parqet

Parqet im Test 
Portfolio-Tracking mit X-Ray, Steuer-Dashboard und KI-Anbindung

Testbericht von Sebastian Rau
96 %
Sehr gut
Testergebnis
10/2026
Zu Parqet
10 % Rabatt für die ersten 12 Monate
Parqet
parqet
Parqet
parqet Testergebnisse
Kosten
93 %
Umfang an Assets
100 %
Features
97 %
Kompatibilität
95 %
User Experience
95 %
Support
96 %
Sieh dir an, wie wir bei €uro-Finanzwissen Vergleiche erstellen

Parqet ist seit Mai 2021 mein Portfolio-Tracker – damals noch unter dem Namen Tresor One und von Anfang an im Plus-Abo. Seit meinem ersten Testbericht hat sich die Plattform allerdings so stark verändert, dass ich sie hier komplett neu bewerte: Steuer-Dashboard, ETF-Durchleuchtung per X-Ray, Integrationen für Claude und ChatGPT – nichts davon gab es 2022.

Grundlage für diesen Parqet Test sind mein eigenes Depot mit 46 Positionen, über 2.100 erfasste Aktivitäten und ein Plus-Abo, das ich seit dem ersten Tag selbst bezahle. Ich bin damit nicht allein: Auch ein Teil des Finanzwissen-Teams trackt sein Depot mit Parqet.

Das Wichtigste zum Parqet Test

  • Parqet ist ein webbasierter Portfolio-Tracker mit iOS- und Android-App – und Testsieger in unserem Portfolio-Tracking-Vergleich.
  • Autosync gibt es für fünf Broker: Trade Republic, Scalable Capital, ING, comdirect und Consorsbank. Per Datei-Import kommst du bei 58 Banken und Apps rein.
  • Die kostenlose Basis-Version reicht für ein Depot. Die volle Analyse inklusive X-Ray und Steuer-Dashboard kostet mit Plus 11,99 € im Monat oder 107,91 € im Jahr.
  • Stärken: Dividenden-Dashboard, Steuer- und Quellensteuer-Auswertung, unkomplizierter Import. Schwäche: keine Risikokennzahlen wie Sharpe Ratio oder Beta.

Was ist Parqet?

Parqet ist eine Software zum Portfolio-Tracking. Du erfasst deine Käufe, Verkäufe und Dividenden – automatisch oder per Import – und Parqet rechnet daraus Wertentwicklung, Rendite, Dividendeneinkommen und Steuerlast. Betreiber ist die Parqet Fintech GmbH. Gestartet ist der Dienst als Tresor One, Mitte 2021 folgte das Rebranding, damals mit dem erklärten Ziel, international zu wachsen.

Ich habe mich 2021 registriert, weil mir Portfolio Performance schlicht zu viel Handarbeit war. Damals war Parqet im Kern ein hübsches Dashboard. Heute ist es eine Plattform: Neben dem eigentlichen Tracking gibt es einen Dividendenkalender für über 35.000 Aktien und ETFs, einen News-Feed, eine Marktübersicht, Watchlists, eine Community und seit Mai 2026 einen Marktplatz mit 36 Integrationen – darunter Anbindungen an Claude, ChatGPT und Perplexity. Im September 2026 kam mit dem Parqet Terminal ein Werkzeug für die Aktienanalyse dazu.

Wichtig für die Einordnung: Parqet ist kein Broker. Kaufen kannst du dort nichts. Parqet ist die Auswertungsschicht über deinen Depots – und wenn du mehrere hast, siehst du sie als Unterdepots in einer Gesamtansicht. Die Kurse bezieht Parqet unter anderem von Gettex und Lang & Schwarz, die Dividendendaten überwiegend von DivvyDiary. Das solltest du wissen, denn bei Prognosen ist Parqet nur so gut wie diese Quellen.

Nutzen kannst du Parqet im Browser, als App für iOS und Android und seit Juli 2026 mit einem eigenen Tablet-Layout. Ich nutze beides, greife im Alltag aber fast immer zur Web-App – sie zeigt schlicht mehr Informationen als die App. Seit Sommer 2026 gibt es die Oberfläche auch auf Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.

