Der große Kryptokreditkarten Vergleich



Mit einer Krypto-Kreditkarte hast du die Möglichkeit, mit deinen Kryptowährungen im Alltag zu bezahlen. Das funktioniert, indem die Coins direkt in Euro oder andere Fiat-Währungen umgewandelt werden. Doch lohnt sich die aktive Nutzung einer solchen Karte für den normalen Verbraucher?
In unserem Krypto-Kreditkarten-Vergleich zeigen wir dir, welche Angebote es gibt und wie gut die Karten wirklich sind.
Das Wichtigste zu Krypto-Kreditkarten
- Wir haben acht verschiedene Krypto-Kreditkarten getestet, die besten Bewertungen haben die Bitpanda und die Ruby Steel Kreditkarte von Crypto.com erhalten.
- Das größte Problem bei Krypto-Kreditkarten sind die Gebühren und die Verpflichtung, Token zu kaufen.
- Das Cashback ist meistens abhängig von deinem Investment in den zugehörigen Token.
- Die Karten sind häufig auch in Google oder Apple Pay integrierbar und werden von Visa unterstützt.
- Mit Krypto-Kreditkarten ist es ebenfalls möglich, Bargeld abzuheben. Hierfür können aber Gebühren anfallen.
1. Unsere Testkriterien für Krypto-Kreditkarten
Für unseren Vergleich vergeben wir in sechs Kategorien Punkte. Zusammengerechnet ergibt sich eine Gesamtbewertung zwischen 0 und 100 % – 100 % ist die Bestnote.
Da nicht jede Kategorie gleich wichtig zur Ermittlung der Gesamtbewertung ist, haben wir eine Gewichtung vorgenommen. Die Krypto-Kreditkarten haben wir in den folgenden Kategorien bewertet:
- Gebühren: Bei Krypto-Kreditkarten gibt es eine Reihe möglicher Gebühren, die im Zweifel die Nutzung unrentabel machen können. Übliche Gebühren sind Beantragungskosten, Umwandlungskosten und Handelsgebühren.
- Cashback: Prämien für das Nutzen der Kreditkarte sind das Hauptargumente bei der Wahl der Karte. Die Höhe der Cashbacks schwankt jedoch und diese sind fast immer an Bedingungen geknüpft.
- Sicherheit: Sowohl das Zahlen mit der Karte, als auch die Verwahrung der hinterlegten Kryptos, sollten Sicherheitsstandards einhalten.
- Features: Kreditkarten bieten klassischerweise Extras wie Versicherungen, Rabatte oder Abos an. Wir schauen daher auch, ob die Krypto-Varianten die gleichen Vorteile mitbringen.
- Zahlungen: Wie hoch ist die Akzeptanz bei Händern? Kann man online Zahlen und Geld abheben?
- Verwaltung und Service: Zuletzt schauen wir darauf, wie einfach Die Verwaltung der Coins und Karte in der App ist. Außerdem zeigen wir dir, wie gut der Kundenservice aus unserer Sicht ist.
Gewichtung der Testkriterien in unserem Krypto-Kreditkarten-Vergleich
Eine gleiche Gewichtung aller Kriterien würde dazu führen, dass weniger relevante Inhalte die Bewertung verzerren. Deshalb haben wir eine Gewichtung eingeführt. So kann eine gute App beispielsweise nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kosten exorbitant hoch sind. Unsere Gewichtung sieht folgendermaßen aus:
Für uns gehören die Gebühren, Cashbacks und Zahlungen zu den wichtigsten Punkten. Wer seine Krypto-Kreditkarte regelmäßig nutzen möchte, muss dies ohne große Mehrkosten machen können oder diese durch Cashbacks zurückbekommen. Zahlungen sollten reibungslos funktionieren und die Karte bei vielen Händlern akzeptiert werden.
Die meisten Krypto-Kreditkarten funktionieren so, dass sie die Kryptowährungen in Echtzeit in Euro umwandeln, um damit zu bezahlen. Diese Umwandlung kostet jedoch. Hinzu kommt, dass die Coins auch erst gekauft werden müssen, wo wiederum Handelsgebühren und Spreads anfallen.
