Bank Norwegian

Bank Norwegian Kreditkarte im Test: Kostenlos, aber nichts für Bonusjäger

Testbericht von Sebastian Rau
92 %
Sehr gut
Testergebnis
08/2026
Zu Bank Norwegian
Bank Norwegian VISA Card
Bank Norwegian
VISA Card
Testergebnisse
Gebühren
95 %
Zahlungsverkehr
100 %
Leistungen
28 %
Beantragung
91 %
Verwaltung
95 %
Service
89 %
Sieh dir an, wie wir Kreditkarten bewerten

Eine kostenlose Visa, die weltweit ohne Fremdwährungsgebühr funktioniert und nicht mal ein Girokonto verlangt – das klingt fast zu gut. Und beim Bezahlen, im In- wie im Ausland, ist die Bank Norwegian Kreditkarte in unserem Test tatsächlich kaum zu schlagen.

Aber sie ist ein Spezialist, kein Allrounder. Cashback, Punkte, Lounge-Zugang, dickes Versicherungspaket? Fehlanzeige. Und bei der Rückzahlung lauert eine Zinsfalle, die dich richtig Geld kosten kann.

Ich habe die Karte selbst beantragt und über Monate genutzt. Hier erfährst du, wo sie glänzt, wo du aufpassen musst – und für wen sie sich am Ende wirklich lohnt.

Bank Norwegian Visa: So gut ist die Karte

  • Komplett kostenlos: keine Jahresgebühr – weder im ersten Jahr noch danach. Auch beim Bezahlen im Ausland fällt keine Fremdwährungsgebühr an.
  • Stark beim Bezahlen, schwach bei den Extras: Im Zahlungsverkehr holt die Visa in unserem Test die volle Punktzahl. Cashback, Bonuspunkte oder ein echtes Versicherungspaket gibt es dafür so gut wie nicht.
  • Kein Girokonto nötig: Du bekommst die Karte unabhängig von deiner Hausbank – der Antrag läuft komplett digital.
  • Achtung Zinsfalle: Wer die Rechnung nur teilweise begleicht, zahlt 21,99 % Sollzinsen. Mein Tipp: stell direkt auf volle monatliche Rückzahlung um.
  • Für wen geeignet: Ideal für Vielnutzer und Reisende, die ihre Karte konsequent ausgleichen. Bonusjäger und alle, die ein Rundum-Versicherungspaket suchen, werden hier nicht glücklich.

So ergibt sich die Bewertung zur Bank Norwegian Kreditkarte

Unsere Kreditkarten-Tests beruhen auf festen Kategorien, die sich aus zahlreichen Einzelkriterien zusammensetzen. Daraus ergibt sich eine möglichst objektive Bewertung – egal, ob du eine Karte für den Alltag, fürs Reisen oder fürs Bonussammeln suchst.

Das Gewicht der einzelnen Kategorien ist dabei nicht gleich verteilt. Gebühren und Zahlungsverkehr zählen am meisten, denn genau darauf kommt es bei einer Kreditkarte im täglichen Einsatz an. Zusatzleistungen fließen dagegen nur leicht in die Gesamtnote ein.

Wie wir im Detail vorgehen und welche Einzelkriterien hinter jeder Kategorie stecken, erklären wir dir in unserem Testverfahren für Kreditkarten.

Bank Norwegian Kreditkarte im Test: Ist sie wirklich kostenlos?

Vorweg: Die Bank Norwegian Visa kommt dem Versprechen „kostenlose Kreditkarte" so nah wie kaum eine andere. Es gibt keine Jahresgebühr – weder im ersten Jahr noch in den Folgejahren. Und es gibt keinen Mindestumsatz, den du erfüllen müsstest, damit das so bleibt.

Der größte Pluspunkt zeigt sich aber erst auf Reisen: Du bezahlst weltweit ohne Fremdwährungsgebühr. Während viele Karten bei jeder Zahlung außerhalb des Euroraums 1 bis 2 Prozent aufschlagen, zahlst du hier den reinen Wechselkurs. Genau das macht die Karte zur echten Reisekreditkarte.

