ETF-Sparplan Vergleich 02/2026
- Transparentes Testverfahren mit 78 Kriterien
- Mehr als 20 Broker getestet
- Immer aktuelle Bewertungen

- Kostenlose Sparpläne ab 1 €
- Kostenloses Depot
- Mehr als 6.000 Sparpläne
- 1 MSCI World ETF-Anteil gratis
- Kostenlose Sparpläne ab 1 €
- 10.800+ Aktien- und ETF-Sparpläne
Du willst einen ETF-Sparplan starten und suchst den Anbieter, der wirklich zu dir passt? Dann lohnt sich ein kurzer Vergleich – denn „kostenlos“ ist nicht automatisch „besser“. Entscheidend sind vor allem die Kosten je Ausführung, ob dein Wunsch-ETF als Sparplan verfügbar ist und wie flexibel du deinen Sparplan später ändern oder pausieren kannst.
Kurzfazit zum ETF-Sparplan-Vergleich
In unserem Testverfahren für die besten ETF-Sparpläne schneiden drei Broker besonders gut ab: Traders Place, Scalable Capital und Smartbroker+. Sie bieten insgesamt das beste Paket aus Konditionen, Funktionen und Sparplan-Angebot – unterscheiden sich aber je nach Sparrate und Nutzung.
Damit du schnell zur richtigen Entscheidung kommst, findest du weiter unten:
- Kostenbeispiele für deine Sparrate, damit du ein Gefühl bekommst, was dich wirklich erwartet
- Die wichtigsten Kriterien, auf die es bei ETF-Sparplänen ankommt
- Und Anbieter-Profile, wenn du die Details zu jedem Broker nachlesen willst
1. ETF-Sparplan-Vergleich /: Diese Anbieter haben wir getestet
Für unseren ETF-Sparplan-Vergleich haben wir alle Depots unseres großen Broker-Vergleichs hinsichtlich ihrer Eignung für ETF-Sparpläne untersucht und mithilfe unseres standardisierten Depot-Testverfahren bewertet. Dabei haben wir für diesen Vergleich ausschließlich Depots berücksichtigt, die auch ETF-Sparpläne anbieten – so konnten wir die Anbieter bereits eingrenzen.
Alle Broker wurden in den folgenden Kategorien bewertet:
- Gebühren
- Handelsangebot
- Sparpläne
- Funktionen
- Handel
- Service
In der nachfolgenden Übersicht siehst du die Testergebnisse der einzelnen ETF-Sparplan-Depots.
| Traders Place | Scalable Capital Free | Smartbroker+ | Finanzen.net ZERO | Consorsbank | Trade Republic | Bitpanda | Scalable Capital Prime | Comdirect | Flatex | DKB | Sbroker | ING | XTB | justTrade | 1822direkt | JoeBroker | Revolut | maxblue | Targobank | Postbank | tradegate.direkt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gebühren | 98,11% | 99,53% | 100,00% | 98,11% | 75,20% | 97,64% | 100,00% | 81,17% | 68,84% | 75,41% | 81,37% | 62,61% | 80,96% | 90,09% | 98,27% | 63,72% | 93,40% | 84,82% | 77,42% | 68,45% | 81,61% | 93,87% |
| Handelsangebot | 100,00% | 91,39% | 99,54% | 92,87% | 95,38% | 87,94% | 79,94% | 91,39% | 93,70% | 91,91% | 94,72% | 93,86% | 95,38% | 65,06% | 80,10% | 91,18% | 64,36% | 40,64% | 88,92% | -85,61% | 69,91% | 73,82% |
| Sparpläne | 86,44% | 94,39% | 92,68% | 90,44% | 81,95% | 87,80% | 80,49% | 94,39% | 87,80% | 75,14% | 73,17% | 69,14% | 58,03% | 47,80% | 28,20% | 60,00% | 35,12% | 58,54% | 32,29% | 36,58% | 35,02% | 0,00% |
| Service | 90,00% | 83,33% | 70,00% | 80,00% | 83,33% | 63,33% | 100,00% | 83,33% | 83,33% | 83,33% | 70,00% | 83,33% | 83,33% | 100,00% | 60,00% | 70,00% | 76,67% | 63,33% | 60,00% | 70,00% | 70,00% | 66,67% |
| Funktionen | 94,72% | 94,44% | 83,33% | 89,44% | 95,56% | 97,22% | 94,44% | 94,44% | 90,00% | 88,89% | 86,94% | 79,44% | 97,22% | 97,22% | 76,39% | 79,44% | 91,11% | 90,28% | 79,44% | 85,56% | 73,89% | 83,33% |
| Handel | 95,00% | 80,00% | 95,00% | 85,00% | 100,00% | 80,00% | 85,00% | 80,00% | 100,00% | 95,00% | 90,00% | 95,00% | 95,00% | 95,00% | 80,00% | 90,00% | 80,00% | 70,00% | 90,00% | 80,00% | 90,00% | 85,00% |
| Geasmtnote | 94,38% | 93,78% | 93,71% | 92,09% | 90,75% | 90,38% | 90,46% | 88,27% | 89,94% | 86,71% | 85,23% | 83,78% | 86,35% | 80,72% | 74,74% | 79,16% | 75,48% | 71,03% | 68,53% | 67,00% | 69,50% | 70,58% |
2. Die 5 besten ETF-Sparplan-Depots im Vergleich
Anhand der oben stehenden Tabelle kannst du bereits sehen, dass insbesondere Neobroker mit ihren ETF-Sparplänen überzeugen können. Das liegt insbesondere am klaren Fokus auf ein umfangreiches Sparplan-Angebot. Im Folgenden zeigen wir dir die 5 besten ETF-Sparplan-Depots.
