
Girocard 2026: Funktionen, Gebühren und das Maestro-Aus
Rund 8,3 Milliarden Mal haben die Deutschen 2025 mit der Girocard bezahlt und damit knapp 5 Prozent öfter als im Vorjahr. Wir erklären, was die Symbole auf der Karte bedeuten, und wie sie über Auslandseinsatz, Online-Zahlung und Gebühren entscheiden.
Girocard - das Wichtigste in Kürze
- Mit der Girocard kannst du unkompliziert Bargeld im Inland abheben und bargeldlose Zahlungen tätigen.
- Für die Nutzung der Girocard im Ausland benötigst du Zusatzfunktionen wie V-Pay oder Mastercard-Debit bzw. Visa-Debit.
- Die Maestro-Funktion läuft Ende 2027 Endgültig aus.
- Eine Girocard ist stets an ein Girokonto gebunden. Daher ist es ratsam, regelmäßig die Gebühren und Leistungen des Girokontos zu überprüfen. Wir stellen dir einen umfangreichen Vergleich der besten Girokonten zur Verfügung.
V Pay, Mastercard- oder Visa-Debit? Das Symbol entscheidet über die Funktionen
Auch 2025 blieb die Girocard die führende Bezahlkarte in Deutschland. Karten mit dem Girocard-Symbol kannst du deutschlandweit zum bargeldlosen Bezahlen in Geschäften sowie für Barabhebungen an Geldautomaten nutzen.

Zusätzlich hast du bei deiner eigenen Bank die Möglichkeit, an Terminals Überweisungen durchzuführen und deinen Kontostand abzufragen.
Du weißt nicht, ob es sich bei der Karte um eine Girocard oder um eine Debitkarte handelt? Steht dort eine 16-stellige Kartennummer samt Sicherheitscode, hast du eine Debitkarte von Visa oder Mastercard. Findest du nur Kontonummer und Bankleitzahl, ist es eine reine Girocard.
Die möglichen Funktionen einer Girocard sind nicht darüber hinaus jedoch nicht zwingend immer gleich. Vielmehr solltest du auf die sogenannten Co-Badging-Symbole achten, die sich auf deiner Girocard befinden:
Was bedeutet das Maestro Symbol auf der Girocard?
Maestro ist ein Debitkartendienst von Mastercard. Es erlaubt dir, auch im Ausland auf dein Kontoguthaben zuzugreifen und bargeldlos zu bezahlen. Maestro-Karten sind dabei weltweit einsetzbar, funktionieren aber nicht für reine Online-Zahlungen.
Maestro wird allerdings Ende 2027 eingestellt. Schon seit 2023 geben Banken keine Girocards mit Maestro-Funktion aus. Die Maestro-Girocards, die noch im Umlauf sind, verlieren spätestens im Dezember 2027 ihre Gültigkeit. Danach erhältst du von deiner Bank eine neue Karte.

V-Pay Symbol
V-Pay ist ein Zahlungssystem von Visa, welches ähnlich wie Maestro funktioniert und Maestro ersetzen soll. Allerdings ist die Nutzung hier auf Europa beschränkt. In den USA oder Asien wird V-Pay kaum akzeptiert und auch Online-Zahlungen sind damit nicht möglich.

Visa- oder Mastercard-Debit Symbol
Die Debit Mastercard ist der häufigste Nachfolger von Maestro. Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Commerzbank setzen darauf. Sie funktioniert an allen Mastercard-Akzeptanzstellen weltweit und erlaubt im Gegensatz zu Maestro auch Online-Zahlungen. Fremdwährungsgebühren fallen je nach Bank trotzdem an.

Visa Debit ist das Pendant dazu, nutzt aber das Visa-System. Funktional nimmt sich das zur Debit-Mastercard wenig und genießt weltweite Akzeptanz, ob bei Online-Zahlungen oder im Handel.

