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Was ist Cardano? Blockchain, ADA-Token und Ökosystem erklärt

Lesezeit 11 min.

Silvia Benetti
Redakteurin
Lektoriert vonSebastian Rau
Überprüft durchDennis Groß
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Cardano zählt zu den zehn meistgehandelten Kryptowährungen. Aber was haben ein Mathematiker aus der Renaissance und eine Britin aus dem 19. Jahrhundert damit zu tun? In unserem Artikel verraten wir, was das Cardano-Protokoll besonders macht, welche praktische Anwendungen das Netzwerk bietet und wie du ADA-Token kaufen kannst.

Cardano: Das Wichtigste im Überblick
  • Blockchain-basiert
  • Blockzeit: 20 Sekunden
  • Transaktionen pro Sekunde : 1.000
  • Transaktionsgebühren: 0,13 €
  • Konsensmechanismus: Ouroboros (Proof of Stake)
  • Programmiersprache: Haskell
  • Token im Umlauf: ~ 44,99 Mrd.

1. Cardano: Die Geschichte des Netzwerks

Cardano Logo
Das Cardano-Logo

Die Plattform Cardano ist nach dem italienischen Mathematiker aus der Renaissance Girolamo Cardano benannt. Der Token verdankt dagegen seinen Namen der Britin Ada Lovelace, die im 19. Jahrhundert als erste die Eigenschaften einer Rechenmaschine beschrieb und als erste Programmiererin der Geschichte gilt. Die Namenswahl möchte den wissenschaftlichen Charakter des Projekts betonen.

Hinter Cardano und ADA verbirgt sich der Mathematiker und Ethereum-Mitgründer Charles Hoskins. Drei Institutionen entwickelten dabei das Cardano-Protokoll: Input Output Hong Kong (IOHK), die Cardano Stiftung und das japanische Tech-Unternehmen Emurgo.

Die Entwicklung startete 2015, der ADA-Token wurde jedoch erst im September 2017 aufgelistet. Zuvor, im Januar 2017, hatte ein ICO stattgefunden, um das Projekt zu finanzieren. Im August veröffentlichte das IOHK das Whitepaper.

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Innerhalb der in der Schweiz ansässigen Cardano Stiftung arbeiten Wissenschaftler und Akademiker, um die Protokolle zu entwickeln. Diese werden regelmäßig genauso wie wissenschaftliche Studien peer-reviewed, also von der Gemeinschaft überprüft. Somit ist Cardano die einzige Krypto, die auf wissenschaftliche Methoden setzt.

Von Anfang an legten die Gründer Ziele fest und unterteilten die Cardano-Entwicklung in 5 Ären, die nach Künstlern oder Wissenschaftlern benannt wurden: Byron, Shelley, Goguen, Basho und Voltaire.

 

Die 5 Cardano-Ären
Die 5 Cardano-Ären

Byron-Ära (2017-2020) : Die Anfänge

Das Hauptziel von Gründer Charles Hoskins war, eine Kryptowährung zu erschaffen, die sich gleichzeitig als skalierbar und nachhaltig herausstellen würde, also mit schnellen Transaktionen bei niedrigem Energieverbrauch. Gleichzeitig sollte sie auch Interoperabilität ermöglichen, also mit anderen Blockchains kompatibel sein.

In der Byron-Ära ging es vor allem darum, das Projekt bekannt zu machen und das Proof of Stake Protokoll Ouroboros zu testen. Während dieser Zeit wurden auch die ADA-Wallets Daedalus und Yoroi eingeführt.

Der Kurs des ADA-Tokens dümpelte in dieser Zeit eher vor sich hin und blieb, mit der Ausnahme eines kurzzeitigen Hochs 2018, fast immer unter 0,10 Dollar.

Shelley-Ära (2020) : Dezentralisierung und Staking

Während der Byron-Ära konnte das Cardano-Netzwerk nur grundlegende Funktionen ermöglichen, wie das Senden und Empfangen von ADA-Token. Shelley leitete dagegen eine Übergangsphase ein, in der Anleger zum ersten Mal ihre Token staken und an Validierer senden konnten.

Zudem verbesserte sich die Dezentralisierung des Netzwerks, da immer mehr Knoten (Nodes) von der Community betrieben wurden.