Auch wenn der Name etwas anderes suggeriert, sind Krypto-Kreditkarten keine echten Kreditkarten. Vielmehr kannst du nur mit Guthaben bezahlen und keinen Kreditrahmen nutzen. Der Begriff Krypto-Debitkarte wäre damit passender.
Damit lohnen sich solche Karten nicht für Nutzer, die komplett neu in den Markt einsteigen möchten. Hast du allerdings Kryptowährungen im Portfolio, dann kannst du mit einer solchen Karte deine Coins im Alltag ausgeben. Zudem solltest du beachten, dass dein Cashback höher als die Gebühren sein muss, um einen positiven Effekt durch die Karte zu erzielen.
Die Cashbacks sollen einen Ausgleich zu den hohen Kosten darstellen. Die Prämien hängen meistens von dem Zahlungsvolumen ab und können zwischen 1 und 9 % betragen. Zusätzlich musst du oftmals das Token des Anbieters kaufen und halten, um dich für den Cashback zu qualifizieren.
Diese Token sind zumeist ein sehr riskantes Investment und zeichnen sich durch hohe Volatilität aus – was die Angebote deutlich unattraktiver macht.
2. Diese Krypto-Kreditkarten haben wir getestet
Da normale Banken keine Kryptowährungen verwalten, gibt es auch noch keine Krypto-Kreditkarten von Geldinstituten. In der Regel haben Krypto-Börsen oder Zahlungsdienstleister aus dem Krypto-Space eine solche Karte im Portfolio.
Im Folgenden zeigen wir dir, welche Krypto-Kreditkarten wir für unseren Vergleich getestet haben:
Die Bitpanda Krypto-Kreditkarte
Bitpanda ist einer der größten Krypto-Broker und in Österreich ansässig. Das Unternehmen hat eine Lizenz der BaFin in Deutschland und zeichnet sich deshalb auch durch hohe Sicherheitsstandards aus. Auch deshalb schneidet Bitpanda in unserem Test sehr gut ab und gehört zu den besten Krypto-Börsen in unserem Vergleich.
Bisher galt die Bitpanda Kreditkarte als eine der besten Krypto-Karten am Markt. Aktuell hat Bitpanda das Angebot allerdings eingestellt, sodass Neukunden aktuell keine Karte abschließen können. Nach eigenen Angaben arbeitet Bitpanda an einer besseren Version.
Somit sollte die Karte in Zukunft wieder bestellbar sein. Unsere Bewertung basiert also noch auf den Werten der bisherigen Karte. Sobald die neue Bitpanda Card verfügbar ist, werden wir unsere Bewertung anpassen.
Unsere Bewertung zur Bitpanda Card
Ein großer Nachteil der Bitpanda Krypto-Kreditkarte sind die hohen Gebühren bei jeder Transaktion.
Kriterium | Bewertung |
---|---|
Gebühren | 74,11 % |
Cashback | 86,88 % |
Sicherheit | 100,00 % |
Funktionen | 66,67 % |
Zahlungen | 92,31 % |
Kundenservice | 100,00 % |
Gesamt | 86,66 % |
Für jede Zahlung, die du mit der Karte abwickelst, berechnet Bitpanda 1,49 % an Gebühren. Nutzer, die mindestens 50.000 BEST halten, erhalten ein Cashback von 2,0 %, sodass sich die Karte für die meisten User nicht lohnen dürfte.
Gerade die 1,49 %, die auch jede Zahlung anfallen, machen die Karte unattraktiv. Um diese Gebühr durch Cashback wieder reinzubekommen, muss eine hohe Summe an BEST-Token gestaked werden.
Bei einem Kaufpreis von 0,65 € pro BEST Token entspricht der notwendige Stake 32.500 € – für die meisten Nutzer ist das im Rahmen eines diversifizierten Portfolios nicht sinnvoll.
Abseits der Gebühren und der hohen Hürden für Cashback bietet Bitpanda eine besonders sichere und kundenfreundliche Kreditkarte an. Die Kreditkarte bekommt erhält daher eine gute Bewertung von 86,7 %.