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So habe ich den Parqet Test durchgeführt

Für diesen Test habe ich mein eigenes Depot genutzt – 46 Positionen, mehrere Unterdepots, über 2.100 Aktivitäten seit Mai 2021 – und Parqet im Plus-Abo über mehrere Wochen im Alltag laufen lassen. Angeschaut habe ich mir die Plattform entlang der sechs Kategorien, die du auch in der Testbox oben siehst: Features, Kompatibilität, Kosten, Umfang an Assets, User Experience und Support.

Nicht bewertet habe ich das Parqet Terminal und die Community – beides Zusatzprodukte, die mit dem eigentlichen Tracking wenig zu tun haben. Und weil Parqet fast wöchentlich neue Funktionen veröffentlicht, ist dieser Test eine Momentaufnahme: Stand September 2026.

Die Features im Parqet Test

Dashboard und Kennzahlen

Das Dashboard ist die Seite, die du bei Parqet am häufigsten siehst – und im Parqet Test hat sie mich überzeugt. Links der Allokations-Donut, daneben Portfoliowert, investiertes Kapital, Kursgewinn, Dividenden und realisierte Gewinne. Darunter wechselst du zwischen Wertentwicklung, Performance, Drawdown und Dividenden. Über drei Filter oben rechts grenzt du die Ansicht ein: nach Unterdepot, nach Assetklasse und nach Zeitraum.

Zwei Kennzahlen solltest du kennen. Der IZF (interner Zinsfuß) ist deine geldgewichtete Rendite pro Jahr – er berücksichtigt, wann du wie viel eingezahlt hast. Der TTWROR ist die zeitgewichtete Rendite, also das, was dein Portfolio ohne den Einfluss deiner Ein- und Auszahlungen gemacht hat. Bei mir liegt der IZF seit Mai 2021 bei 12,66 % p. a. Das ist die Zahl, die ich mir anschaue, wenn ich wissen will, ob meine Entscheidungen etwas taugen – der TTWROR sagt mir eher, was der Markt gemacht hat.

Weiter unten listet Parqet alle Positionen mit Kursgewinn, erhaltenen Dividenden, realisiertem Gewinn und Allokation. Dazu kommen die letzten Aktivitäten und die Top Mover des Tages. Was mir fehlt: Ich kann die Kacheln nicht selbst anordnen. Das Dashboard ist so, wie Parqet es vorgibt.

Parqet Dashboard mit Allokations-Donut, Portfoliowert, Kursgewinn und IZF
Das Parqet-Dashboard: Kennzahlen, Allokation und Wertentwicklung auf einen Blick
Quelle: parqet.com

Portfolio-Analyse und X-Ray

Unter Analyse › Gewichtung zerlegt Parqet dein Depot in acht Dimensionen: Assetklasse, Produkttyp, Sektor, Branche, Region, Land, Unternehmensgröße und Währung. Die beiden letzten sind seit Mai 2026 neu. Bei mir sieht das so aus: 46 Positionen, 12 Sektoren, 23 Länder, 21 Währungen – und 84,95 % USA. Diese Zahl tut jedes Mal weh, wenn ich sie sehe. Genau dafür ist die Analyse da.

Das eigentliche Highlight ist aber der Schalter Parqet X-Ray. Aktivierst du ihn, löst Parqet deine ETFs in ihre Einzeltitel auf und rechnet sie deiner Gewichtung zu. Hältst du also Apple als Einzelaktie und dazu einen MSCI-World-ETF, siehst du erst mit X-Ray, wie hoch dein tatsächlicher Apple-Anteil ist. Für reine ETF-Anleger ist das die wichtigste Funktion der ganzen Plattform, weil sie Überschneidungen zwischen ETFs sichtbar macht. In meinem Depot mit zwei kleinen ETF-Positionen verschieben sich die Werte nur um Nachkommastellen – wer ein 70/30-Weltportfolio fährt, sieht dagegen sein Depot zum ersten Mal wirklich. X-Ray gibt es nur im Plus- und Investor-Abo, inklusive CSV-Export.