Auch Bargeld kannst du grundsätzlich gebührenfrei abheben – Bank Norwegian selbst verlangt dafür nichts. Zwei Kostenquellen solltest du aber kennen: Bei Abhebungen in Fremdwährung kann eine Gebühr für die Umrechnung anfallen, und auch der Betreiber des Geldautomaten kann ein eigenes Entgelt berechnen. Beides hat nichts mit Bank Norwegian zu tun, kann den vermeintlich kostenlosen Vorgang aber trotzdem verteuern.

Wo trotzdem Kosten entstehen können

Eine Stelle gibt es, an der es richtig teuer werden kann – und die hat nichts mit den Gebühren zu tun, sondern mit der Rückzahlung.

Bank Norwegian ist eine Revolving-Kreditkarte. Das heißt: Du kannst den offenen Betrag in Raten zurückzahlen, statt ihn am Monatsende komplett zu begleichen. Klingt flexibel, ist aber teuer. Auf den gestundeten Betrag fallen 21,99 % Sollzinsen an, was einem effektiven Jahreszins von 24,4 % entspricht.

Fairerweise muss man sagen: Damit liegt Bank Norwegian im üblichen Rahmen, die meisten Anbieter verlangen rund 20 Prozent oder mehr. Ein guter Deal ist es trotzdem nicht.

💡 Mein Tipp: Stell die Rückzahlung direkt nach Kartenerhalt auf volle monatliche Abbuchung um. Dann nutzt du das zinsfreie Zahlungsziel voll aus und die Teilzahlung kann dir nichts anhaben. Eine Kreditkarte ist ein Bezahl-, kein Kreditinstrument – für echte Finanzierungen gibt es deutlich günstigere Wege.

Zwischenfazit zu den Kosten

Bei den reinen Gebühren ist die Bank Norwegian Visa kaum zu schlagen: keine Jahresgebühr, kein Fremdwährungsaufschlag, kostenloses Bargeldabheben und kein Mindestumsatz. Den einzigen echten Wermutstropfen liefert der hohe Sollzins bei Teilzahlung – den umgehst du aber mit einer einzigen Einstellung. In unserer Kategorie Gebühren erreicht die Karte deshalb starke 95,18 %.

Wer noch günstigere Karten sucht, findet sie in unserem großen Kreditkarten-Vergleich – dort ordnen wir die Bank Norwegian Visa auch im direkten Wettbewerb ein.

Alltagstauglichkeit der Bank Norwegian Visa: Wie gut zahlt es sich damit?

Eine Kreditkarte ist nur so gut wie ihr Nutzen im Alltag. Genau hier spielt die Bank Norwegian Visa ihre größte Stärke aus – und holt in unserem Test als einzige Kategorie die volle Punktzahl.

Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass sie alles mitbringt, was modernes Bezahlen heute ausmacht:

  • Hohe Akzeptanz im Handel und online – als Visa wird sie an Millionen Akzeptanzstellen weltweit angenommen.
  • Apple Pay und Google Pay sind voll integriert, du zahlst also bequem mit Smartphone oder Smartwatch.
  • Kontaktloses Bezahlen per Karte funktioniert selbstverständlich ebenfalls.

Im Klartext: Egal ob Wocheneinkauf, Online-Shopping oder Urlaub – du bist mit der Karte überall handlungsfähig, ohne über Akzeptanz oder Bezahlmethoden nachdenken zu müssen. Im Test war das für mich der Bereich, in dem die Karte am wenigsten Fragen offenlässt.

Besonders im Ausland zahlt sich die Kombination aus hoher Visa-Akzeptanz und fehlender Fremdwährungsgebühr (siehe Kapitel 1) doppelt aus. Genau dafür ist die Karte gemacht.