Vorteile der Bitpanda Kreditkarte
- In Deutschland regulierter Anbieter
- Kundenfreundliche App
- Guter Kundenservice
- Hohe Akzeptanz der Karte
Nachteile der Bitpanda Kreditkarte
- 1,49 % Gebühren auf jede Transaktion
- Hohe Hürden für Cashback Programm
- Karte derzeit nicht erhältlich
Die Crypto.com Midnight Blue Kreditkarte
Crypto.com bietet direkt eine ganze Palette an verschiedenen Krypto-Kreditkarten an. Welche Karte du erhählst, hängt von deinem persönlichen CRO-Stake ab. Je mehr Geld du in CRO-Token investierst, desto besser die Kreditkarte und das Cashback. Wir haben die ersten vier Stufen der Karten getestet. Midnight Blue ist sozusagen die kostenfreie Version, bei der du keine Token staken muss, dafür aber auch kein Cashback erhälst.

Die Basisversion bietet auch sonst keine weiteren Features außer dem Bezahlen mit Kryptowährungen an. Mit der Midnight Blue Kreditkarte kannst du monatlich bis zu 200 € kostenfrei am Automaten abheben. Danach zahlst du 2 % auf jede Abhebung.
Unsere Bewertung der Cypto.com Midnight Blue Kreditkarte
Kriterium | Bewertung |
---|---|
Gebühren | 99,33 % |
Cashback | 65,38 % |
Sicherheit | 79,02 % |
Funktionen | 75,00 % |
Zahlungen | 92,31 % |
Kundenservice | 57,14 % |
Gesamt | 82,72 % |
Generell ist die Midnight Blue Karte ein gutes Einsteigermodell, wenn du eine Krypto-Kreditkarte ausprobieren möchtest. Das fehlende Cashback macht die Zahlungen jedoch teuer: Auf jede Transaktion mit der Kreditkarte kommt eine Umwandlungsgebühr von 0,5 %.
Vorteile der Crypto.com Midnight Blue Card
- Kostenlose Karte
- Sehr gute App
- Hohe Akzeptanz der Karte
- Kein Staking erforderlich
- Einstieg ins Crypto.com Ökosystem
Nachteile der Crypto.com Midnight Blue Card
- Kein Cashback
- Keine weiteren Kartenvorteile
- Limitierung bei Abhebungen
Die Crypto.com Ruby Steel Kreditkarte
Die nächste Stufe in der Serie bekommst du ab einem Staking-Einsatz von 450 €. Mit der Ruby Steel Kreditkarte erhältst du 2 % Cashback, was bis auf 25 € im Monat begrenzt ist. Ein weiterer Vorteil sind 6 Monate Rabatt auf bestimmte Abos wie Netflix oder Spotify.
Kriterium | Bewertung |
---|---|
Gebühren | 99,33 % |
Cashback | 68,85 % |
Sicherheit | 79,02 % |
Funktionen | 79,17 % |
Zahlungen | 92,31 % |
Kundenservice | 57,14 % |
Gesamt | 83,79 % |
Aus der Reihe der Crypto.com Kreditkarten schneidet die Ruby Steel in unserem Test am besten ab. Mit 450 € Stake in CRO-Token ist das Investment noch moderat. Dafür werden die 0,5 % Fiat-Gebühren mit dem 2 % Cashback kompensiert.
Vorteile der Crypto.com Ruby Steel Card
- Cashback von 2 %
- Cashback auf Spotify Abonnement
- Roby Steel Card ist aus Metall
- Weltweite Akzeptanz
Nachteile der Crypto.com Ruby Steel Card
- Staking von 450 € erforderlich
- Keine Erstattungen auf weitere Dienste
- Risiko von Kursschwankungen
CRO-Token
Cronos (CRO) ist der hauseigene Token von Crypto.com. Wie die meisten Kryptowährungen ist auch Cronos einer hohen Volatilität ausgesetzt. Der Erfolg des Tokens hängt zudem stark mit der Entwicklung von Crypto.com zusammen und kann deshalb wie eine Aktie betrachtet werden.
