
Dauerauftrag: einrichten, ändern und löschen – so geht’s
Du hast schon mal vergessen, den Stromabschlag oder den Sportvereinsbeitrag rechtzeitig zu überweisen? Damit das nicht passiert, gibt es den Dauerauftrag. Einmal eingerichtet, musst du dich um nichts mehr kümmern. Doch wie funktioniert der Dauerauftrag und was solltest du dabei beachten? Hier erfährst du alles Wichtige zu dem Thema.
Dauerauftrag: Das Wichtigste zur Dauerüberweisung in Kürze
- Ein Dauerauftrag ist eine sich regelmäßig wiederholende Überweisung zu einem festgelegten Zeitpunkt.
- Typische Beispiele sind Daueraufträge für Miet- oder Unterhaltszahlungen.
- Alle Banken bieten Daueraufträge. In der Regel sind sie kostenlos.
- Im Vergleich zu einer Lastschrift wird das Geld bei einem Dauerauftrag nicht von einer Drittpartei eingezogen, sondern von dir automatisiert versendet.
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Was ist ein Dauerauftrag?
Ein Dauerauftrag ist nichts anderes als eine Überweisung. Die einzige Besonderheit: Sie wird jeden Monat automatisch zum gleichen Zeitpunkt durchgeführt. Du richtest den Dauerauftrag also nur einmal ein und musst dich um die entsprechende Zahlung nicht mehr kümmern. Der große Vorteil: Du kannst wichtige Zahlungen nicht mehr vergessen.
Angesichts dessen eignet sich ein Dauerauftrag für alle Zahlungen, die folgende Merkmale aufweisen:
- Sie fallen regelmäßig an
- Der Betrag ist jedes Mal gleich hoch
In diesem Zusammenhang kannst du viele Zahlungen per Dauerauftrag lösen:
- Miete
- Stromabschlag
- Internet & Telefon
- Beiträge für das Fitnessstudio oder andere Clubs
- Unterhaltszahlungen
- Sehr gutes Girokonto
- Kostenlos ab 700 € Geldeingang
- Hervorragende Visa Debitcard

Dauerauftrag einrichten: So geht's
Du möchtest einen Dauerauftrag einrichten? Schauen wir uns gemeinsam die einzelnen Schritte am Beispiel des Online-Bankings der Sparkasse an:
Schritt 1: Log dich in dein Online-Banking ein
Zunächst loggst du dich in dein Online-Banking ein:

Schritt 2: Wähle die Option „Dauerauftrag“ aus
Als Nächstes wählst du die Option „Dauerauftrag“ oben im Menü aus:

Schritt 3: Klicke auf „Neuer Dauerauftrag“
Nun klickst du auf „Neuer Dauerauftrag“:

Schritt 4: Wichtige Angaben für den Dauerauftrag
Der wichtigste Schritt beinhaltet das Ausfüllen des Formulars. Hierfür benötigst du folgende Daten:
- Empfänger: Der Name des Zahlungsempfängers ist eine Pflichtangabe. Seit dem 09. Oktober 2025 prüfen die Banken im Rahmen der Verification of Payee (VoP), ob der angegebene Name mit dem Namen des Kontoinhabers übereinstimmt. Ist das nicht der Fall, erhältst du eine Meldung. Du kannst zwar trotzdem den Dauerauftrag einrichten, aber auf einiges Risiko.
- IBAN: Die IBAN des Zahlungsempfängers ist essenziell, um die Zahlung genau zuordnen zu können.
- BIC: Der BIC wird im Online-Banking normalerweise automatisch ergänzt. Er dient der Identifizierung der Empfängerbank.
- Verwendungszweck: Gibst du den Verwendungszweck an, kann der Empfänger deine Zahlung sinnvoll zuordnen. Im Normalfall steht hier die Kundennummer.
- Zahlungsart: Die Sparkasse und andere Banken ermöglichen optional, die Zahlung einer bestimmten Zahlungsart zuzuordnen.
- Erste Ausführung: Hier gibst du den Tag der ersten Ausführung an. Auf diesem Weg bestimmst du, ob der Dauerauftrag jeweils zu Beginn, zur Monatsmitte oder zu einem anderen Tag vollzogen wird.
- Zahlungsrhythmus: Soll die Zahlung monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich ausgeführt werden? Durch Angabe des Zahlungsrhythmus steuerst du den Dauerauftrag.
- Letzte Ausführung: Ist der Dauerauftrag zeitlich begrenzt, legst du hier das Abschlussdatum fest. Bei einer Dauerüberweisung ohne Enddatum lässt du diese Position offen.

