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Binance

Binance im Test 03/2026 
Wie gut ist die größte Krypto-Börse?

Testbericht von Rune Fauck
86 %
Gut
Testergebnis
03/2026
Zu binance
Rabatt für Finanzwissen: -10% auf Handelsgebühren für immer
Binance
Binance
Binance
Binance
Kosten
91 %
Handelsangebot
96 %
Ein- & Auszahlungen
72 %
Features
87 %
Sicherheit
59 %
Kundenservice
74 %
Sieh dir an, wie wir Krypto-Börsen bewerten

Binance ist die größte Krypto-Börse der Welt – zumindest gemessen am Handelsvolumen. Gleichzeitig sorgt kaum ein Anbieter so regelmäßig für Schlagzeilen. In unserem Binance Test haben wir uns die Plattform in sechs Kategorien genauer angeschaut: Gebühren, Angebot, Ein- und Auszahlung, Features, Sicherheit und Kundenservice. Im Ergebnis steht eine Gesamtbewertung von 86 %. Dabei bietet Binance günstige Gebühren und einen starken Funktionsumfang. Dafür gehen aktuell wichtige Punkte bei der Sicherheit verloren – noch.

Besonders relevant für Anleger aus der DACH-Region: Binance hat eine MiCA-Lizenz in Griechenland beantragt, besitzt aber aktuell keine BaFin-Verwahrlizenz in Deutschland. Wer auf regulatorische Sicherheit Wert legt, sollte sich unsere Übersicht der Binance Alternativen ansehen. Echte Nutzermeinungen findest du in unseren Binance Erfahrungen.

Binance Test – Unser Fazit zur Krypto-Börse

Binance erreicht in unserem Krypto-Börsen-Testverfahren eine Gesamtbewertung von 86 % – und das ist verdient. Die Kombination aus extrem niedrigen Handelsgebühren (maximal 0,10 %), über 350 handelbaren Coins und einem Funktionsumfang, der kaum Wünsche offen lässt, macht die Plattform zur ersten Wahl für erfahrene Krypto-Anleger.

Warum dann keine noch bessere Bewertung? Das liegt schlicht und ergreifend an der Sicherheit – und die ist bei einer Krypto-Börse nicht verhandelbar. Binance hat keine BaFin-Verwahrlizenz, wurde bereits Opfer eines großen Hacks und lässt sich nicht von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auditieren. Immerhin: Eine MiCA-Lizenz ist in Griechenland beantragt – bis zur Erteilung fehlt aber der volle EU-Anlegerschutz.

Für wen eignet sich Binance?

Wer sich mit Krypto auskennt, seine Coins ohnehin in einer eigenen Wallet verwahrt und niedrige Gebühren priorisiert, findet hier ein erstklassiges Angebot. Für Einsteiger oder sicherheitsbewusste Anleger aus der DACH-Region sind regulierte Plattformen wie Bitvavo oder Bitpanda die bessere Wahl. Spätestens mit der wichtigen MiCA-Lizenz kommt es hier aber zu einer deutlichen Verbesserung unserer Bewertung.

Binance Gebühren: Wie teuer ist der Handel auf Binance?

Was die Gebühren angeht, macht Binance viel richtig. Die Handelsgebühren im Spot-Markt liegen zwischen 0,01 und 0,10 % – abhängig von deinem VIP-Level. Je mehr du monatlich handelst, desto günstiger wird es.

Die Handelsgebühren bei Binance hägen vom VIP-Status ab
Binance Handelsgebühren
Quelle: Binance

Konkret bedeutet das: Eine 500-€-Bitcoin-Order kostet dich in der ersten Stufe gerade mal 0,50 € an Gebühren. Zusätzliche Spreads? Gibt es nicht. Inaktivitätsgebühren? Ebenfalls nicht.

💡 Mit BNB Gebühren bei Binance sparen

Wer den hauseigenen BNB-Token für die Gebühren nutzt, spart nochmal 25 % auf die Handelsgebühren. Gerade bei höheren Handelsvolumen macht das einen spürbaren Unterschied.