Cronos ist daher ein riskantes Investment. Die teilweise hohen Beträge, die in CRO investiert werden müssen, machen die Angebote dadurch unattraktiver. Historisch betrachtet hat der CRO-Token massiv an Wert verloren und sank von seinem Allzeithoch von etwa 0,79 € auf derzeit rund 0,07 €.

Die Crypto.com Jade Green Kreditkarte
Die dritte Stufe gibt es sowohl in Jade Green als auch in Royal Indigo. Hier musst du schon ganze 4.500 € an Cronos-Stake halten. Nur wer das nötige Kleingeld übrig hat und sich des Risikos bewusst ist, sollte darüber nachdenken, so viel des Tokens zu kaufen.
Dafür erhältst du hier 3,5 % Cashback im Monat, was auf insgesamt 75 € begrenzt ist. Auf Reiseausgaben gibt es sogar 5 %. Bargeldabhebungen sind bis zu 800 € im Monat kostenfrei.
Vorteile der Crypto.com Jade Green Card
- Cashback von 3,5 %
- Cashback auf Spotify und Netflix
- Zugang zu Flughafen Lounges
- Höhere Staking Rewards
- Premium Metallkarte
- Zusätzliches Cashback über Crypto.com Pay
Nachteile der Crypto.com Jade Green Card
- Rund 4.500 € in CRO erforderlich
- Risiko von Kursschwankungen
- CRO Stake wird gesperrt
Die Crypto.com Icy White Kreditkarte
Bei der Icy White Version wird es schon teuer: 45.000 € an CRO-Token muss man besitzen, um diese Version zu erhalten. Dafür bekommst du dann 5 % Cashback ohne Limit auf deine Ausgaben. Bezahlst du international oder auf Reisen, bekommst du bis zu 10 %.
Vorteile der Crypto.com Ich White Card
- Cashback von 5 %
- Cashback auf Netflix, Spotify, Amazon und weitere Anbieter
- Zugang zu Flughafen Lounges
- Höhere Staking Rewards
- Exklusive Metallkarte
- Privater Concierge-Service
Nachteile der Crypto.com Ich White Card
- Sehr hohe Staking-Anforderunge n
- Sehr hohes Marktrisiko durch CRO
- Stake langfristig gebunden
- Hohe Opportunitätskosten
- Monatliche Höchstgrenzen für Erstattungen
Dies liegt häufig an Partnerschaften mit Flughäfen oder anderen Anbietern. Zudem können international häufig höhere Transaktionsgebühren berechnet werden, die dann teilweise als Cashback zurückgegeben werden.
Alles in allem wird sich die Icy White Kreditkarte für die allermeisten Personen nicht lohnen. Zu hoch ist das Risiko, so viel Geld in CRO-Token zu investieren, da dieser alles andere als sicher ist.
Obsidian und Prime Karten von Crypto.com
Es gibt noch zwei weitere Stufen der Kreditkarte von Crypto.com. Für diese müssen jedoch entweder 450.000 € oder 900.000 € in Cronos investiert werden. Die Summen sind so hoch, dass wir die Karten nicht in unseren Test mit aufgenommen haben.
Plutus Krypto-Kreditkarte
Plutus ist ein Zahlungsanbieter für Kryptowährungen mit Sitz in Großbritannien. Anders als die vorherigen Modelle setzt Plutus mit ihrer Krypto-Kreditkarte auf ein Abo-Modell.

Je nach Abonnement unterscheiden sich die maximale Höhe des Cashbacks und die zusätzlichen Extras wie Rabatte oder Versicherungen. Zusätzlich ist es möglich, den PLU-Token zu staken, um bis zu 9 % Cashback zu erlangen. Dies wird auch in PLU ausgezahlt.
Um die vollen 9 % Cashback zu erhalten, müsstest du ganze 40.000 PLU-Token erwerben. Derzeit hätten diese einen Wert von 34.000 €. Verkaufst du den Token, können zudem hohe Spreads anfallen, da dieser kein hohes Handelsvolumen hat. Hinzu kommt, dass der Verkauf länger dauern kann und nicht alle Krypto-Börsen die Kryptowährungen gelistet haben.
