Wise Business im Test – Wie gut ist das Geschäftskonto? Wise Business im Check
Wise Business im Test: Gebühren, Fremdwährungen, Karten, Funktionen und Sicherheit des Geschäftskontos im Überblick.
Wise Business Test: Das Wichtigste in Kürze
- Testergebnis: Wise Business erreicht 66,4 %.
- Keine Grundgebühr: Du zahlst einmalig 55 € für die Einrichtung, danach fallen keine monatlichen Kosten an.
- Stark bei Fremdwährungen: Guthaben in vielen Währungen, Bankverbindungen für 22 Währungen und Umrechnung zum Devisenmittelkurs ab 0,2 % Gebühr.
- Sammelzahlungen mit bis zu 1.000 Überweisungen, Teamkarten und Rollen für Mitarbeiter.
- Schwach: keine deutsche IBAN, keine DATEV-Schnittstelle, kein Dispo und keine Bargeldeinzahlung.
- Wise ist ein Zahlungsinstitut mit Sitz in Belgien, keine Bank. Eine Einlagensicherung gibt es nicht.
Wise ist vor allem für günstige Auslandsüberweisungen bekannt. Mit Wise Business gibt es dazu ein Geschäftskonto, das sich an kleine Unternehmen, Start-ups und Selbstständige mit internationalen Kunden oder Lieferanten richtet. Du hältst Guthaben in vielen Währungen, bekommst eigene Bankverbindungen für 22 Währungen und zahlst Lieferanten im Ausland zum Devisenmittelkurs plus einer offen ausgewiesenen Gebühr.
Wir haben Wise Business nach unserem Testverfahren für Geschäftskonten bewertet. Das Ergebnis: 66,4 %. Bei den Gebühren und im Zahlungsverkehr schneidet Wise gut ab, bei Kontoführung, Service und Zusatzprodukten verliert das Konto dagegen deutlich. Woran das liegt und für wen sich Wise Business trotzdem lohnt, liest du in den einzelnen Kapiteln.
So haben wir Wise Business getestet
Wir bewerten jedes Geschäftskonto anhand von mehr als 60 Kriterien in sechs Kategorien. Wie stark eine Kategorie zählt, hängt davon ab, für wen ein Konto gedacht ist. Wise selbst beschreibt Wise Business als Konto, das es kleinen Unternehmen leicht machen soll, Geld zu senden und zu empfangen. Funktionen wie Sammelzahlungen, Teamkarten und Freigaben passen genau dazu. Deshalb ordnen wir Wise Business der Gruppe Kleines Unternehmen zu.
Für diese Gruppe zählt die Kontoführung mit allen Funktionen am meisten, gefolgt von den Gebühren und dem Zahlungsverkehr. Alle Werte und Konditionen haben wir im Oktober 2026 auf den offiziellen Seiten von Wise geprüft: Preisseite, Kartengebühren, Hilfe-Center und Wise-Preisrechner.
| Kategorie | Gewichtung | Wise Business |
|---|---|---|
| Gebühren | 21 % | 88,06 % |
| Zahlungsverkehr | 20 % | 86,64 % |
| Kontoführung | 35 % | 64,30 % |
| Service | 8 % | 38,10 % |
| Produkte / Bank | 8 % | 0,00 % |
| Sicherheit | 8 % | 62,50 % |
| Gesamt | 66,4 % |
Wise bietet für Geschäftskunden in Deutschland nur ein einziges Kontomodell an. Verschiedene Tarife wie bei vielen anderen Anbietern gibt es nicht. Einen Überblick über alle getesteten Konten findest du in unserem Geschäftskonto-Vergleich.
Wise Business Kosten und Gebühren im Test
Das Preismodell von Wise unterscheidet sich von klassischen Geschäftskonten. Es gibt keine monatliche Grundgebühr und kein Paket mit Freiposten. Stattdessen zahlst du einmalig 55 € Einrichtungsgebühr. Damit schaltest du deine Bankverbindungen frei, die erste Karte ist darin enthalten. Danach kostet nur das, was du wirklich nutzt.
