Junge Frau zahlt Bargeld an Supermarktkasse aus
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Geld abheben im Supermarkt

Lesezeit 7 min.

Silvia Benetti
Redakteurin
Lektoriert vonDennis Groß
Überprüft durchSebastian Rau
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Du benötigst mal wieder Bargeld, aber kein Geldautomat ist weit und breit in Sicht? Geld abheben im Supermarkt ist oft die einfachste Lösung. In fast jedem Supermarkt erhältst du mit deiner Girocard an der Kasse bis zu 200 EUR ohne Auszahlungsgebühr. In diesem Beitrag erläutern wir, wie das funktioniert.

Geld abheben im Supermarkt: das Wichtigste in Kürze

  • Welche Supermärkte bieten Abhebungen an? In fast jedem Supermarkt kannst du an der Kasse Bargeld erhalten.
  • Wie funktioniert Geld abheben im Supermarkt? Du benötigst dazu deine Girocard beziehungsweise deine Kredit- oder Debitkarte und die PIN.
  • Gibt es eine Obergrenze? Die meisten Supermärkte zahlen bis zu 200 € aus. Ist die Kasse leer, dürfen sie die Auszahlung ablehnen.
  • Welche Voraussetzung für Bargeldabhebung im Supermarkt? Voraussetzung für diese Möglichkeit ist ein kleiner Einkauf.
  • Wie viel kostet eine Abhebung im Supermarkt? Du bezahlst für diese Art der Bargeldversorgung keine Gebühren.
  • Welche Alternativen zum Bargeld abheben im Supermarkt? VISA- und Mastercard-Debitkarten ermöglichen je nach Kontomodell kostenlose Abhebungen von jedem Automat. Als Kunde einer Bank, die Mitglied der Cash Group oder des CashPools ist, kannst du ebenfalls auf tausende Geldautomaten zugreifen.

Einkaufen, Cash holen und den Gang zum Automaten sparen: Bargeld abheben an der Supermarktkasse wird immer beliebter. 2025 ließen sich Verbraucher in Deutschland laut EHI Retail Institute allein über das Girocard-System 15,18 Milliarden € an der Kasse auszahlen. Der Anteil an Bargeldauszahlungen lag 2025 bei 5,2 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes.

Die Möglichkeit zu Barabhebungen im Supermarkt besteht mit allen Girocards. Immer mehr Supermärkte akzeptieren zudem auch Kredit- und Debitkarten. Diesen Punkt musst du also im Girokonto Vergleich nicht berücksichtigen.

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Geld abheben im Supermarkt: Wie funktioniert das?

Geld abheben im Supermarkt ist denkbar einfach. Im Folgenden bekommst du eine kurze Anleitung.

  1. Du benötigst deine Girocard oder deine Debitkarte beziehungsweise Kreditkarte mitsamt der zugehörigen Geheimzahl (PIN).
  2. An der Kasse bittest du das Personal, dir bis zu 200 € auszuzahlen.
  3. Anschließend bezahlst du deinen Einkauf sowie den ausgezahlten Bargeldbetrag mit deiner Girocard. Wenn du z. B. für 10 EUR einkaufst und dir weitere 100 EUR auszahlen lässt, addiert sich der Rechnungsbetrag auf 110 €
  4. Dieser Rechnungsbetrag wird von deinem Girokonto abgebucht.

Abhebung auf dem Kontoauszug nicht einsehbar

Ein Hinweis auf die Barauszahlung findet sich im Buchungstext oft nicht. Dort steht dann etwa „225 EUR – Danke für Ihren Einkauf bei XY“.

Wusstest du schon?

Als Vorreiter der Barauszahlung an der Supermarktkasse gilt die Handelskette Rewe, die den Service 2003 einführte. Bis 2009 galten die Auszahlungen noch als Zahlungsdienst und waren deshalb nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Seit 2013 sehen die Händlerbedingungen im Girocard-Verfahren das „Cashback“ (so die offizielle Bezeichnung) ausdrücklich vor.

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In welchen Supermärkten kann ich Geld abheben?

Geld abheben kannst du in fast jedem großen Supermarkt. Unterschiede gibt es nur bei den akzeptierten Karten sowie beim Mindesteinkaufswert.

Bei Lidl Geld abheben

Lidl hat den günstigsten Einstieg der großen Discounter: Seit dem 8. April 2025 reicht ein Einkaufswert von 0,99 €, vorher waren es fünf. Den gewünschten Betrag nennst du vor dem Bezahlen und bestätigst ihn mit deiner PIN. Möglich ist ein Betrag zwischen 10 und 200 €, immer in Zehnerschritten.

