiliale. Auszahlungen gehen ausschließlich auf das hinterlegte Referenzkonto. Beachten solltest du das Transaktionslimit von 5.000 Euro pro Konto und 25.000 Euro pro Geschäftstag – mit photoTAN lässt es sich im Online-Banking auf bis zu 150.000 Euro hochsetzen.

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Einordnung: gut, aber nicht Spitze

3,50 Prozent klingen stark, wenn man bedenkt, dass der Durchschnitt über alle Tagesgeldanbieter Anfang September bei rund 1,99 Prozent lag. An der Spitze reicht es trotzdem nicht. Revolut zahlt Neukunden aktuell bis zu 4,25 Prozent, Chase 4,00 Prozent – allerdings nur vier Monate lang. Genau da liegt die Stärke der VW Bank: Sechs Monate Zinsgarantie sind länger als bei den meisten Lockangeboten, und es gibt keine Kappungsgrenze. Wer eine größere Summe parken will, fährt damit oft besser als mit einem höheren Zins auf maximal 50.000 Euro.

Der Hintergrund: Seit der EZB-Zinserhöhung im Juni 2026 ziehen die Sparzinsen wieder an, der Einlagesatz liegt bei 2,25 Prozent. Für die Sitzung im September preisen die Märkte einen weiteren Schritt ein. Ehrlicherweise würde ich deshalb nicht davon ausgehen, dass 3,50 Prozent lange die Obergrenze im Markt bleiben.

Und noch ein Dämpfer: Bei einer Inflation von 3,20 Prozent im August bleibt real fast nichts übrig – nach Abgeltungsteuer liegst du sogar im Minus, wenn dein Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Tagesgeld bleibt der Parkplatz für den Notgroschen, keine Geldanlage.

Die Einlagen sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) gesetzlich bis 100.000 Euro pro Kunde abgesichert.

AnbieterZins p. a.DauerBetragsgrenze
Revolut4,25 %befristetje nach Plan
Chase4,00 %4 Monatebegrenzt
Volkswagen Bank3,50 %6 Monatekeine
1822direkt3,50 %6 Monatebegrenzt
Durchschnitt Markt1,99 %
Rune Fauck
Rune Fauck
Autor
Über den Autor
In meinem Studium der Germanistik, Politik und Wirtschaftswissenschaften konnte ich bereits fundamentale Kenntnisse über unser Wirtschaftssystem sammeln. Bereits im Studium habe ich mit dem Investieren in Aktien und ETFs begonnen und möchte gerne mein angesammeltes Wissen weitergeben. Nach meinem Studium zog es mich deshalb zunächst ins Bildungssystem, wo ich am Gymnasium arbeitete und dort bereits erste Erfahrungen in der Vermittlung von wirtschaftlichen Themen sammeln konnte. Als Lehrer weiß ich, wie man Wissen verständlich erklärt und spannend gestaltet.

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