| Bank | Co-Badge (Stand 2026) |
|---|---|
| Sparkassen | Debit Mastercard, schrittweise beim Kartentausch |
| Volks- und Raiffeisenbanken | überwiegend Debit Mastercard |
| Commerzbank, comdirect | Debit Mastercard |
| Deutsche Bank | Visa Debit |
| ING, DKB | Visa Debit, schon seit Jahren Standard |
| N26 | Mastercard Debit (ohne Girocard) |
Ist eine Girocard eine EC-Karte?
Der Name EC-Karte kommt eigentlich vom alten Eurocheque-System. Gegen Ende der 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde die Eurocheque-Garantie eingeführt, die einen Scheck als Zahlungsmöglichkeit in allen teilnehmenden Staaten absichern sollte. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme erhielten Kunden eine „Eurochequekarte“ (EC-Karte), mit der sie ihre Vollmacht zur Scheckausstellung nachweisen konnten.
In den Achtzigerjahren wurden EC-Karten mit einer Debitkarten-Funktion ausgestattet, sodass auch Barabhebungen möglich wurden. Mit dem Auslaufen der Eurocheque-Garantie im Jahr 2002 wurden auch keine neuen EC-Karten mehr ausgegeben. Trotzdem hat sich der Name EC-Karte hierzulande gehalten. Er gilt als Synonym für eine Debitkarte.
Wo kann ich mit der Girocard Geld abheben?
Deine Girocard erlaubt es dir, Bargeld an allen deutschen Geldautomaten abzuheben. An Automaten außerhalb deines Bankverbundes musst du jedoch mit entsprechenden Gebühren rechnen. Das bedeutet: Als Sparkassen-Kunde kannst du an Geldautomaten der Sparkasse kostenfrei Bargeld bekommen, musst aber an Cashpool-Geldautomaten ein Entgelt bezahlen.
Bargeld abheben mit der Girocard an diesen Automatennetzen
| Automatennetz | Anzahl der Geldautomaten | Teilnehmende Banken |
|---|---|---|
| Sparkassen-Netz | ca. 23.000 | Alle Sparkassen |
| Bankcard-Servicenetz (Genossenschaftsbanken) | über 15.500 | Volksbanken, Raiffeisenbanken, PSD-Banken, Sparda-Banken, GLS Gemeinschaftsbank, Bank für Sozialwirtschaft, Deutsche Apotheker- und Ärztebank, CB Credit-Bank, Edekabank, DZ Bank, Gladbacher Bank |
| Cash Group | ca. 4.700 plus 1.300 Auszahlungsstellen an Tankstellen | Commerzbank, Postbank, Deutsche Bank, Unicredit Bank, Norisbank, Comdirect |
| Cashpool | ca. 2.800 | Bank für Sozialwirtschaft, Bankhaus C. L. Seeliger, Bankhaus Gebr. Martin AG, Bankhaus Hafner, Bankhaus J. Faisst, Bankhaus Ludwig Sperrer, Bankhaus Max Flessa, Bankhaus Mayer, Bankhaus Neelmeyer, BBBank eG, Degussa Bank, Donner & Reuschel, Gabler-Saliter Bankgeschäft, Johann Berenberg Bank, MERKUR Privatbank, National-Bank, Oldenburgische Landesbank, PAX-Bank, Santander, Sparda-Banken, Steyler Bank, Südwestbank, TARGOBANK |
Geldautomaten sind jedoch nicht deine einzige Quelle für Bargeld. Je nach Bank kannst du Bargeld mit deiner Girocard auch woanders abheben, etwa in Supermärkten, Drogerien oder an Tankstellen.
Gebühren beim Geldabheben mit der EC-Karte
"Wie hoch sind die Gebühren eigentlich, wenn ich mit der EC-Karte am Automaten Geld abhebe?" Die Gebühren für Barabhebungen unterscheiden sich anhand verschiedener Faktoren. Dazu gehören:
Deine Bank und dein Kontomodell bestimmen die Gebühren für das Geldabheben
Es gibt viele verschiedene Banken, die ein Girokonto anbieten. In unserem Vergleich der Girokonten haben wir die besten Anbieter samt Gebühren aufgelistet. Darüber hinaus stellen viele Anbieter auch noch unterschiedliche Kontomodelle zur Verfügung. Je nach Konto unterscheiden sich dabei die Gebührenmodelle.
