
SpaceX-IPO bei Trade Republic: So kannst du den größten Börsengang aller Zeiten zeichnen
Trade Republic öffnet seinen Kunden zum ersten Mal die Tür zu einer Neuemission – und steigt direkt bei der größten überhaupt ein. Der Berliner Neobroker wurde als Vertriebspartner für Privatanleger beim SpaceX-IPO bestätigt, der am 12. Juni an der Nasdaq über die Bühne gehen soll. Was genau angeboten wird, was es kostet und ob die Sache so attraktiv ist, wie sie klingt – hier die Einordnung.
Das Wichtigste in Kürze
- Trade Republic ist offiziell als Vertriebspartner beim SpaceX-Börsengang bestätigt, gezeichnet wird direkt in der App.
- Der Ausgabepreis liegt bei 135 US-Dollar je Aktie, der IPO ist für den 12. Juni geplant.
- Bei rund 1,77 Billionen Dollar Bewertung wäre es der größte Börsengang der Geschichte.
- Die Abwicklung kostet wie gewohnt 1 Euro – deine Zuteilung hängt allerdings von der Nachfrage ab, und die dürfte enorm werden.
Was Trade Republic konkret anbietet
Am Donnerstag landete bei vielen Kunden eine ungewöhnlich kurze Mail im Postfach: Trade Republic sei „als Vertriebspartner für Privatanleger beim geplanten Börsengang von SpaceX bestätigt" worden. Mehr stand zunächst nicht drin, weitere Details sollen in den kommenden Tagen folgen.
Über die IPO-Access-Seite des Brokers sickern aber schon die wichtigsten Punkte durch. Die Zeichnung läuft direkt in der Trade-Republic-App, die Abwicklung kostet die üblichen 1 Euro, und die Zuteilung richtet sich nach der Nachfrage während der Zeichnungsfrist. Heißt im Klartext: Eine garantierte Stückzahl bekommst du nicht.
Bemerkenswert ist das trotzdem. Bisher konntest du bei Trade Republic keine Neuemissionen direkt zeichnen, und US-Börsengänge sind für deutsche Privatanleger normalerweise kaum zugänglich – sie laufen über Investmentbanken und Brokernetzwerke, in denen Kleinanleger selten oben auf der Liste stehen. Genau diese Hürde fällt hier weg.
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Der SpaceX-IPO – die Eckdaten
Der Börsengang selbst ist eine Hausnummer für sich. SpaceX will am 12. Juni an die Nasdaq und peilt einen Ausgabepreis von 135 Dollar je Aktie an. Über den Verkauf von rund 555,6 Millionen Aktien sollen etwa 75 Milliarden Dollar zusammenkommen – das ergäbe eine Gesamtbewertung von knapp 1,77 Billionen Dollar.
Damit wäre es der größte Börsengang der Geschichte. Und es gibt einen Nebeneffekt: Bei dieser Bewertung würde Elon Musks Vermögen erstmals die Marke von einer Billion Dollar knacken.
Lohnt sich die Zeichnung wirklich?
Hier wird es interessant und eine gesunde Skepsis ist angebracht. Der Free Float liegt bei nur rund 5 Prozent, gleichzeitig ist der Hype gewaltig. Eine massive Überzeichnung gilt als so gut wie sicher. Wenn aber zehntausende Anleger auf eine kleine Aktientranche schielen, fällt die einzelne Zuteilung mickrig aus. Es kann gut sein, dass du am Ende nur eine Handvoll Aktien bekommst oder leer ausgehst.
Dazu kommt: Trade Republic ist nicht allein. Noch am selben Abend kündigte auch Degiro (Flatex-Gruppe) an, als Vermittler bestätigt zu sein, und Revolut bietet die Zeichnung ebenfalls zu 135 Dollar an. Das Alleinstellungsmerkmal ist also schon verpufft, bevor der erste Kurs überhaupt feststeht.
Und die Bewertung? 1,77 Billionen Dollar sind sportlich. SpaceX ist eine große Wette auf Starlink-Wachstum und künftige Mars-Fantasie, weniger auf heutige Zahlen. Eine thematische Einordnung liefert dir unsere Übersicht zu Raumfahrt-Aktien.
Wer auf SpaceX spekulieren möchte kann dies über Trade Republic tun.
Dass Privatanleger über Trade Republic an einem US-IPO dieser Größenordnung teilnehmen können, ist ein echter Fortschritt – die Branche demokratisiert hier ein Stück Wall Street.
Der Zugang an sich ist gut. Bei der konkreten Zeichnung sollte man die Erwartungen aber tief hängen: kleine Zuteilung, hohe Bewertung, viel Euphorie. Wenn du mitmachst, dann mit einem Betrag, dessen Totalverlust du verschmerzen kannst. Solche Neuemissionen sind kein Selbstläufer.
Du suchst noch den passenden Broker dafür? In unserem Neobroker-Vergleich und im Trade-Republic-Test gehen wir ins Detail.