Ein- und Auszahlungsgebühren bei Binance

Hier wird es etwas differenzierter. Die Kosten hängen stark von der gewählten Zahlungsmethode ab:

  • SEPA-Überweisung: 1,00 € pauschal – die günstigste Option für DACH-Nutzer
  • Kreditkarte/Apple Pay: 2,00 % des Einzahlungsbetrags – bei 500 € sind das bereits 10 €
  • Kryptowährungen: Nur die jeweilige Netzwerkgebühr, kein Aufschlag von Binance
Einzahlungen bei Binance kosten je nach Methode Gebühren
Einzahlungen bei Binance kosten je nach Methode Gebühren
Quelle: Binance

Auszahlungen sind per Überweisung oder an eine externe Krypto-Wallet möglich. Die Gebühren entsprechen denen der Einzahlung.

Binance erreicht in der Kategorie Gebühren 91 % der Punkte. Die reinen Handelsgebühren sind kaum zu unterbieten. Einziger Wermutstropfen: Die Einzahlung per Kreditkarte ist mit 2,00 % vergleichsweise teuer. Wer per SEPA überweist, umgeht dieses Problem. Wie sich Binance im direkten Gebührenvergleich schlägt, siehst du in unserem Krypto-Börsen-Vergleich.

KriteriumAusprägungPunkte
Handelsgebühren (Spot) (min)0,01 %3,00 / 3,00
Handelsgebühren (Spot) (max)0,10 %3,00 / 3,00
Handelsgebühren für 500€ BTC0,50 €1,00 / 1,00
InaktivitätsgebührenNein0,50 / 0,50
Zusätzliche Spreads 0,00 %2,00 / 2,00
EinzahlungsgebührenTeilweise0,00 / 1,00
Auszahlungsgebühren Nein1,00 / 1,00
Gesamt10,50 / 11,50

Insgesamt kann man preiswert Kryptowährungen auf Binance kaufen. Du solltest gerade bei der Einzahlung jedoch teure Methoden wie die Kreditkarte vermeiden. Binance erhält deshalb eine ausgezeichnete Bewertung in dieser Kategorie und konnte 91 % der Punkte sammeln.

Binance Test: Welche Kryptowährungen kann ich handeln?

Über 350 Coins und Token – damit gehört Binance zu den Krypto-Börsen mit dem größten Angebot weltweit. Natürlich kann keine Plattform alle der tausenden Kryptowährungen abdecken. Für die allermeisten Anleger reicht das Angebot von Binance aber mehr als aus. Natürlich kannst du hier etablierte Coins wie Bitcoin, Ethereum, BNB, Solana oder Ripple handeln. Hinzu kommt eine breite Auswahl an Altcoins sowie zahlreiche Nischen-Token.

Wichtig für deine Investments ist zudem der Umstand, dass du echte, physische Kryptowährungen kaufst. Somit handelst du keine CFDs, bei denen du zusätzlich ein Emittentenrisiko eingehst. Das bedeutet, du besitzt die Coins tatsächlich und kannst sie jederzeit an deine eigene Wallet senden. Wer langfristig in Krypto investieren will, fährt damit am besten.

Handelsangebot im Überblick

Produkt / FeatureVerfügbarkeit
Spot-Handel
Futures
Perpetual Swaps
Margin-Trading
Hebel ✅ (bis 20x)
Staking
Lending
NFT-Marktplatz
Sparpläne
Copy Trading
Trading Bots
Aktien / ETFs
Rohstoffe / Fonds

Auf den ersten Blick fällt auf: Binance deckt so ziemlich alles ab, was das Krypto-Universum hergibt. Einzig traditionelle Assets wie Aktien, ETFs oder Rohstoffe fehlen. Wer Krypto und klassische Wertpapiere unter einem Dach sucht, muss auf andere Anbieter ausweichen – etwa Bitpanda oder eToro.