🏅 Platz 1: Traders Place bietet das beste Gesamtpaket
Das aktuell beste ETF-Sparplan-Depot bietet Traders Place. Der Neobroker ist im direkten Vergleich noch recht neu, überzeugt aber mit besonders günstigen Gebühren, einem extrem umfangreichen Sparplan-Angebot, vielen handelbaren Vermögenswerten und modernen Funktionen.
Für den langfristigen Vermögensaufbau sind insbesondere die Sparpläne entscheidend und hier kann Traders Place wirklich überzeugen:
| ETF-Sparpläne | 2.123 |
| Aktien-Sparpläne | 5.587 |
| Fonds-Sparpläne | 123 |
| Krypto-Sparpläne | 13 |
| Gold-Sparplan | ✅ |
Zeitgleich zeigt unser ausführlicher Test zu Traders Place, dass die Sparpläne insgesamt sehr individualisierbar sind. Sparraten lassen sich bereits ab 1,00 € ausführen – so kannst du bereits mit kleinen monatlichen Beträgen eine gute Diversifikation erzielen.
Auch das Traders Place Kinderdepot konnte im Test mit den gleichen Eigenschaften überzeugen und sich direkt als eines der besten Depots für Kinder etablieren.
Ergänzend dazu bietet Traders Place auch wichtige Funktionen wie eine Dynamisierung der Sparrate. Was dahingegen noch etwas fehlt, sind flexiblere Ausführungsintervalle. Aktuell kannst du deine Sparpläne monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich ausführen lassen – die wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Optionen fehlen.
Natürlich lassen sich Sparpläne jederzeit anpassen, aussetzen oder löschen – gebührenfrei versteht sich. Einer der wichtigsten Vorteile des Traders Place Sparplan-Depots ist zudem die gebührenfrei Ausführung. So bezahlst du keine fixe Gebühr für deinen Aktien- oder ETF-Sparplan. Allerdings sind Spreads bei der Ausführung zu berücksichtigen. Unsere Erfahrung zeigt hier, dass die Sparpläne zu Zeiten hoher Liquidität ausgeführt werden, sodass die Spreads hier nicht sonderlich zum Tragen kommen.
Möchtest du Traders Place vorwiegend für das Besparen von ETFs verwenden, kannst du hier auf Produkte von Amundi, DWS Xtrackers, iShares, Vanguard zurückgreifen und somit von der umfangreichen Auswahl profitieren.
Durch das Zusammenspiel sämtlicher, bewertungsrelevanter Aspekte erzielt Traders Place in unserem ETF-Sparplan-Vergleich die beste Gesamtbewertung und verdient daher unsere Empfehlung – und auch die Erfahrungen unserer Community mit Traders Place fallen positiv aus.
- 40 Handelsplätze
- 2.500 ETF kostenlos handelbar
- Kostenloser Handel ab 500 € Ordervolumen (gettex)
🥈 Platz 2: Scalable Capital bietet das umfangreichste Sparplan-Angebot
Direkt auf dem zweiten Platz unseres Vergleichs folgt Scalable Capital mit dem Free-Depot. In unserem Testbericht zu Scalable Capital sind wir ausführlich darauf eingegangen, warum das Free-Depot gerade für klassische Sparplan-Anleger absolut empfehlenswert ist. Auch das Scalable Capital Prime kann als ETF-Sparplan-Depot überzeugen, erhält aufgrund der laufenden Depotgebühren allerdings „nur“ 88,27 %.