Für Überweisungen in Euro aus deinem Euro-Guthaben weist der Wise-Preisrechner keine Gebühr aus. Teuer wird es erst, wenn Geld die Währung wechselt. Dann rechnet Wise zum Devisenmittelkurs um und berechnet eine Gebühr, die je nach Währung ab 0,2 % beginnt. Für Euro in US-Dollar lag sie bei unserer Prüfung bei 0,47 %. Ab einem Volumen von mehr als 22.000 € gewährt Wise Rabatte.
| Gebühr | Wise Business |
|---|---|
| Einrichtung | einmalig 55 € |
| Kontoführung | 0 € |
| SEPA-Überweisung in Euro aus Euro-Guthaben | 0 € |
| Umrechnung in andere Währungen | ab 0,2 %, Euro in US-Dollar 0,47 % |
| Überweisung von 1.000 € in US-Dollar | 5,69 € (0,47 % plus 1,01 €) |
| Geld empfangen per Inlandsüberweisung (z. B. EUR, USD, GBP) | kostenlos |
| SWIFT-Eingang | 2,39 € (EUR), 6,11 USD (USD), 2,16 GBP (GBP) |
| Erste Karte | in der Einrichtungsgebühr enthalten |
| Weitere physische Karte und Ersatzkarte | einmalig 4 € |
| Digitale Karten | kostenlos |
| Bargeldabhebung | bis 250 € im Monat frei, danach 2,69 % |
| Kartenzahlung in Fremdwährung | kostenlos mit Guthaben in der Währung, sonst Umrechnungsgebühr |
| Aufladen externer E-Wallets | 2 % (nicht bei Zahlungen in Euro) |
Was kostet Bargeld bei Wise?
Pro Monat hebst du 250 € kostenlos ab. Für jeden Euro darüber berechnet Wise 2,69 %. Brauchst du im Monat 1.000 € in bar, zahlst du auf die 750 € über dem Freibetrag also 20,18 €. Das entspricht gut 2 % des Betrags. Für ein Konto, das du hauptsächlich für Überweisungen nutzt, ist das verkraftbar. Für Händler mit viel Bargeld ist Wise schlicht das falsche Konto, zumal Bargeld einzahlen gar nicht geht.
Fremdwährung: hier spielt Wise seine Stärke aus
Zahlst du mit der Wise-Karte in US-Dollar und hast ein Dollar-Guthaben, fällt keine Gebühr an. Fehlt das Guthaben, tauscht Wise automatisch aus der Währung mit der niedrigsten Umtauschgebühr. Bei 1.000 € in US-Dollar waren das in unserer Prüfung 4,68 €. Viele Geschäftskonten berechnen für Kartenzahlungen außerhalb des Euroraums 1 bis 2 % – das wären 10 bis 20 €.
Ein Detail solltest du bei Zahlungseingängen kennen: Kommt Geld per SWIFT statt über die lokalen Kontodaten, zieht Wise eine feste Empfangsgebühr ab. Gib deinen Kunden im Ausland deshalb wenn möglich die lokalen Bankverbindungen.
💡 Unser Tipp
Halte die Währungen, in denen du regelmäßig bezahlst, direkt im Konto. Dann fallen bei Kartenzahlungen keine Umrechnungskosten an. Brauchst du dagegen ein Konto ohne Einrichtungsgebühr für reine Euro-Geschäfte, findest du in unserem Vergleich kostenloser Geschäftskonten passende Alternativen.