Futures, Derivate und Hebel

Für aktive Trader bietet Binance deutlich mehr als nur Spot-Handel. So gibt es Futures, Perpetual Swaps und weitere Derivate. Zusätzlich kann mit einem Hebel von 20x gehandelt werden. Das ist gerade für erfahrene Trader interessant, die aktiv Kursschwankungen handeln wollen. Aber Vorsicht: Hebelprodukte vervielfachen nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste.

KriteriumAusprägungPunkte
Anzahl an Kryptowährungen Über 3502,50 / 2,50
Physische Kryptowährungen Ja1,00 / 1,00
Futures Ja0,10 / 0,10
Derivate Ja0,10 / 0,10
Perpetual Swaps Ja0,10 / 0,10
Hebel 200,20 / 0,20
NFTs Ja0,25 / 0,25
Traditionelle Assets Nein0,00 / 0,20
Gesamt4,25 / 4,45

Mit 95 % der Punkte schneidet Binance beim Angebot hervorragend ab. Die Auswahl an Coins ist riesig, echte Kryptos sind Standard und für Trader gibt es mit Futures und Derivaten genug Spielraum. Einzig das Fehlen traditioneller Assets verhindert die volle Punktzahl – für eine reine Krypto-Börse ist das aber verschmerzbar.

Binance Test: Wie kann ich ein- und auszahlen?

Im Rahmen unseres Tests von Binance haben wir auch die Einzahlungsmöglichkeiten geprüft. Aktuell stehen vier Möglichkeiten zur Verfügung, um eine Einzahlung bei Binance vorzunehmen:

  • SEPA-Überweisung
  • Kreditkarte
  • Apple Pay
  • Kryptowährungen

Auszahlungen gehen nur per Überweisung oder an eine externe Krypto-Wallet.

Das ist solide, aber nicht überragend – beliebte Optionen wie PayPal, Giropay oder SOFORT fehlen komplett. Gerade hier konnte uns etwa Bitpanda im Test mit einem breiten Angebot überzeugen.

Einzahlungsmethoden und Kosten

ZahlungsmethodeVerfügbarGebühr
SEPA-Überweisung1,00 € pauschal
Kreditkarte (Visa/Mastercard)2,00 %
Apple Pay2,00 %
KryptowährungenNetzwerkgebühr
PayPal
Giropay
SOFORT
Google Pay

Für Nutzer aus der DACH-Region ist die SEPA-Überweisung die klare Empfehlung – mit 1,00 € pauschal die günstigste Option. Kreditkarte und Apple Pay gehen schneller, kosten mit 2,00 % aber ein Vielfaches. Bei einer 500-€-Einzahlung sind das 10 € statt 1 €.

💡 Hinweis für DACH-Kunden

SEPA-Einzahlungen bei Binance laufen teilweise über Drittanbieter. Die Verfügbarkeit kann sich kurzfristig ändern. Bei regulierten Börsen wie unserem Testsieger Bitvavo oder Kraken funktioniert SEPA in der Regel zuverlässiger.

Auszahlungen bei Binance

Auszahlungen sind per SEPA-Überweisung (1,00 €) oder an eine externe Krypto-Wallet (Netzwerkgebühr) möglich. Weitere Optionen gibt es nicht. Positiv: Es gibt keinen Mindestbetrag – weder für Ein- noch für Auszahlungen.

KriteriumAusprägungPunkte
Mindesteinzahlung 0,00 €1,00 / 1,00
Mindestauszahlung 0,00 €1,00 / 1,00
SEPA Ja1,00 / 1,00
KredikarteJa1,00 / 1,00
PayPal Nein0,00 / 1,00
Krypto Ja0,50 / 0,50
GiropayNein0,10 / 0,50
SOFORT Nein0,00 / 0,50
Google/Apple Pay Ja0,25 / 0,25
Gesamt4,85 / 6,50

Mit 72 % der Punkte landet Binance hier nur im befriedigenden Bereich. Die wichtigsten Zahlungsmethoden stehen zur Verfügung aber gerade das Fehlen beliebter Payment-Services wie PayPal und die Einschränkungen bei SEPA kosten hier wichtige Punkte.

