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Bitvavo

Bitvavo Anleitung 
So nutzt du die Krypto-Börse

Testbericht von Rune Fauck
94 %
Sehr gut
Testergebnis
09/2026
Zu Bitvavo
20 Euro Willkommensbonus für Neukunden
Bitvavo
Bitvavo
Bitvavo
Testergebnisse
Gebühren
100 %
Handelsangebot
85 %
Ein- & Auszahlungen
100 %
Features
96 %
Sicherheit
93 %
Kundenservice
91 %
Sieh dir an, wie wir Krypto-Börsen bewerten

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kontoeröffnung bei Bitvavo läuft komplett digital und dauert mit Video-Ident selten länger als 15 Minuten.
  • Bitvavo ist generell relativ einfach und intuitiv zu bedienen.
  • Beim Kauf zahlst du maximal 0,25 % Gebühren. Damit gehört Bitvavo zu den günstigsten Anbietern in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen.
  • Deine Kryptowährungen verwahrt die BaFin-lizenzierte Tangany GmbH, deine Euro liegen bei der Sutor Bank und sind bis 100.000 € gesetzlich abgesichert.
  • Sparpläne starten ab 5 € und kosten dich nichts extra. Es gibt sie allerdings nur in der App und nicht in der Browser-Version.

Ich nutze Bitvavo seit mehreren Jahren privat und habe in dieser Zeit so ziemlich jede Funktion einmal durchgespielt: Einzahlung, Sparplan, Staking, Transfer auf die eigene Hardware-Wallet. In dieser Anleitung gehe ich mit dir jeden Schritt durch, den du als Anleger brauchs, von der Registrierung bis zur Kontolöschung.

Wie die Börse insgesamt abschneidet, liest du in unserem Bitvavo Test. Hier geht es rein um die Praxis und die Handhabung.

1. Bitvavo Konto eröffnen und verifizieren

Für die Registrierung brauchst du eine E-Mail-Adresse, ein Ausweisdokument und ein paar Minuten Zeit. Mindestalter ist 18 Jahre, dein Wohnsitz muss in Deutschland liegen.

Der Ablauf:

  1. Auf der Bitvavo-Website oder in der App auf „Registrieren" klicken und E-Mail-Adresse plus Passwort hinterlegen.
  2. E-Mail bestätigen.
  3. Persönliche Daten eingeben: Name, Geburtsdatum, Adresse, Steuer-ID.
  4. Identität verifizieren: per Video-Ident oder durch das Abfotografieren deines Ausweises.
  5. Fragen zur Herkunft der Mittel und zu deiner Anlageerfahrung beantworten. Die kommen aus den Geldwäschevorschriften und lassen sich nicht überspringen.
  6. Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten.

Punkt 6 ist optional, ist meiner Meinung nach aber sehr wichtig. Richte die 2FA sofort ein, bevor du den ersten Euro einzahlst. Nutze dafür eine Authenticator-App und nicht SMS, denn SIM-Swapping ist im Krypto-Bereich ein realer Angriffsvektor.

Speichere die Wiederherstellungscodes für die 2FA offline ab, am besten ausgedruckt. Wenn du dein Handy verlierst und keine Codes hast, wird der Zugang zum Konto zu einem Support-Fall, der Wochen dauern kann.

Was ist mit „Bitvavo powered by Hyphe" passiert?

Falls du 2024 oder 2025 bei Bitvavo eingestiegen bist, kennst du vielleicht noch die Variante „Bitvavo powered by Hyphe". Kurz zur Einordnung, weil dazu immer noch viel veraltete Information kursiert.

Bitvavo hatte im April 2024 seinen Antrag auf eine deutsche Kryptoverwahrlizenz bei der BaFin zurückgezogen und musste den deutschen Markt zum 31.07.2024 verlassen. Um deutsche Kunden weiter bedienen zu können, ging die Börse eine Kooperation mit der Münchner Hyphe Markets GmbH ein, die über eine BaFin-Lizenz verfügte. Kunden mussten damals ein neues Konto anlegen und ihr Guthaben migrieren.

Diese Kooperation ist beendet. Seit dem 1. September 2025 tritt Bitvavo in Deutschland wieder eigenständig auf, weil das Unternehmen inzwischen vollständig MiCA-lizenziert ist. Für dich als Neukunde ist das Thema damit erledigt: Du eröffnest heute ganz normal ein Bitvavo-Konto, von Hyphe siehst du nichts mehr.