Natürlich bietet Scalable Capital für Sparplan-Anleger ein hervorragendes Angebot:
| Aktien-Sparpläne | 3.000+ |
| ETF-Sparpläne | 2.700 |
| Fonds-Sparpläne | 500 |
| Krypto-Sparpläne | 18 |
| Gold-Sparplan | ✅ |
Mit mehr als 2.700 ETFs bietet Scalable Capital ein sehr umfangreiches Sparplan-Angebot. Zudem ist die Ausführung sämtlicher Sparpläne gebührenfrei und damit hervorragend für den langfristigen Vermögensaufbau.
Was wirklich überzeugt, sind die Sparplan-Einstellungen. So gibt es die Möglichkeit, die Sparraten zu dynamisieren, monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich auszuführen. Außerdem kannst du auswählen, an welchen Tagen deine Sparpläne ausgeführt werden. Allerdings bietet auch Scalable Capital keinen Entnahmeplan im klassischen Brokerage an – dafür gibt es die Funktion beim Scalable Robo Advisor.
Auch bei Scalable solltest du berücksichtigen, dass trotz der kostenlosen Ausführung ein Spread enthalten ist. Zu Zeiten der Ausführung ist der Spread allerdings sehr niedrig. Was uns auch besonders gut gefällt, ist die Option, per Lastschrift zu sparen. So musst du keinen Dauerauftrag einrichten oder an ausreichend Geld auf dem Verrechnungskonto denken.
Abschließend bleibt hier zu erwähnen, dass es zahlreiche positive Erfahrungen mit Scalable Capital gibt, sodass der Broker auch die Community überzeugen kann.
- 4.500 Aktiensparpläne und über 2.700 ETFs
- Tool für Portfolio-Analyse
- Nur 0,99 € Ordergebühr (FREE-Modell)
- Kostenlose Sparpläne ab 1 € möglich.
🥉 Platz 3: Smartbroker+ bietet ein Top Sparplan-Depot
Auf dem dritten Platz unseres Vergleichs landet Smartbroker+. Der Neobroker hat in der jüngeren Vergangenheit stark an seinem Handels- und Sparplan-Angebot gearbeitet. Folglich überzeugt Smartbroker+ in unserem Test mit einer wirklich umfangreichen Auswahl an ETF-Sparplänen.
| Aktien-Sparpläne | 7.500+ |
| ETF-Sparpläne | 2.500+ |
| Fonds-Sparpläne | 800 |
| Krypto-Sparpläne | 35 |
| Gold-Sparplan | ✅ |
Gesamtheitlich betrachtet bietet Smartbroker+ hier das beste Sparplan-Angebot unserer Top ETF-Sparplan-Depots. Warum ist dann Smartbroker+ nicht der Gesamtsieger? Das liegt einfach daran, dass Sparpläne bspw. nicht per Lastschrift vom Konto eingezogen werden können und du jeden Betrag manuell überweisen musst.
Hinzu kommt, dass die App noch nicht auf einem Niveau mit dem Wettbewerb ist und hier wichtige Punkte liegen lässt. In der Finanzwissen-Redaktion gehen wir davon aus, dass hier in den kommenden Monaten eine weitere Verbesserung stattfindet.
- Keine Depotgebühren
- Große Auswahl an Handelsplätzen
- Umfangreiches Angebot an Wertpapieren
3. Kosten beim ETF-Sparplan: Was zahlst du wirklich?
Viele schauen beim ETF-Sparplan zuerst, ob diese kostenlos sind. Verständlich – aber damit du am Ende wirklich den passenden Anbieter wählst, solltest du dir die Kosten pro Ausführung ansehen und sie einmal auf deine Sparrate runterbrechen. Denn je nach Modell kann ein „günstiger“ Sparplan bei kleinen Raten teuer werden – oder umgekehrt.
Die gängigen Gebührenmodelle im Überblick
Im Rahmen unserer Recherche sind wir auf unterschiedliche Gebührenmodelle gestoßen. Folgende Ansätze sind in der Praxis anzutreffen:
- Kostenlos: Bei vielen Brokern sind Sparpläne für bestimmte ETFs dauerhaft oder zeitweise kostenlos. Das ist oft die beste Lösung, wenn dein Wunsch-ETF auch wirklich zu den kostenlosen Sparpläne gehört.