Gewichtungsanalyse in Parqet mit aktiviertem X-Ray-Schalter
X-Ray löst ETFs in ihre Einzeltitel auf – hier nach Assets, weiter unten nach Sektor, Region, Land und Währung
Quelle: parqet.com

Rendite, Kapitalfluss, Gebühren und Trades

Der Reiter Rendite zeigt eine Heatmap deiner Monats- und Quartalsrenditen seit dem ersten Kauf. Grün ist gut, Rot ist schlecht – und bei mir steht dort ein tiefroter März 2026 mit −5,96 %. So eine Tabelle ist gnadenlos, aber sie zeigt dir auch, dass einzelne Monate langfristig kaum eine Rolle spielen. Darunter liegt die Performance Map, eine Treemap nach Sektoren, in der jede Kachel so groß ist wie die Position und so grün oder rot wie ihre Tagesperformance. Umschaltbar auf Kaufwert und andere Zeiträume.

Rendite-Heatmap in Parqet mit Monatsrenditen pro Jahr
Die Rendite-Heatmap zeigt jeden Monat seit dem ersten Kauf
Quelle: parqet.com
Performance Map in Parqet: Treemap der Positionen nach Sektor
Die Performance Map ordnet dein Depot nach Sektoren und Tagesperformance
Quelle: parqet.com

Drei weitere Reiter sind unspektakulär, aber nützlich. Kapital zeigt dir Monat für Monat, wie viel du netto ins Depot gesteckt hast – die ehrlichste Kennzahl für deine Sparrate. Gebühren rechnet die TER deiner ETFs und Fonds in Euro pro Jahr um. Trades listet realisierte Gewinne pro Monat sowie deine besten und schlechtesten Verkäufe. Bei mir steht Novo Nordisk mit −54,66 % ganz oben in der Verliererliste. Auch das ist Portfolio-Tracking.

Dividenden-Dashboard, Kalender und Prognose

Ich verfolge eine Dividendenwachstumsstrategie, deshalb ist das Dividenden-Dashboard für mich der Grund, Parqet zu nutzen. Es zeigt erhaltene Dividenden, das Einkommen der letzten zwölf Monate, den Monatsschnitt und die persönliche Dividendenrendite – wahlweise brutto oder netto nach Steuern. Fünf Darstellungen stehen zur Wahl: monatlich fortlaufend, monatlich pro Jahr, akkumuliert, akkumuliert pro Jahr und ein Breakdown je Titel. Ich nutze fast nur „akkumuliert pro Jahr“, weil ich dort auf einen Blick sehe, ob das laufende Jahr über dem Vorjahr liegt. 2025 lag ich mit +11,33 % unter meinem Ziel von 15 % Wachstum. Parqet sagt es mir ungefragt.

Neu seit Januar 2026 ist die Prognose (nur Plus und Investor): Parqet schätzt auf Basis der angekündigten Dividenden dein monatliches Einkommen für die kommenden zwölf Monate. Darunter listet das Dashboard alle angekündigten Zahlungen nach Monat und die letzten Auszahlungen.

Dividenden-Dashboard in Parqet mit akkumulierten Dividenden pro Jahr
Akkumulierte Dividenden pro Jahr – meine wichtigste Ansicht in Parqet
Quelle: parqet.com

Der Dividendenkalender ist inzwischen ein eigenständiges Werkzeug: Er deckt über 35.000 Aktien und ETFs ab, lässt sich nach deinen Portfolios oder Watchlists filtern und wahlweise nach Zahltag oder Ex-Tag sortieren. Zu beachten ist, dass es sich um eine Vorausschau handelt. Quellensteuer, Wechselkurs und Kapitalertragsteuer entscheiden erst am Zahltag darüber, was auf deinem Verrechnungskonto landet – die Nettozahlen im Kalender sind eine Schätzung, keine Zusage.

Dividendenkalender in Parqet in der Jahresansicht
Der Dividendenkalender zeigt angekündigte Zahlungen für dein Portfolio oder beliebige Watchlists
Quelle: parqet.com

Steuer-Dashboard mit Quellensteuer-Übersicht

Das Steuer-Dashboard unter Analyse › Steuern hat mich im Parqet Test am meisten überrascht. Parqet summiert die gezahlten Steuern pro Jahr, getrennt nach Käufen, Verkäufen, Dividenden und Sonstigem. Der spannende Teil steht darunter: eine Tabelle je Land mit erhaltenen Dividenden, einbehaltener Quellensteuer und dem Betrag, den du dir zurückholen kannst. Bei mir sind das für 2026 rund 308 € aus den USA – Geld, das ohne diese Übersicht schlicht liegen bleibt. Wie die Rückerstattung funktioniert, liest du in unserem Ratgeber zur Quellensteuer.