2. Geld auf Bitvavo einzahlen

Nach der Verifizierung kannst du Euro einzahlen. Bitvavo bietet dir dafür SEPA-Überweisung, SEPA-Sofortüberweisung, PayPal, Giropay, Kreditkarte und Sofort an. Die Mindesteinzahlung liegt bei 1,00 €. Für Kunden aus Deutschland sind bei Bitvavo alle Einzahlungen kostenfrei.

So gehst du vor:

  1. In der App oder im Web auf „Handeln" und dann „Einzahlung" tippen.
  2. Betrag eingeben und Zahlungsmethode auswählen.
  3. Bei der Überweisung zeigt Bitvavo dir IBAN und einen persönlichen Verwendungszweck an.
  4. Überweisung in deinem Online-Banking ausführen.

Der Verwendungszweck ist zwingend. Wenn du ihn weglässt oder änderst, landet das Geld nicht automatisch auf deinem Konto, sondern muss vom Support manuell zugeordnet werden. Das hat bei mir einmal drei Werktage gekostet.

Richte für die SEPA-Einzahlung einen Dauerauftrag mit dem persönlichen Verwendungszweck ein. Dann liegt zum Sparplan-Termin immer genug Guthaben bereit und du sparst dir das monatliche Klicken.

Die Auszahlung von Euro zurück auf dein Bankkonto ist bei Bitvavo kostenlos, die Mindestauszahlung liegt ebenfalls bei 1,00 €. Ausgezahlt wird nur auf das Referenzkonto, von dem du eingezahlt hast.

3. Dein erster Kauf bei Bitvavo

Bitvavo bietet dir zwei Wege zum Kauf, und die unterscheiden sich stärker, als es auf den ersten Blick wirkt.

Im normalen Modus gibst du einfach einen Eurobetrag ein und Bitvavo platziert die Order für dich an der Börse. Für die meisten Anleger reicht das völlig aus. Im Pro-Modus setzt du die Order selbst und kannst zwischen Market-, Limit- und Stop-Limit-Order wählen.

So läuft der Kauf im Normalmodus:

  1. Auf den „Handeln"-Button in der Mitte der App tippen und „Kaufen" wählen.
  2. Kryptowährung über die Suche auswählen. Bei über 450 handelbaren Coins geht das schneller als das Durchscrollen der Liste.
  3. Betrag in Euro eingeben. Alternativ gibst du die gewünschte Coin-Menge an, Bitvavo rechnet um.
  4. Unter den erweiterten Optionen bei Bedarf einen Limitkurs setzen.
  5. Order prüfen und platzieren.

Die Gebühr siehst du vor der Ausführung. In der Einstiegsstufe zahlst du 0,25 % als Taker und 0,15 % als Maker. Wer über 100.000 € in 30 Tagen bewegt, rutscht in günstigere Stufen. Für Privatanleger ist das praktisch irrelevant, deshalb rechne mit 0,25 %.

Handelsgebühren bei Bitvavo – die ersten fünf Stufen

Handelsvolumen (30 Tage)Taker FeeMaker Fee
ab 0 €0,25 %0,15 %
ab 100.000 €0,20 %0,10 %
ab 250.000 €0,16 %0,08 %
ab 500.000 €0,12 %0,06 %
ab 1.000.000 €0,10 %0,05 %

Bei 500 € Kaufsumme sind das 1,25 €. Zum Vergleich: Bei Anbietern wie Coinbase oder Bitpanda zahlst du über den Broker-Kauf bis zu 1,49 %, also 7,45 €. Genau dieser Unterschied ist der Hauptgrund, warum ich Bitvavo überhaupt nutze.

Eine Besonderheit sind Stablecoin-Paare. Tauschst du Euro in USDT oder USDC, zahlst du nur 0,10 % statt 0,25 %. Wenn du gezielt Dollar-Exposure aufbauen willst, ist das der günstigste Weg über die Plattform.

Was Bitvavo nicht bietet: Hebel, Futures, Optionen und NFTs. Der maximale Hebel liegt bei 1:1. Für einen Sparer ist das kein Verlust, sondern eher ein Schutz.

4. Kryptowährungen von Wallet zu Wallet senden

Irgendwann willst du deine Coins von der Börse holen oder von einer anderen Plattform zu Bitvavo schicken. Der Transfer ist der Schritt mit dem größten Fehlerpotenzial, deshalb hier etwas ausführlicher.

Coins von Bitvavo senden:

  1. Im Portfolio die Kryptowährung auswählen und „Auszahlung" wählen.
  2. Empfangsadresse einfügen. Tippe sie niemals ab, sondern kopiere sie oder scanne den QR-Code.
  3. Netzwerk auswählen.
  4. Betrag eingeben. Bitvavo zeigt dir die Netzwerkgebühr an.
  5. Mit 2FA bestätigen.