- Fixe Gebühr: Hier zahlst du einen festen Betrag bspw. 1 €, egal ob du 50 € oder 500 € sparst. Das ist bei größeren Sparplänen oft fair, kann aber bei kleinen Beträgen relativ teuer werden.
- Prozentuale Gebühr: Klingt „klein“, kann aber bei höheren Sparraten eine ziemliche Auswirkung haben, weil es linear mitwächst. Dafür ist es bei sehr kleinen Raten manchmal günstiger als eine fixe Gebühr.
Wichtig: Einige Anbieter kombinieren Modelle (z. B. kostenlos für Aktions-ETFs, sonst prozentual oder fix). Deshalb lohnt sich ein Blick in die Details.
Kostenbeispiele zu den Kosten von ETF-Sparplänen
Damit du ein Gefühl bekommst, hier eine einfache Rechnung (monatliche Ausführung, 12× pro Jahr). Die Zahlen sind Beispiele, das Prinzip bleibt aber immer gleich:
| Sparrate | Kostenlos (0 €) | Fixe Gebühr (1 €) | Relative Gebühr (1,5 %) |
|---|---|---|---|
| 50,00 € | 0,00 € (0,00 € im Jahr) | 1,00 € (12,00 € im Jahr) | 0,75 € (9,00 € im Jahr) |
| 100,00 € | 0,00 € (0,00 € im Jahr) | 1,00 € (12,00 € im Jahr) | 1,50 € (18,00 € im Jahr) |
| 250,00 € | 0,00 € (0,00 € im Jahr) | 1,00 € (12,00 € im Jahr) | 3,75 € (45,00 € im Jahr) |
| 500,00 € | 0,00 € (0,00 € im Jahr) | 1,00 € (12,00 € im Jahr) | 7,50 € (90,00 € im Jahr) |
| 1.000,00 € | 0,00 € (0,00 € im Jahr) | 1,00 € (12,00 € im Jahr) | 15,00 € (180,00 € im Jahr) |
Was können wir hieraus also für unseren ETF-Sparplan lernen?
- Bei kleinen Sparraten ist eine fixe Gebühr oftmals relativ teuer (1 € von 50 € sind 2 %).
- Bei größeren Sparraten ist eine relative Gebühr zu teuer .
- Kostenlose Sparpläne sind top, solange diese kostenlos bleiben.
Aktionssparpläne: Wenn kostenlos zur Stolperfalle wird
Im Rahmen unseres Tests haben wir uns zahlreiche Angebote angeschaut. So bieten etwa Neobroker komplett kostenlose Sparpläne an. Solange dieser Status bestehen bleibt, gibt es hier nichts einzuwenden. Was dahingegen anders zu behandeln ist, sind Aktionssparpläne. Hier sind bspw. ETFs eines Emittenten vorübergehend kostenlos oder auch nur ausgewählte ETFs.
Das ist nicht automatisch schlecht – du solltest nur zwei Dinge im Blick haben:
- Ist mein ETF wirklich dauerhaft kostenlos?
- Was kostet die Ausführung, wenn die Aktion endet?
Wenn du einen Aktions-ETF besparst, setz dir eine Erinnerung (z. B. halbjährlich), einmal kurz zu prüfen, ob die Konditionen noch gelten.
Weitere Kosten bei ETF-Sparplänen
Auch wenn die Sparplan-Ausführung kostenlos ist, gibt es Kosten, die beim Investieren grundsätzlich dazugehören:
- Produktkosten (TER): Die laufenden Kosten des ETFs selbst (nicht Broker-gebunden).
- Spread: Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs – bei liquiden Standard-ETFs meist klein, aber nicht null.
- Steuern: Abgeltungsteuer auf Ausschüttungen/Verkäufe; Vorabpauschale kann bei thesaurierenden ETFs relevant sein (je nach Jahr).
- Währung/Handelsplatz: Bei exotischeren Konstrukten können zusätzliche Effekte auftreten – bei klassischen Welt-ETFs in Euro ist das meist kein großes Thema.
Beachte am besten, dass ein kostenloser Sparplan sich ausschließlich auf die Ausführungsgebühren bezieht. Das Investieren selbst – und hierbei geht es in erster Linie um die Produktkosten – bleibt weiterhin mit Kosten verbunden.
Berechne die entgangene Rendite mit einem Zinseszinsrechner
Schlussendlich solltest du dich auch fragen, wie hoch die echten Kosten für deinen Sparplan ausfallen. Ein valider Ansatz ist die Verwendung eines Zinseszinsrechners. Hier kannst du die jährlichen Kosten als jährlichen Sparbetrag hinterlegen. Als Rendite kannst du eine konservative Marktrendite von 5 % wählen.
