
Rüstungsaktien 2026: Top 10 Aktien, Chancen & Risiken
Rüstungs und Verteidigungsaktien haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Krieg in der Ukraine und der eskalierende Nahostkonflikt haben die Nachfrage nach Rüstungsgütern stark steigen lassen.
In diesem Artikel erfährst du, welche die besten Rüstungsaktien für ein Investment sein könnten. Zudem beleuchten die Chancen sowie Risiken eines Investments – inklusive der ethischen Aspekte, die dabei eine Rolle spielen.
Rüstungsaktien: das Wichtigste in Kürze
- Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) erreichten die globalen Militärausgaben im Jahr 2024 einen Rekordwert von rund 2,7 Billionen US-Dolar.
- Die größten Militärausgaben entfielen 2024 auf die USA, China, Russland, Indien und Deutschland.
- Führende Rüstungsaktien sind Unternehmen wie Boeing, Lockheed Martin, Raytheon Technologies oder Rheinmetall.
- Neue Tech-Unternehmen wie Palantir gelten inzwischen auch als Rüstungsaktie.
- Die größten deutschen Rüstungsunternehmen sind Rheinmetall, Hensoldt, Heckler & Koch und TKMS.
- Finanzen.net Zero, Scalable Capital und Trade Republic sind unserer Erfahrung nach die besten Broker, um kostengünstig in Rüstungsindustrie-Aktien zu investieren.
1. Welche sind die besten Rüstungsaktien für dein Depot?
Top 10 Rüstungsaktien 2026 im Überblick
| Name | ISIN |
|---|---|
| Raytheon Technologies | US75513E1010 |
| Lockheed Martin | US5398301094 |
| Boeing | US0970231058 |
| Airbus | NL0000235190 |
| Northrop Grumman | US6668071029 |
| Thales | FR0000121329 |
| Rheinmetall | DE0007030009 |
| Heckler & Koch | DE000A11Q133 |
| Hensoldt | DE000HAG0005 |
| Renk | DE000RENK730 |
In diesem Abschnitt stellen wir dir ausgewählte Aktien der Rüstungsindustrie genauer vor. Du wirst feststellen, dass die Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen tätig sind, und teilweise auch in ganz anderen Branchen als der Rüstungsindustrie Umsätze erwirtschaften.
An dieser Stelle haben wir zunächst einen Fokus auf internationale Rüstungsgüterkonzerne. Auf deutsche Rüstungsaktien gehen wir im nächsten Abschnitt ausführlicher ein.
Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die größten Rüstungskonzerne der Industriegruppe „Luft-, Raumfahrt und Verteidigung“. In unserem separaten Ratgeber zu Raumfahrt-Aktien findest du umfangreiche Information zur Luft- und Raumfahrtbranche.
Im Folgenden gehen wir auf ein paar spannende internationale Rüstungsaktien genauer ein. Aufgrund ihrer zunehmenden Relevanz sind einige dieser Aktien aus der Rüstungsindustrie auch in unserer Liste der Aktien-Empfehlungen vertreten.
Wenn du kurz davor stehst, deine ersten Aktien zu kaufen, wirf auch einmal einen Blick auf unsere Kaufanleitungen. Hier erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du Aktien kaufen kannst.







Rüstungsaktie Lockheed Martin (ISIN: US5398301094)
Lockheed Martin ist die erste Aktie aus der Rüstungsindustrie, die wir dir vorstellen möchten.
Das Unternehmen ist vor allem für die Produktion seiner Kampfflugzeuge bekannt. 40 % des Umsatzes entfallen auf den Bereich militärische und zivile Flugzeuge.
Über 70 % des Umsatzes werden in den USA erwirtschaftet. Mit Abstand der größte Kunde dieser Rüstungsaktie ist die US-Regierung.
