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Betriebliche Altersvorsorge: Alles was du zur bAV wissen musst

Die Rente ist sicher. Eine √§hnliche Aussage wurde in den 1980er Jahren von einem bekannten deutschen Politiker getroffen. Das Betriebsrentengesetz zur Regelung der betrieblichen Altervorsorge (bAV) f√ľr Arbeitnehmer war zum damaligen Zeitpunkt 12 Jahre alt. Wie sieht es nun 40 Jahre sp√§ter mit der Sicherheit unserer Rente aus und welche Rolle spielt die bAV dabei?

Die gesetzliche Rente ist in Deutschland die Basis. Mit dem sogenannten Umlageverfahren werden die derzeitigen Rentenbezieher finanziert. Die Mittel hierf√ľr stammen aus den laufenden Rentenversicherungsbeitr√§gen der Arbeitnehmer. Durch dieses Verfahren sollen die Renten √ľber Generationen hinweg getragen werden. Daher stammt auch der Begriff Generationenvertrag.

Zusätzlich gibt es noch weitere Möglichkeiten die eigene Rente aufzustocken. Das deutsche Rentensystem besteht aus drei Schichten.

Erstens die gesetzliche Rente. Zweitens die Zusatzrente in Form der betrieblichen Altersvorsorge und der Riester-Rente. Drittens die private Altersvorsorge √ľber Lebensversicherungen. Es stehen noch weitere M√∂glichkeiten zur Verf√ľgung. Aktien und ETFs z√§hlen zwar nicht offiziell zur 3. Schicht der Altersvorsorge, dennoch sind sie ein probates Mittel zur Erg√§nzung der eigenen Rente.

√úber die Aktienrente kannst du dich in einem separaten Ratgeber bei uns ausf√ľhrlich informieren. In diesem Artikel stellen wir dir die betriebliche Altersvorsorge vor.

1. Durchf√ľhrungswege der bAV

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist eine Leistung, die der Arbeitnehmer √ľber seinen Arbeitgeber in Anspruch nehmen kann. Bei der Finanzierung der Betriebsrente gibt es nicht nur einen Weg, sondern f√ľnf.

Im folgenden Verlauf liefern wir einen √úberblick zu den f√ľnf Durchf√ľhrungswegen.

Bei der Direktversicherung wird vom Arbeitgeber eine Rentenversicherung auf das Leben seines Arbeitnehmers abgeschlossen. Als Zusatz k√∂nnen auch Berufsunf√§higkeits- und Hinterbliebenenleistungen abgeschlossen werden. Bezugsberechtigt sind sowohl der Arbeitnehmer als auch die Hinterbliebenen. Die Direktversicherung wird bei einem Lebensversicherer abgeschlossen. Entweder wird die Finanzierung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam √ľbernommen oder entsprechend einzeln.

Bei der Direktzusage spricht man auch von einer internen Pensionszusage. Die Versorgung wird direkt durch den Arbeitgeber gewährleistet, ohne externen Partner. Vor einigen Jahrzehnten wurde hauptsächlich diese Finanzierungsform verwendet. Heute ist die Direktzusage eher die Ausnahme. Seit 2002 besteht die Möglichkeit der Übertragung auf einen externen Partner.

Die Pensionskasse ist eine eigenst√§ndige Versorgungseinrichtung. Sie kann als Aktiengesellschaft oder Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gef√ľhrt werden. Die Funktion √§hnelt einem Lebensversicherer. Hier werden die Beitr√§ge entweder einzeln von Arbeitnehmer oder Arbeitgeber bzw. gemeinsam getragen.

Die Unterst√ľtzungskasse ist eine Versorgungseinrichtung in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Hierbei gelten keine speziellen Anlagevorschriften. Grunds√§tzlich schlie√üen r√ľckgedeckte Unterst√ľtzungskassen eine Renten- oder Lebensversicherung ab, um die Anspr√ľche aus der Betriebsrente abzusichern.

Der Pensionsfonds ist eine selbstst√§ndige Versorgungseinrichtung in Form einer Aktiengesellschaft. Dieser Durchf√ľhrungsweg ist in Deutschland der einzige, der eine lohnsteuerfreie √úbertragung aus Direktzusagen anbietet. Au√üerdem bestehen beim Pensionsfonds √ľberwiegend liberale Anlagem√∂glichkeiten.

Die einzige unmittelbare Versorgungszusage ist die Direktzusage. Die restlichen Durchf√ľhrungswege sind mittelbare Versorgungszusagen. Hierbei ist ein externer Partner im Spiel.