Für das Beispiel nehmen wir nun an, dass ein Anleger über 40 Jahre 250,00 € monatlich investiert. Lass uns nun schauen, welche Kosten hier entstehen.
Haben wir einen Broker mit einer variablen Gebühr von 1,5 %, dann entstehen hier jährliche Gebühren von 45 € oder nach 40 Jahren Kosten von 1.800,00 €. Die entgangene Rendite beläuft sich sogar auf 3.922,58 €.
Das ist an dieser Stelle nur ein Beispiel, welches verdeutlichen soll, wie relevant die Gebühren für den langfristigen Vermögensaufbau sind. Am besten nutzt du einfach den Zinseszinsrechner, um die Kosten für deinen Fall zu berechnen.
4. Die wichtigsten Kriterien für einen guten ETF-Sparplan
Ein ETF-Sparplan ist schnell eingerichtet, ob er sich im Alltag für dich wirklich gut anfühlt, entscheiden ein paar Details. Damit du nicht nur irgendeinen Anbieter wählst, sondern den passenden, kommen hier die Kriterien, die aus Sicht unserer Redaktion am meisten zählen.
ETF-Auswahl und Sparplan-Verfügbarkeit
Klingt banal, ist aber der häufigste Stolperstein. Nicht jeder Broker hat jeden ETF als Sparplan – und nicht jeder ETF ist dauerhaft zu den gleichen Konditionen besparbar. Wichtig ist deshalb:
- Gibt es deinen Wunsch-ETF überhaupt als Sparplan?
- Ist er regelmäßig besparbar (nicht nur als kurzfristige Aktion)?
- Gibt es sinnvolle Alternativen (z. B. andere Welt-ETFs), falls dein Favorit fehlt?
Ausführungskosten
Wie wir im vorherigen Kapitel gezeigt haben, sind kostenlose Sparpläne eine top Angelegenheit. Allerdings ist es wichtiger zu schauen, wann es kostenlos ist und was sonst gilt. Interessant in diesem Zusammenhang:
- Sind nur Aktions-ETFs kostenlos oder gilt es generell?
- fixe Gebühr oder prozentual, wenn nicht kostenlos?
- passt das Modell zu deiner Sparrate? (Prozentual vs. Fixkosten)
Mindestsparrate und Ausführungsintervalle
Startest du erst mit deinem Vermögensaufbau? Dann wirst du es wahrscheinlich so wie viele andere handhaben und mit einem kleinen Sparbetrag starten. Aus diesem Grund solltest du unbedingt prüfen:
- Wie niedrig ist die Mindestsparrate?
- Welche Intervalle sind möglich (monatlich, zweimonatlich, ggf. wöchentlich)?
- Kannst du den Ausführungstag wählen oder ist er fix?
Je flexibler du das steuern kannst, desto besser passt der Sparplan zu deinem Zahlungsrhythmus. Inzwischen bietet das Bitpanda Depot bspw. komplett flexible Ausführungen an – hier kannst du täglich den Sparplan ausführen und sogar die Zeit festlegen.
Bruchstücke und Ausführungskurs
Ein Punkt, den viele erst später merken: Bei Sparplänen kaufst du oft Bruchstücke von ETF-Anteilen. Das ist in der Regel gut, weil dein Geld vollständig investiert wird. Möchtest du allerdings dein Depot übertragen, dann sind die Bruchstücke schlicht und ergreifend nicht handelbar. Grundsätzlich solltest du immer folgendes Prüfen:
- Werden Bruchstücke unterstützt?
- Wie transparent ist die Abrechnung (welcher Kurs, welcher Zeitpunkt)?
- Gibt es Besonderheiten beim späteren Verkauf von Bruchstücken
Gerade bei kleinen Sparraten macht das einen spürbaren Unterschied.
Flexibilität: Sparplan ändern, pausieren, Einmalrate
Das Leben ist keine Lineare, die immer gleich verläuft. Es wird regelmäßige Hoch- und Tiefpunkte geben, die auch deine Finanzen betreffen. Darum sollte dein Anbieter folgende Funktionen bieten:
- Sparrate jederzeit einfach ändern
- Sparplan pausieren und wieder starten
- ETF wechseln oder neuen Sparplan hinzufügen
Hier gilt der Grundsatz, dass ein einfaches Angebot im Alltag wesentlich besser ist, als ein zu komplexes Angebot. Das einfache editieren von Sparplänen hat sich unserer Erfahrung nach bewährt.