Coins auf Bitvavo empfangen:

  1. Kryptowährung auswählen und „Einzahlung" wählen.
  2. Netzwerk auswählen.
  3. Bitvavo zeigt dir die Empfangsadresse. Diese kopierst du in die sendende Wallet.

Der kritische Punkt ist in beiden Fällen die Netzwerkwahl. USDT gibt es auf Ethereum, Tron, Solana und weiteren Chains. Schickst du USDT über Tron an eine Ethereum-Adresse, ist das Geld in aller Regel weg. Kein Support der Welt holt dir das zurück.

Bei größeren Beträgen: Schick zuerst 10 € als Testtransaktion, warte auf die Gutschrift, und überweise erst dann den Rest. Die zusätzliche Netzwerkgebühr ist die günstigste Versicherung, die du im Krypto-Bereich kaufen kannst.

Für Krypto-Auszahlungen berechnet Bitvavo keine eigene Gebühr, sondern gibt die Netzwerkgebühr der jeweiligen Blockchain weiter. Die schwankt mit der Auslastung. Bei Bitcoin lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuelle Netzwerklast, bevor du sendest. An einem ruhigen Sonntagabend zahlst du deutlich weniger als mitten in einer Kursrally.

5. Kryptowährungen halten: Sicherheit, Verwahrung und Steuern

Wie sicher ist Bitvavo?

Bitvavo B.V. sitzt in Amsterdam und wird von der niederländischen Aufsichtsbehörde AFM beaufsichtigt. Seit 2025 hält das Unternehmen eine MiCA-Lizenz, die europaweit gilt und auch die Tätigkeit in Deutschland abdeckt.

Interessanter als die Lizenz selbst ist aber, wer dein Geld tatsächlich in den Händen hält. Bitvavo bildet die Wertschöpfungskette nämlich nicht allein ab, sondern arbeitet mit zwei deutschen Partnern:

  • Tangany GmbH aus München verwahrt deine Kryptowährungen. Tangany gehört zu den ältesten Verwahrdienstleistern in Deutschland und war eine der ersten Firmen mit einer BaFin-Kryptoverwahrlizenz. Die Coins liegen in einer Kombination aus Hot- und Cold-Wallet.
  • Sutor Bank aus Hamburg führt deine Euro-Einlagen. Die Bank wird von der BaFin reguliert, dein Euro-Guthaben fällt damit unter die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €.

Ein Hack ist bei Bitvavo bislang nicht bekannt. Zusammen mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ergibt das ein Sicherheitsniveau, das ich für eine Krypto-Börse als überdurchschnittlich einordne.

Warum die Einlagensicherung deine Coins nicht schützt

Jetzt kommt der Teil, den viele Anleger überlesen: Die 100.000 € gelten nur für deine Euro, nicht für deine Kryptowährungen.

Wird Bitvavo zahlungsunfähig, ist dein Euro-Guthaben über die Sutor Bank abgesichert. Deine Coins sind es nicht. Sie liegen zwar getrennt bei einem regulierten Verwahrer, was die Lage deutlich besser macht als bei einer unregulierten Offshore-Börse. Ein Insolvenzverfahren mit Auszahlung nach Monaten oder Jahren bleibt aber ein Szenario, das du nicht ausschließen kannst.

Ich sehe Bitvavo deshalb als Handelsplatz, nicht als Tresor. Größere Bestände, die ich langfristig halte, liegen bei mir auf einer Hardware-Wallet. Kleinere Beträge und alles, was ich aktiv bewege, bleiben auf der Börse — mit dem bewussten Restrisiko.

Not your keys, not your coins. Der Satz ist abgedroschen, aber er beschreibt die Rechtslage ziemlich präzise.

Welche Geräte sich lohnen, zeigen wir dir im Krypto-Wallet-Vergleich. Für Einsteiger reicht meist ein Modell der Einstiegsklasse, teure Geräte bringen vor allem Komfort und mehr unterstützte Coins.

Steuern beim Halten

Kryptowährungen gelten in Deutschland als privates Veräußerungsgeschäft. Daraus folgen zwei Regeln, die deine Rendite stärker beeinflussen als jede Gebühr:

  • Nach einem Jahr Haltedauer sind Gewinne steuerfrei. Egal wie hoch.
  • Innerhalb des ersten Jahres zahlst du deinen persönlichen Einkommensteuersatz, also bis zu 45 %. Es gilt eine Freigrenze von 1.000 € pro Jahr. Liegst du darüber, wird alles ab dem ersten Euro steuerpflichtig.