Eine Einschränkung nennt Parqet selbst: Die Daten sind nur zur Information, für die Steuererklärung gilt die Bescheinigung deiner Depotbank. Einen Steuerreport zum Export gibt es nicht. Ehrlicherweise ist das Dashboard damit ein Kontrollinstrument, kein Ersatz für ein Steuer-Tool – aber ein sehr gutes.

Steuer-Dashboard in Parqet mit Steuern pro Jahr und Quellensteuer je Land
Das Steuer-Dashboard zeigt je Land, wie viel Quellensteuer du zurückfordern kannst
Quelle: parqet.com

Was fehlt: Risikokennzahlen

Was Parqet auch 2026 nicht bietet, sind Risikokennzahlen. Keine Sharpe Ratio, kein Beta, keine Volatilität, keine Korrelation zwischen Positionen. Das hatte ich schon 2022 kritisiert – seitdem ist ein Drawdown-Chart dazugekommen, mehr nicht. Klumpenrisiken siehst du über die Gewichtung, aber du bekommst keine Zahl, die dir sagt, wie viel Risiko du für deine Rendite eingehst. Für mich als Buy-and-Hold-Anleger ist das verschmerzbar. Wenn du dein Chance-Risiko-Verhältnis aktiv steuern willst, ist es ein echtes Manko – und der Hauptgrund, warum manche Nutzer parallel Portfolio Performance laufen lassen.

Kompatibilität im Parqet Test: Autosync, Datei-Import und Integrationen

Autosync für fünf Broker

Der bequemste Weg ist der Autosync: Du verbindest dein Depot einmal, danach holt sich Parqet neue Käufe, Verkäufe und Dividenden selbst. Das funktioniert bei Trade Republic, Scalable Capital, ING, comdirect und Consorsbank – dieselben fünf Broker wie 2022. Weiterentwickelt hat Parqet den Autosync trotzdem: Seit März 2026 gleicht er zusätzlich Bestände und Kurse mit dem Broker ab, und seit Mai beziehungsweise August 2026 läuft die Synchronisation für Trade Republic und Scalable Capital auch im Browser statt nur in der App. Auf Wunsch zieht Parqet auch dein Verrechnungskonto mit.

Bei mir hängt mein Hauptdepot bei Scalable Capital am Autosync. Ein Klick auf „Aktualisieren“, ein paar Sekunden warten, fertig. In den Account-Einstellungen solltest du dir zwei Schalter anschauen: Standardmäßig darf Parqet fehlgeschlagene Dokumente zur Verbesserung des Imports auswerten, und optional aktivierst du einen Analysemodus, der beim Abgleich mehr Daten sammelt. Beides kannst du abschalten.

Was fehlt, ist offensichtlich: DKB, flatex, Smartbroker+ und finanzen.net Zero haben keinen Autosync. Laut Parqet-FAQ ist finanzen.net Zero der nächste Kandidat, danach stehen flatex, Smartbroker+, DKB und Degiro auf der Liste – ohne Termin. Bei N26 wird es vermutlich nie klappen, weil die Abrechnungen nicht maschinenlesbar sind. Bist du bei einem dieser Broker, bleibt dir der Datei-Import.

Datei-Import für 58 Banken und Apps

Der Datei-Import ist der Weg, den ich in den ersten Jahren ausschließlich genutzt habe: Abrechnungen als PDF beim Broker herunterladen, per Drag & Drop in Parqet ziehen, kurz prüfen, bestätigen. Parqet erkennt dabei Kauf, Verkauf, Dividende, Gebühren und Steuern. Unterstützt werden 58 Banken und Apps – von 1822direkt über DKB, flatex, Interactive Brokers, Smartbroker+, Trading 212 und Traders Place bis zu Krypto-Börsen wie Bitpanda, Coinbase, Kraken, BISON und BSDEX. Wer nicht dabei ist, legt Transaktionen manuell an; das Formular dafür hat Parqet im März 2026 überarbeitet.

Kommst du von Portfolio Performance, exportierst du dort deine Transaktionen als CSV und importierst sie in Parqet. Bei mir hat das 2021 auf Anhieb funktioniert – und ich hatte damals teilweise Stunden in die Pflege meiner Portfolio-Performance-Datei gesteckt. Auch in die andere Richtung geht es: Parqet exportiert alle Aktivitäten als CSV, du bist also nicht eingesperrt.