Auswahl an Features überzeugt im Binance Test

Kurz gesagt: so ziemlich alles. Binance hat einen Funktionsumfang, der kaum Wünsche offen lässt – was zwangsläufig dazu führt, dass die Plattform gerade für Anfänger etwas unübersichtlich wirkt. Mit etwas Einarbeitung findet man sich aber zurecht.

Funktionen für Einsteiger

Auch wer nicht jeden Tag tradet, findet bei Binance praktische Tools:

FeatureVerfügbarBeschreibung
SparpläneRegelmäßig automatisch in Krypto investieren
VermögensentwicklungCharts zur Übersicht deines Portfolios
Info-ContentBinance Academy mit Lernmaterial
iOS AppVollständige App mit allen Funktionen
Android AppVollständige App mit allen Funktionen
Krypto-Steuer-APIAnbindung an Tools wie CoinTracking oder Blockpit
💡 Tipp für deine Krypto-Steuern

Gerade wer vor der Haltefrist von einem Jahr verkauft, profitiert enorm von der Steuer-API. Tools wie das von uns getestete Blockpit oder unser Testsieger CoinTracking zeichnen alle Transaktionen automatisch auf – das spart bei der Steuererklärung Stunden.

Trading-Features für Fortgeschrittene

Für erfahrene Trader bietet Binance eine breite Palette an Ordertypen und Handelsoptionen:

FeatureVerfügbarkeit
Market Order
Limit Order
Stop-Order
Stop-Loss
Take-Profit
OCO-Orders
Orderbücher
Fundamentaldaten
Copy Trading
Trading Bots

Was uns besonders gut gefällt: Binance bietet wirklich alle gängigen Ordertypen an, die man zur Absicherung seiner Positionen braucht. Dazu kommen Copy Trading und automatisierte Trading Bots – Features, die man bei vielen Konkurrenten vergeblich sucht.

Passive Einnahmen – Staking, Lending und Earn

Binance bietet mehrere Möglichkeiten, mit deinen Kryptos Rendite zu erwirtschaften:

  • Staking: Pools zu verschiedenen Proof-of-Stake Währungen – du stellst deine Coins dem Netzwerk zur Verfügung und erhältst dafür Belohnungen
  • Lending: Kryptos verleihen und Zinsen kassieren
  • Mining-Pools: Für Proof-of-Work Netzwerke wie Bitcoin
  • Binance Earn: Übergreifendes Programm mit flexiblen und festen Laufzeiten

Das klingt verlockend, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Sowohl Staking als auch Lending sind mit Risiken verbunden. Die tatsächliche Rendite fällt nach Abzug der Gebühren oft eher schmal aus.

Binance Krypto-Kreditkarte

Binance hat eine eigene Krypto-Debitkarte, mit der Coins direkt in Euro oder USD umgewandelt werden. Für Nutzer in Deutschland ist die Karte allerdings nicht mehr erhältlich. Alternativen findest du in unserem Krypto-Kreditkarten-Vergleich.

Auszahlung an eigene Wallet

Wer sich für eine Krypto-Börse entscheidet, entscheidet sich für die Möglichkeit, seine Coins an die eigene Krypto-Wallet zu transferieren. Gerade mit Blick auf Vergangenheit und den damit verbundenen Hack, ist die Selbstverwahrung empfehlenswert.

Nutze hierfür unbedingt eine Hardware Wallet – eine Übersicht der besten Hardware Wallets findest du in unserem Vergleich.

KriteriumAusprägungPunkte
Sparpläne Ja1,00 / 1,00
StakingJa1,00 / 1,00
KreditkarteJa0,50 / 0,50
Auszahlung an eigene Wallet Ja0,25 / 0,25
Earnings / Zinsen Ja0,50 / 0,50
NFT-Handelsplatz Ja0,50 / 0,50
Orderbücher Ja0,25 / 0,25
Fundamentaldaten Ja0,50 / 0,50
Info-Content Ja0,50 / 0,50
Charts für Vermögensentwicklung Ja0,25 / 0,25
API für Krypto-Steuer-Tools Ja1,00 / 1,00
iOS App Ja0,75 / 0,75
Android App Ja0,75 / 0,75
Market OrderJa0,50 / 0,50
Limit OrderJa0,50 / 0,50
Stop-OrderJa0,50 / 0,50
Stop-LossJa0,50 / 0,50
Take-ProfitJa0,50 / 0,50
Bedienbarkeit8,00 / 10,001,60 / 2,00
Gesamtbewertung11,85 / 12,25