Lockheed Martin wurde im Jahr 1912 gegründet, damals noch als Lockheed. Erst seit der Fusion mit Martin Marietta im Jahr 1995 hat das Unternehmen seinen bis heute gültigen Namen. An der Börse ist Lockheed Martin seit 1972.
Mit Blick auf die letzten zehn Jahre konnte die Aktie bereits eine starke Performance von durchschnittlich rund 17 % pro Jahr erwirtschaften. Damit zeigt sich die Aktie unabhängig vom Beginn des Kriegs in der Ukraine stark.
Französischer Rüstungskonzern Thales (ISIN: FR0000121329)
Thales ist einer der größten französischen Rüstungskonzerne. Das Unternehmen befasst sich mit der Herstellung und dem Verkauf von elektronischen Geräten und Systemen für die Luftfahrt, die Marine und den Verteidigungssektor.
Etwa die Hälfte des Umsatzes entfällt auf Rüstungsgüter. Das Unternehmen befindet sich zu knapp 26 % in der Hand des französischen Staates. Den Großteil seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Frankreich (rund 28 %).
Thales bezeichnet sich selbst als Technologieunternehmen. Big Data, künstliche Intelligenz, Konnektivität und Cyber-Sicherheit stehen im Fokus. Damit deckt Thales eine wichtige Schnittmenge zwischen Verteidigung und digitaler Sicherheit ab.
Das Unternehmen ist seit Ende 1987 an der Börse gelistet. Mit Beginn des Kriegs in der Ukraine ist die Aktie Ende Februar 2022 in kürzester Zeit um rund 40 % gestiegen. Auch langfristig entwickelte sich die Aktie freundlich: Auf Sicht der letzten 10 Jahre stieg die Aktie um jährlich durchschnittlich rund 17 %.
General Dynamics (ISIN: US3695501086)
General Dynamics ist ein sehr breit aufgestelltes Unternehmen der Rüstungsindustrie.
Die US-Rüstungsaktie bietet eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Luftfahrt, Schiffsbau und -reparatur, Landkampffahrzeuge, Waffensysteme und Munition sowie Technologieprodukte und -dienstleistungen.
Rund 75 % der Umsätze entfallen auf das Segment Verteidigung. Weitere 20 % werden im Segment Luftfahrt erwirtschaftet.
Gegründet wurde General Dynamics im Jahr 1952. Der Börsengang erfolgte 1972. Die Rüstungsindustrie-Aktie hat als Reaktion auf den Beginn des Kriegs in der Ukraine nur leicht angezogen.
RTX (ehemals Raytheon) (ISIN: US75513E1010)
RTX entwickelt und produziert Flugzeugtriebwerke, Cyber-Technologie, Raketen, Luftverteidigungssysteme und Drohnen.
Ziel des Unternehmens ist es, Innovationen im Bereich der Luftfahrt und Verteidigungssysteme zu schaffen.
Das Rüstungsunternehmen in seiner heutigen Form existiert erst seit April 2020. Es entstand aus der Fusion von Raytheon und United Technologies. Raytheon existiert bereits seit 1922 und ging 1975 an die Börse.
Northrop Grumman (ISIN: US6668071029)
Northrop Grumman ist primär in der Rüstungstechnik für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt tätig. Damit ist Northrop Grumman eine wichtige Aktie der Rüstungsindustrie.
Das Unternehmen produziert Flugzeugsysteme für die US Air Force, die US Navy und andere US-Regierungsbehörden. Die Instandhaltung und Modernisierung der Flotte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Außerdem fertigt Northrop Grumman Systeme zur Raketenabwehr sowie zur Cyber-Sicherheit.
86 % des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in den USA. Northrop Grumman wurde im Jahr 1939 gegründet und ging 1972 an die Börse.
Boeing (ISIN: US0970231058)
Boeing ist keine klassische Aktie aus der Rüstungsindustrie. Vielmehr konzentriert sich ein Segment auf den Bereich Rüstung und Verteidigung.
