NEAR Kaufen So kaufst du nur bei einer Krypto-Börse
Das Wichtigste in Kürze
- NEAR kaufst du bei MiCA-lizenzierten Anbietern wie Bitvavo, Bitpanda, Bison, Kraken oder Coinbase.
- Beim Versand zählt das richtige Netzwerk: Echte NEAR-Coins liegen auf dem NEAR-Mainnet.
- NEAR schwankt extrem. Im September 2026 hat sich der Kurs zeitweise mehr als verdreifacht, kurz darauf ging es an einem Tag um gut 10 % nach unten.
- Kleinere Beträge kannst du auf der Börse lassen, größere gehören auf eine Hardware-Wallet.
- Nach einem Jahr Haltedauer sind Kursgewinne steuerfrei. Staking-Rewards versteuerst du separat.
Am 1. Oktober 2026 kostet ein NEAR rund 4,70 €, die Marktkapitalisierung liegt bei gut 6 Mrd. US-Dollar. Ende September ist in den USA zudem der erste Spot-ETF auf NEAR gestartet. Das Interesse ist also da. Wie du NEAR kaufst, ohne unnötig Gebühren zu zahlen oder in eine Falle zu tappen, zeigen wir dir in fünf Schritten.
1. Wo kannst du NEAR kaufen?
NEAR führt längst nicht jeder Anbieter. Bei vielen Neobrokern suchst du den Coin vergeblich, prüf das also vor der Kontoeröffnung. Fündig wirst du bei diesen Anbietern:
- Sehr niedrige Handelsgebühren
- Günstiger Krypto-Sparplan
- Regulierte Krypto-Plattform
- Herausragende Weboberfläche und App
- Große Anzahl an handelbaren Krypto-Assets
- Deutsche BaFin-Lizenz zur Kryptoverwahrung
- Viele Kryptowährungen handelbar
- Niedrige Gebühren
- Fokus auf professionelles Trading
Unser Favorit für NEAR ist Bitvavo. Das liegt schlicht und ergreifend an zwei Dingen: Du zahlst höchstens 0,25 % pro Kauf und kannst deine Coins ohne Umweg staken. Wie die Kontoeröffnung Schritt für Schritt abläuft, zeigt unsere Bitvavo-Anleitung.
Der Kauf selbst ist bei allen Anbietern ähnlich:
- Konto eröffnen und per Video- oder Foto-Ident verifizieren
- Euro per SEPA-Überweisung einzahlen
- „NEAR" in der Suche eingeben, Betrag festlegen, Kauf bestätigen
Lieber im Wertpapierdepot? Seit Juli 2025 gibt es ein NEAR-Staking-ETP von Bitwise Europe. Damit besitzt du allerdings keine eigenen Coins und zahlst laufende Produktkosten.
2. Worauf musst du achten?
- MiCA-Zulassung prüfen: Seit dem Ende der MiCA-Übergangsfristen (EU-weit spätestens 1. Juli 2026) dürfen nur noch zugelassene Anbieter Krypto-Dienste in der EU anbieten. Alle oben genannten Plattformen haben eine Lizenz. Bei unbekannten Börsen lohnt ein Blick ins Register der ESMA.
- Das richtige Netzwerk: NEAR existiert auch als Token auf anderen Blockchains, etwa auf der BNB Chain. Schickst du Coins an eine NEAR-Wallet, wählst du immer das NEAR-Netzwerk. Ein Fehler hier kann dich den kompletten Betrag kosten.
- Volatilität einplanen: Von den Septembertiefs bis zum Hoch Ende September legte NEAR um rund 200 % zu. Am Tag des ETF-Starts fiel der Kurs dann zeitweise auf 4,50 US-Dollar. Investiere nur Geld, dessen Totalverlust du verkraften kannst.
- Inflation nicht übersehen: Seit dem Halving-Upgrade Ende 2025 kommen jährlich bis zu 2,5 % neue NEAR hinzu. Wer nicht staket, wird also schleichend verwässert.
- Finger weg von „offiziellen" NEAR Wallets: Die frühere NEAR Wallet wurde Anfang 2024 eingestellt. Wer dir heute über Telegram oder Werbeanzeigen eine „offizielle" Wallet oder einen Airdrop anbietet, will in aller Regel an deine Seed-Phrase.
Statt alles auf einmal zu kaufen, verteilst du deinen Einstieg besser über einen Krypto-Sparplan. Gerade bei einem Coin, der binnen weniger Tage zweistellig schwankt, nimmt das viel Druck raus.
3. Kosten und Gebühren
Die Kosten unterscheiden sich stärker, als viele denken. Hier ist besonders der Unterschied zwischen Krypto-Börsen und Krypto-Brokern zu beachten. Broker sind deutlich teurer. Bei einigen Anbietern kannst du beide Formen nutzen. Achte hier darauf über die Börse zu handeln, um bei den Kosten zu sparen.
Auf drei Kostenblöcke solltest du achten:
- Handelsgebühr und Spread: Der größte Posten. Kaufst du für 500 € NEAR bei Bitvavo, zahlst du höchstens 1,25 €. Bei Bitpanda fallen beim Sofortkauf für Altcoins wie NEAR 1,49 % Aufschlag plus Spread an. Günstiger geht es dort nur über die Profi-Oberfläche Fusion (ab 0,25 %).