Integrationen: Parqet mit Claude, ChatGPT und Co. verbinden

Seit Mai 2026 hat Parqet einen Marktplatz für Integrationen, der über die Parqet Connect API läuft. Zum Start waren es 23, im September 2026 sind es 36. Die meistinstallierten: ChatGPT (über 8.700 Nutzer), ein Portfolio-Rebalancer, Claude (über 5.800 Nutzer), Kontor und der Parqet Companion. Dazu kommen Perplexity, Mistral, ein Vorabpauschale-Rechner, ein Sparerpauschbetrag-Rechner, ein Export für DivTax und sogar eine Anbindung an Home Assistant. Wer programmieren kann, baut über die Connect API eigene Integrationen.

Die KI-Anbindungen sind das, was gerade alle ausprobieren: Du gibst Parqet für ChatGPT oder Claude frei und kannst dein Depot in natürlicher Sprache befragen. Seit September 2026 steuerst du dabei feiner, welche Daten eine Integration sehen darf. Ich finde das spannend, sage aber klar: Du gibst deine Depotdaten an einen Drittanbieter. Lies dir vorher an, welche Daten fließen. Die Zahl der Integrationen ist außerdem gedeckelt – zwei in Basis, fünf in Plus, zwanzig in Investor.

Integrationen-Marktplatz in Parqet mit ChatGPT, Claude und weiteren Apps
36 Integrationen, darunter Claude, ChatGPT und Perplexity – die Anzahl ist je nach Abo begrenzt
Quelle: parqet.com

Welche Assets du bei Parqet tracken kannst

Aktien, ETFs und Fonds sind das Kerngeschäft – hier gibt es keine Begrenzung, in keinem Abo. Dazu kommen Cash-Positionen und Fremdwährungen; mein Depot enthält Titel in 21 Währungen, und Parqet rechnet alles sauber in Euro um. Seit März 2026 kannst du zusätzlich Immobilien, Startup-Beteiligungen und Sachwerte erfassen, seit Juli 2026 auch P2P-Kredite und Versicherungen. Der Anspruch dahinter: dein gesamtes Vermögen an einem Ort. Die Umsetzung ist noch simpel – du trägst Werte manuell ein, es gibt keine Kursquellen –, aber für eine Vermögensübersicht reicht das.

Bei Kryptowährungen bleibt Parqet ein Nebenschauplatz. Du importierst Transaktionen von Bitpanda, Coinbase, Kraken, BISON oder BSDEX per Datei, eine Wallet-Anbindung gibt es nicht, und die steuerliche Logik mit Haltefristen fehlt komplett. Ich tracke Krypto deshalb weiter mit CoinTracking, weil ich die Daten dort direkt für die Steuererklärung nutzen kann. Welche Tools sich dafür eignen, zeigt unser Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Eine Grenze gilt für die kostenlose Version: Zusätzliche Assets – also alles außer Wertpapieren – sind in Basis auf fünf Positionen begrenzt. Ab Plus fällt das Limit weg.

Die Kosten im Parqet Test: Basis, Plus und Investor

Parqet gibt es in drei Modellen: Basis, Plus und Investor. Die Namen sind seit Jahren gleich, die Inhalte nicht. Was 2022 noch Plus vorbehalten war – etwa der Autosync –, gibt es heute auch kostenlos. Dafür sind die großen Neuerungen wie X-Ray, Steuer-Dashboard und Dividendenprognose wieder Plus-Features.

BasisPlusInvestor
Preis monatlich0 €11,99 €29,99 €
Preis jährlich–107,91 € (9 Monate zahlen, 12 nutzen)329,89 € (11 Monate zahlen, 12 nutzen)
Portfolios1515
Watchlists1515
Wertpapiereunbegrenztunbegrenztunbegrenzt
Zusätzliche Assets5unbegrenztunbegrenzt
Integrationen2520
AnalyseBasis (Performance, Dividenden)voll (X-Ray, Prognose, Steuer, Vergleiche)voll
Autosyncjajaja
SupportCommunityE-MailPriority-E-Mail
Testphase–14 Tage kostenlos14 Tage kostenlos
Kontomodelle von Parqet im Überblick: Basis, Plus und Investor
Die drei Abo-Modelle von Parqet
Quelle: parqet.com

