
CoinTracking vs Blockpit: Welches Krypto-Steuer-Tool gewinnt den Direktvergleich?
CoinTracking holt in unserem Test 98 %, Blockpit kommt auf 96 %. Klingt nach einem klaren Sieg und in der Gesamtwertung ist es das auch. Trotzdem ist Blockpit nicht automatisch die schlechtere Wahl. In zwei von sechs Testkategorien liegt Blockpit sogar vorn, und je nachdem, wie du tradest, kann genau das den Unterschied machen. Ich habe beide Tools anhand unseres Testverfahrens mit sechs gewichteten Kategorien gegeneinander antreten lassen. Hier ist das Ergebnis im Detail.
Das Wichtigste in Kürze
- CoinTracking gewinnt den Direktvergleich mit 98 % gegen 96 %, vor allem dank besserer Kosten und individueller Beratung.
- Beide Tools kannst du kostenlos zur Portfolio-Übersicht nutzen.
- Blockpit gewinnt beim Service – unter anderem, weil CoinTracking kein Community-Forum bietet.
- Bei der Zuverlässigkeit der Steuerberechnung herrscht Gleichstand (je 100 %): Beide rechnen nach deutschem Steuerrecht und liefern proaktive Steuer-Updates.
- Preislich trennen die beiden nur Nuancen: Blockpit ist im Premium-Tarif günstiger (8,25 € vs. 10,75 € pro Monat), CoinTracking im Trader-Tarif (16,99 € vs. 20,75 € pro Monat).
- Durch die neue DAC8-Regelung ist ein Krypto-Steuer-Tool ein Muss für jeden Krypto-Anleger, der viel handelt, geworden.
CoinTracking vs Blockpit: Die Übersicht
Bevor wir in die Details gehen, hier der direkte Blick auf die Zahlen aus unserem Test:
| Kategorie | Gewichtung | CoinTracking | Blockpit |
|---|---|---|---|
| Zuverlässigkeit | 25 % | 100 % | 100% |
| Kompatibilität | 20 % | 100 % | 100 % |
| Funktionen | 20 % | 98,4 % | 99,5 % |
| Kosten | 17,5 % | 92,04 % | 81,08 % |
| Sicherheit | 15 % | 100 % | 92,86 % |
| Service | 2,5 % | 71,4 % | 100 % |
| Gesamt | 100 % | 98 % | 96 % |
| Eckdaten | CoinTracking | Blockpit |
|---|---|---|
| Kostenloser Account | Ja (0 Transaktionen für den Report) | Ja (0 Transaktionen für den Report) |
| Premium-Tarif | 9,99 € pro Monat | 8,25 € pro Monat |
| Trader-Tarif | 16,99 € pro Monat | 20,75 € pro Monat |
| Lifetime-Account | Ja | Nein |
| Unterstützte Börsen | 130 | 155 |
| Am Markt seit | 2012 | 2017 |
| Anzahl der Nutzer | Über 2,2 Millionen | Über 500.000 |
| User-Bewertung | 4,7 von 5 | 4,9 von 5 |
Zwei Kategorien entscheiden den Vergleich: Kosten und Sicherheit. Genau dort verliert Blockpit die Punkte, die am Ende zum Gesamtsieg fehlen. Schauen wir uns an, warum.
Kosten: CoinTracking gewinnt mit dem Gratis-Account
In der Kostenwertung erreicht CoinTracking 92,04 %, Blockpit kommt auf 81,1 %. Beide Anbieter kannst du mit sehr eingeschränkten Funktionen auch kostenlos nutzen.
Kostenlose Accounts im Vergleich
Beide Anbieter haben einen Gratis-Account. Mit diesem kannst du dein Portfolio tracken. Einen Steuerreport oder andere Features kannst du nicht nutzen.
Die in den Abonements enthaltenen Transaktionen richten sich immer nach der Gesamtanzahl im Account und nicht nach dem Steuerjahr.
Premium und Trader: Wer ist günstiger?