Ein hartnäckiger Irrtum, der mir immer wieder begegnet: Dass sich die Haltefrist durch Staking auf zehn Jahre verlängert. Das war eine Zeit lang die Sorge vieler Anleger, das Bundesfinanzministerium hat 2022 aber klargestellt, dass die einjährige Haltefrist auch bei gestakten Coins gilt. Du kannst also staken, ohne deine Steuerfreiheit nach einem Jahr zu verlieren.

Ausführlicher gehen wir darauf in unserem Ratgeber zu Steuern auf Bitcoin ein.

6. Staking bei Bitvavo

Beim Staking stellst du deine Coins dem Netzwerk zur Verfügung, um Transaktionen zu validieren, und bekommst dafür eine Belohnung. Das funktioniert nur bei Kryptowährungen, die auf Proof-of-Stake setzen. Bei Bitcoin geht es deshalb nicht.

Aktivieren kannst du das Staking in wenigen Schritten:

  1. In die Kontoeinstellungen gehen und den Punkt „Staking" auswählen.
  2. Dem Staking zustimmen.
  3. Fertig — unterstützte Coins in deinem Portfolio nehmen automatisch teil.

Die Belohnungen schreibt dir Bitvavo in der Regel montags gut. Die Renditen bewegen sich je nach Coin zwischen etwa 0,5 % und 16 % pro Jahr. Ethereum liegt bei rund 2,75 %, Solana bei etwa 5 %, Cardano bei knapp 1,75 %.

KryptowährungRenditeschätzung p. a.
Ethereum (ETH)ca. 2,75 %
Solana (SOL)ca. 5,00 %
Cardano (ADA)ca. 1,75 %
Polkadot (DOT)ca. 8,00 %
Near Protocol (NEAR)ca. 5,00 %
Tezos (XTZ)ca. 2,50 %
Cosmos (ATOM)ca. 16,80 %

Staking-Renditen bei Bitvavo – Stand unseres Tests, Werte schwanken laufend

Bei den Spitzenwerten wäre ich vorsichtig. Cosmos steht mit rund 16,8 % ganz oben auf der Liste, aber hohe Staking-Renditen sind fast immer ein Signal für ein Netzwerk, das Investoren anlocken muss. Die Rendite hilft dir wenig, wenn der Coin gleichzeitig 40 % an Wert verliert.

Zwei Einschränkungen solltest du kennen:

  • Deine Coins sind gebunden. Während des Stakings kannst du sie nicht handeln. Das Beenden dauert je nach Netzwerk einige Tage.
  • Coins auf einer Hardware-Wallet lassen sich hier nicht staken. Sie müssen auf der Börse liegen. Damit stehen Staking und maximale Sicherheit in direktem Widerspruch zueinander, und diesen Zielkonflikt musst du für dich selbst auflösen.

Ehrlicherweise sind die Bitvavo-Renditen nicht die höchsten am Markt. In unserem Bitget Test lagen sie für einzelne Coins deutlich darüber. Was Bitvavo bietet, ist eine Ein-Klick-Lösung ohne technischen Aufwand — dafür zahlst du mit einem Renditeabschlag.

Staking-Erträge richtig versteuern

Staking-Belohnungen sind keine privaten Veräußerungsgewinne. Sie zählen als sonstige Einkünfte und werden mit deinem persönlichen Steuersatz von bis zu 45 % versteuert. Es gilt das Jahr des Zuflusses, also sobald sie auf deinem Konto gutgeschrieben werden. Es gibt eine Freigrenze von 256 € pro Jahr. Überschreitest du sie auch nur um einen Euro, wird der gesamte Betrag steuerpflichtig.

Praktisch bedeutet das: Du bekommst jeden Montag eine Gutschrift, die einzeln zum Tageskurs bewertet werden muss. Bei fünf gestakten Coins und wöchentlicher Ausschüttung sind das über 250 Einzelvorgänge im Jahr. Von Hand ist das nicht zu schaffen.

Genau dafür gibt es Krypto-Steuersoftware. Die Tools ziehen deine Transaktionen ein, bewerten jede Gutschrift automatisch und erstellen einen Report, den das Finanzamt akzeptiert. Welche Anbieter sich lohnen, zeigen wir im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools. Wie so ein Report konkret aussieht, siehst du im CoinTracking Test.

Richte das Steuertool ein, bevor du mit dem Staking startest, nicht im Folgejahr. Historische Daten nachträglich sauber zu rekonstruieren ist deutlich mühsamer, als sie von Anfang an laufen zu lassen.

7. Sparplan bei Bitvavo einrichten

Der Sparplan ist aus meiner Sicht das unterschätzteste Feature der Plattform. Er kostet 0,00 % zusätzlich — du zahlst nur die normale Handelsgebühr von 0,25 %.