| Kriterium | Wise Business |
|---|---|
| Kontoführung monatlich | 0,00 € |
| Cashback | nein |
| Gebühren für weitere Nutzer | 0,00 € |
| Kosten für Überweisungen und Lastschriften | 0,00 € |
| Ausstellung und monatliche Kartenkosten | 0,00 € |
| Zusätzliche Teamkarten | 4,00 € einmalig |
| Virtuelle Karten | 0,00 € |
| Bargeldabhebung (1.000 €) | 2,02 % |
| Bargeldeinzahlung (5.000 €) | nicht möglich |
| Fremdwährung (1.000 €) | 0,47 % |
| Internationale Zahlungseingänge (1.000 €) | 0,24 % |
| Auslandsüberweisung (1.000 €) | 0,57 % |
| Kosten für Unterkonten | 0,00 € |
Unterm Strich holt Wise Business in der Kategorie Gebühren 88,06 %. Punkte gibt es für die fehlende Grundgebühr, kostenlose Euro-Überweisungen und günstige Umrechnungen. Abzüge gibt es für die Bargeldgebühren über dem Freibetrag, die fehlende Bargeldeinzahlung, die kostenpflichtigen Teamkarten und das fehlende Karten-Cashback, das Wise nur Geschäftskunden in Großbritannien gewährt. Die Einrichtungsgebühr von 55 € fließt in unsere Bewertung nicht ein, du solltest sie aber einplanen.
Kontoführung: viele Lücken bei deutschen Buchhaltungsprogrammen
Die Kontoeröffnung läuft komplett online. Wise nimmt Einzelunternehmer, Freiberufler, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften auf. Bevor du loslegen kannst, prüft Wise dein Unternehmen und du zahlst die Einrichtungsgebühr. Einen Kontowechselservice bietet Wise nicht an.
Die App kommt bei Nutzern gut an: Im App Store hat sie eine Bewertung von 4,7 von 5 Sternen, bei Google Play 4,8.
Rechnungen, Belege und Töpfe
Mit Wise Business schreibst du Rechnungen direkt aus dem Konto. Jede Rechnung enthält einen Zahlungslink, über den dein Kunde bezahlen kann. Ein Mahnwesen fehlt, Wise zeigt nur den Status an: bezahlt, fällig oder überfällig. Nach 90 Tagen laufen Rechnungen automatisch ab.
Belege speicherst du direkt zur passenden Transaktion. Um Geld beiseitezulegen, gibt es Töpfe, im Grunde Unterkonten. Davon kannst du beliebig viele anlegen. Eine automatische Steuerrücklage wie bei Kontist oder Accountable gibt es nicht.
Schnittstellen: international stark, für Deutschland dünn
Wise verbindet sich mit Xero, QuickBooks, Sage, Oracle NetSuite, Zoho Books, FreeAgent und weiteren internationalen Programmen. Belege lassen sich mit Xero sogar automatisch übertragen. Was in Deutschland zählt, fehlt aber: Eine DATEV-Schnittstelle gibt es nicht, und auch Lexware Office taucht in der Liste nicht auf. sevdesk und FastBill rufen deine Umsätze per Open Banking ab. Diese Freigabe musst du alle 90 Tage erneuern.
Für die Zusammenarbeit im Team vergibst du Rollen und Berechtigungen. So kann zum Beispiel jemand aus dem Team Überweisungen vorbereiten, die du dann freigibst.
| Kriterium | Wise Business |
|---|---|
| Online-Kontoeröffnung | ja |
| Kontowechselservice | nein |
| App-Bewertung der Nutzer | 4,7 von 5 |
| Digitale Kontoauszüge | ja |
| Unterkonten (Töpfe) | ja |
| Automatische Steuerrücklage | nein |
| Rechnungen und Zahlungslink | ja |
| Mahnwesen | nein |
| Cashflow-Analyse und Multi-Banking | nein |
| Rollen- und Benutzerverwaltung | ja |
| Belegmanagement | ja |
| Automatische Kategorisierung | nein |
| DATEV und Lexware Office | nein |
| sevdesk | ja, per Open Banking |
Mit 64,30 % liegt die Kontoführung deutlich unter den Gebühren und dem Zahlungsverkehr. Das wiegt schwer, denn sie zählt in unserer Gewichtung mit 35 % am stärksten. Das fehlende DATEV kostet besonders viele Punkte. Arbeitest du mit einem Steuerbüro in Deutschland, solltest du vorher klären, wie deine Umsätze dort ankommen.