Einzahlung und Lastschrift
Am besten funktioniert das Sparen, wenn du es komplett automatisierst. Das gilt umso mehr für Sparpläne, denn wir wollen hier den Vermögensaufbau auf Autopilot stellen. Daher solltest du unbedingt folgendes prüfen:
- SEPA-Lastschrift möglich oder nur per Überweisung/Dauerauftrag?
- Wie zuverlässig wird die Ausführung durchgeführt?
- Können das Verrechnungskonto und Depot bei unterschiedlichen Anbietern liegen?
Wer es maximal bequem will, nimmt Lastschrift – wer es maximal kontrolliert will, nutzt Dauerauftrag. Natürlich kannst du heutzutage auch einfach per Apple Pay, PayPal etc. deinen Sparplan ausführen lassen.
Service, App und Dokumente
Gerade bei Sparplänen willst du nicht ständig rumfummeln. Achte deshalb auf:
- Intuitive App / Weboberfläche ohne viel Einarbeitung
- Ordentlich Abrechnungen als PDF ersichtlich
- Freistellungsauftrag schnell einstellbar
- Support erreichbar, wenn doch mal was hängt
Viele Anleger unterschätzen diese scheinbar offensichtlichen Anforderungen. Doch wenn wirklich Service notwendig ist, dann ist man zufrieden, wenn er zuverlässig funktioniert.
5. ETF-Sparplan einrichten: Schritt-für-Schritt Anleitung
Einen ETF-Sparplan einzurichten ist heute wirklich kein Hexenwerk. Wenn du einmal weißt, worauf es ankommt, dauert das meistens nur ein paar Minuten. So gehst du am besten vor:
Schritt 1: Passendes Sparplan-Depot eröffnen
Ohne Depot geht es nicht. Daher musst du dir im ersten Schritt ein passendes Sparplan-Depot aussuchen und eröffnen. Viele Anleger stehen vor der Frage, ob sie lieber Scalable Capital oder Trade Republic wählen sollten – unser Test zeigt eine klare Empfehlung.
Nimm am besten einen Broker, der zu dir passt. Je automatischer dein Vermögensaufbau funktioniert, desto weniger musst du dich im Alltag mit diesem Thema beschäftigen.
Schritt 2: ETF auswählen
Nachdem du dein Depot eingerichtet hast, musst du einen ETF für deinen Sparplan auswählen. In unseren ETF-Empfehlungen stellen wir dir eine Auswahl spannender ETF für die langfristige Anlage vor. Grundsätzlich gilt, dass du nur wenige ETFs in deinem Portfolio benötigt – am besten jedoch zwei, um regelmäßiges Rebalancing durchzuführen.
Ein sinnvoller Ansatz für das erste ETF-Portfolio ist ein klassisches Weltportfolio aufzubauen. Außerdem haben wir auch herausgearbeitet, welche Fehler Anleger beim ETF-Sparen klassischerweise begehen.
Schlussendlich solltest du zum Beginn insbesondere auf folgende Punkte achten:
- Breite Streuung über Unternehmen und Länder
- Verfügbarkeit des ETFs bei deinem Broker
- Ist der ETF ausschüttend oder werden Gewinne reinvestiert (thesauriert)?
Bist du dir nicht ganz sicher, dann solltest du lieber mit einem kleinen Betrag anfangen und dich weiterbilden, anstatt über Monate gar nicht anzufangen.
Schritt 3: Sparrate und Intervall festlegen
Jetzt musst du festlegen, wie viel und wie oft du in deinen Sparplan investieren möchtest. Folgende Parameter sind dabei entscheidend:
- Sparrate (10 € oder 500 €)
- Intervall (monatlich, quartalsweise, halbjährlich etc.)
- Ausführungstag (feste Vorgabe oder flexibel)
Wähle eine Sparrate, die du immer ausführen kannst. Es gilt der Grundsatz: Beständigkeit geht über Perfektion.
Kannst du darüberhinaus mehr Geld investieren, kannst du deinen Sparplan anpassen oder das Geld per Einmalinvestition in deinen ETF packen.
Optional bieten einige Broker noch eine Dynamisierung der Sparrate an. Damit kannst du bspw. zukünftige Gehaltsentwicklungen berücksichtigen oder deine Sparrate analog zur Inflation anpassen. Dieses Feature ist nice to have aber nicht zwingend erforderlich.