Letztendlich entscheidet der Arbeitgeber, welche Variante er anbietet. Bei einem neuen Beschäftigungsverhältnis sollte daher zu Beginn geklärt werden, welche Möglichkeiten bestehen. Bei der betrieblichen Altersversorgung gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz

Der Gleichbehandlungsgrundsatz sagt aus, dass ein Arbeitnehmer nicht einfach von der Betriebsrente ausgeschlossen werden kann. Es gelten f√ľr alle Angestellten die gleichen Voraussetzungen. Unterschiedliche Behandlungen m√ľssten sachlich gerechtfertigt sein.

2. Rentenl√ľcke: Wie hoch ist der Bedarf zur bAV?

F√ľr Arbeitnehmer ist die Rentenl√ľcke ein abstrakter Begriff. Insbesondere f√ľr j√ľngere Erwerbst√§tige. Schlie√ülich ist der Renteneintritt noch Jahrzehnte entfernt und man kann ja jederzeit mit der Vorsorge beginnen.

Viele erkennen erst bei Renteneintritt wie groß die Differenz zwischen dem letzten Nettogehalt und der gesetzlichen Rentenzahlung ist. Wir nehmen zur Veranschaulichung ein konkretes Beispiel.

Das durchschnittliche Monatsgehalt liegt laut Statista in Deutschland bei 3.975 Euro Brutto. Dieser Durchschnitt ergibt sich bei der Betrachtung aller Vollzeitkräfte.

In der folgenden √úbersicht berechnen wir die Rentenl√ľcke eines 30-j√§hrigen Arbeitnehmers mit einem Bruttogehalt von 3.975 Euro. Das Alter bei Berufseinstieg betr√§gt 25 Jahre und der Arbeitnehmer ist in Steuerklasse 1.

Monatsbrutto3.975 Euro
-Sozialversicherung794,01 Euro
-Steuern699,04 Euro
Monatsnetto2.481,95 Euro
Altersrente1.904,52 Euro
-Sozialversicherung209,50 Euro
-Steuern205,27 Euro
voraussichtliche Nettorente1.489,75 Euro
Rentenl√ľcke992,20 Euro
Berechnung der Rentenl√ľcke

Bei dieser Musterrechnung hat der Rentenbezieher eine Rentenl√ľcke von 992 Euro. Das entspricht etwa 40 % seines letzten Nettogehalts.

Jeder kann f√ľr sich festlegen, ob diese L√ľcke ein Problem darstellt oder nicht. Ein einfaches Experiment k√∂nnte jedoch f√ľr Klarheit sorgen. Du k√∂nntest versuchen in absehbarer Zeit nur mit 60 % deines Nettogehalts auszukommen. Der restliche Betrag f√§llt in diesem Experiment ersatzlos weg.

Bei der Rentenl√ľcke spielen noch weitere Faktoren wie z.B. die Inflation eine gro√üe Rolle. Sollte die Inflation st√§rker steigen als die Rente, entsteht eine noch gr√∂√üere Rentenl√ľcke.

Die deutsche Rentenversicherung versendet zwar regelm√§√üig einen Rentenbescheid, jedoch sind die Hinweise auf den zus√§tzlichen Vorsorgebedarf nicht ausreichend. Es wird lediglich erw√§hnt, dass sich die L√ľcke zwischen Erwerbseinkommen und Rente vergr√∂√üert.

Renteninformation
Muster Renteninformation | Quelle: deutsche Rentenversicherung

Ab dem 27. Lebensjahr erh√§lt jeder Arbeitnehmer einmal im Jahr die sogenannte Renteninformation. Dieser Bescheid liefert einen √úberblick zur Altersrente und den bis dato angesammelten Anspr√ľchen. Hierbei handelt es sich jedoch um Bruttowerte.

Ohne zus√§tzliche Vorsorgema√ünahmen stellt die Rentenl√ľcke f√ľr die meisten Arbeitnehmer ein erhebliches Problem dar.

3. Geförderte Betriebsrente mit Entgeltumwandlung

Ein zentraler Punkt der betrieblichen Altersversorgung ist die Entgeltumwandlung. Ein Begriff den jeder Arbeitnehmer zumindest gehört haben sollte.

Die Entgeltumwandlung oder auch Gehaltsumwandlung ist eine staatlich gef√∂rderte Ma√ünahme zur Verringerung deiner Versorgungsl√ľcke. Seit 2002 haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf die Entgeltumwandlung.

Bei dieser Finanzierungsform der Betriebsrente vereinbarst du mit deinem Arbeitgeber, dass ein Teil deines Bruttogehalts direkt in die bAV fließt.