Zu guter Letzt prüfst du den Dauerauftrag und richtest ihn endgültig ein.
Wo lässt sich ein Dauerauftrag einrichten?
Du hast je nach Bank verschiedene Möglichkeiten, einen Dauerauftrag einzurichten. Neben dem Online-Banking kannst du die Transaktion auch per Telefon oder in einer Filiale (z. B. der Sparkasse) einrichten. Einige Banken bieten zusätzlich den Dauerauftrag per App an.
Achtung: Dauerauftrag per Telefon oder in der Filiale kostet oft Gebühren!
Ein Dauerauftrag lässt sich auch bei Direktbanken oft kostenfrei einrichten. Das gilt jedoch nur, wenn du dies im Online-Banking oder per App selbst machst. Bei einer telefonischen oder postalischen Einrichtung fallen mitunter Gebühren zwischen 1 und 5 € an.

Kann ich meinen Dauerauftrag jederzeit ändern oder löschen?
Mitunter kommt es vor, dass sich die Daten für einen Dauerauftrag ändern. In vielen Fällen musst du zum Beispiel den Betrag anpassen oder die Kontoverbindung des Empfängers ändert sich.
Im Normalfall kannst du entsprechende Änderungen problemlos selbst im Online-Banking vornehmen. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, den Dauerauftrag zu löschen, wenn er nicht mehr benötigt wird.
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Wann werden Daueraufträge ausgeführt?
Der Dauerauftrag läuft an dem Tag, den du bei der Einrichtung festgelegt hast. In der Praxis gibt es jedoch Situationen, in denen das Geld später fließt, als du denkst. Geht es um die Miete, riskierst du im schlimmsten Fall eine Abmahnung.
Wochenende und Feiertag verschieben die Ausführung
Banken buchen nur an Bankarbeitstagen. Fällt dein Ausführungstag auf einen Samstag, Sonntag oder auf einen bundesweiten Feiertag, führt die Bank den Auftrag am nächstfolgenden Bankarbeitstag aus.
Ein Beispiel aus diesem Jahr: Der 1. November 2026 ist ein Sonntag. Ein Dauerauftrag zum Monatsersten wird also erst am Montag, dem 2. November, ausgeführt. Bei mehreren Feiertagen hintereinander verschiebt sich die Ausführung dementsprechend. Ist Karfreitag am 1. April, geht das Geld erst am Dienstag nach Ostern, also am 5. April, raus.
💡Unser Tipp
Viele Banken lassen dich bei der Einrichtung wählen, ob sie davor oder danach buchen sollen, wenn der Stichtag ein Feiertag ist. Wähle sie auf „vorher", wenn dein Zahlungsempfänger auf Pünktlichkeit besteht.
Was passiert mit einem Dauerauftrag bei fehlender Deckung?
Reicht das Guthaben nicht und hast du keinen Dispo, führt die Bank den Auftrag einmalig nicht aus. Sie versucht es nicht am nächsten Tag erneut, und sie holt die Zahlung auch nicht nach. Der Dauerauftrag selbst bleibt aktiv und läuft im Folgemonat normal weiter. Die ausgefallene Zahlung musst du aber von Hand überweisen.
Ein nicht ausgeführter Dauerauftrag darf nichts kosten. Der BGH hat Entgeltklauseln für die Nichtausführung von Daueraufträgen mangels Deckung bereits 1997 gekippt (XI ZR 5/97), und seit 2017 dürfen Banken für die Benachrichtigung über die Nichtausführung keine Gebühren verlangen (XI ZR 590/15). Findest du einen solchen Posten auf deinem Kontoauszug, kannst du die Gebühren zurückfordern.
Dauerauftrag oder Lastschrift: Was ist besser?
Eine Dauerüberweisung funktioniert vom Zahlungsstrom her fast identisch wie eine Lastschrift. Der Empfänger erhält auch hier regelmäßig den vereinbarten Betrag.
Unterschiede zwischen Lastschrift und Dauerauftrag
| Aspekt | Dauerauftrag | Lastschrift |
|---|---|---|
| Initiator der Zahlung | Geht von dir als Kontoinhaber aus | Wird vom Zahlungsempfänger initiiert |
| Zahlung stornierbar | Zahlungen nicht einfach stornierbar | Bis zu 8 Wochen Zeit für eine Rückgabe |
| Bestimmung des Zahlungszeitpunkts | Du bestimmst den Zahlungszeitpunkt | Der Zahlungsempfänger bestimmt den Zahlungszeitpunkt |
| Flexibilität | Zahlungen immer in gleicher Höhe | Jede Abbuchung kann unterschiedliche Beträge aufweisen |
Grundsätzlich ist ein Dauerauftrag oft die sichere Alternative, weil du die volle Kontrolle über die Zahlung hast. Bei einer Lastschrift musst du regelmäßig prüfen, ob auch der richtige Betrag abgebucht wurde. Zwar hast du 8 Wochen Zeit, Lastschriften zurückzugeben, aber du musst hier zwangsläufig selbst aktiv werden.
Vorteile der Lastschrift abhängig von der Situation
In bestimmten Situationen sind Lastschriften dennoch die sinnvollere Option:
- Monatliche Zahlungen mit stetig wechselnden Beträgen (z. B. Handyrechnungen mit variablen Kosten)
- Einmalige Zahlungen
- Angebote, die keine Überweisung anbieten (z. B. Streaming-Dienste)
Das Lastschriftverfahren kommt insgesamt häufiger beim Online-Shopping oder bei Dienstleistungen von größeren Unternehmen zum Einsatz. Der Dauerauftrag ist hingegen bei privaten Zahlungen (z. B. an den Vermieter) das Mittel der Wahl.
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Fazit: Dauerauftrag ist ein nützliches Instrument für wiederkehrende Zahlungen
Der Dauerauftrag ist eine turnusmäßig geführte Überweisung, die Zeit spart, wenn du wiederkehrende Zahlungen leisten musst. Richte den Dauerauftrag nach Möglichkeit immer selbst online ein, da andernfalls Gebühren berechnet werden. Alternativ kannst du ein Lastschriftmandat erteilen und das Lastschriftverfahren nutzen. Dies eignet sich vor allem für regelmäßige Zahlungen mit unterschiedlichen Beträgen.