Bei den Bezahl-Tarifen wird es knapper und die Antwort hängt davon ab, welchen Tarif du brauchst:
- Premium: Blockpit ist mit 8,25 € pro Monat günstiger als CoinTracking mit 9,99 €.
- Trader: Hier dreht sich das Bild. CoinTracking verlangt 16,99 € pro Monat, Blockpit 20,75 €.
Blockpit ist also die günstigere Wahl für den mittleren Bedarf, CoinTracking für Vieltrader. Beide Anbieter sind bei der Preisgestaltung transparent, versteckte Kosten habe ich in beiden Fällen nicht gefunden.
Der Lifetime-Account: CoinTrackings Joker
Einen Punkt gibt es, den Blockpit schlicht nicht bietet: CoinTracking verkauft einen Lifetime-Account. Du zahlst einmal und nutzt das Tool dauerhaft, ohne jährliche Abo-Kosten. Ob sich das rechnet, hängt von deinem Anlagehorizont ab. Wer plant, seine Kryptowährungen über zehn Jahre oder länger zu halten und jedes Jahr eine Steuererklärung abzugeben, fährt mit der Einmalzahlung günstiger als mit einem Dauer-Abo.
Für Einsteiger, die noch nicht wissen, ob Krypto langfristig ein Thema bleibt, würde ich davon eher abraten. Ein Abo lässt sich kündigen, der Lifetime-Kauf nicht, auch wenn dieser nur einmalig ist. Für all jene, die schon wissen, dass sie in den nächsten Jahren viel handeln werden, ist ein Life-Time-Abo aber eine überlegung wert.
- Kostenloser Account mit 200 Transaktionen
- Lebenslanges Abonnement verfügbar
- Spezialisierung auf den deutschen Markt
Kompatibilität: Gleichstand auf höchstem Niveau
Beide Tools erreichen hier 100 % – die Kategorie entscheidet den Vergleich also nicht. Interessant ist sie trotzdem, denn hier zeigt sich, wie ausgereift beide Anbieter inzwischen sind:
- Anbindung an Börsen, Wallets etc.: Blockpit unterstützt über 700 Anbindungen, CoinTracking über 500. Beide liegen damit deutlich über dem, was du als normaler Anleger jemals brauchen wirst.
- API-Import: Beide Tools ziehen deine Transaktionen automatisch per API von den Börsen. Das erspart dir stundenlanges CSV-Gefummel.
- Manuelle Transaktionen: Falls eine exotische Plattform fehlt, kannst du bei beiden Anbietern Transaktionen von Hand nachtragen.
- Steuersoftware-Anbindung: Beide gehören zu den besten Tools, wenn es darum geht, die Ergebnisse in deine Steuersoftware zu übernehmen.
Der Vorsprung bei den Anbindungen bei Blockpit klingen nach einem Argument. In der Praxis sind sie es kaum. Entscheidend ist, ob deine Börsen dabei sind. Prüfe das vor der Anmeldung, dann bist du auf der sicheren Seite.
Funktionen: Blockpit knapp vorn – wegen der Community
98,4 % gegen 99,5 % für Blockpit. Enger geht es kaum. Beide Tools bieten alles, was ein Krypto-Steuer-Tool 2026 können muss:
- Portfolio-Tracking in Echtzeit
- Export des fertigen Steuerreports
- Abdeckung von Mining, Staking, Lending, NFTs, Airdrops, Forks und Nodes
- Mobile App
- Einfache Benutzeroberfläche mit Anpassungsoptionen für erfahrene Nutzer
- Ausführliche Anleitungen
- Individuelle Beratung bei komplexen Steuerfällen
Warum liegt Blockpit dann trotzdem vorn? Das liegt schlicht und ergreifend an den User-Bewertungen: 4,9 von 5 Sternen für Blockpit gegen 4,7 für CoinTracking. Beides sind hervorragende Werte, aber die Nutzer-Community ist mit Blockpit messbar zufriedener.