Zwischenfazit zum Zahlungsverkehr

Beim Bezahlen gibt es schlicht nichts zu meckern. Hohe Akzeptanz, alle relevanten Bezahldienste, kontaktloses Zahlen – die Bank Norwegian Visa erfüllt jeden Punkt, den wir in dieser Kategorie prüfen. Die Bestnote von 100 % ist daher absolut verdient.

Die Leistungen der Bank Norwegian Kreditkarte: hier wird's dünn

Kommen wir zu der Kategorie, in der die Bank Norwegian Visa deutlich Federn lässt. Denn so stark die Karte beim Bezahlen ist, so spärlich fallen die Zusatzleistungen aus. Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob die Karte zu dir passt – oder eben nicht.

Kein Versicherungspaket, kein Cashback, keine Punkte

Viele Kreditkarten locken mit Extras: Reiseversicherungen, Cashback auf jeden Einkauf, Bonuspunkte oder Zugang zu Flughafen-Lounges. Bei der Bank Norwegian Visa suchst du das größtenteils vergeblich.

  • Kein Cashback auf deine Umsätze
  • Kein Bonus- oder Punktesystem
  • Keine Lounge-Zugänge, keine Reise- oder Ticket-Reservierungsservices
  • Kein umfassendes Versicherungspaket – weder Auslandskranken- noch Reiseunfall- oder Mietwagenversicherung

Was die Karte bietet, ist eine Reiserücktrittsversicherung sowie vereinzelte Rabatte. Mehr ist es nicht. Genau deshalb reicht es in dieser Kategorie nur für magere 25,93 % – der mit Abstand schwächste Wert im gesamten Test.

Ist das ein Problem?

Kommt drauf an, was du erwartest. Wenn du eine Karte suchst, die dich auf Reisen rundum absichert oder bei jedem Einkauf Geld zurückgibt, ist die Bank Norwegian Visa die falsche Wahl. Wenn dir dagegen eine schlanke, kostenlose Zahlungskarte reicht und du Versicherungen ohnehin separat und oft günstiger abschließt, dann fällt dieser Schwachpunkt kaum ins Gewicht.

💡 Mein Tipp: Eine Reiserücktrittsversicherung bekommst du als eigenständigen Tarif meist flexibler und passgenauer als im Kreditkarten-Paket. Wir haben die besten Anbieter in unserem Reiserücktrittsversicherungen-Vergleich gegenübergestellt.

Wer dagegen bewusst ein dickes Leistungspaket mit Versicherungen, Cashback und Concierge-Services sucht, wird eher bei Premium-Karten fündig – etwa bei der Platinum Card von American Express. Die kosten dann allerdings eine teils saftige Jahresgebühr. Kostenlos und leistungsstark zugleich – das gibt es in dieser Form nicht.

Zwischenfazit zu den Leistungen

Bei den Zusatzleistungen ist die Bank Norwegian Visa klar eine Sparkarte: außer einer Reiserücktrittsversicherung und ein paar Rabatten gibt es nichts. Mit 25,93 % ist das der Schwachpunkt der Karte. Für ihre Zielgruppe – preisbewusste Zahler und Reisende – ist das aber verkraftbar, weil die niedrige Gewichtung dieser Kategorie die Gesamtnote kaum belastet.

Bank Norwegian Kreditkarte beantragen: So läuft's

Ein Pluspunkt vorweg: Die Beantragung der Bank Norwegian Visa läuft komplett digital und du brauchst dafür kein Girokonto beim Anbieter. Das macht den Einstieg unkompliziert – gerade wenn du deine bestehende Bankverbindung behalten willst.

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Damit dein Antrag durchgeht, musst du folgende Bedingungen erfüllen:

  • Wohnsitz in Deutschland
  • Mindestalter von 20 Jahren
  • Ein zu versteuerndes Einkommen
  • Keine aktiven Inkassoverfahren
  • Ein Mobiltelefon mit deutscher Mobilfunknummer
  • Installation der Bank Norwegian-App und Identifikation per VideoIdent-Verfahren

Anschließend nimmt Bank Norwegian eine Bonitätsprüfung vor, bevor der Antrag bewilligt wird.

