Renault Bank direkt erhöht auf 4,10 % Tagesgeld – ab dem 3. September 2026

Lesezeit 3 min.

Lektoriert vonSilvia Benetti
Überprüft durchDennis Groß
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Ab dem 3. September 2026, zahlt die Renault Bank direkt neuen Kundinnen und Kunden 4,10 % p. a. auf das Tagesgeld. Bisher waren es 3,50 %. Gleichzeitig verlängert die Bank die Zinsgarantie von drei auf vier Monate und dreht auch beim Festgeld über alle Laufzeiten hinweg nach oben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tagesgeld für Neukunden: 4,10 % p. a. statt bisher 3,50 %, garantiert für vier statt drei Monate, bis 250.000 Euro Anlagesumme
  • Für Beträge oberhalb von 250.000 Euro bleibt es bei 1,00 % p. a.
  • Bestandskunden gehen leer aus: unverändert 2,00 % p. a. bis 250.000 Euro
  • Festgeld: alle Laufzeiten von einem bis fünf Jahren steigen um 0,25 Prozentpunkte, ein Jahr bringt jetzt 3,00 % p. a.
  • Alle neuen Konditionen gelten ab dem 03.09.2026
Renault Bank direkt
Renault Bank direkt - Tagesgeld
  • Hohe Zinsen für Neukunden
  • Auch Bestandskunden erhalten hohe Zinsen
  • Zinsen gelten bis zu 250.000 € 

Tagesgeld: 4,10 % für vier Monate – aber nur beim Einstieg

Die 60 Basispunkte Aufschlag sind ein deutlicher Schritt, und die verlängerte Garantiephase macht das Angebot rechnerisch noch ein Stück besser: Wer 25.000 Euro parkt, kommt in vier Monaten auf rund 341 Euro Zinsen vor Steuern statt auf 219 Euro nach altem Satz und alter Frist.

Bestandskunden bleiben aber bei 2,00 % p. a. – die Lücke zum Neukundenzins wächst damit auf 2,1 Prozentpunkte. Und auch für große Vermögen gibt es Einschärnkungen: Über 250.000 Euro gibt es 1,00 %, was inflationsbereinigt ein Minusgeschäft ist.

Tipp: Setz dir das Ende der Garantiephase direkt in den Kalender, wenn du das Konto eröffnest. Nach vier Monaten fällst du in den Bestandskundenzins und solltest dann neu vergleichen.

Festgeld: 0,25 Punkte mehr auf allen Laufzeiten

Beim Festgeld hebt die Bank sauber über die gesamte Zinstreppe an. Ein Jahr bringt 3,00 % statt 2,75 %, fünf Jahre 3,25 % statt 3,00 %. Auffällig ist, wie flach die Kurve bleibt: Für vier Jahre zusätzliche Bindung bekommst du gerade einmal 0,25 Prozentpunkte mehr. Ehrlicherweise lohnt sich die lange Laufzeit deshalb nur, wenn du bewusst auf sinkende Zinsen in den kommenden Jahren wettest.

Der Zeitpunkt für einen Festgeld-Vertrag ist gerade ohnehin schlecht. Am 10. September verkündet die EZB ihren neuen Leitzins. Sollte dieser steigen, werden auch die Zinsangebote besser. Wer sein Geld jetzt für ein oder zwei Jahre einfriert, könntealso besser Angebote verpassen.

Wie gut ist das Angebot im Marktvergleich?

4,10 % liegen weit über dem EZB-Einlagensatz von 2,25 %. Solche Aufschläge zahlen Banken nicht aus Großzügigkeit, sondern um Einlagen einzusammeln und der Zeitpunkt ist kein Zufall: die Märkte rechnen bei einer Inflation um die 2,8 Prozent mit einer weiteren Erhöhung des Leitzins. Wer sich jetzt vier Monate Garantie sichert, nimmt eine mögliche Erhöhung vorweg.

Konkurrenzlos ist das Angebot damit nicht. Einzelne Anbieter liegen aktuell noch etwas darüber, teils mit längeren Garantiezeiträumen. Was für die Renault Bank spricht: keine Kontoführungsgebühren, keine Bedingung wie ein zusätzlich zu eröffnendes Girokonto oder Depot. Zu beachten ist die Einlagensicherung: Die Renault Bank direkt ist eine Niederlassung der französischen RCI Banque, gesetzlich gesichert sind 100.000 Euro pro Kunde über das französische System.

Fazit

Für den Notgroschen und für Geld, das in den nächsten Monaten flexibel bleiben soll, ist das ein starkes Angebot. Die Vorrausetzung ist, dass du Neukunde bist und unter 250.000 Euro bleibst. Wer schon Geld dort liegt, hat von der Erhöhung nichts und sollte sich die 2,00 % genau ansehen. Ob du parallel Festgeld beimischst, hängt davon ab, wie du die EZB-Entscheidung am 10. September einschätzt.

Alle aktuellen Konditionen findest du in unserem Tagesgeld-Vergleich, die Details zur Bank in unserem Renault-Bank-direkt-Test.

Rune Fauck
Rune Fauck
Autor
Über den Autor
In meinem Studium der Germanistik, Politik und Wirtschaftswissenschaften konnte ich bereits fundamentale Kenntnisse über unser Wirtschaftssystem sammeln. Bereits im Studium habe ich mit dem Investieren in Aktien und ETFs begonnen und möchte gerne mein angesammeltes Wissen weitergeben. Nach meinem Studium zog es mich deshalb zunächst ins Bildungssystem, wo ich am Gymnasium arbeitete und dort bereits erste Erfahrungen in der Vermittlung von wirtschaftlichen Themen sammeln konnte. Als Lehrer weiß ich, wie man Wissen verständlich erklärt und spannend gestaltet.

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