Variante 1: Kostenfreie Barabhebungen
Gerade Banken mit weiten Automatennetzen wie die Sparkasse oder die Commerzbank ermöglichen dir, mit deiner Girocard kostenfrei Bargeld abzuheben. Die Gebührenfreiheit gilt in dieser Variante für beliebig viele Abhebungen pro Monat.
Variante 2: Ein kostenfreies Kontingent
Ein weiteres Gebührenmodell sieht eine begrenzte Anzahl von kostenfreien Barabhebungen pro Monat vor. Zwischen 2 und 6 Abhebungen pro Monat liegen dabei im normalen Rahmen. Möchtest du darüber hinaus Geld mit deiner Bankkarte abheben, fallen pro zusätzlicher Transaktion Gebühren an.
Variante 3: Gebührenpflichtige Barabhebungen
Es existieren auch Kontomodelle, bei denen nahezu jede Geldabhebung kostenpflichtig ist. Dies ist zwar eher bei Geschäftskonten der Fall, kann dir jedoch in seltenen Fällen auch bei einem Privatkonto passieren. Dies ist vor allem bei Neobanken wie bunq bei der kostenlosen Version der Fall. Allerdings setzen diese Banken meist auf Debitkarten.
Die Gebühren beim Geldabheben mit der EC-Karte hängen vom Bankautomaten ab
Auch die Wahl des Geldautomaten beeinflusst die Gebühren für deine Barabhebungen mit der Girokarte. An den Automaten deiner Bank (oder des passenden Automatennetzes) musst du in den meisten Fällen nichts bezahlen.
Hebst du allerdings Bargeld bei einer anderen Bank ab, fallen dafür zum Teil deutliche Gebühren an. Diese variieren zwischen 1,95 € und 6 € pro Abhebung.

Unterscheide, ob du im In- oder Ausland Geld mit der EC-Karte abheben möchtest
Hebst du im Inland Geld mit deiner Girocard ab, bringt dies normalerweise geringere Kosten mit sich als bei Barabhebungen im Ausland. Oft langen Banken hier deutlich zu und berechnen zwischen 3 und 10 € pro Abhebung.
Damit eine Abhebung über deine Girocard überhaupt möglich ist, sollte der jeweilige Geldautomat das V-Pay-Zeichen oder das Visa-Debit- bzw. Mastercard-Debit-Symbol zeigen (passend zu deiner Bankkarte).
In vielen Fällen fährst du deshalb im Ausland mit einer passenden Debit- oder Kreditkarte ohne Barabhebungsgebühren besser. So kannst du auch Bargeld in der jeweiligen Landeswährung abheben.
Auch wenn deine Bank dir eine kostenfreie Kreditkarte ohne Barabhebungsgebühren zur Verfügung stellt, können trotzdem Gebühren anfallen. Dabei handelt es sich um sogenannte Automatengebühren, die der Aufsteller vor Ort berechnet. Diese können zwischen 2 und 6 € pro Abbuchung variieren, fallen aber nicht immer an. Checke im Idealfall mehrere Geldautomaten, um die Chance auf Kosteneinsparungen zu erhöhen.
Bargeldlos bezahlen mit Girocard: Welche Möglichkeiten gibt es?
Bargeldlose Zahlungen sind eine der Kernfunktionen deiner Girocard. Im Grundsatz funktioniert die Bezahlung immer gleich: Du nutzt deine Girokarte für eine bargeldlose Transaktion und das Geld wird innerhalb kurzer Zeit von deinem Girokonto abgebucht. In der Ausführung existieren jedoch verschiedene Verfahren:
Bezahlen mit der Girokarte: PIN eingeben
Die Bezahlung per PIN-Eingabe war bis vor wenigen Jahren Standard. Du schiebst hierbei deine Girocard in den Kartenscanner des Händlers vor Ort und gibst deine PIN ein. Damit bestätigst du die Zahlung und die Transaktion wird ausgeführt.