Der Mindestbetrag liegt bei 5 €. Als Intervall kannst du täglich, wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich wählen.

So richtest du ihn ein:

  1. Kryptowährung in der App auswählen.
  2. „Sparplan" oder „Wiederkehrender Kauf" wählen.
  3. Betrag ab 5 € festlegen.
  4. Intervall auswählen.
  5. Bestätigen.

Ein wichtiger Punkt: Sparpläne gibt es ausschließlich in der App. Über die Web-Oberfläche findest du die Funktion nicht. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen die App mehr kann als der Browser — normalerweise ist es bei Bitvavo umgekehrt gleichwertig.

Achte außerdem darauf, dass zum Ausführungszeitpunkt genug Euro-Guthaben auf dem Konto liegt. Bitvavo zieht das Geld nicht von deinem Bankkonto ein, sondern greift auf dein Guthaben zu. Ist es leer, fällt die Ausführung aus.

Ob täglich oder monatlich gespart wird, macht auf lange Sicht übrigens kaum einen Unterschied in der Rendite. Ich nutze monatlich, schlicht weil es zum Gehaltseingang passt. Weitere Anbieter findest du in unserem Vergleich der Krypto-Sparpläne.

8. Kryptowährungen verkaufen und auszahlen

Der Verkauf funktioniert wie der Kauf, nur andersherum:

  1. Im Portfolio die Kryptowährung auswählen.
  2. „Verkaufen" wählen.
  3. Betrag oder Coin-Menge eingeben.
  4. Bei Bedarf ein Limit setzen.
  5. Order platzieren.

Du bekommst Euro-Guthaben gutgeschrieben, das du anschließend über „Auszahlung" auf dein Referenzkonto überweisen kannst. Die Fiat-Auszahlung ist kostenlos, das Geld ist per SEPA in ein bis zwei Werktagen da.

Vor dem Verkauf lohnt ein Blick auf die Haltedauer. Verkaufst du elf Monate nach dem Kauf, zahlst du im Zweifel bis zu 45 % auf den Gewinn. Wartest du vier Wochen länger, sind es null. Die Steuerersparnis ist bei einem nennenswerten Gewinn fast immer größer als das Kursrisiko dieser vier Wochen, eine Garantie ist das natürlich nicht.

9. Bitvavo Konto kündigen und löschen

Das Löschen des Kontos erledigst du direkt in den Einstellungen, ein Support-Ticket oder eine schriftliche Kündigung sind meistens nicht nötig. Das ist angenehm unkompliziert und bei Finanzdienstleistern keine Selbstverständlichkeit.

Wichtig: Überweise vorher dein gesamtes Restguthaben. Das gilt für Euro genauso wie für Kryptowährungen. Ein Konto mit Restbestand lässt sich nicht schließen, und nach der Löschung kommst du an nichts mehr heran.

Deine Checkliste vor der Löschung:

  1. Staking beenden und die Freigabe abwarten. Das dauert je nach Coin einige Tage.
  2. Kryptowährungen auf eine eigene Wallet oder eine andere Börse senden.
  3. Euro-Guthaben auf dein Bankkonto auszahlen.
  4. Transaktionshistorie exportieren. Nach der Kontolöschung kommst du nicht mehr an die Daten, und für die Steuererklärung brauchst du sie unter Umständen noch Jahre.
  5. Konto in den Einstellungen löschen.

Punkt 4 wird regelmäßig vergessen und ist der einzige Schritt, den du hinterher nicht mehr korrigieren kannst.

Falls du wechseln willst, statt ganz auszusteigen: In unserer Übersicht der Bitvavo Alternativen findest du Anbieter mit vergleichbarem Angebot. Wer stärker auf deutsche Regulierung setzt, schaut sich den direkten Vergleich Bitpanda vs. Bitvavo an.

Rune Fauck
Rune Fauck
Autor
Über den Autor
In meinem Studium der Germanistik, Politik und Wirtschaftswissenschaften konnte ich bereits fundamentale Kenntnisse über unser Wirtschaftssystem sammeln. Bereits im Studium habe ich mit dem Investieren in Aktien und ETFs begonnen und möchte gerne mein angesammeltes Wissen weitergeben. Nach meinem Studium zog es mich deshalb zunächst ins Bildungssystem, wo ich am Gymnasium arbeitete und dort bereits erste Erfahrungen in der Vermittlung von wirtschaftlichen Themen sammeln konnte. Als Lehrer weiß ich, wie man Wissen verständlich erklärt und spannend gestaltet.

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