Gerade wenn du Staking oder Lending betreibst, ist die DeFi-Abdeckung übrigens kein Nice-to-have. Die steuerliche Behandlung von Staking-Rewards ist ein eigenes Minenfeld. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber zu Krypto und Steuern.
Zuverlässigkeit: Die wichtigste Kategorie endet unentschieden
Mit 25 % Gewichtung ist die Zuverlässigkeit die schwerste Kategorie in unserem Test. Aus gutem Grund: Ein Krypto-Steuer-Tool, das falsch rechnet, ist wertlos, egal wie günstig oder hübsch es ist.
Beide Anbieter erreichen hier 100 % und liefern sich einen perfekten Gleichstand:
- Gewinn- und Verlustrechnung: Beide gehören in unserem Test zur Spitzengruppe. Die FIFO-Berechnung nach deutschem Steuerrecht sitzt bei beiden.
- Wer anders als FIFO verkauft hat findet auch andere Methoden zu Berechnung, wie: LIFO, HIFO, ACB, AVCO, HMRC sowie OPTI und MULTI.
- Landesspezifische Steuergesetze: Beide Tools kennen die deutschen Besonderheiten – allen voran die einjährige Haltefrist, nach der Gewinne steuerfrei sind.
- Proaktive Steuer-Updates: Das ist der Punkt, der beide von der Konkurrenz abhebt. Ändert sich die Rechtslage, passen CoinTracking und Blockpit ihre Berechnung an, bevor du davon aus der Presse erfährst. Koinly, CoinTracker und Coinpanda reagieren in unserem Test nur nachträglich.
- Korrekturmöglichkeiten: Fehlerhafte Importe kannst du bei beiden nachträglich bereinigen.
In der Kategorie, die für deine Steuererklärung am meisten zählt, kannst du also mit beiden Tools nichts falsch machen. Das nimmt der Entscheidung eine Menge Druck.
Service: Blockpits klarer Kategoriensieg
100 % für Blockpit, 71,4 % für CoinTracking: das ist der deutlichste Kategoriensieg im gesamten Vergleich. Woran liegt's? An einem einzigen Baustein: CoinTracking bietet kein Community-Forum. Blockpit schon. So ein Forum kann nett sein, ist aber auch kein wichtiger Faktor, unserer Meinung nach. Die Service-Kategorie geht mit nur 2,5 % in die Gesamtwertung ein. Blockpits Sieg hier ist real, aber er verschiebt das Gesamtergebnis kaum.
Ansonsten nehmen sich beide nichts. FAQ, E-Mail-Support, Ticketsystem und schnelle Antwortzeiten bieten beide Anbieter.
Das Thema haben wir zwar in der Kategorie Funktionen bewertet, ist aber hier nochmal erwähnenswert: CoinTracking bietet eine enge Zusammenarbeit mit Steuerkanzleien an inklusive DATEV-Schnittstelle. Für Privatanleger wird das meistens nicht nötig sein, aber für gewerbliche Trader, Staker, Miner sehr interessant. Diesen Full-Service gibt es in 25 Ländern.
Sicherheit: CoinTrackings Erfahrungsvorsprung
100 % gegen 92,6 %. Der hauptgrund für den Unterschied ist die Firmenhistorie.
CoinTracking ist seit 2012 am Markt und damit einer der ältesten Anbieter überhaupt. Blockpit gibt es seit 2017. Fünf Jahre klingen nach wenig, in der Krypto-Welt sind sie eine Ewigkeit – CoinTracking hat mehrere komplette Marktzyklen inklusive Crashs und Börsenpleiten überstanden.
Bei den Grundlagen sind beide sauber: API-Verschlüsselung, Datenverschlüsselung und Backups bieten beide Anbieter. Wichtig zu wissen: Beide Tools brauchen Lesezugriff auf deine Börsen-Accounts. Die API-Keys solltest du grundsätzlich nur mit Leserechten anlegen, niemals mit Handels- oder Auszahlungsrechten. Das gilt für jedes Krypto-Steuer-Tool, nicht nur für diese beiden.