Zahlungsverkehr und Bargeld bei Wise Business
Im Alltag deckt Wise Business die wichtigsten Zahlungen ab. Du kannst Überweisungen terminieren und wiederkehrende Überweisungen anlegen, etwa für Miete oder Dienstleister. Nachträglich ändern lassen sich geplante Überweisungen allerdings nicht. Du musst sie stornieren und neu anlegen.
Besonders stark sind die Sammelzahlungen: Per Datei-Upload schickst du bis zu 1.000 Überweisungen in mehreren Währungen auf einmal los. Das ist praktisch, wenn du Freelancer in verschiedenen Ländern bezahlst. Teammitglieder, deren Zahlungen freigegeben werden müssen, sind auf 100 Überweisungen je Stapel begrenzt.
Keine deutsche IBAN und keine B2B-Lastschriften
Für Euro bekommst du Kontodaten mit belgischem BIC, denn Wise sitzt für Europa in Belgien. Deutsche IBANs gibt Wise derzeit nicht aus. Rechtlich muss jeder Zahlungspartner im SEPA-Raum eine ausländische IBAN akzeptieren. In der Praxis fragen manche Lieferanten oder Portale trotzdem nach.
Lastschriften von Lieferanten oder Versicherungen kannst du vom Euro-Konto aus bezahlen. Das SEPA-Firmenlastschriftverfahren (B2B) unterstützt Wise aber nicht. Lastschriften bei deinen Kunden einziehen kannst du ebenfalls nicht.
Business-Debitkarte mit Apple Pay und Google Pay
Wise gibt eine internationale Business-Debitkarte aus. Jedes Teammitglied kann eine physische Karte und bis zu drei aktive digitale Karten nutzen. Die Karten hinterlegst du in Apple Pay und Google Pay. Ausgabenlimits stellst du in der App für einzelne Personen, Karten oder Gruppen ein.
Bargeld: abheben ja, einzahlen nein
Bargeld hebst du an Automaten weltweit ab. Bis 250 € im Monat ist das kostenlos, danach werden 2,69 % fällig. Bargeld einzahlen kannst du bei Wise nicht.
| Kriterium | Wise Business |
|---|---|
| Inklusive Transaktionen (SEPA in Euro) | unbegrenzt |
| Terminüberweisung und Dauerauftrag | ja |
| Lastschrifteinzug bei Kunden | nein |
| Sammelüberweisungen | ja, bis zu 1.000 je Stapel |
| Fremdwährungskonten | ja |
| Deutsche IBAN | nein |
| Karte | Business-Debitkarte |
| Apple Pay und Google Pay | ja |
| Bargeld abheben | ja |
| Einstellbare Limits | ja |
| Bargeld einzahlen | nein |
Mit 86,64 % im Zahlungsverkehr liefert Wise ein starkes Ergebnis. Unbegrenzte Euro-Überweisungen, Sammelzahlungen und Fremdwährungskonten bringen viele Punkte. Abzüge gibt es für die fehlende deutsche IBAN, den fehlenden Lastschrifteinzug und die fehlende Bargeldeinzahlung.
Weitere Produkte: Wise bleibt beim Zahlungsverkehr
Wise ist keine Bank und vergibt keine Kredite. Einen Dispo, eine Gründungs- oder Wachstumsfinanzierung oder eine Firmenkreditkarte findest du hier nicht. Auch Tagesgeld und Festgeld bietet Wise nicht an.