Häufige Fragen zum Dauerauftrag
Was ist ein Dauerauftrag?
Ein Dauerauftrag stellt eine geplante Überweisung dar, die in regelmäßigen Abständen immer wieder ausgeführt wird. Sie wird vor allem für die regelmäßige Zahlung der Miete oder für Unterhaltszahlungen genutzt.
Wie richte ich einen Dauerauftrag ein?
Im Online-Banking richtest du einen Dauerauftrag ein, indem du alle wichtigen Daten sowie das Startdatum und den Zahlungsturnus angibst. Alternativ kannst du einen Dauerauftrag auch per Telefon oder in der Bankfiliale einrichten. Dies bringt mitunter jedoch Gebühren mit sich.
Was ist besser: Dauerauftrag oder Dauerlastschrift?
Der Dauerauftrag hat den Vorteil, dass er vom Zahlenden selbst initiiert wird. Doch gerade bei wechselnden Beträgen ist die Dauerlastschrift die bessere Alternative. Der Dauerauftrag lohnt sich hingegen mehr bei Zahlungen im privaten Rahmen wie der Miete.
Kann ich meinen Dauerauftrag jederzeit ändern?
Daueraufträge lassen sich jederzeit ändern oder löschen. Auch hier gilt: Online selbst durchgeführt ist die Transaktion fast immer kostenlos. Ein telefonischer Auftrag bringt hingegen häufig Gebühren mit sich.