Zwei Besonderheiten: Lidl akzeptiert seit dem 1. März 2025 nicht nur die Girocard, sondern auch Kredit- und Debitkarten von Visa und Mastercard. Ebenfalls klappt die Auszahlung auch bei kontaktloser Zahlung. Der abgehobene Betrag steht separat auf dem Kassenbon, sodass du ihn später im Kontoauszug wiederfindest. Der Service gilt in allen rund 3.250 Filialen.

Bei Rewe Geld abheben

Rewe war 2003 der Vorreiter und ist bis heute einer der großzügigsten Anbieter: Der Mindesteinkaufswert liegt bei 0,01 €, praktisch also bei jedem Einkauf. Pfandbons und Rabatte werden allerdings abgezogen, bevor gerechnet wird.

Auszahlen lassen kannst du dir 10 bis 200 €. Genauso wie bei Lidl geht das mit der Girocard oder einer Debitkarte bzw. Kreditkarte von Visa oder Mastercard. Bei der Konzerntochter Penny gilt dieselbe Ein-Cent-Regel.

Bei Aldi Geld abheben

Hier lohnt der Blick auf die Landkarte, denn Aldi Nord und Aldi Süd handhaben es unterschiedlich: Bei Aldi Süd brauchst du einen Einkauf von 5 €, bei Aldi Nord reicht 1 €. Die Obergrenze für die Auszahlung liegt bei beiden bei 200 €.

Beide Discounter akzeptieren neben der Girocard auch Debit- und Kreditkarten von Visa, Mastercard, Diners Club und Discover. Damit gehören sie zu den flexibelsten Anbietern überhaupt.

Bei Edeka Geld abheben

Edeka ist der Sonderfall unter den großen Ketten. Weil viele der rund 11.000 Märkte von selbstständigen Kaufleuten geführt werden, legt jeder Markt seine Regeln selbst fest. Üblich ist ein Mindesteinkaufswert von 20 €, in einzelnen Filialen liegt er niedriger.

Frag daher im Zweifel an der Kasse nach, statt dich auf eine feste Zahl zu verlassen. Die 200-Euro-Obergrenze gilt aber auch hier. Anders als bei anderen Anbietern benötigst du hier eine Girocard, da die Bargeldauszahlung mit Kredit- und Debitkarten noch nicht unterstützt wird.

Bei der Edeka-Tochter Netto ist es einfacher. Dort wurde die Schwelle im Juni 2026 in allen rund 4.430 Filialen auf einen Cent gesenkt. Zudem ist die Auszahlung auch mit Debit- und Kreditkarten möglich.

Bei dm und Rossmann Geld abheben

Auch die Drogerien machen mit. Bei dm reicht der Kauf eines einzelnen Produkts, bei Rossmann liegt die Schwelle bei 10 €. Beide zahlen gebührenfrei bis zu 200 € aus. Sowohl Girocards als auch Debit- und Kreditkarten werden akzeptiert.

💡 Unser Tipp: Die Auszahlung ist immer ein freiwilliger Service. Ist die Kasse leer, darf der Markt ablehnen. Dazu ist er auch berechtigt, denn eine Pflicht gibt es nicht. Deine Chancen stehen abends besser als früh am Morgen, weil dann mehr Bargeld in der Kasse liegt.

In welchen Supermärkten kann ich Geld abheben?

HandelsketteEinkaufswertObergrenzeKostenKarte
Aldiab 5 € (Aldi Süd), ab 1 € (Aldi Nord)200 €gebührenfreiGirocard oder Debit-/Kreditkarte (VISA, MasterCard, Diners Club, Discover)
Diskaab 10 €200 €gebührenfreiGirocard
dmab dem Kauf eines Produkts200 €gebührenfreiGirocard oder Debit-/Kreditkarte (VISA, MasterCard)
Edekaab 20 € (je nach Markt auch niedriger)200 €gebührenfreiGirocard
Hitab 10 €200 €gebührenfreiGirocard
Kauflandab 5 €200 €gebührenfreiGirocard
Lidlab 0,99 €200 €gebührenfreiGirocard oder Debit-/Kreditkarte (VISA, MasterCard)
Marktkaufab 20 € (je nach Markt auch niedriger)200 €gebührenfreiGirocard
Müllerab dem Kauf eines Produkts200 €gebührenfreiGirocard oder Debit-/Kreditkarte (VISA, MasterCard)
Netto ab 0,01 €200 €gebührenfreiGirocard oder Kreditkarte (VISA/MasterCard)
Normaab 1 €200 €gebührenfreiGirocard, Mastercard- oder Visa-Kredit- bzw. Debitkarte
Pennyab 0,01 €200 €gebührenfreiGirocard, Mastercard- oder Visa-Kredit- bzw. Debitkarte
Reweab 0,01 €200 €gebührenfreiGirocard, Mastercard- oder Visa-Kredit- bzw. Debitkarte
Rossmannab 10 €200 €gebührenfrei
Girocard, Mastercard- oder Visa-Kredit- bzw. Debitkarte
Tegutab dem Kauf eines Produkts200 €gebührenfreiGirocard
Toomab 0,01 €200 €gebührenfreiGirocard