Neben Verkehrsflugzeugen fertigt Boeing Verteidigungs-, Raumfahrt- und Sicherheitssysteme.
Das Segment Verteidigung, Raumfahrt und Sicherheit umfasst unter anderem die Produktion von Militär- und Kampfflugzeugen sowie Waffensystemen. Rund 40 % der Umsätze erwirtschaftet Boeing in diesem Bereich.
Boeing wurde im Jahr 1916 gegründet und ging 1972 an die Börse. Da der Schwerpunkt von Boeing weniger im Bereich der Rüstungsindustrie liegt, ist das Unternehmen kein Kriegsprofiteur.
Airbus (ISIN: NL0000235190)
Ähnlich wie Boeing liegt auch der Fokus von Airbus eher auf der Produktion von Verkehrsflugzeugen als auf Gütern der Rüstungsindustrie.
Nur 20 % der Umsätze werden im Segment Verteidigung erwirtschaftet. In diesem Bereich fertigt Airbus unter anderem Militärflugzeuge oder auch Helikopter.
Airbus wurden im Jahr 1970 gegründet und ging im Juli 2000 an die Börse.
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2. Deutsche Rüstungsaktien – Vier spannende Rüstungstitel aus Deutschland
Viele Rüstungsaktien sind in den USA ansässig. Gerade im Bereich der Large-Caps, also Unternehmen mit einer besonders hohen Marktkapitalisierung, gibt es in Deutschland kaum Rüstungsaktien. Der deutsche Rüstungswert Rheinmetall konnte seinen Börsenwert in den vergangenen Jahren jedoch erheblich steigern.
Im Folgenden schauen wir uns vier der größten deutschen Rüstungsaktien einmal genauer an.




Deutsche Rüstungsaktie Rheinmetall (ISIN: DE0007030009)
Eines der bekanntesten deutschen Rüstungsunternehmen ist Rheinmetall. Gerade in der aktuellen Zeit rückt Rheinmetall verstärkt in den Fokus.
Rheinmetall ist allerdings kein reiner Rüstungskonzern. Neben Verteidigungsausrüstung produziert das Unternehmen nämlich noch diverse Automobilkomponenten.
Etwa 65 % der Umsätze erwirtschaftet Rheinmetall im Segment Verteidigung. Hierzu gehören u. a. gepanzerte Kettenfahrzeuge, Waffen und Munition, Schutzsysteme oder auch Flugabwehrsysteme. Somit könnte man Rheinmetall auch als Munitionshersteller-Aktie oder Waffenhersteller-Aktie bezeichnen.
Rheinmetall wurde bereits im Jahr 1889 gegründet und ging 1985 an die Börse. Der wirtschaftliche Schwerpunkt dieser deutschen Rüstungsaktie ist die Rüstungsindustrie.
Dementsprechend verwundert es nicht, dass der Aktienkurs mit Beginn des Kriegs in der Ukraine signifikant gestiegen ist. In den ersten Wochen seit Ende Februar 2022 hat sich der Kurs der Rheinmetall-Aktie nahezu verdoppelt. Mit der Ankündigung weiterer Investitionen in die Verteidigung von Friedrich Merz ist der Kurs weiter in die Höhe geschnellt.
Hensoldt (ISIN: DE000HAG0005)
Die Hensoldt AG befasst sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Sensorlösungen für Verteidigung und Sicherheit. Folglich gehört auch Hensoldt zu den Rüstungsaktien aus Deutschland.
Das Unternehmen entstand 2017 aus den ehemaligen Geschäftsbereichen von Airbus Defence & Space.
Das Unternehmen fertigt u. a. Radare zur Überwachung, Aufklärung und Flugsicherung sowie Wärmebildgeräte oder auch Flugschreiber.
Seit dem Börsengang im September 2020 hat sich der Kurs dieser Rüstungsaktie vervielfacht. Der Großteil dieses Kursanstiegs entstand seit Beginn des Kriegs in der Ukraine. Die Hensoldt Aktie ist aktuell im MDAX gelistet.