Für wen eignet sich welches Tool?
Nach sechs Kategorien lässt sich die Entscheidung ziemlich klar entlang deines Nutzerprofils treffen:
CoinTracking ist die richtige Wahl, wenn du…
- viel tradest und den günstigeren Trader-Tarif (16,99 € statt 20,75 €) brauchst
- langfristig dabei bist und mit dem Lifetime-Account die Abo-Kosten dauerhaft loswerden willst
- Wert auf Sicherheit und einen Anbieter mit 14 Jahren Markthistorie legst
- Individuelle Beratung möchtest
Blockpit ist die richtige Wahl, wenn du…
- den Premium-Tarif brauchst und die 8,25 € pro Monat mitnehmen willst
- eine besonders aufgeräumte Oberfläche bevorzugst – die 4,9-Sterne-Bewertung kommt nicht von ungefähr
- ein aktives Community-Forum für Spezialfragen schätzt
- Börsen nutzt, die CoinTracking nicht abdeckt
Fazit: CoinTracking gewinnt, aber Blockpit verliert nicht
CoinTracking holt den Direktvergleich mit 98 % zu 96 %. Der Sieg ist verdient: besserer Gratis-Account, Lifetime-Option und die längere Marktpräsenz geben den Ausschlag. Wenn du mich fragst, welches Tool ich Einsteigern mit überschaubarem Depot empfehle, ist die Antwort eindeutig CoinTracking.
Blockpit ist deshalb aber kein schlechtes Tool. In der wichtigsten Kategorie – der Zuverlässigkeit der Steuerberechnung – herrscht exakter Gleichstand, und bei Service und Nutzerzufriedenheit liegt Blockpit sogar vorn. Wer ohnehin einen Bezahl-Tarif braucht und mit dem Premium-Modell auskommt, spart mit Blockpit sogar Geld.
Unterm Strich: Mit beiden Tools bekommst du einen Steuerreport, auf den du dich verlassen kannst. Die Details entscheiden und die habe ich dir oben aufgeschlüsselt. Alle Einzelergebnisse findest du in unserem CoinTracking Test und im Blockpit Test, den kompletten Marktüberblick mit allen sechs getesteten Anbietern in unserem Krypto-Steuer-Tool-Vergleich.
FAQ: Häufige Fragen zu CoinTracking und Blockpit
Ist CoinTracking oder Blockpit besser?
In unserem Test gewinnt CoinTracking mit 98 % gegen Blockpit mit 96 %. CoinTracking punktet vor allem bei Kosten und Sicherheit (2FA, am Markt seit 2012). Blockpit liegt bei Service und Nutzerbewertungen vorn.
Ist Blockpit wirklich kostenlos?
Nur eingeschränkt. Der kostenlose Blockpit-Account eignet sich zum Portfolio-Tracking, für den Steuerreport bekommst du aber keine Transaktionen gratis.
Was kosten CoinTracking und Blockpit?
Blockpit kostet im Premium-Tarif 8,25 € pro Monat, CoinTracking 10,75 €. Im Trader-Tarif ist CoinTracking mit 16,99 € pro Monat günstiger als Blockpit mit 20,75 €. CoinTracking bietet zusätzlich einen Lifetime-Account mit Einmalzahlung.
Rechnen beide Tools nach deutschem Steuerrecht?
Ja. Beide Tools berücksichtigen die deutschen Regeln inklusive der einjährigen Haltefrist und liefern proaktive Updates bei Gesetzesänderungen. In unserer Zuverlässigkeits-Wertung erreichen beide identische 100 %.
Unterstützen CoinTracking und Blockpit Staking und NFTs?
Beide Tools decken Mining, Staking, Lending, NFTs, Airdrops, Forks und Nodes ab. Bei den Funktionen liegen sie mit 98,4 % (CoinTracking) und 99,5 % (Blockpit) praktisch gleichauf.