Neue Girocards ermöglichen kontaktloses Bezahlen
Dank NFC-Chip in neueren Girocards und speziellen Bezahl-Apps fürs Smartphone kannst du heute auch ohne Probleme kontaktlos bezahlen. Du hältst dabei dein Smartphone mit der geöffneten App oder deine Girocard an den Scanner und schon wird die Zahlung ausgeführt.
Bei Einkäufen bis zu 50 € wird die PIN nur sporadisch (aus Sicherheitsgründen) abgefragt. Oft funktionieren diese Transaktionen aber tatsächlich komplett kontaktlos. Bei Summen über 50 € wirst du hingegen immer nach der PIN gefragt.
- Kostenloses Tagesgeldkonto
- Jederzeit Geld ein- und auszahlen
- 3 % p.a. Tagesgeldzins

Wann muss man mit Unterschrift bezahlen?
Die Bezahlung mit der Bankkarte und einer Unterschrift stellt einen Sonderfall dar. Hierbei nutzt der Händler nicht das Girocard-System, sondern das elektronische Lastschriftverfahren (ELV). Du gibst dem Händler mit deiner Unterschrift die Erlaubnis, den Betrag von deinem Girokonto einzuziehen.
Der Unterschied liegt darin, dass Händler so keinen Hinweis auf deine Kontodeckung bekommen. Die Zahlung wird bei mangelndem Guthaben also nicht elektronisch blockiert. Ferner erfolgt die Abbuchung oft etwas später als beim Girocard-Verfahren (PIN oder kontaktlos). Händler sparen dabei allerdings Gebühren ein und mischen das ELV gerne in ihre Zahlungsverfahren an der Kasse mit rein.
Weitere Bezahlfunktionen der Girocard: online und im Ausland bezahlen
Du kannst deine Girocard im Ausland nur dann nutzen, wenn sie über ein Co-Badge wie Visa-Debit, Mastercard-Debit oder V-Pay verfügt. Bei Zahlungen in Fremdwährung berechnen viele Banken eine Gebühr. Ansonsten funktioniert die Zahlung fast identisch wie die Zahlung per PIN, Unterschrift oder NFC-Chip.

Brauche ich eine Girocard noch?
Vor allem einige Direktbanken wie die N26 und die DKB haben die Girocard ganz gestrichen und setzen nur noch auf Visa oder Mastercard. Das hat auf den ersten Blick keinen Nachteil. Auf dem zweiten jedoch schon. Vor allem kleine Händler wie Bäckereien, Imbisse und Vereinsheime akzeptieren nach wie vor nur Girocards oder Bargeld. Der Grund sind die deutlich höheren Gebühren der internationalen Systeme.
Gibt es bei deiner Bank die Girocard nur gegen eine Gebühr, solltest du dich fragen, ob sie dir das Geld wert ist. Ich zahle beispielsweise 1,49 € für meine Girocard bei der ING. Das ist in meinen Augen ein kleiner Preis dafür, dass ich wirklich überall bargeldlos zahlen kann. Gehörst du jedoch zu den Menschen, die ohnehin immer Bargeld parat haben, kommst du auch nur mit einer Debit- oder Kreditkarte gut durch.
Mehr zu den Unterschieden zwischen den Kartentypen findest du in unserem Ratgeber zur Debitkarte; welches System im Ausland besser abschneidet, klären wir im Vergleich Visa oder Mastercard.
Kann ich künftig mit der Girocard online zahlen?
Stand heute kannst du die Girocard nur in physischen Läden oder an Geldautomaten nutzen. Ein Modul für den Online-Handel gibt es darin schlicht nicht.