Mit 96 % der Punkte ist Binance bei den Features kaum zu schlagen. Sparpläne, sämtliche Ordertypen, Staking, Copy Trading, Trading Bots, Steuer-API – alles da. Der einzige echte Kritikpunkt: Die Plattform ist für Anfänger schwer zu überblicken.

Binance Test: Wie sicher ist die Krypto-Börse?

Eine Teilbewertung von 59 % – das ist mit Abstand die schwächste Kategorie im Binance Test. Und ja, bei einer Krypto-Börse wiegt das schwer. Schauen wir uns an, woran das liegt.

Regulierung – die große Baustelle bei Binance

Binance hat keine BaFin-Verwahrlizenz. Mehr noch: Die BaFin hat sogar eine offizielle Warnung ausgesprochen. Das heißt nicht, dass Binance illegal ist – aber der Anlegerschutz, den du von einer deutschen oder EU-regulierten Plattform gewohnt bist, greift hier schlicht nicht.

Immerhin tut sich was. Binance hat in Griechenland eine MiCA-Lizenz beantragt. Wird die erteilt, darf die Plattform im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum reguliert operieren. Die MiCA-Verordnung tritt im Juli 2026 in Kraft – bis dahin bleibt die Lage aber in der Schwebe.

💡 Was heißt die MiCA-Regulierung für dich?

Voller EU-Anlegerschutz besteht aktuell nicht. Wer nicht darauf verzichten will, findet in unseren Binance Alternativen Plattformen mit BaFin- oder MiCA-Lizenz.

Hacks und rechtliche Probleme

Zwei Dinge, die man offen ansprechen muss. 2022 haben Hacker rund 100 Millionen USD über die Binance Smart Chain erbeutet. Und Gründer Changpeng Zhao – besser bekannt als CZ – saß 2024 mehrere Monate in Haft, weil Binance gegen Geldwäscheauflagen verstoßen hatte.

Seitdem hat sich einiges verändert. CZ ist nicht mehr CEO. Richard Teng – vorher Vizepräsident der Singapore Exchange – hat übernommen und treibt das Thema Compliance deutlich stärker voran als sein Vorgänger. Ob das reicht, um das Vertrauen langfristig wiederherzustellen? Das muss die Zeit zeigen.

Technische Sicherheit – hier steht Binance besser da

Auf der technischen Seite gibt es weniger zu meckern. Die wichtigsten Features im Überblick:

SicherheitsfeatureVerfügbarkeit
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Anti-Phishing-Code
Whitelist-Adressen für Auszahlungen
Cold-Wallet-Speicherung
Proof of Reserves
SAFU-Fonds
KYC-Verifizierung (Pflicht)
BaFin-Verwahrlizenz
Audit durch Wirtschaftsprüfer
Gesetzliche Einlagensicherung
Versicherung für Kryptowährungen

Was viele nicht auf dem Schirm haben: Binance betreibt den SAFU-Fonds (Secure Asset Fund for Users). Da fließt ein Teil der Handelsgebühren rein – als Sicherheitsnetz für den Fall eines Hacks. Kein Ersatz für eine echte Einlagensicherung, aber mehr als die meisten Konkurrenten bieten.

💡 Das solltest du nach der Registrierung erledigen

  1. 2FA aktivieren
  2. Anti-Phishing-Code einrichten
  3. Whitelist für Auszahlungsadressen festlegen.

Dauert fünf Minuten und schützt gegen die häufigsten Angriffsszenarien.

