
Ethereum plant sieben große Updates bis 2029
Die Entwickler von Ethereum haben eine neue langfristige Roadmap veröffentlicht, die zeigt, wohin sich die zweitgrößte Kryptowährung der Welt in den nächsten Jahren entwickeln soll. Das Dokument trägt den Namen „Strawmap“ und wurde von Ethereum-Foundation-Entwickler Justin Drake am 25. Februar 2026 öffentlich vorgestellt.
Überblick
- Die Roadmap plant ungefähr alle sechs Monate ein größeres Update ein.
- Die wichtigsten Ziele sind:
- Schnellere Transaktionen
- höhere Kapazität
- bessere Layer-2-Blockchain
- Quantenresistenz
- möglichkeiten für bessere Privatsphäre
- Nach der Anündigung
Wie möchte die Ethereum Foundation die Kryptowährung verändern?
Die Roadmap plant sieben sogenannte „Forks“ bis Ende 2029, ungefähr im Rhythmus eines Updates alle sechs Monate. Eine Fork ist bei Kryptowährungen ein größeres Software-Update des Netzwerks. Vergleichbar ist dies mit einem großen Betriebssystem-Update auf dem Smartphone, nur dass dabei alle Teilnehmer des Netzwerks gleichzeitig mitmachen müssen.
Die fünf großen Ziele
Die Strawmap dreht sich um fünf zentrale Verbesserungen:
1. Schnellere Transaktionen: Die Bestätigungszeit soll von derzeit 16 Minuten auf nur noch 6 bis 16 Sekunden sinken. Zudem sollen Blöcke statt alle 12 Sekunden künftig alle 2 Sekunden erzeugt werden. Das würde Ethereum deutlich schneller machen.
2. Viel höhere Kapazität: Das Netzwerk soll auf bis zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde auf der Hauptkette skalieren – ermöglicht durch sogenannte zkEVMs, also Zero-Knowledge-Beweissysteme, die Berechnungen effizienter machen.
3. Massenkapazität auf Layer 2: Auf den sogenannten Layer-2-Netzwerken, die auf Ethereum aufbauen, sollen sogar bis zu 10 Millionen Transaktionen pro Sekunde möglich werden. Layer-2-Lösungen sind vereinfacht gesagt „Schnellstraßen“, die den Verkehr von der Hauptkette entlasten.
4. Quantenresistenz: Die Roadmap enthält auch Maßnahmen gegen zukünftige Bedrohungen durch Quantencomputer – durch den Einsatz von Hash-basierter Kryptographie. Quantencomputer könnten theoretisch eines Tages aktuelle Verschlüsselungen knacken; Ethereum will jetzt schon dafür gewappnet sein.
5. Eingebaute Privatsphäre: Erstmals soll Datenschutz direkt im Protokoll verankert werden. Das wird durch verschlüsselte ETH-Transfers ermöglicht, bei denen Guthaben und Transaktionshistorie privat bleiben können. Hier bleibt abzuwarten, inwiefern sich dieses Vorhaben mit den neuen MiCAR-Regeln der EU beißt.

Was bedeutet das für Nutzer und den Ethereum-Kurs?
Wer Ethereum nutzt – etwa für DeFi-Anwendungen, NFTs oder einfache Transaktionen– dürfte von diesen Änderungen spürbar profitieren. Diese hätten schnellere Bestätigungen, günstigere Gebühren und bessere Privatsphäre zur Folge. Die Strawmap ist dabei als lebendes Dokument gedacht – kein fester Zeitplan, sondern ein strukturierter Entwurf, der regelmäßig aktualisiert und geändert wird.
Kurz gesagt: Ethereum hat einen klaren Plan für die nächsten vier Jahre und der ist ambitionierter als je zuvor. Ambitionierte Pläne braucht es auch. Der Kurs ist weit von Allzeithoch entfernt und auch im letzten Bull-Run, in dem Bitcoin zu neuen Hochs kam, konnte der Ethereum-Preis nicht die 4.200 €-Marke knacken, welche das All-Time-High markiert.
Immerhin stieg nach der Ankündigung der Roadmap der Kurs in den Tagen danach um etwa 5 % an. Ob sich dadurch ein nachhaltiger Aufwärtstrend etablieren wird, bleibt abzuwarten.
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Unsere Inhalte spiegeln nur die Meinungen und Erwartungen der Autoren wider und stellen somit keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen der genannten Wertpapiere dar.
Als Anleger*in trägst Du die volle Verantwortung für Deine Investitionsentscheidungen.
Die Autoren können in einige der beschriebenen Assets investiert sein und somit ein Interesse an deren Kursentwicklung haben.