Die Euro Kartensysteme GmbH, die das Girocard-System im Auftrag der Deutschen Kreditwirtschaft betreibt, hat jedoch unter dem Label girocard 4.0 Erweiterungen angekündigt. Das Ziel sollte sein, die Dominanz von US-Zahlungssystemen wie Visa, Mastercard, Apple und Google Pay zu brechen. Zwei davon sind für dich relevant:
- Zahlungen in Händler-Apps ab Frühjahr 2027 – künftig sollst du deine Girocard in Apps von Supermärkten, Lieferdiensten, Tankstellen oder Mobilitätsanbietern sowie bei Payback Pay hinterlegen können. Eingerichtet wird das über deinen Online-Banking-Zugang und das gewohnte TAN-Verfahren, eine Kartennummer musst du nicht abtippen. Händler, denen du vertraust, kannst du auf eine Art Whitelist setzen. Somit entfällt dort die Freigabe jeder einzelnen Zahlung.
- Reservierungen ab Anfang 2027 – über eine Vorautorisierung lässt sich ein Betrag auf deinem Konto blockieren, ohne ihn sofort abzubuchen. Damit werden Hotelbuchungen und Mietwagen möglich, für die du bislang zwingend eine Kreditkarte brauchtest. Allerdings hat die Girocard weiterhin keinen Kreditrahmen. Das Guthaben muss auf deinem Konto vorhanden sein, sonst geht die Reservierung nicht durch.
- Digitale Altersprüfung an der Kasse (2027) – möchtest du etwa Alkohol oder Tabak kaufen, musst du bisher einen Personalausweis zeigen. Künftig reicht es, wenn du die Girocard nutzt.
Girocard (EC-Karte) verloren: Was tun?
Es ist ein Schock, wenn es passiert: Plötzlich findest du deine Girocard nicht mehr. Ob nun Diebstahl oder Verlust: In einem solchen Fall ist schnelles Handeln gefragt. Am besten gehst du folgendermaßen vor:
Schritt 1: Deine Bank anrufen oder die Girocard über die Sperrhotline 116 116 sperren lassen. Dadurch werden alle Zahlungen und Bargeldabhebungen blockiert.
Schritt 2: Polizei informieren. Diese leitet eine KUNO-Sperrung ein, die etwa elektronische Lastschriftverfahren im Handel blockiert, die nicht über die herkömmliche Sperre abgedeckt sind. Zusätzlich nimmt sie die Diebstahl-Anzeige auf.
Schritt 3: Neue Girocard bestellen. Diese wird postalisch verschickt und soll nach zirka einer Woche bei dir eintreffen.
Du haftest für einen Diebstahl nur maximal bis 50 €. Dies gilt allerdings nur, wenn du wirklich schnell handelst und die Girocard sofort sperren lässt. Bei grober Fahrlässigkeit gilt hingegen die volle Haftung. Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Beitrag zum Thema »Bankkarte sperren«.
Girocard, Debitkarte und Kreditkarte: Welche Unterschiede gibt es?