Heckler & Koch (ISIN: DE000A11Q133)
Heckler & Koch, oder auch als H&K AG bekannt, ist einer der weltweit führenden Hersteller von Handfeuerwaffen. Heckler & Koch könnte im allgemeinen Sprachgebrauch also auch als Waffen-Aktie bezeichnet werden.
Heckler & Koch hat kaum Aktien im Streubesitz und deshalb sind dise auch eigentlich nicht über eine Börse handelbar. Als Privatanleger kannst du damit nicht in das Unternehmen investieren.
Das Rüstungsunternehmen ist ein wichtiger Partner für Sicherheitskräfte, Polizei und Sondereinsatzkräfte der NATO und NATO-assoziierter Staaten. 40 % der Umsätze erwirtschaftet die Rüstungsindustrie-Aktie in den USA, weitere 20 % in Deutschland.
Heckler & Koch ist eines der wenigen Unternehmen, die ausschließlich im Bereich Verteidigung aktiv sind. 100 % der Umsätze werden in diesem Segment erwirtschaftet.
Deutsche Rüstungsaktie Renk Group AG
Am 7. Februar 2024 wagte ein weiteres deutsches Rüstungsunternehmen den Schritt an die Börse. Der erste Kurs der Renk Group AG betrug 17,50 €. Innerhalb der ersten Handelswochen verzeichnete die Aktie einen Kursanstieg von mehr als 50 %. Inzwischen hat sich die Renk-Aktie vervielfacht und wird im MDAX gelistet.
Die deutsche Rüstungsaktie Renk ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von einsatzkritischen Antriebslösungen. Zum Produktportfolio des Rüstungsunternehmens zählen unter anderem Getriebe, Power-Packs, hybride Antriebssysteme, Gleitlager und Kupplungen.
Bei einem Blick auf die Aktionärsstruktur fällt auf, dass KNDS mit einer Beteiligung von etwa 16 % (Stand Januar 2026) zu den größten Aktionären der Renk Group AG zählt. Hinter KNDS stehen die Unternehmen Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) und Nexter Systems.
Krauss-Maffei Wegmann (KMW) bzw. KNDS ist hauptsächlich bekannt für den Kampfpanzer Leopard 2.
Thyssenkrupp-Marine-Systems (TKMS)
TKMS ist die Marine-Sparte von Thyssenkrupp und wurde 2025 mit einem Börsengang aus dem Mutterkonzern ausgegliedert. Das Unternehmen stellt Schiffe, U-Boote und maritime Technologie her. Bereits kurz nach dem Börsengang konnte das Unternehmen seinen Wert um 60 % steigern.
3. Ist ein Investment in Aktien der Rüstungsindustrie moralisch zu vertreten?
Bei einem Investment in Rüstungsindustrie Aktien kommt häufig die Frage auf, ob es ethisch und moralisch überhaupt zu vertreten ist, in Rüstungskonzerne zu investieren?
Ferner sind wir uns natürlich bewusst, dass im Kontext des Krieges in der Ukraine großes Leid einhergeht und Menschen ihr Leben lassen. Wir möchten hier dennoch eine rein analytische Perspektive einnehmen.
Ein häufiger Vorwurf lautet, wie man einem Rüstungsunternehmen nur sein Geld zur Verfügung stellen kann. Streng genommen ist das so aber gar nicht richtig.
Mit dem Kauf einer Rheinmetall-Aktie stellst du dem Unternehmen kein neues Kapital zur Verfügung. Stattdessen übernimmst du die Aktien einfach von einem bestehenden Rheinmetall-Aktionär, der sich dafür entschieden hat, seine Aktien zu verkaufen.
Wir verstehen natürlich, dass es Investoren gibt, die aus persönlicher Überzeugung und nach eigenen Prinzipien ein Investment in Rüstungskonzerne ausschließen, weil sie diese als „Waffen-Aktien“ oder „Kriegsaktien“ betrachten.