Steuerlicher Vorteil der bAV

Der große Vorteil liegt darin, dass bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der deutschen Rentenversicherung steuerfrei und bis zu 4 % sozialabgabenfrei umgewandelt werden können.

Steuerliche Vorteile bei der Entgeltumwandlung

F√ľr Betr√§ge bis zu 276 Euro im Monat fallen keine Sozialabgaben an und Betr√§ge bis zu 552 Euro sind steuerfrei. Seit 2019 muss der Arbeitgeber den Beitrag bezuschussen. Ab 1. Januar 2022 gilt dies auch f√ľr Altvertr√§ge vor 2019. Bei der Entgeltumwandlung ist der Arbeitgeber also verpflichtet mindestens 15 % des Beitrags zu √ľbernehmen. Dieser Pflichtzuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge macht die Entgeltumwandlung somit noch attraktiver.

Bei der Auszahlung der Betriebsrente gibt es mehrere Möglichkeiten, die wir im Folgenden definieren

Auszahlungsmöglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge

  • lebenslange Rente
  • einmalige Kapitalzahlung
  • Kombination

Seit 2018 sorgt das Betriebsrentenst√§rkungsgesetz (BRSG) daf√ľr, dass nicht nur Angestellte gro√üer Unternehmen von der bAV profitieren. Auch Mitarbeiter in kleinen und mittelst√§ndischen Firmen sollen unterst√ľtzt werden.

Arbeitnehmer profitieren doppelt bei der Betriebsrente

Die folgende Grafik zeigt deutlich wie groß der Effekt der Förderung bei einer Entgeltumwandlung sein kann.

entgeltumwandlung betriebliche altersvorsorgeEntgeltumwandlung bei bAV  |  Quelle: Allianz

Vom Bruttogehalt werden 100 Euro umgewandelt und der eigene Nettoaufwand liegt am Ende bei etwa 50 Euro. Mit dem gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss liegt der Gesamtbeitrag in diesem Beispiel bei 115 Euro.

Das Beispiel der Entgeltumwandlung veranschaulicht, wie mit geringem Aufwand eine nennenswerte Zusatzrente aufgebaut werden kann. Ma√ügeblich hierf√ľr ist die staatliche F√∂rderung in Kombination mit dem Arbeitgeberzuschuss.

Der nächste Abschnitt erläutert detailliert die steuerlichen Grundlagen der betrieblichen Altersversorgung.

4. Steuerliche Grundlagen der betrieblichen Altersvorsorge

Bei der steuerlichen Betrachtung gilt es grundsätzlich zwei Phasen zu unterscheiden.

  • Einzahlungsphase
  • Auszahlungsphase

Ansparphase der Betriebsrente

In der Einzahlungsphase profitiert der Arbeitnehmer von einer Steuerersparnis von bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze. Ausnahmen stellen die Durchf√ľhrungswege Unterst√ľtzungskasse und Direktzusage dar. Hierbei gibt es keine steuerliche Begrenzung.

Einen Sonderfall gibt es bei größeren Beträgen wie z.B. Abfindungen. Erfolgt eine Investition der Abfindung in die bAV, so kann der Arbeitnehmer von den Freibeträgen profitieren. Ist die Abfindung höher als der Freibetrag, muss der Differenzbetrag versteuert werden. Unter Umständen lohnt sich die Einzahlung einer Abfindung, da der Betrag bei einer regulären Auszahlung voll versteuert werden muss.

Auszahlphase der bAV

Bei der Betriebsrente wird die nachgelagerte Besteuerung angewendet. Das hat zur Folge, dass die Rentenleistung als steuerpflichtiges Einkommen betrachtet wird.

Außerdem sind die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Seit 2018 gibt es jedoch Freibeträge.

  • Falls die Betriebsrente geringer ist als 1/20 der Bezugsgr√∂√üe der Sozialversicherung fallen keine Abgaben an
  • Die Bezugsgr√∂√üe im Jahr 2020 betr√§gt 3.185 Euro in den alten Bundesl√§ndern und 3.010 Euro in den neuen Bundesl√§ndern
  • Sozialabgaben m√ľssen nur auf Betr√§ge entrichtet werden, die diese Grenze (159,25 bzw. 150,50 Euro) √ľbersteigen

Sonderfall: einmalige Auszahlung der Betriebsrente

Wie wir bereits erwähnt haben, gibt es bei der Betriebsrente auch die Möglichkeit einer einmaligen Kapitalauszahlung.

Hierbei werden ebenfalls Steuern und Sozialabgaben f√§llig. Bei der Berechnung wird das Kapital durch 120 geteilt, da die Auszahlung gedanklich auf 10 Jahre a 12 Monate verteilt wird. F√ľr diesen monatlichen Betrag gelten ebenso die genannten Freibetr√§ge.