- Einzahlung: Die SEPA-Überweisung ist der Standardweg. Sofortzahlungen per Karte oder PayPal kosten bei vielen Anbietern extra.
- Auszahlung auf eine Wallet: Die Netzwerkgebühr auf NEAR selbst ist winzig. Manche Börsen verlangen aber eine eigene Auszahlungsgebühr, die deutlich darüber liegt.
Was uns auffällt: Gerade die bequemen Kauf-Buttons sind fast immer die teuerste Variante. Wer regelmäßig kauft, sollte sich die Orderbuch-Ansicht wenigstens einmal anschauen.
4. Aufbewahrung
Für NEAR hast du drei Optionen:
- Auf der Börse: Am bequemsten, und du kannst direkt staken. Bei Bitvavo liegt die Staking-Rendite für NEAR aktuell bei rund 5 %. Der Haken: Die Börse verwahrt deine Coins, nicht du.
- Software-Wallet: Mit Meteor Wallet oder MyNearWallet hältst du deine Coins selbst. Du bekommst eine lange Adresse oder legst einen lesbaren Namen wie deinname.near an. Lass immer einen kleinen NEAR-Rest auf dem Konto, die Blockchain braucht ihn als Speicherreserve.
- Hardware-Wallet: Ein Ledger oder Terzor unterstützt NEAR inklusive Staking. Für größere Beträge ist das aus unserer Sicht die beste Lösung.
Staken kannst du auch aus der eigenen Wallet heraus, indem du deine Coins an einen Validator delegierst. Netzwerkweit lag die Rendite zuletzt bei 4 bis 5,2 % pro Jahr. Beim Unstaking bleiben deine Coins einige Epochen gesperrt, in der Regel wenige Tage.
Unterm Strich: Bis zu einem Betrag, den du notfalls abschreiben könntest, ist die Börse in Ordnung. Darüber lohnt sich eine Hardware-Wallet. Welche Modelle wir empfehlen, liest du in unserem Krypto-Wallet-Vergleich.
5. Verkauf und Steuern
Verkaufen funktioniert umgekehrt zum Kauf: NEAR auf der Börse in Euro tauschen und per SEPA aufs Girokonto auszahlen. Liegen deine Coins in einer Wallet, schickst du sie vorher zurück an die Börse. Auch hier gilt: NEAR-Netzwerk wählen.
- Vom Finanzamt anerkannte Steuer-Reports
- 400+ Integrationen zu Börsen, Wallets und Blockchains
- Portfolio-Tracking inklusive

Steuerlich behandelt das Finanzamt NEAR wie andere Kryptowährungen:
- Haltefrist von einem Jahr: Verkaufst du nach mehr als zwölf Monaten, ist der Gewinn steuerfrei.
- Verkauf innerhalb eines Jahres: Gewinne versteuerst du mit deinem persönlichen Steuersatz. Es gilt eine Freigrenze von 1.000 € pro Jahr. Achtung, Freigrenze heißt: Liegst du einen Euro darüber, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig.
- Staking-Rewards: Sie gelten im Moment des Zuflusses als sonstige Einkünfte. Hier liegt die Freigrenze bei 256 €. Für jeden erhaltenen Reward startet eine eigene Ein-Jahres-Frist. Die Haltefrist deiner übrigen Coins verlängert sich durch Staking aber nicht.
- Mehr Transparenz: Seit 2026 melden Krypto-Anbieter Transaktionsdaten an die Steuerbehörden (EU-Richtlinie DAC8). Verschweigen ist also keine Option.
Wer staket und regelmäßig kauft, verliert schnell den Überblick über Haltefristen. Ein Krypto-Steuer-Tool übernimmt die Rechnung für dich und erstellt den Bericht fürs Finanzamt.
Fazit: NEAR kaufen geht einfach, der Rest braucht Sorgfalt
Der Kauf selbst dauert keine zehn Minuten. Für die meisten ist Bitvavo die beste Wahl, weil Gebühren und Staking dort zusammenpassen. Die eigentlichen Fehlerquellen liegen woanders: falsches Netzwerk, gefälschte Wallets und ein Einstieg auf dem Hoch. Und auch wenn ein ETF-Start Rückenwind gibt, bleibt NEAR ein spekulativer Altcoin. Mehr als eine Beimischung sollte er in deinem Portfolio aus unserer Sicht nicht sein.
Häufige Fragen zum Kauf von NEAR
Lohnt sich NEAR-Staking?
Mit 4 bis 5,2 % Rendite liegst du über der Inflation von 2,5 %. Real bleibt also ein kleines Plus. Wer gar nicht staket, verliert dagegen jedes Jahr Anteile am Netzwerk.
Was ist der Unterschied zwischen NEAR und wNEAR?
wNEAR ist eine „verpackte" Version von NEAR, die du für einige DeFi-Anwendungen brauchst. Für Kauf, Aufbewahrung und Staking reicht der normale NEAR-Coin.
Kann ich NEAR auch ohne Krypto-Börse kaufen?
Ja, über ein NEAR-ETP im Wertpapierdepot. Du besitzt dann aber keine eigenen Coins und zahlst laufende Produktkosten.