Zu einem funktionierenden Kapitalmarkt gehört es allerdings dazu, dass es auch ausreichend Marktteilnehmer gibt, die ein Investment in Aktien der Rüstungsindustrie nicht ausschließen.
Betrachten wir das Beispiel Rheinmetall weiter: Angenommen, jeder Deutsche schließt ein Investment in Rüstungsunternehmen aus. In diesem Fall wäre ein deutsches Unternehmen ausschließlich in Händen ausländischer Investoren.
Spätestens, wenn es sich hierbei um potenzielle Kriegsgegner handelt, ist zu hinterfragen, wie sinnvoll der Ausschluss von Investments in deutsche Rüstungsaktien ist.
4. Rüstungsaktien: Aktuelle Lage und neueste Entwicklungen
Der Rüstungssektor zieht weltweit zunehmend Kapital und Investoren an – getrieben durch geopolitische Spannungen und technologische Innovationen.
Im folgenden Abschnitt erhältst du eine kompakte Übersicht der jüngsten Entwicklungen mit Relevanz für die Rüstungsindustrie.
NATO-Gipfel: Globale Verteidigungsausgaben sollen deutlich steigen
Beim NATO-Gipfel in Den Haag haben sich die Mitgliedsstaaten vor wenigen Tagen (Juni 2025) verpflichtet, künftig fünf Prozent ihres BIP in Verteidigung und Sicherheit zu investieren. Diese Zielvorgabe soll ab 2035 gelten. Bislang lag die Quote bei zwei Prozent. Das würde das Budget für Militärausgaben mehr als verdoppeln.
Diese Entscheidung kam nicht zuletzt wegen Trumps lautstarken Forderungen nach höheren Militärausgaben der europäischen NATO-Länder zustande.
Weltweite Aufrüstung zu beobachten
Insgesamt hat sich die weltlage deutlich verändert, was zu einer anhaltenden Aufrüstung in allen regionen führt. Einige bekannte Konflikregionen sind:
- Ukraine/Russland
- China/Taiwan
- Nahost
- seit neuestem auch USA/Venezuela bzw. Südamerika generell
Insgesamt ist daher leider die Sicherheitslage so bedrohlich wie lange nicht mehr und Staaten rund um den Globus rüsten immer mehr auf.
5. Was spricht für ein Investment in Rüstungsaktien?
Ein wesentlicher Faktor, der für ein Investment in Rüstungsindustrie Aktien spricht, sind die neuen Konflikte weltweit und die tendenz von Staaten mehr aufrüsten zu wollen.
Damit einhergehend sorgen die Maßnahmen zur Aufrüstung für steigende Umsätze in der Zukunft.
Steigende Nachfrage nach Rüstungsgütern spricht für positive Entwicklung der Rüstungsaktien
Diese Entwicklung zeigt klar, dass die Marktteilnehmer von einer nachhaltig anziehenden Nachfrage nach Rüstungsgütern ausgehen.
Perfektes Beispiel hierfür ist auch das im Jahr 2022 beschlossene Paket zur Aufrüstung der Bundeswehr. Auchdie USA wollen noch weiter aufrüsten und bis 2027 bis zu 1,5 Billionen US-Dollar jährlich für das Militär ausgeben.
Zwar ist bereits seit längerer Zeit bekannt, dass die deutsche Bundeswehr nicht die gewünschte Verteidigungskraft aufweist. Konkrete Maßnahmen erfordern aber meist einen bestimmten Auslöser – wie in diesem Fall der Beginn des Kriegs in der Ukraine.
Bereits seit 2018 ziehen die internationalen Militärausgaben spürbar an.
Neben dem Krieg in der Ukraine rückt aktuell außerdem der Konflikt zwischen China und Taiwan in den Fokus. Während Rüstungsaktien von einer Verschärfung zwar profitieren dürften, wäre auf der anderen Seite allerdings mit gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft zu rechnen.