Die Beitr√§ge aus der Einzahlungsphase sind f√ľr die Steuererkl√§rung nicht von Relevanz. Abfindungen, die direkt in die bAV eingezahlt werden und √ľber dem Freibetrag liegen, sind steuerlich relevant. In der Auszahlungsphase wird die Betriebsrente als Einkommen in der Steuererkl√§rung erfasst.

Dieser Abschnitt sollte dir einen Überblick zu den steuerlichen Grundlagen liefern. Bei Details und der Erstellung der Steuererklärung ist es stets sinnvoll sich an einen Steuerberater oder das zuständige Finanzamt zu wenden.

5. Wie sinnvoll ist eine betriebliche Altersvorsorge bei häufigem Arbeitgeberwechsel?

Sollte man bei häufigem Jobwechsel in eine Betriebsrente einzahlen? Eine berechtigte Frage in der heutigen Zeit. Laut einer Umfrage von Stepstone wechseln deutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt alle vier Jahre den Arbeitgeber. Diese Zahl variiert je nach Berufsgruppe.

Au√üerdem besteht die M√∂glichkeit zuk√ľnftig vom Angestelltenverh√§ltnis in die Selbstst√§ndigkeit zu wechseln. Diese Faktoren sollten ber√ľcksichtigt werden.

An sich besteht die M√∂glichkeit einer Vertrags√ľbernahme durch den neuen Arbeitgeber. Wer eine Direktversicherung abgeschlossen hat, kann diese mit dem Einverst√§ndnis des neuen Arbeitgebers √ľbertragen.

Viele Arbeitgeber lehnen die Mitnahme des Altvertrags jedoch ab, da sie nicht Verträge unterschiedlicher Anbieter verwalten wollen.

Als Arbeitnehmer kann man den alten Vertrag ruhen lassen oder privat weiter einzahlen. Hierbei erfolgt jedoch die Zahlung vom Nettogehalt. Somit könnte man nicht die steuerlichen Vorteile der Entgeltumwandlung in Anspruch nehmen.

Bei der Vertrags√ľbertragung sollte man unbedingt auf eventuell anfallende Kosten und die neuen Konditionen achten.

Im ung√ľnstigsten Fall hat ein Arbeitnehmer am Ende seiner beruflichen Laufbahn viele Einzelvertr√§ge mit jeweils geringen Betriebsrenten.

Wir halten also fest, dass die Möglichkeit zur Übertragung bzw. Mitnahme eines Vertrags besteht. Außerdem profitiert man als Arbeitnehmer enorm von der Entgeltumwandlung. Ein möglicher Jobwechsel ist kein Grund die betriebliche Altersversorgung kategorisch auszuschließen.

Im nächsten Abschnitt gehen wir auf Alternativen zur bAV ein. Diese bieten die Möglichkeit zum flexiblen und rentablen Sparen.

6. Alternativen zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV)

Bei der Flexibilit√§t ist die betriebliche Altersversorgung gegen√ľber anderen Sparvarianten im Nachteil. Daher betrachten wir in diesem Kapitel weitere M√∂glichkeiten zur Optimierung der Altersvorsorge.

Bei der privaten Altersvorsorge eignen sich neben Immobilien besonders Aktien und ETFs hervorragend. Der Anleger kann zwischen Einmalanlagen und langfristigen Sparpl√§nen w√§hlen. Nat√ľrlich kann auch beides kombiniert werden.

Zudem kann die Sparrate bei Aktien und ETFs jederzeit angepasst oder ausgesetzt werden. Depot√ľbertr√§ge und Auszahlungen sind auch jederzeit m√∂glich. Somit bietet diese Sparvariante ein hohes Ma√ü an Flexibilit√§t.

Das entscheidende Argument f√ľr das Investieren in Aktien und ETFs ist die Rendite. Bei einer langfristigen Anlage in Aktien kommt der Zinseszinseffekt voll zum Tragen. Dies erm√∂glicht dem Anleger ein exponentielles Wachstum seines Kapitals.

Zusätzlich profitiert der Anleger bei einem monatlichen Aktiensparplan vom Effekt der Durchschnittskosten.

Langfristig ist eine durchschnittliche Rendite von 7-9 % p.a. zu erwarten.

Anhand des folgenden Charts sehen wir die langfristige Wertentwicklung des deutschen Leitindex, dem DAX.

DAX Chart
Entwicklung des DAX seit 1959 | Quelle: Wikimedia Commons

Der Chart zeigt uns deutlich, dass der Aktienmarkt phasenweise starken Schwankungen unterliegt, jedoch langfristig stets ansteigt.