Parqet Basis: kostenlos und für ein Depot völlig ausreichend

Mit Basis trackst du ein Portfolio mit beliebig vielen Wertpapieren, legst eine Watchlist an und nutzt den Autosync. Du siehst Performance und das Dividenden-Dashboard. Was fehlt, ist die tiefe Analyse: keine Gewichtung nach Sektor, Land oder Währung, kein X-Ray, kein Steuer-Dashboard. Hast du ein Depot mit einem oder zwei ETFs, brauchst du mehr nicht. Ich habe Basis nie genutzt – ich war von Anfang an Plus-Kunde –, aber der Umfang ist heute deutlich größer als 2022.

Parqet Plus: das Modell, um das es geht

Plus kostet 11,99 € im Monat oder 107,91 € im Jahr – du zahlst neun Monate und nutzt zwölf. Dafür bekommst du fünf Portfolios, fünf Watchlists, unbegrenzt zusätzliche Assets, fünf Integrationen und die komplette Analyse: Gewichtung in acht Dimensionen, X-Ray, Rendite-Heatmap, Steuer-Dashboard, Dividendenprognose und den Vergleich deiner Performance mit Indizes. Ich zahle jährlich und habe das nie bereut. Allerdings ist Plus kein Schnäppchen: Knapp 9 € im Monat sind für ein Tool, das nichts kauft und nichts verkauft, eine bewusste Entscheidung. Lohnen tut sie sich, wenn du mehr als ein Depot hast, Dividenden im Blick behältst oder deine Quellensteuer zurückholen willst. Sonst reicht Basis.

Parqet Investor: nur für sehr große oder sehr viele Depots

Investor kostet 29,99 € im Monat oder 329,89 € im Jahr und bringt 15 Portfolios, 15 Watchlists, 20 Integrationen und bevorzugten E-Mail-Support. Mehr Analysefunktionen als Plus gibt es nicht. Das Modell richtet sich an Anleger, die etwa Privatdepot, Firmendepot, Kinderdepots und mehrere Strategien getrennt führen. Für alle anderen ist Investor zu teuer – Plus ist das Paket, das die allermeisten Nutzer brauchen.

Beide Bezahlmodelle kannst du 14 Tage kostenlos testen und monatlich kündigen, ohne Frist. Über das Empfehlungsprogramm bekommst du für jeden geworbenen Freund mit Plus- oder Investor-Abo drei Monate geschenkt.

Bedienung, App und Sicherheit

Der Einstieg dauert Minuten: Portfolio anlegen, Broker auswählen, Autosync verbinden oder die erste PDF-Abrechnung hochladen. Danach bist du im Dashboard. Die Web-App wirkt aufgeräumt, folgt der Systemeinstellung für Dark und Light Mode und bringt eine Suche nach Name, WKN oder ISIN mit. Einzelne Analyse-Seiten laden bei einem Depot meiner Größe spürbar lang – ein paar Sekunden mit Peter-Lynch-Zitat als Ladebildschirm. Das ist verschmerzbar, fällt aber auf.

Die App für iOS und Android kann inzwischen fast alles, was die Web-App kann, inklusive Renditedetails, Kapitalfluss, Trades und Steuern. Ich nutze sie unterwegs für den schnellen Blick, für die Analyse bleibe ich am Rechner – die Web-App zeigt auf einem Bildschirm einfach mehr. Seit Juli 2026 gibt es zusätzlich ein eigenes Layout für Tablets.

Zwei Einstellungen solltest du kennen. Erstens die Berechnungsmethode für realisierte Gewinne: FIFO, LiFo oder Durchschnittswert, wählbar je Portfolio. Zweitens die Sichtbarkeit: Du kannst ein Portfolio öffentlich teilen, wahlweise nur mit prozentualen Werten und ohne Beträge. So zeigst du deine Allokation, ohne dein Vermögen offenzulegen.

Zur Sicherheit: Parqet bietet Multi-Faktor-Authentifizierung an, die du in den Account-Einstellungen aktivierst – Pflicht ist sie nicht, ich würde sie trotzdem einschalten. Nach eigenen Angaben speichert Parqet die Portfoliodaten anonymisiert und getrennt von deinen Kontodaten. Für den Autosync gibst du Parqet Zugriff auf dein Broker-Konto; wie weit dieser Zugriff geht, steuerst du über die beiden bereits erwähnten Schalter in den Autosync-Einstellungen.