Schritt 4: Prüfen und Sparplan aktivieren
Dein Broker wird dir zum Abschluss zeigen, wie dein Sparplan aussieht. Bevor du den Sparplan aktivierst solltest du einmal folgende Parameter prüfen:
- Passt die Sparrate?
- Hast du den korrekten ETF ausgewählt?
- Ist das Intervall passend?
- Hast du auch das passende Konto hinterlegt?
Passen alle Angaben, kannst du den Sparplan aktivieren und laufen lassen.
Schritt 5: Freistellungsauftrag einrichten
Hast du deinen Freistellungsauftrag noch nicht ausgereizt, dann solltest du ihn unbedingt nutzen. Damit vermeidest du, dass du Steuern für die Vorabpauschale, Dividendenerträge oder Verkaufserlöse abführst. Solltest du keinen Freistellungsauftrag nutzen, solltest du unbedingt eine Steuererklärung abgeben – diese können wir generell nur empfehlen. Mit den Steuertools in unserem Vergleich ist das besonders einfach machbar.
Sparplan optimieren
Ein ETF-Sparplan ist nicht in Stein gemeißelt. Sinnvolle Anpassungen sind:
- Sparrate erhöhen oder senken (z. B. nach Gehaltserhöhung)
- Sparplan pausieren (wenn mal ein Engpass kommt)
- zusätzlichen ETF besparen (wenn du gezielt erweitern willst)
- einmal jährlich kurz prüfen: Konditionen, ETF-Verfügbarkeit, Gebührenmodell
6. Häufige Fehler beim ETF-Sparplan
Ein ETF-Sparplan ist eigentlich simpel – trotzdem passieren in der Praxis ein paar typische Fehler, die dich Rendite kosten oder dich irgendwann nerven. Das Gute: Du kannst sie sehr leicht vermeiden, wenn du einmal weißt, worauf es ankommt.
Zu teurer ETF-Sparplan
Wir haben es schon einige Male angemerkt – trotzdem passiert es immer wieder. Der Sparplan wirkt günstig, aber das Gebührenmodell passt nicht zu deiner Sparrate.
- Fixe Gebühren (z. B. 1 € pro Ausführung) können bei kleinen Raten schnell teuer werden.
- Prozentuale Gebühren (z. B. 1,5%) sind bei höheren Raten oft unnötig teuer.
- Und bei kostenlos gilt: nur dann gut, wenn es wirklich für deinen ETF und dauerhaft gilt.
Und in der Praxis lassen sich diese Fehler wirklich leicht vermeiden:
- Rechne mit deiner Sparrate, welche Kosten für dich anfallen.
- Wenn du mit kleinen Beträgen sparst, dann schaue, dass es keine vergleichsweise hohen Fixkosten gibt.
- Sparst du direkt größere Beträge? Vermeide Depots mit relativen Gebühren.
ETF-Aktion läuft aus
Viele Broker locken mit Aktions-ETFs oder kostenlosen Sparplänen. Das ist völlig okay – problematisch wird es nur, wenn:
- die Aktion endet,
- dein ETF plötzlich nicht mehr kostenlos ist,
- oder du in ein teureres Standardmodell rutschst, ohne es zu merken.
Doch auch dieser klassische Fehler lässt sich leicht vermeiden:
- Prüfe deinen Sparplan: Ist er dauerhaft kostenlos oder nur im Rahmen einer Aktion?
- Setz dir eine kleine Routine: Prüfe alle 6 Monate, ob die Konditionen noch passen.
- Wenn eine Aktion endet: Entweder ETF wechseln oder Anbieter/Kostenmodell prüfen.
Gerade mit einem Depotwechsel lassen sich die Kostennachteile im Regelfall ausgleichen.
Zu viele ETFs im Sparplan
Viele machen sich den Start unnötig schwer: 5 ETFs, Themen-ETFs, Regionenmix, dazu noch Krypto-ETP – und am Ende verliert man den Überblick oder zweifelt ständig. Am besten befolgst du diese Tipps:
- Starte lieber simpel: ein breit gestreutes Welt-Portfolio reicht für den Anfang in vielen Fällen.
- Wenn du später erweitern willst: mach es bewusst, nicht aus Angst etwas zu verpassen.
- Komplexität ist nur dann sinnvoll, wenn du sie auch langfristig pflegen willst.
Sparplan nie überprüft
Ein Sparplan ist „set and forget“ – aber eben nicht „set and never look again“. Lebenssituation, Einkommen und auch Broker-Konditionen ändern sich. Achte daher auf Folgendes:
- Plan dir 1× pro Jahr einen kurzen Check ein:
- Passt deine Sparrate noch zu deinem Budget?