Geld bei Rewe, Lidl, Edeka und Co. abheben – was kostet das?

Für dich als Kunden ist die Bargeldauszahlung im Supermarkt kostenlos – abgesehen von dem verlangten Mindesteinkaufswert.

Darum bieten Supermärkte Bargeldauszahlungen an

Die Supermärkte bieten den Bargeldservice nicht ohne Grund an. Zum einen erhoffen sich die Händler mehr Umsätze. Tatsächlich musst du einen Einkauf tätigen, um dir Bargeld aushändigen zu lassen. Wie groß dieser Einkauf sein muss, ist je nach Markt unterschiedlich. Bei manchen Händlern reicht ein Einkaufswert von 0,01 EUR, andere setzen mindestens 20 EUR voraus.

Zum anderen erhoffen sich die Märkte von der Maßnahme eine verstärkte Kundenbindung und ein besseres Markenimage.

Viele Supermärkte bevorzugen weniger Bargeld vor Ort

Zudem sparen die Supermärkte durch die Barauszahlungen an Kunden bares Geld. Denn Bargeldbestände müssen nach Verkaufsschluss via Geldtransporter abtransportiert werden. Nicht zuletzt sinkt so das Überfallrisiko teilweise, weil in den Märkten aus Sicht von Kriminellen „weniger zu holen ist“.

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Häufige Fragen zum Geldabheben im Supermarkt

In welchem Supermarkt kann man Geld abheben?

In fast jedem Supermarkt sind mittlerweile Bargeldabhebungen mittels Girocard und Geheimzahl möglich. Rewe bietet diesen Service ebenso an wie Edeka, Lidl, Aldi, und Penny. Auch in Drogeriemärkten wie dm und Rossmann steht ein Bargeldservice zur Verfügung.

Kann ich bei Rewe Geld an der Kasse abheben?

Ja. Ab einem Einkaufswert von 0,01 € sind bei Rewe an der Kasse Bargeldauszahlungen bis 200 EUR möglich und gebührenfrei. Unterstützt werden Girocards sowie Debit- und Kreditkarten von Visa und Mastercard.

Wie viel Geld kann ich im Supermarkt abheben?

In der Regel sind pro Bezahlvorgang maximal 200 € möglich. Die Anzahl der Barauszahlungen pro Karte pro Tag kann prinzipiell limitiert sein.

Kann ich auch Geld an der Tankstelle abheben?

Nein, nicht mehr. Seit dem 30. Juni 2025 hat Shell die Bargeldauszahlungen für Kunden von Cash Group (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank) eingestellt.

Kann man bei Lidl kostenlos Geld abheben?

Ja, ab 0,99 € Einkaufswert kannst du bei Lidl kostenlos Geld abheben. Möglich ist das mit allen gängigen Giro-, Debit- und Kreditkarten.

Wie viel Geld kann man bei Lidl an der Kasse abholen?

Der maximale Auszahlungswert liegt bei Lidl bei 200 €.

Welcher Discounter zahlt Bargeld aus?

Zu den Discountern, die Bargeld auszahlen, zählen neben Lidl und Aldi auch Penny und Netto.

Silvia Benetti
Silvia Benetti
Redakteurin
Über die Autorin
Ich habe an der TU Berlin Physikalische Ingenieurwissenschaft studiert und war anschließend jahrelang im Bereich Windenergie tätig. Seit 2016 schreibe ich freiberuflich über Technik und Finanzen. Zu meinen Lieblingsthemen zählen Immobilien, Kryptowährungen und Tech-Aktien. Insbesondere interessiert mich die Schnittstelle zwischen Industrie und Wirtschaft und der wirtschaftliche Aspekt von technischen Innovationen. Auch im Freundeskreis bin ich eine geschätzte Beratung, wenn es um Investitionen in Immobilien und Aktien geht.

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