Daher sind ein möglichst langer Anlagehorizont und regelmäßiges Sparen umso wichtiger. Im besten Fall beginnt man mit der privaten Altersvorsorge als Berufsanfänger in jungen Jahren.

Im Vergleich zur betrieblichen Altersversorgung ergeben sich also klare Vor-und Nachteile.

  • h√∂here Renditechancen
  • flexibles Sparen
  • Auszahlung jederzeit m√∂glich
  • flexible √úbertragung
  • private Vorsorge, unabh√§ngig von Arbeitgeber
  • breites Anlagespektrum
  • starke Schwankungen m√∂glich
  • keine staatliche F√∂rderung
  • keine Entgeltumwandlung, direkt vom Netto
  • eigene Produktauswahl erforderlich, h√∂herer Zeitaufwand
  • regelm√§√üige √úberpr√ľfung des Investments
  • keine garantierte Zahlung bei Renteneintritt

Die private Altersvorsorge mit Aktien und ETFs ist eine gute Erg√§nzung. Mit der betrieblichen Altersvorsorge und einer Aktienrente l√§sst sich die Rentenl√ľcke erheblich reduzieren bzw. schlie√üen. Entscheidend ist der Zeitfaktor. Je sp√§ter du anf√§ngst, desto mehr musst du monatlich zur√ľcklegen, um deine Rentenl√ľcke zu schlie√üen.

7. Fazit zur Betriebsrente

Fassen wir die wichtigsten Inhalte zusammen. Das deutsche Rentensystem besteht aus drei Schichten. Die erste Schicht, die gesetzliche Rentenversicherung war fr√ľher einmal ausreichend, doch inzwischen besteht eine gro√üe Rentenl√ľcke.

Daher soll die gesetzliche Rente um zwei weitere Schichten erg√§nzt werden. Zun√§chst in Form einer Zusatzrente. Hierf√ľr stehen die bAV und die Riester-Rente zur Verf√ľgung. Die letzte Schicht steht letztendlich f√ľr die private Altersvorsorge. Bis dato sind Lebensversicherungen die g√§ngige Form. Aufgrund des andauernden Nullzinsniveaus sinkt die Rentabilit√§t von Rentenversicherungen zunehmend.

Folglich r√ľcken Aktien und ETFs in den Fokus der √Ėffentlichkeit. Mittlerweile plant die deutsche Regierung die Einf√ľhrung einer gesetzlichen Aktienrente. Mit einem langfristigen Aktiensparplan kann zus√§tzlich privat vorgesorgt werden.

Die bAV bietet Arbeitnehmern die Möglichkeit eine nennenswerte Zusatzrente mit kleinen Mitteln aufzubauen. Durch die Entgeltumwandlung können Steuern und Sozialabgaben gespart werden. Somit profitiert der Arbeitnehmer doppelt, indem der tatsächliche Nettoaufwand nur etwa die Hälfte des eingezahlten Bruttobetrags ausmacht.

W√§hrend der Einzahlphase in die Betriebsrente bestehen Steuervorteile. Daf√ľr wird bei dieser Variante der Altersvorsorge nachgelagert im Alter besteuert. Dieser Faktor sollte nicht untersch√§tzt werden.

Wie bei der Kapitalanlage gilt auch bei der Altersvorsorge stets breit zu streuen. Mit einer strategischen Planung hast du am Ende deiner Berufslaufbahn die gesetzliche Rente, eine Zusatzrente aus der bAV und deine private Vorsorge mit Aktien und ETFs.

Übrigens gibt es im Bereich der privaten Altersvorsorge noch weitere spannende Möglichkeiten, um die eigene Rente zu optimieren. Mit der Anlage in Immobilien kann man sich ein passives Einkommen aufbauen und somit ebenfalls die Rente ergänzen.

Wie du siehst gibt es sehr viele Optionen, um ausreichend f√ľr das Alter vorzusorgen. Die bAV ist aufgrund ihrer F√∂rderung ein probates Mittel zur effizienten Erg√§nzung deiner Altersvorsorge.

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Hi! Ich bin
ūüĎč

Ich bin gelernter Bankkaufmann und leidenschaftlicher Privatinvestor. Meine ersten Aktien habe ich im Alter von 14 gekauft und dabei die Börse kennengelernt. Seitdem beschäftige ich mich intensiv mit dem Geschehen an den Finanzmärkten und den unterschiedlichen Anlageklassen. Getreu dem Motto "man lernt nie aus" möchte ich mir ständig neues Wissen aneignen und so viel wie möglich an andere weitergeben.

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