Bewertung der Plutus Kreditkarte
Kriterium | Bewertung |
---|---|
Gebühren | 66,67 % |
Cashback | 85,77 % |
Sicherheit | 63,64 % |
Funktionen | 66,67 % |
Zahlungen | 92,31 % |
Kundenservice | 57,14 % |
Gesamt | 76,92 % |
Plutus ist damit vergleichsweise teuer, bietet jedoch schon auf dem Basislevel 3 % Cashback an, was jedoch auf das Investitionsvolumen begrenzt ist. Ferner bekommst du das Cashback nur in PLU-Token, die du dann noch verkaufen musst.
Insgesamt ist die Karte damit nur für Krypto-Begeisterte geeignet. Für den normalen Gebrauch sind die Gebühren zu teuer.
Vorteile der Plutus Card
- Attraktives Cashback von bis zu 3 %
- Kein Stake erforderlich
- Perks in Abhängigkeit vom gewählten Abo
- Keine Wechselkursgebühren
- Integration mit Curve
Nachteile der Plutus Card
- Nur in Europa verfügbar
- Einzahlung nur per Überweisung
- Eingeschränkte Perk-Auswahl
- PLU-Liquidität als Risiko
- Verzögerte Bearbeitung von Cashbacks und Perks
Nexo Krypto-Kreditkarte
Nexo ist eine der wenigen Krypto-Kreditkarten, die tatsächlich auch dem Prinzip einer solchen folgt. Die Karten der meisten anderen Anbieter funktionieren wie eine Debitkarte.
Du hast hier als Kunde auch die Möglichkeit, den Debitkarten-Modus auszuwählen. Das Geld wird dann bei der Zahlung direkt von deinem Konto abgebucht. Verwendest du die Karte als Kreditkarte, hast du einen Kreditrahmen und die Schulden werden am Monatsanfang abgebucht.
Das Cashback ist abhängig von der Höhe der Nexo-Token in deinem Besitz. Die Eingangsbedingung, um sich überhaupt für Cashback zu qualifizieren, ist ein Kontostand von über 5.000 €. Danach wird die Ratio vom Portfolio zu NEXO-Token genommen, um Kunden in folgende Kategorien einzuordnen:
- Platinum (10% des Portfolios in NEXO): 2 % Cashback in NEXO Tokens oder 0,5 % in BTC
- Gold (Über 5 % des Portfolios in NEXO): 1 % Cashback in NEXO Tokens oder 0,3 % in BTC
- Silver (Über 1 % des Portfolios in NEXO): 0,7 % Cashback in NEXO Tokens oder 0,2 % in BTC
- Base (Weniger als 1 % des Portfolios in NEXO): 0,5 % Cashback in NEXO Tokens oder 0,1 % in BTC
Du bekommst also deutlich weniger Cashback, wenn du dies in Bitcoin ausgezahlt haben möchtest. Eine andere Auszahloption neben NEXO und BTC ist nicht möglich.
Nexo Bewertung
Kriterium | Bewertung |
---|---|
Gebühren | 88,00 % |
Cashback | 43,08 % |
Sicherheit | 73,43 % |
Funktionen | 66,67 % |
Zahlungen | 100 % |
Kundenservice | 71,43 % |
Gesamt | 75,69 % |
Nexo überzeugt insgesamt durch seine Zahlfunktionen und die hohe Akzeptanz bei Händlern. Da Nexo keine Kryptobörse ist, musst du deine Kryptowährungen erst bei einer Börse kaufen und dann an dein Nexo-Konto schicken.
Vorteile der Nexo Card
- Niedrige Gebühren
- Ratenzahlung möglich
- Hohe Akzeptanz bei Händlern
Nachteile der Nexo Card
- Nur maximal 0,5 % Cashback in Bitcoin
- Voraussetzung für Cashback sind über 5.000 € auf dem Konto
- Fiat-Umwandlungsgebühren nicht klar definiert
Die CL-Kreditkarte von Ledger
Ledger ist ein französisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Hardware-Wallets zur sicheren Verwahrung von Kryptowährungen spezialisiert hat. Ledger bietet nun auch eine Kreditkarte in Zusammenarbeit mit dem britischen Finanzdienstleister Baanx an.