Wer Geld parken will, kann es laut Preisseite in eine Zinsanlage auf Basis von Geldmarktfonds stecken. Wise berechnet dafür eine Jahresgebühr ab 0,26 %. Das ist aber kein Tagesgeld mit Einlagensicherung, sondern eine Fondsanlage mit Wertschwankungen. Deshalb und weil es nur ein Kontomodell gibt, erreicht Wise in dieser Kategorie 0,00 %. Bei einer Gewichtung von 8 % kostet das spürbar Punkte im Gesamtergebnis.
| Kriterium | Wise Business |
|---|---|
| Kontokorrentkredit / Dispo | nicht vorhanden |
| Gründungsfinanzierung | nicht vorhanden |
| Wachstumsfinanzierung | nicht vorhanden |
| Weitere Kredite | nicht vorhanden |
| Tagesgeld | nicht vorhanden |
| Festgeld | nicht vorhanden |
| Firmenkreditkarte | nicht vorhanden |
| Mehrere Kontomodelle | nicht vorhanden |
Wie sicher ist Wise Business?
Kunden aus Deutschland betreut die Wise Europe SA mit Sitz in Belgien. Sie ist ein zugelassenes Zahlungsinstitut und wird von der belgischen Nationalbank beaufsichtigt. Eine Banklizenz hat Wise nicht. Deshalb gilt für dein Guthaben keine Einlagensicherung.
Wise muss die Gelder seiner Kunden aber getrennt vom eigenen Vermögen verwahren. Laut Wise liegt das Geld als Guthaben bei großen Geschäftsbanken, vor allem bei JPMorgan Chase, und in risikoarmen Geldmarktfonds. Wise verleiht Kundengelder nicht.
Beim Login und bei Freigaben setzt Wise auf eine Zwei-Faktor-Bestätigung. Am bequemsten geht das per Benachrichtigung in der App, alternativ per Passkey, Authenticator-App oder SMS. In der Kategorie Sicherheit erreicht Wise 62,50 %. Abzüge gibt es für die fehlende Einlagensicherung, die fehlende Banklizenz und die Aufsicht im Ausland.
| Kriterium | Wise Business |
|---|---|
| Einlagensicherung | keine, Kundengelder getrennt verwahrt |
| Sitz | Belgien |
| Regulierung | Zahlungsinstitut |
| Aufsicht | EU-Aufsicht (Belgische Nationalbank) |
| TAN-Verfahren | Push-Bestätigung in der App |
Der Wise Kundenservice im Test
Wise setzt beim Service vor allem auf sein umfangreiches Hilfe-Center. Wenn du eingeloggt bist, schlägt es dir passende Artikel vor und zeigt dir erst danach die Kontaktwege. Telefonisch ist Wise laut eigener Aussage rund um die Uhr erreichbar.
Einen Live-Chat oder Chatbot nennt Wise in seinen Hilfeartikeln zur Kontaktaufnahme nicht. Eine persönliche Beratung oder einen festen Ansprechpartner gibt es ebenfalls nicht. Deshalb kommt Wise in der Kategorie Service nur auf 38,10 %.
| Kriterium | Wise Business |
|---|---|
| FAQ / Hilfe-Center | ausführlich |
| Chatbot | nicht belegt |
| Live-Chat | nicht belegt |
| Telefon | vorhanden, rund um die Uhr |
| Beratung | nicht vorhanden |
| Fester Ansprechpartner | nicht vorhanden |
Wise Business Test: Vorteile und Nachteile im Überblick
Wise Business Vorteile
- Keine monatliche Grundgebühr
- SEPA-Überweisungen in Euro ohne Gebühr
- Umrechnung zum Devisenmittelkurs ab 0,2 % Gebühr
- Bankverbindungen für 22 Währungen
- Sammelzahlungen mit bis zu 1.000 Überweisungen
- Teamkarten, Ausgabenlimits und Freigaben
- Rechnungen mit Zahlungslink direkt aus dem Konto
Wise Business Nachteile
- Einmalige Einrichtungsgebühr von 55 €
- Keine deutsche IBAN
- Keine DATEV- und Lexware-Office-Schnittstelle
- Kein Dispo und keine Kredite
- Bargeldeinzahlung nicht möglich
- Keine SEPA-Firmenlastschriften (B2B)
- Keine Einlagensicherung
Unser Fazit: Wise Business lohnt sich vor allem als Konto für Fremdwährungen
Wise Business ist ein gutes Werkzeug für Unternehmen mit internationalen Zahlungen, als alleiniges Geschäftskonto aber nur eingeschränkt zu empfehlen. Mit 88,06 % bei den Gebühren und 86,64 % im Zahlungsverkehr erzielt es in diesen beiden Kategorien solide Werte. Wer Lieferanten in den USA bezahlt oder Honorare in Pfund bekommt, spart mit Wise gegenüber Konten mit hohen Fremdwährungsgebühren spürbar.