Selbstverwahrung – der beste Schutz

Unterm Strich bleibt eine einfache Wahrheit: Keine Krypto-Börse ist zu 100 % sicher. Wer größere Beträge hält, sollte seine Coins in einer Hardware-Wallet wie Ledger oder Trezor aufbewahren. Binance macht das möglich – du kannst jederzeit an eine externe Wallet auszahlen. Angesichts der Hack-Historie ist das nicht nur empfehlenswert, sondern fast schon Pflicht.

KriteriumAusprägungPunkte
Verwahrlizenz in DE Nein0,00 / 0,50
Hacks in der Vergangenheit Ja0,00 / 1,00
Verifizierung notwendig (KYC / AML) Ja1,00 / 1,00
Zwei-Faktor-Authentifizierung Ja1,00 / 1,00
Gesetzliche EinlagensicherungNein0,00 / 0,10
Audit durch WirtschaftsprüferNein0,00 / 0,50
Proof of ReservesJa0,25 / 0,25
Versicherung für KryptowährungenNein0,25 / 0,50
Gründung20171,54 / 2,00
Gesamt4,04 / 6,85

Die Sicherheit bleibt das Sorgenkind im Binance Test. Technisch ist die Plattform ordentlich aufgestellt – 2FA, Cold Storage, SAFU-Fonds. Regulatorisch fehlt aber das entscheidende Stück: keine BaFin-Lizenz, kein unabhängiger Audit, keine Einlagensicherung. Die MiCA-Lizenz könnte das Blatt wenden – stand jetzt ist sie aber noch nicht erteilt. 59 % der Punkte, ausreichend.

Binance Test: Wie gut ist der Kundenservice?

Spoiler: nicht besonders. Bei international operierenden Krypto-Börsen ist der Support oft eine Schwachstelle – und Binance ist da keine Ausnahme. 73 % der Punkte, befriedigend. Für den Alltag reicht es, bei echten Problemen wird es aber schnell frustrierend.

H3: So erreichst du den Binance Support

KontaktwegVerfügbarAnmerkung
FAQ / HilfezentrumAusführlich, aber nur teilweise auf Deutsch
KI-ChatbotErste Anlaufstelle – beantwortet Standardfragen
Live-Chat (Mitarbeiter)✅ (eingeschränkt)Nur nach Weiterleitung durch den Bot, nicht auf Deutsch
E-Mail / TicketsystemBearbeitungsdauer bis zu 48 Stunden
Telefon-HotlineNicht vorhanden
Deutscher SupportWeder im Chat noch per E-Mail

Der Weg zum menschlichen Ansprechpartner ist – sagen wir mal – mehrstufig. Erst musst du dich durch den KI-Chatbot arbeiten. Liefert der keine Lösung, kannst du an einen echten Mitarbeiter weitergeleitet werden. Das klingt in der Theorie logisch, ist in der Praxis aber nervig, wenn du ein dringendes Problem hast.

Sprache und Bearbeitungszeit

Hier wird es für DACH-Nutzer richtig dünn. Deutscher Support? Fehlanzeige. Weder im Chat noch per E-Mail. Die Plattform selbst ist zwar weitgehend übersetzt – beim Kundenservice hört das aber auf. Ohne grundlegende Englischkenntnisse kommst du hier nicht weit.

Und die Bearbeitungszeit? Bis zu 48 Stunden. Für eine einfache Rückfrage mag das okay sein. Für ein gesperrtes Konto ist das eine Ewigkeit. Reagierst du innerhalb von 24 Stunden auf die Rückmeldung, behältst du immerhin deine Position in der Warteschlange.

Grundsätzlich solltest du im ersten Schritt immer in die FAQ schauen – hier findest du die Antwort auf die meisten deiner Fragen.

KriteriumAusprägungPunkte
FAQAusführlich1,00 / 1,00
Live-ChatVorhanden1,00 / 1,00
TelefonNicht vorhanden0,00 / 0,50
E-MailVorhanden0,75 / 0,75
TicketsystemVorhanden1,00 / 1,00
BearbeitungsdauerBis zu 48 Stunden0,50 / 1,00
Deutscher ServiceNein0,00 / 0,50
Gesamt4,25 / 5,75

Der Kundenservice beschränkt sich auf das Nötigste. Kein Telefon, kein deutscher Support, lange Wartezeiten – das reicht für 73 % der Punkte. Positiv ist das ausführliche FAQ. Wer aber auf schnellen, deutschsprachigen Service Wert legt, ist bei Binance an der falschen Adresse.