Um die Kreditkarte nutzen zu können, benötigst du keine Hardware-Wallet von Ledger. Du brauchst aber ein Konto bei Ledger-Live, der zu den Wallets zugehörigen Software.
Auch Ledger bietet einen Cashback-Bonus für Zahlungen von 2 % an. Der volle Bonus ist aber nur in deren eigenen Token BXX erhältlich. Wer Cashback in BTC oder USDT haben möchte, bekommt nur 1 % seines Transaktionsvolumens zurück.
Bewertung der Ledger Kreditkarte
Kriterium | Bewertung |
---|---|
Gebühren | 83,33 % |
Cashback | 90,77 % |
Sicherheit | 84,62 % |
Funktionen | 33,33 % |
Zahlungen | 92,31 % |
Kundenservice | 42,86 % |
Gesamt | 83,10 % |
Die Ledger Krypto-Kreditkarte bietet ferner keine weiteren Funktionen oder Features an. Da dieser Punkt in unserem Test sehr gering gewichtet wurde, fällt das Gesamtergebnis dennoch gut aus.
Ledger punktet besonders im Bereich Sicherheit. Das Cashback ist zwar niedriger als bei vielen anderen Anbietern, dafür müssen aber keine zusätzlichen Bedingungen erfüllt werden. Die Umwandlungsgebühren sind mit bis zu 2 % jedoch sehr hoch.
Vorteile Ledger CL Kreditkarte
- Sicherer Anbieter
- Cashback ohne Staking
- Direkte Verbindung zu Ledger Wallets möglich
- Kein Hardware-Wallet von Ledger benötigt
Nachteile Ledger CL Kreditkarte
- Nur 1 % Cashback bei BTC oder USDT
- 2 % Cashback nur in BXX-Token möglich
3. Die besten Krypto-Kreditkarten
Die beiden besten Krypto-Kreditkarten in unserem Test sind die Bitpanda-Kreditkarte und die Crypto-com Ruby Steel Kreditkarte.
Beide Karten sind zunächst kostenlos und bieten ein niedrigschwelliges Cashback-Programm. Die Transaktionsgebühren können bei 1,49 % bei Bitpanda schon etwas hoch ausfallen. Dafür bietet Bitpanda die höchste Sicherheit und ist ein in Deutschland lizenzierter Anbieter. Die Karte ist jedoch aufgrund einer Überarbeitung derzeit nicht verfügbar.
Daher bietet sich die Crypto.com Kreditkarte als Ersatz an. Hier bekommst du ab einem Einsatz von 450 EUR bis zu 2 % Cashback begrenzt auf 25 € im Monat.
- Kreditkarte mit bis zu 2 % Cashback
- Von Visa unterstützt und von vielen Händlern akzeptiert
- Mit Kryptowährungen bezahlen
- Solide Kreditkarte mit 2 % Cashback
- Umwandlungsgebühren vergleichsweise teuer
- 450 € Mindesteinlage
Für den alltäglichen Gebrauch ist jedoch keine der derzeit verfügbaren Krypto-Kreditkarten wirklich geeignet. Zu hoch sind noch die Gebühren und die Cashback-Programme sind meistens an zu hohe Bedingungen geknüpft.
Erst, wenn das Cashback die Gebühren übersteigt, sind die Karten lohnenswert. Das Problem ist aber das Staking der Token: Diese sind zum einen sehr volatil und haben ein geringes Handelsvolumen auf Krypto-Börsen. Das kann zu erhöhten Kosten beim Verkauf führen. Erfolgt das Cashback ebenfalls in diesen Token, kann dies auch schnell im Wert fallen.
Solche Kreditkarten sind daher etwas für Krypto-Fans, die von der Technik begeistert sind oder Personen, die das Staking-Risiko eingehen und so mehr Cashback bekommen, als sie Gebühren zahlen.
4. So findest du die beste Krypto-Kreditkarte
Um die richtige Krypto-Kreditkarte für dich zu finden, musst du dir über deine Prioritäten im Klaren sein. Möchtest du viel damit bezahlen? Dann solltest du besonders auf die Gebühren und die Akzeptanz achten. Möchtest du Kryptowährungen in Bargeld umwandeln? – dann achte genau auf die Abhebungsgebühren.