Wie der Kriegsbeginn in der Ukraine gezeigt hat, sind derartige Entwicklungen für die Weltwirtschaft und damit auch für die Aktienmärkte ein Belastungsfaktor.
Während der Gesamtmarkt ab Ende Februar 2022 massiv unter Druck geraten ist, konnten einige Rüstungsaktien massiv profitieren.
Wie du bei den Aktienvorstellungen gesehen hast, haben einige der Unternehmen auch einen größeren Fokus auf Digitalisierung. Damit im Zusammenhang steht natürlich die Cyber-Sicherheit.
Aufrüstung bedeutet längst nicht mehr einfach nur den Kauf von Panzern und Waffen. Auch im militärischen Bereich dreht sich viel um die Abwehr von Cyberattacken. Du solltest Rüstungskonzerne daher nicht nur als Waffenhersteller-Aktien betrachten, sondern als Unternehmen, die eine Schnittmenge zwischen Rüstungsgütern, Verteidigungssystemen und Digitalisierung aufweisen.
6. Fazit: Aktien aus der Rüstungsindustrie sind ein interessantes Investment
Rüstungsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen wesentlichen Teil ihrer Umsätze in der Industrie Luft-, Raumfahrt und Verteidigung erwirtschaften – daher gelten zahlreiche Unternehmen auch als Raumfahrtaktien.
Wie du in den Aktienvorstellungen gesehen hast, gibt es hier viele unterschiedliche Unternehmen, die innerhalb dieses Sektors in den verschiedensten Bereichen tätig sind.
Zu unterscheiden ist außerdem zwischen reinen Rüstungsunternehmen, wie Hensoldt, und Mischkonzernen, die ihre Umsätze auch in anderen Bereichen erwirtschaften. Rüstungskonzerne sind demnach nicht immer als reine Munitionshersteller- oder Waffenhersteller-Aktien zu betrachten.
Besonders zu erwähnen sind hier bspw. Boeing und Airbus, die nur einen kleinen Teil ihrer Umsätze im Bereich der Rüstungsgüter erzielen.
Je größer der Umsatzanteil im Bereich Rüstungsgüter ist, desto unabhängiger ist das Unternehmen von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung.

7. Häufige Fragen zu Rüstungsaktien
Unsere Inhalte spiegeln nur die Meinungen und Erwartungen der Autoren wider und stellen somit keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen der genannten Wertpapiere dar.
Als Anleger*in trägst Du die volle Verantwortung für Deine Investitionsentscheidungen.
Die Autoren können in einige der beschriebenen Assets investiert sein und somit ein Interesse an deren Kursentwicklung haben.
- Anonymisierter Benutzer27. Januar 2023Rüstungs ETF , mehr Infos . Welche ,Kenn - Nr . , was wird empfohlen ? Danke
- Anonymisierter Benutzer27. Januar 2023Hallo, für die Rüstungs-ETF gerne einen Blick auf den verlinkten Artikel werfen. Beste Grüße Sebastian
- Anonymisierter Benutzer25. Januar 2023Gibt es ETF‘s zur Rüstungsindustrie? Es ist ein interessanter Bericht. K. R.
- Anonymisierter Benutzer25. Januar 2023Hallo Klaus, wir haben auch einen Artikel zur Rüstungs-ETF. Viele Grüße Sebastian
- Anonymisierter Benutzer29. November 2022Danke für Deine Infos über Rüstung. Mit Rheinmetall konnte ich nach Ukraine-Kriegsbeginn optimale Gewinne erziehlen, mit Hensold hatte ich nicht so viel Glück. Aber was noch nicht ist kann.. könnte ja noch werden. Trotzdem Danke. Vielerlei Wissen ist immer gut. Grüße aus der Söderstadt Nürnberg