Goguen-Ära (2021-2022) : Smart Contracts und native Token

Die Goguen-Ära sah die Umsetzung mehrerer Hardforks, also nicht rückwärtskompatible Protokolländerungen, die die Anwendungen der Blockchain erweiterten:

  • Allegra – führte Unterstützung für Token-Locking ein, also die Fähigkeit, Token für eine bestimmte Zeit zu blockieren und erst ab einem bestimmten Datum wieder Transaktionen zu ermöglichen.
  • Mary – eröffnete die Möglichkeit, native Token zu erstellen, also eigene Kryptotoken, die mit der Cardano-Blockchain kompatibel sind. Zu den berühmtesten Cardano-native Token zählen Minswap (MIN), SundaeSwap (SUNDAE) und Empowa (EMP).
  • lonzo – führte die Plattform Plutus zur Unterstützung von Smart Contracts ein und legte damit die Grundlagen, um dApps auf der Cardano-Blockchain zu entwickeln und zu betreiben.

Der Kryptoboom 2021 ließ den ADA-Kurs steigen. Am 2. September 2021 erreichte ADA sein Allzeithoch von 3,09 Dollar, das bisher ungeschlagen bleibt.

Basho-Ära (2022-2024): Skalierbarkeit

In der Basho-Ära, nach einem japanischen Dichter aus dem 17. Jahrhundert benannt, ging es vor allem um Skalierbarkeit. Zu den neuen Features der Basho-Ära gehört Hydra.

Diese sogenannte Layer-2-Skalierungslösung ermöglicht es, dass Transaktionen in Nebenketten (Sidechains) parallel zur Hauptkette ausgeführt werden, bevor sie auf die Blockchain übertragen werden. Dadurch wird das Netzwerk bei Stau entlastet.

Voltaire-Ära (2024-?): dezentralisierte Verwaltung

Bis zur Voltaire-Ära konnten die drei Gründungsinstanzen von Cardano – die Cardano Foundation, Input Output Global (IOHK) und Emurgo – allein Updates und Hardforks durchführen.

Mit der Plomin-Hardfork am 29.01.2025 stellte das Netzwerk auf eine vollständig dezentralisierte Verwaltung um. Damit übergibt die Führung  das Recht an die Community. Inhaber von ADA-Token können ihre Stimmrechte an DReps (Delegierte Vertreter) delegieren und über Protokolländerungen, Transaktionen, Hardforks und künftige Entwicklungen entscheiden.

Innerhalb der Gremien steht es ihnen frei, über Vorschläge abzustimmen und zu entscheiden, welche Projekte oder Initiativen gefördert werden sollen.

2. Technische Grundlagen: Die Cardano-Architektur

Genauso wie Ethereum nutzt Cardano die Blockchain-Architektur und das Proof of Stake als Konsensmechanismus. Das bedeutet, dass Besitzer von ADA-Token ihre Coins auf der Plattform hinterlegen und im Gegenzug als Validierer ausgewählt werden können, um neue Blöcke zu verifizieren. Ihr Token-Einsatz dient als Pfand dafür, dass sie korrekt arbeiten.

Überdies hat Cardano jedoch einzigartige Eigenschaften, die es von Ethereum unterscheiden, wie der Konsensmechanismus Ouroboros.

Der Konsensmechanismus/ Ouroboros

Im Ouroboros-Protokoll wird die Zeit in fest definierte Zeiträume unterteilt, die Epochen, die etwa fünf Tage dauern. Jede Epoche besteht wiederum aus Zeitintervallen mit einer Länge von einer Sekunde, den Slots. Während jeder Epoche können die Slot-Leader, die aus Stakerpool ausgewählt werden, Transaktionen verifizieren und neue Blöcke innerhalb der Cardano-Blockchain erzeugen.

Vereinfacht erklärt, funktioniert Ouroboros folgendermaßen:

  1. Eine verifizierbare Zufallsfunktion (VRF) entscheidet indirekt, wer als nächster unter den Validierern einen Block erzeugen darf.
  2. Bei jedem Slot führt jeder Validierer die VRF-Funktion mit seiner privaten VRF-Key und einem öffentlich verfügbaren Zufallswert als Input-Werte aus und erhält ein Ergebnis. Das Verfahren ähnelt einem Würfelspiel, bei dem man beispielsweise eine Zahl unter 3 würfeln muss, um dran zu sein.
  3. Liegt das Ergebnis unter seinem individuellen Grenzwert, darf der Validierer den nächsten Block erzeugen. Je höher die Staking-Menge, desto höher der Grenzwert und die Wahrscheinlichkeit für einen Knoten, ausgewählt zu werden. Auf das Würfelbeispiel übertragen muss ein Knoten mit 10 Coins eine Zahl unter 2, ein Knoten mit 20 Coins eine Zahl unter 3 würfeln.
Ouroboros Cardano
Innerhalb der Slots "kämpfen" Validierer, um Blöcke erzeugen zu dürfen.