Macht Bank Norwegian eine Schufa-Abfrage?

Ja. Im Rahmen der Bonitätsprüfung führt Bank Norwegian eine Schufa-Abfrage durch und meldet die Karte auch an die Schufa. Eine Variante ganz ohne Schufa gibt es nicht. Das ist bei einer echten Kreditkarte mit Verfügungsrahmen aber der Normalfall – schließlich räumt dir der Anbieter einen Kreditrahmen ein und prüft dafür deine Bonität.

Wird dein Antrag abgelehnt, liegt das in den allermeisten Fällen an der Bonität: negative Schufa-Einträge, ein laufendes Inkassoverfahren oder ein zu unregelmäßiges Einkommen. Was du in so einem Fall tun kannst, erklären wir dir in unserem Ratgeber Kreditkartenantrag abgelehnt.

Zwischenfazit zur Beantragung

Der Antrag ist schlank, digital und ohne den Umweg über ein neues Girokonto – das rechnen wir der Karte hoch an. Die Schufa-Prüfung und die Bonitätsanforderung sind branchenüblich und kein Nachteil im engeren Sinn. Einzig das Mindestalter von 20 Jahren schließt sehr junge Antragsteller aus. In der Kategorie Abschluss erreicht die Bank Norwegian Visa solide 91,43 %.

Verwaltung der Bank Norwegian Visa: alles per App

Wie gut sich eine Kreditkarte im Alltag verwalten lässt, entscheidet die App. Bei Bank Norwegian läuft praktisch alles über die hauseigene Smartphone-App – vom Einsehen der Umsätze über das Einstellen der Rückzahlung bis zum Sperren der Karte im Notfall.

Die Bank Norwegian-App im Test

Die App ist das Herzstück der Verwaltung und in den Stores im Durchschnitt mit 4,2 Sternen bewertet. Das ist ein ordentlicher, aber kein herausragender Wert – einige Wettbewerber haben hier sichtbar bessere Bewertungen. Im Alltag erledigt die App ihren Job zuverlässig: Du behältst deine Umsätze im Blick, steuerst deine Karte und passt bei Bedarf deine Einstellungen an.

Besonders praktisch: Du kannst die Rückzahlung flexibel einstellen und – wie schon in Kapitel 1 empfohlen – auf volle monatliche Abbuchung umstellen, um die Teilzahlungszinsen zu vermeiden. Auch die Abbuchung per Lastschrift ist möglich, sodass du dich um die fristgerechte Zahlung nicht aktiv kümmern musst.

Kreditrahmen und Limit

Wie bei jeder Revolving-Kreditkarte räumt dir Bank Norwegian einen Kreditrahmen ein, dessen Höhe sich nach deiner Bonität richtet. Innerhalb dieses Rahmens bist du flexibel – gerade für Mietwagen- oder Hotelbuchungen im Ausland, bei denen oft eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen vorausgesetzt wird, ist das ein klarer Vorteil gegenüber Prepaid- oder Debitkarten.

Zwischenfazit zur Verwaltung

Die Verwaltung per App funktioniert solide und deckt die wichtigen Funktionen ab – flexible Rückzahlung, Lastschrift und ein bonitätsabhängiger Kreditrahmen inklusive. Die App-Bewertung von 4,2 Sternen zieht den Schnitt etwas nach unten, weshalb es „nur" für 91,57 % reicht. Das ist ein guter Wert, aber zugleich die Kategorie mit dem meisten Luft nach oben (abgesehen von den Leistungen).

Wie gut ist der Service der Bank Norwegian im Test?