Häufig gestellte Fragen zu Binance

Ist Binance in Deutschland legal?

Ja, grundsätzlich ist der Handel auf Binance in Deutschland nicht verboten. Allerdings besitzt Binance keine BaFin-Lizenz und operiert hierzulande in einer regulatorischen Grauzone. Die BaFin hat in der Vergangenheit eine Warnung ausgesprochen – wegen fehlender Prospekte für sogenannte Aktien-Token. Für den normalen Krypto-Handel hat das keine direkten Konsequenzen. Mit der beantragten MiCA-Lizenz könnte sich die Lage ab Mitte 2026 grundlegend klären.

Meldet Binance meine Gewinne ans Finanzamt?

Stand jetzt: nein. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Binance Daten regelmäßig an deutsche Finanzbehörden übermittelt. Du bist selbst dafür verantwortlich, Gewinne aus dem Krypto-Handel in deiner Steuererklärung anzugeben. Ein Krypto-Steuer-Tool über die Binance API macht das deutlich einfacher.

Kann ich Binance auf Deutsch nutzen?

Teilweise. Die Plattform ist größtenteils ins Deutsche übersetzt (Menüs, Handelsansicht, FAQ etc.). Beim Kundenservice hört das aber auf. Support gibt es nur auf Englisch. Wer sich damit schwertut, ist bei Anbietern wie Bitpanda oder Bitvavo besser aufgehoben.

Wie lange dauert eine Auszahlung bei Binance?

Das hängt von der Methode ab. Krypto-Auszahlungen an eine externe Wallet gehen in der Regel innerhalb von Minuten durch – je nach Netzwerkauslastung. SEPA-Überweisungen dauern ein bis drei Werktage. Eine Mindesteinzahlung oder -auszahlung gibt es nicht.

Ist Binance sicher für größere Beträge?

Technisch bietet Binance solide Sicherheitsmaßnahmen – 2FA, Cold Storage, den SAFU-Versicherungsfonds. Regulatorisch fehlt aber einiges: keine BaFin-Lizenz, keine Einlagensicherung, keine unabhängigen Audits. Für größere Beträge empfehlen wir deshalb immer die Verwahrung in einer eigenen Hardware-Wallet. So bist du unabhängig von der Plattform.

Kann ich bei Binance mit PayPal bezahlen?

Nein, Binance bietet keinen Support von PayPal an. Deutsche Kunden sowie Kunden aus der DACH-Region sollten hier auf die SEPA-Überweisung setzen, da diese die günstigste Möglichkeit zur Einzahlung ist. Wer unbedingt PayPal nutzen will, findet passende Alternativen in unserem Krypto-Börsen-Vergleich.

Was passiert mit meinen Coins, wenn Binance gehackt wird?

Für diesen Fall betreibt Binance den SAFU-Fonds (Secure Asset Fund for Users), in den ein Teil der generierten Handelsgebühren fließt. Dieser soll Nutzer im Falle eines Hacks entschädigen – eine Garantie ist das aber nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwahrt seine Coins in einer eigenen Wallet.

Rune Fauck
Rune Fauck
Autor
Über den Autor
In meinem Studium der Germanistik, Politik und Wirtschaftswissenschaften konnte ich bereits fundamentale Kenntnisse über unser Wirtschaftssystem sammeln. Bereits im Studium habe ich mit dem Investieren in Aktien und ETFs begonnen und möchte gerne mein angesammeltes Wissen weitergeben. Nach meinem Studium zog es mich deshalb zunächst ins Bildungssystem, wo ich am Gymnasium arbeitete und dort bereits erste Erfahrungen in der Vermittlung von wirtschaftlichen Themen sammeln konnte. Als Lehrer weiß ich, wie man Wissen verständlich erklärt und spannend gestaltet.

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