Warum reicht es trotzdem nur für 66,4 %? Weil Wise vieles nicht kann, was ein Geschäftskonto in Deutschland im Alltag leisten soll: keine deutsche IBAN, kein DATEV, kein Dispo, kaum Service-Kanäle und keine Einlagensicherung. Gerade die Kontoführung zählt bei uns stark, und hier fällt Wise zurück.
Aus unserer Sicht spielt Wise Business seine Stärken am besten als Zweitkonto neben einem deutschen Geschäftskonto aus. Läuft dein Geschäft fast nur in Euro, bist du mit einem Konto aus unserem Geschäftskonto-Vergleich besser bedient. Gut schneiden zum Beispiel die Konten von Qonto, Finom und Holvi ab. Für eine GmbH oder UG lohnt sich ein Blick in unseren Vergleich der Geschäftskonten für GmbH und UG.
Häufige Fragen zu Wise Business
Was kostet das Wise Business Konto?
Wise Business hat keine monatliche Grundgebühr. Du zahlst einmalig 55 € für die Einrichtung, die erste Karte ist darin enthalten. Überweisungen in Euro aus deinem Euro-Guthaben sind kostenlos. Für Umrechnungen fällt eine Gebühr ab 0,2 % an, für weitere physische Karten einmalig 4 €.
Ist Wise eine Bank?
Nein. Kunden aus Deutschland betreut die Wise Europe SA in Belgien. Sie ist ein Zahlungsinstitut unter Aufsicht der belgischen Nationalbank. Eine Einlagensicherung gibt es nicht, Wise muss die Kundengelder aber getrennt vom eigenen Vermögen verwahren.
Bekomme ich bei Wise Business eine deutsche IBAN?
Nein. Für Euro erhältst du Kontodaten mit belgischem BIC. Deutsche IBANs gibt Wise derzeit nicht aus. Im SEPA-Raum muss jeder Zahlungspartner eine ausländische IBAN akzeptieren, in der Praxis fragen manche aber nach.
Was kostet Bargeld abheben mit der Wise Business Karte?
Bis 250 € im Monat sind Abhebungen kostenlos. Auf jeden Betrag darüber berechnet Wise 2,69 %. Hebst du in einem Monat 1.000 € ab, zahlst du 20,18 €. Bargeld einzahlen kannst du bei Wise nicht.
Für wen eignet sich Wise Business?
Wise Business passt zu kleinen Unternehmen und Selbstständigen, die regelmäßig Geld in Fremdwährungen senden oder empfangen. Für reine Euro-Geschäfte, Bargeld oder eine enge Zusammenarbeit mit einem DATEV-Steuerbüro ist ein klassisches Geschäftskonto meist die bessere Wahl.
Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt Wise?
Wise bietet Integrationen zu Xero, QuickBooks, Sage, Oracle NetSuite, Zoho Books, FreeAgent und weiteren Programmen. sevdesk und FastBill rufen deine Umsätze per Open Banking ab. Eine DATEV-Schnittstelle gibt es nicht.