Beim Kundenservice trennt sich oft die Spreu vom Weizen – spätestens dann, wenn mal etwas nicht rundläuft. Bei Bank Norwegian kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Der Service hat mich überzeugt.

Meine Anliegen wurden schnell und kompetent bearbeitet, und ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, mit Standardfloskeln abgespeist zu werden. Erreichbar ist der Support telefonisch sowie über die üblichen digitalen Kanäle. Die meisten Anliegen lassen sich ohnehin direkt in der App klären, ohne dass du überhaupt zum Hörer greifen musst.

Was ich besonders positiv fand: Auch bei Rückfragen zur Abrechnung und zur Rückzahlung bekam ich klare, verständliche Antworten – kein Fachchinesisch, keine Warteschleifen-Odyssee. Genau das erwartet man von einer Bank, die ihr Geschäft konsequent digital aufgestellt hat.

Zwischenfazit zum Service

Der Kundenservice der Bank Norwegian hinterlässt einen rundum guten Eindruck: erreichbar, schnell und hilfsbereit. Aus meiner Sicht einer der angenehmen Begleitumstände, die im Alltag den Unterschied machen. In der Kategorie Service vergeben wir 88,89 %.

Welche Alternativen gibt es zur Bank Norwegian Visa?

Die Bewertung der Bank Norwegian Visa kennst du jetzt. Aber kein ehrlicher Testbericht kommt ohne den Blick über den Tellerrand aus – deshalb fassen wir erst die Vor- und Nachteile kompakt zusammen und zeigen dir dann passende Alternativen.

Vorteile der Bank Norwegian Visa

  • Keine Jahresgebühr – dauerhaft kostenlos
  • Weltweit bezahlen ohne Fremdwährungsgebühr
  • Gebührenfreies Bargeldabheben
  • Echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen
  • Hohe Visa-Akzeptanz, Apple Pay und Google Pay
  • Überzeugender Kundenservice

Nachteile der Bank Norwegian Visa

  • Kaum Zusatzleistungen
  • Hoher Sollzins bei Teilzahlung (21,99 %, effektiv 24,4 %)
  • Mindestalter von 20 Jahren

Passende Alternativen im Überblick

Je nachdem, was dir bei deiner Bank Norwegian-Alternative wichtig ist, kommen unterschiedliche Karten infrage:

AWA7 Visa Kreditkarte
AWA7 Visa Kreditkarte
awa7
  • Keine Jahresgebühr
  • Bis zu 4.000 € Verfügungsrahmen
  • 0 € Fremdwährungsgebühren und Auslandseinsatzgebühren

Hanseatic Bank GenialCard
Hanseatic Bank GenialCard
Hanseatic Bank
  • Keine Jahresgebühr
  • Weltweit gebührenfrei bezahlen
  • Echter Kreditrahmen
  • Kartenkontrolle per App

Kreditkarte
Kreditkarte
Easybank
  • Kostenlose Visa Kreditkarte
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • Hohe Annahmequote

Fazit: Für wen lohnt sich die Bank Norwegian Visa?

Nach mehreren Monaten im Test ist mein Urteil klar: Die Bank Norwegian Visa ist eine der besten kostenlosen Reisekreditkarten auf dem Markt – wenn du weißt, worauf du dich einlässt.

Ihre Stärke ist das Bezahlen. Keine Jahresgebühr, kein Fremdwährungsaufschlag, hohe Akzeptanz, mobiles Bezahlen – im Alltag und vor allem auf Reisen macht ihr so schnell keiner etwas vor. Dafür gibt es bei den Zusatzleistungen so gut wie nichts: kein Cashback, keine Punkte, kein dickes Versicherungspaket. Diese Karte ist ein Werkzeug zum günstigen Bezahlen, kein Bonusprogramm.

Lohnt sich die Karte für dich?