- Ist der ETF noch der, den du besparen willst?
- Haben sich Kosten/Konditionen geändert?
- Passt dein Risiko noch (z. B. wenn ein großer Kauf ansteht)?
- Wenn du merkst, dass du ständig anpasst: dann lieber Struktur vereinfachen, statt jeden Monat umzubauen.
7. Häufige Fragen zum ETF-Sparplan Vergleich
Was ist der beste ETF-Sparplan Anbieter?
Den einen besten Anbieter für alle gibt es nicht – aber es gibt Anbieter, die im Gesamtpaket besonders stark sind. In unserem Test schneiden Traders Place, Scalable Capital und Smartbroker+ am besten ab, weil sie Kosten, ETF-Auswahl und Sparplan-Funktionen am überzeugendsten kombinieren. Am Ende hängt die richtige Wahl vor allem davon ab, ob du Wert auf möglichst niedrige Ausführungskosten, große ETF-Auswahl oder maximale Flexibilität legst.
Sind ETF-Sparpläne wirklich kostenlos?
Oft ja – aber nicht immer und nicht für jeden ETF. „Kostenlos“ bedeutet in der Regel: keine Ausführungsgebühr für den Sparplan. Häufig gilt das nur für bestimmte ETFs (Aktionssparpläne) oder unter bestimmten Bedingungen. Deshalb solltest du immer prüfen: Gilt die kostenlose Ausführung für deinen ETF und dauerhaft – und was kostet es, wenn die Aktion endet?
Welche Sparrate ist sinnvoll?
Sinnvoll ist die Sparrate, die du langfristig stressfrei durchziehen kannst. Viele starten mit 50 bis 100 € im Monat und erhöhen später. Wichtig: Lieber regelmäßig 50 € als drei Monate 250 € und dann abbrechen. Wenn du dir unsicher bist, starte kleiner – und erhöhe nach ein paar Monaten, wenn sich alles gut anfühlt.
Kann ich den Sparplan jederzeit ändern oder pausieren?
In der Praxis: bei den meisten Brokern ja. Du kannst meistens Sparrate, Ausführungstag oder sogar den ETF ändern – und den Sparplan auch pausieren oder löschen. Unterschiede gibt es eher im Komfort: Manche Anbieter machen das in 20 Sekunden in der App, bei anderen ist es etwas umständlicher. Genau deshalb ist Flexibilität auch ein wichtiges Vergleichskriterium.
Welcher ETF eignet sich am besten für einen Sparplan?
Für die meisten ist ein breit gestreuter Welt-ETF ein sehr guter Start, weil du damit automatisch viele Länder und Unternehmen abdeckst. Ob du einen ETF auf einen Weltindex nimmst oder eine Alternative, hängt von deinem Geschmack und deiner Strategie ab – wichtig ist vor allem: breit gestreut, verständlich und langfristig passend. Und natürlich: Er muss bei deinem Broker als Sparplan verfügbar sein.
Was ist der beste Ausführungstag?
Einen perfekten Ausführungstag gibt es nicht – der Unterschied ist langfristig meist kleiner, als viele denken. Wichtig ist eher, dass du regelmäßig investierst. Wenn du wählen kannst, nimm einen Tag, an dem das Geld sicher da ist (z. B. kurz nach Gehaltseingang). Wer es noch entspannter will, lässt den Ausführungstag einfach so, wie der Broker ihn vorgibt.
Ein ETF oder mehrere – was ist besser?
Für den Start ist ein ETF oft die beste Lösung, weil es einfach bleibt und du weniger Fehlerquellen hast. Mehrere ETFs können Sinn ergeben, wenn du bewusst etwas anders gewichten willst (z. B. zusätzlich Small Caps oder Emerging Markets) – aber dann solltest du auch bereit sein, das regelmäßig zu prüfen und dein Portfolio zu rebalancen. Wenn du neu bist: lieber simpel starten und später erweitern.
Sparplan oder Einmalkauf – was lohnt sich wann?
Ein Sparplan lohnt sich besonders, wenn du regelmäßig investieren willst und dir das Ganze automatisiert und entspannt machen möchtest. Ein Einmalkauf kann sinnvoll sein, wenn du bereits einen größeren Betrag hast. Viele kombinieren beides: Sparplan als Basis – und bei Bedarf ab und zu eine Einmalzahlung. Wichtig ist am Ende weniger die perfekte Methode, sondern dass du eine Strategie findest, die du langfristig durchziehst.