Im Folgenden haben wir dazu einmal eine Tabelle erstellt, welche die Gebühren der hier getesteten Krypto-Kreditkarten vergleicht:
Krypto-Fiat Umwandlungsgebühr | Ausstellung | Geld abheben (Inland) | Geld abheben (Ausland) | Weitere Gebühren | |
---|---|---|---|---|---|
Crypto.com Midnight Blue | 0,50 % | 0,00 € | 2 % ab 200 € | 0,50 % | Keine |
Crypto.com Ruby Steel | 0,50 % | 0,00 € | 2 % ab 400 € | 0,50 % | 450 € Staking |
Crypto.com Jade Green | 0,50 % | 0,00 € | 2 % ab 800 € | 0,50 % | 4.500 € Staking |
Crypto.com Icy White | 0,50 % | 0,00 € | 2 % ab 800 € | 0,50 % | 45.000 € Staking |
Bitpanda | 1,49 % | 9,90 € | 1,50 € | 2,50 % | Keine |
Coinbase | 2,49 % | 0,00 € | 1,00 % | 2,00 % | Keine |
Plutus | 0,00 % | 0,00 € | 2,50 % | 2,50 % | Mindestens 6,99 € monatlich + Staking Aufkommen |
Nexo | 0,00 % | 0,00 € | 1,99 € (Nach der 10. Abhebung im Monat) | 1,99 € (Nach der 10. Abhebung im Monat) | Mindestens 5000 € auf dem Konto, um Kreditkarte nutzen zu können |
Ledger CL | 2 % | 0,00 € | 2,00 % | 1,50 % | Keine |
Sind dir die Gebühren zu hoch, findest du in unserem Kreditkartenvergleich normale Karten, die teilweise auch Cashback anbieten und niedrigere Gebühren haben.
Ist dir besonders das Cashback wichtig, solltest du genau auf die dafür aufzubringende Summe achten und die Risiken abwägen.
5. Wie funktionieren Krypto-Kreditkarten?
Eine Krypto-Kreditkarte funktioniert als Brücke zwischen deinen Kryptowährungen und dem klassischen Bezahlsystem. Bei einer Zahlung werden deine Kryptowährungen automatisch in die lokale Währung umgewandelt, sodass du bei Händlern bezahlen kannst, die keine Kryptowährungen akzeptieren.
So müssen Krypto-Hodler nicht direkt ihre ganzen Coins verkaufen, sondern können diese für alltägliche Zahlungszwecke nutzen.
Eine Krypto-Kreditkarte lädst du entweder mit Coins auf oder diese werden direkt aus deinem Portfolio genommen. Zahlungen werden dann in Echtzeit in Fiat-Währungen wie Euro umgewandelt. Dabei können jedoch höhere Gebühren anfallen, was die aktive Nutzung oft kostspielig gestaltet.
Der Händler erhält damit Fiat-Währungen und als Ausgleich zu den Gebühren erhalten die Kartenbesitzer oft ein Cashback. Dies ist aber meistens an Bedingungen geknüpft und wird häufig nur in den eigenen Token des Unternehmens ausgeschüttet.
6. Krypto-Kreditkarten: Spannende Features mit einigen Problemen
Alles in allem sind Krypto-Kreditkarten ein spannendes Feature, das jedoch noch einige Probleme hat. Gerade die hohen Gebühren bei jeder Transaktion machen die Verwendung oft nicht lukrativ. Die Kosten sollen teilweise von Cashback-Programmen kompensiert werden, diese gehen jedoch meistens mit einem Investment in riskante Token einher.
Meistens lohnt es sich daher noch nicht direkt mit seinen Kryptowährungen zu zahlen. Der große Vorteil besteht darin, dass man seine Kryptowährung halten kann und diese dann direkt beim Verkauf umgewandelt werden. Krypto-Kreditkarten eignen sich daher für überzeugte Hodler und Investoren, die bereit sind, die Staking-Risiken für die Cashback-Programme einzugehen.