Banken geben zu einem Girokonto verschiedene Karten aus. Neben einer Girocard kann dies auch eine Debitkarte von Mastercard oder Visa sowie eine Kreditkarte sein. Schauen wir uns die Unterschiede der einzelnen Karten einmal genauer an:
| Girocard | Debitkarte | Kreditkarte | |
|---|---|---|---|
| Kosten | Häufig kostenlos oder gegen relativ geringe Gebühr, Transaktionen sind für Nutzer oft kostenfrei (Ausnahme: Gebühren für Auslandsnutzung häufig) | Häufig kostenlos, kostenfreie Transaktionen (Ausnahme: Gebühren für Auslandsnutzung möglich) | Selten kostenlos, oft gegen eine fixe Jahresgebühr, je nach Bank Gebühren für Barabhebungen und Auslandseinsätze |
| Funktionen | Barabhebungen und bargeldlose Zahlungen im Inland, mit Maestro-Funktion auch im Ausland | Barabhebungen, bargeldlose Zahlungen und Online-Zahlungen möglich | Barabhebungen, bargeldlose Zahlungen und Online-Zahlungen möglich, einsetzbar als Sicherheit für Mietwagen |
| Abbuchung | Geld aus bargeldlosen Transaktionen wird nach kurzer Zeit vom Konto abgebucht | Geld aus bargeldlosen Transaktionen wird nach kurzer Zeit vom Konto abgebucht | Nutzer erhält einen „Kredit“: Umsätze werden erst zum Monatsende ganz oder teilweise abgebucht |
| Akzeptanz | größte Akzeptanz im Inland, mit Maestro mittlere Akzeptanz im Ausland | relativ große Akzeptanz im Inland und Ausland (Probleme bei kleineren Händlern möglich) | Mittlere bis große Akzeptanz im Inland, größte Akzeptanz im Ausland |
| Ausgabe | Als Zahlungskarte zum Girokonto | Als Zahlungskarte zum Girokonto | Einzeln oder als Zusatzleistung zum Girokonto (nur bei ausreichender Bonität) |
| Bargeldversorgung | Sehr gute Bargeldversorgung im Inland (Geldautomaten und Supermärkte), Einschränkungen im Ausland | Gute Bargeldversorgung über Geldautomaten, Probleme in Supermärkten | Gute Bargeldversorgung im In- und Ausland (Geldautomaten) |
| Online bezahlen | nicht möglich | häufig möglich | fast überall möglich |
Du zahlst gerne überall bargeldlos? In diesem Fall ist eine Girocard von Vorteil. Gerade kleinere Geschäfte wie Bäckereien oder auch der Imbiss um die Ecke akzeptieren manchmal weder Debitkarten noch Kreditkarten. Grund sind die relativ hohen Gebühren, die für die Anbieter anfallen.
Möchtest du deine Karte hingegen im Ausland oder für Online-Zahlungen einsetzen, fährst du mit einer Debitkarte von Mastercard oder Visa oder gar einer richtigen Kreditkarte oft besser.
Fazit: Girocard ist der Klassiker unter den Bankkarten
Die Girocard ist nach wie vor eine der beliebtesten Karten in Deutschland. Sie punktet durch eine sehr hohe Akzeptanz bei Händlern und erlaubt es dir, kostenfrei Bargeld am Geldautomaten deiner Bank oder bei Supermärkten abzuheben.
Mit der V-Pay oder Debit-Funktion kannst du auch im Ausland digital zahlen und Bargeld abheben. Idealerweise bietet deine Bank sowohl eine kostenlose Girocard als auch eine kostenlose Debitkarte. Steht nur die Debitkarte zur Auswahl, solltest du überlegen, ob sie dir reicht. Willst du eine hundertprozentige Akzeptanz, setz auf ein Konto mit Girocard. Reicht es dir, fast überall mit Karte und zur Not bar zahlen zu können, wirst du auch ohne Girocard glücklich.
- Sehr gutes Girokonto
- Kostenlos ab 700 € Geldeingang
- Hervorragende Visa Debitcard

Häufige Fragen zur Girocard
Was ist der Unterschied zwischen einer Girocard und einer EC-Karte?
Die Girocard ist eine Weiterentwicklung der alten EC-Karte. Die Ausgabe von alten EC-Karten wurde bereits im Jahr 2001 eingestellt.
Gibt es Maestro noch?
Seit Juli 2023 werden keine Girocards mehr mit Maestro-Funktion ausgegeben. Neue Girocards sind daher bereits mit dem Visa- oder Mastercard-Debit-System ausgestattet. Dies ermöglicht Online-Zahlungen und die Auslandsnutzung der Girocard.
Welche Funktionen bietet eine Girocard?
Mit der Girocard können Karteninhaber Bargeld von Geldautomaten und in Supermärkten abheben. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bargeldlos in Geschäften zu bezahlen.
Wo kann ich mit einer Girocard bezahlen?
Die Girocard genießt in Deutschland eine fast hundertprozentige Akzeptanz. Im Ausland kannst du dagegen nur dank der Co-Badging-Funktionen wie V-Pay zahlen, da die Girocard ein rein deutsches System ist.