Support und Community

Support per E-Mail gibt es ab Plus, Investor-Kunden werden bevorzugt behandelt. Basis-Nutzer sind auf das Hilfecenter und die Community angewiesen. Ich habe den Support in fünf Jahren selten gebraucht – als es einmal nötig war, kam die Antwort schnell und hat das Problem gelöst. Seit Mai 2026 gibt es zusätzlich ein Support-Formular direkt in der App.

Stärker als der klassische Support ist bei Parqet die Transparenz: Ein öffentliches Feedback-Board, auf dem Nutzer Funktionen vorschlagen und abstimmen – der Wunsch nach mehr Autosync-Brokern ist dort seit Jahren der Dauerbrenner –, eine eigene Community mit Diskussionen und Produkt-Updates sowie ein Changelog, in dem fast jede Woche neue Funktionen stehen. Ich kenne kaum ein Finanz-Tool, das so offen zeigt, woran es gerade arbeitet.

Vor- und Nachteile von Parqet

Im Parqet Test präsentiert sich die Plattform ausgereift und hat in den letzten zwei Jahren einen großen Sprung gemacht. Ein paar Schwächen bleiben, und die sollte ich dir nicht verschweigen.

Vorteile von Parqet

  • Dividenden-Dashboard und Kalender: die beste Dividendenauswertung, die ich in einem Portfolio-Tracker kenne
  • Steuer-Dashboard: Quellensteuer je Land inklusive Rückerstattungsbetrag – das spart bares Geld
  • X-Ray: ETFs werden in Einzeltitel aufgelöst, Überschneidungen werden sichtbar
  • Import: Autosync für fünf große Broker, PDF- und CSV-Import für 58 Banken, Umstieg von Portfolio Performance in Minuten
  • Integrationen: Claude, ChatGPT, Perplexity und 30 weitere Apps über die Connect API
  • Entwicklungstempo: fast wöchentlich neue Funktionen, öffentliches Feedback-Board

Nachteile von Parqet

  • Keine Risikokennzahlen: weder Sharpe Ratio noch Beta oder Volatilität – seit 2022 unverändert
  • Autosync nur für fünf Broker: DKB, flatex, Smartbroker+ und finanzen.net Zero fehlen
  • Krypto nur rudimentär: kein Wallet-Import, keine Haltefrist-Logik
  • Dashboard nicht anpassbar: die Kacheln liegen fest

Für wen lohnt sich Parqet?

Für Dividendenanleger ist Parqet im Test ohne Wenn und Aber das richtige Tool – Dashboard, Kalender, Prognose und Quellensteuer-Übersicht gibt es in dieser Kombination nirgends sonst. ETF-Sparer mit ein bis drei ETFs kommen mit Basis aus; sobald du mehrere Welt- oder Themen-ETFs kombinierst, lohnt sich Plus allein wegen X-Ray. Wer mehrere Depots in der Familie oder neben einer Firma führt, braucht ohnehin Plus oder Investor.

Weniger passend ist Parqet für aktive Trader, die Sharpe Ratio, Beta und Korrelationen brauchen – dafür bleibt Portfolio Performance das Werkzeug der Wahl, kostenlos, aber mit deutlich mehr Aufwand. Und wer vor allem Kryptowährungen hält, ist mit einem Krypto-Steuer-Tool besser bedient. getquin ist die naheliegende Alternative, wenn dir Community-Funktionen wichtiger sind als Analysetiefe. Wie sich die Anbieter im Detail schlagen, zeigt unser Vergleich der Portfolio-Tracking-Apps.

Fazit zum Parqet Test: Weiterhin die beste Portfolio-Tracking-Software

Nach fünf Jahren Nutzung und einem kompletten Neustart dieses Parqet Tests bleibt mein Urteil: Parqet ist die beste Portfolio-Tracking-Software, die ich kenne. Nicht, weil sie alles kann, sondern weil sie die Dinge, die für die meisten Privatanleger zählen, besser macht als jeder Wettbewerber – Import, Dividenden, Steuern und seit 2026 die ETF-Durchleuchtung per X-Ray. Dazu kommt ein Entwicklungstempo, das ich bei keinem anderen Finanz-Tool sehe.