  • Ja, wenn du viel reist oder im Ausland einkaufst und deine Kreditkartenabrechnung jeden Monat vollständig ausgleichst. Dann bekommst du eine ehrliche, schnörkellose Karte ohne versteckte Kosten.
  • Eher nicht, wenn du auf Cashback, Bonuspunkte oder ein integriertes Versicherungspaket Wert legst – oder wenn du die Teilzahlung nutzen willst. Bei 21,99 % Sollzins wird die vermeintlich kostenlose Karte schnell teuer.

Unterm Strich: Für preisbewusste Vielnutzer und Reisende ist die Bank Norwegian Visa eine klare Empfehlung. Wer ein Rundum-sorglos-Paket sucht, schaut sich besser bei den Alternativen um.

VISA Card
VISA Card
Bank Norwegian
  • Kostenlose Kreditkarte
  • Kostenlose Nutzung im Ausland
  • Willkommensbonus von 15 €

Häufige Fragen zur Bank Norwegian Kreditkarte

Ist die Bank Norwegian Kreditkarte wirklich kostenlos?

Ja. Es fällt keine Jahresgebühr an – weder im ersten noch in den Folgejahren – und es gibt keinen Mindestumsatz. Auch beim Bezahlen im Ausland zahlst du keine Fremdwährungsgebühr. Kosten entstehen nur, wenn du die Teilzahlung nutzt: Dann fallen 21,99 % Sollzinsen an (effektiv 24,4 %).

Wie zahle ich die Bank Norwegian Kreditkarte zurück?

Du kannst zwischen voller und teilweiser Rückzahlung wählen. Wir empfehlen, die Abrechnung jeden Monat vollständig per Lastschrift auszugleichen – so nutzt du das zinsfreie Zahlungsziel und vermeidest die hohen Teilzahlungszinsen. Die Einstellung nimmst du direkt in der Bank Norwegian-App vor.

Macht Bank Norwegian eine Schufa-Abfrage?

Ja. Im Rahmen der Bonitätsprüfung führt Bank Norwegian eine Schufa-Abfrage durch und meldet die Karte auch an die Schufa. Eine Variante ohne Schufa gibt es nicht.

Kann ich mit der Karte im Ausland kostenlos Geld abheben?

Bank Norwegian selbst verlangt für Bargeldabhebungen keine Gebühr. Es können aber Kosten anfallen, wenn die Abhebung in einer Fremdwährung erfolgt (Umrechnung) oder wenn der Betreiber des Geldautomaten ein eigenes Entgelt berechnet.

Welche Voraussetzungen muss ich für die Karte erfüllen?

Du brauchst einen Wohnsitz in Deutschland, ein Mindestalter von 20 Jahren, ein zu versteuerndes Einkommen, keine aktiven Inkassoverfahren sowie eine deutsche Mobilfunknummer. Die Identifikation läuft per VideoIdent über die Bank Norwegian-App.

Wie kündige ich die Bank Norwegian Kreditkarte?

Die Karte lässt sich kostenlos kündigen, sobald dein Saldo vollständig ausgeglichen ist. Wie du dabei am besten vorgehst, erklären wir dir in unserem Ratgeber Kreditkarte kündigen.

Sebastian Rau
Sebastian Rau
Gründer
Über den Autor
Ich bin Sebastian, einer der Gründer von Finanzwissen. Mein ersten Aktien und ETFs habe ich bereits 2015 gekauft. 2016 bin ich in den Krypto-Markt eingestiegen. Bis heute investiere ich in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Immobilien. Als Prozessmanager in einer deutschen Großbank habe ich einen tiefen Einblick in die Abläufe und Prozesse, sodass ich gerne unterschiedliche Produkte teste und meine Erfahrungen mit euch teile.

Kommentare zum Beitrag
Werde Teil der €uro-Finanzwissen Community
Du musst angemeldet sein, um hier kommentieren zu können. Melde dich mit deinem Community-Konto an oder erstelle kostenlos ein Konto.
Kommentar verfassen
Informationen zur Datenverarbeitung kannst Du unserer Datenschutzerklärung entnehmen.