Würde ich Parqet heute noch einmal wählen? Ja, und zwar direkt im Plus-Abo. Die Kritik von 2022 bleibt allerdings bestehen: Risikokennzahlen fehlen, und der Autosync deckt nach vier Jahren immer noch dieselben fünf Broker ab. Beides muss kommen, wenn Parqet den Anspruch „dein gesamtes Vermögen an einem Ort“ wirklich einlösen will.

Nutzt du Parqet bereits oder überlegst du, umzusteigen? Wie ist dein Eindruck von X-Ray und dem Steuer-Dashboard? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

Häufige Fragen zum Parqet Test

Ist Parqet kostenlos?

Ja, in der Basis-Version. Damit trackst du ein Portfolio mit unbegrenzt vielen Wertpapieren, nutzt eine Watchlist, den Autosync und das Dividenden-Dashboard. Die volle Analyse inklusive X-Ray, Steuer-Dashboard und Prognose kostet mit Plus 11,99 € im Monat oder 107,91 € im Jahr. Beide Bezahlmodelle kannst du 14 Tage kostenlos testen.

Welche Broker unterstützt Parqet per Autosync?

Trade Republic, Scalable Capital, ING, comdirect und Consorsbank. Laut Parqet-FAQ ist finanzen.net Zero der nächste Kandidat, danach flatex, Smartbroker+, DKB und Degiro. Alle anderen Broker bindest du per PDF- oder CSV-Import an – unterstützt werden 58 Banken und Apps.

Was ist Parqet X-Ray?

X-Ray löst deine ETFs in ihre Einzeltitel auf und rechnet sie deiner Gewichtung zu. So siehst du, wie hoch dein tatsächlicher Anteil an Apple oder Nvidia ist, wenn du Einzelaktien und ETFs mischst – und wo sich mehrere ETFs überschneiden. X-Ray ist in Plus und Investor enthalten.

Ist Parqet sicher?

Parqet bietet Multi-Faktor-Authentifizierung und speichert die Portfoliodaten nach eigenen Angaben anonymisiert und getrennt von deinen Kontodaten. Für den Autosync gibst du Parqet Zugriff auf dein Broker-Konto; in den Einstellungen bestimmst du, ob Parqet fehlgeschlagene Dokumente oder zusätzliche Daten zur Verbesserung nutzen darf.

Kann ich Parqet mit ChatGPT oder Claude verbinden?

Ja. Seit Mai 2026 gibt es einen Marktplatz mit 36 Integrationen, darunter ChatGPT, Claude, Perplexity und Mistral. Du gibst dein Portfolio für die Integration frei und kannst dein Depot dann in natürlicher Sprache befragen. Die Anzahl der Integrationen ist begrenzt: zwei in Basis, fünf in Plus, zwanzig in Investor.

Parqet oder Portfolio Performance – was ist besser?

Portfolio Performance ist kostenlos, läuft lokal auf deinem Rechner und bietet mehr Kennzahlen, etwa zum Risiko. Dafür kostet die Pflege deutlich mehr Zeit. Parqet ist bequemer, dank Autosync und PDF-Import fast wartungsfrei und bei Dividenden und Steuern klar stärker. Ich habe Portfolio Performance 2021 durch Parqet ersetzt und bin nicht zurückgegangen.

Unsere Inhalte spiegeln nur die Meinungen und Erwartungen der Autoren wider und stellen somit keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen der genannten Wertpapiere dar.

Als Anleger*in trägst Du die volle Verantwortung für Deine Investitionsentscheidungen.

Die Autoren können in einige der beschriebenen Assets investiert sein und somit ein Interesse an deren Kursentwicklung haben.

Sebastian Rau
Sebastian Rau
Gründer
Über den Autor
Ich bin Sebastian, einer der Gründer von Finanzwissen. Mein ersten Aktien und ETFs habe ich bereits 2015 gekauft. 2016 bin ich in den Krypto-Markt eingestiegen. Bis heute investiere ich in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Immobilien. Als Prozessmanager in einer deutschen Großbank habe ich einen tiefen Einblick in die Abläufe und Prozesse, sodass ich gerne unterschiedliche Produkte teste und meine Erfahrungen mit euch teile.

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