4. Die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Knoten während eines Slots ein Ergebnis unter seinem Grenzwert erhält, liegt ungefähr bei 5 Prozent. Somit entsteht im Schnitt nur alle 20 Sekunden ein Block.

5. Der jeweilige VRF-Hash, das Ergebnis der VRF-Funktion, ist als Signatur Teil jedes neuen Blocks. Mit den öffentlichen Daten sowie dem Public VRF-Key der Validierer kann jeder Nutzer überprüfen, dass ein Block tatsächlich von einem bestimmten Node stammt.

6. Erhalten während eines Slots zwei Validierer einen Wert unter ihrem Grenzwert, dürfen beide einen Block erzeugen. Es entsteht eine sogenannte Fork, weil die Blockchain sich teilt. Definitionsgemäß ist der Gewinner der Block, dessen Ersteller die niedrigste Zahl „gewürfelt“ hat, sein Zweig ist der Gewinnerzweig. Dies ist ein Vorteil für kleine Staker, da sie niedriger „würfeln“ müssen, um Blöcke zu generieren. Damit verringert das Protokoll die Wahrscheinlichkeit, dass große Staker ihre Macht missbrauchen.

7. Am Ende jeder Epoche rechnet Ouroboros die Staking-Menge pro Validierer sowie die eingesammelten Transaktionsgebühren und verteilt die Belohnungen an die Validierer. Die individuelle Höhe hängt von der Anzahl der erzeugten Blocks ab.

Mehrschichtige Architektur

Cardano verfolgt eine mehrschichtige Architektur. Die Hauptbestandteile von Cardano sind die beiden folgenden Layer:

Cardano Settlement Layer (CSL)

Der Settlement Layer (Deutsch: Abrechnungsebene) ist für die Verwaltung der ADA-Transaktionen zuständig. Hier werden alle grundlegenden Transaktionen abgewickelt, einschließlich der Validierung und Speicherung von Transaktionen in Blöcken.

Cardano Computation Layer (CCL)

Der Computation Layer (Deutsch: Rechenebene) mit dem Plutus-Framework ist für die Ausführung von Smart Contracts und dezentralen Anwendungen (DApps) zuständig. Er ermöglicht Entwicklern, DApps in verschiedenen Programmiersprachen zu schreiben, und gewährleistet dabei eine hohe Sicherheit und Interoperabilität.

Kompatibilität / Side Chains

Cardano wurde von Anfang an mit dem Ziel entwickelt, mit anderen Blockchains zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten. Sogenannte Sidechains ermöglichen diese Interoperabilität  zwischen verschiedenen Blockchains.

Eine Sidechain ist eine separate Blockchain, die mit der Hauptblockchain (Mainchain) verbunden ist, aber ihre eigenen Konsensregeln und Funktionalitäten besitzen kann. Diese Sidechains können unterschiedliche Konsensmechanismen verwenden, die auf die spezifischen Bedürfnisse  verschiedener Anwendungen oder Projekte abgestimmt sind.

Cardano hat auch eine Interoperabilität-API entwickelt, die es externen Blockchains ermöglicht, mit dem Cardano-Netzwerk zu kommunizieren und Transaktionen oder Daten auszutauschen.

Smart Contract Ausführung / Plutus und Marlowe

Im Vergleich zu anderen Blockchains wie Ethereum, die Solidity für ihre Smart Contracts verwenden, hat Cardano eine eigene Lösung für die Erstellung von Smart Contracts entwickelt: Plutus. Plutus basiert auf der Programmiersprache Haskell, die für ihre mathematische Präzision und Sicherheit bekannt ist.

Zusätzlich zu Plutus nutzt Cardano das Marlowe-Framework, das eine domänenspezifische Sprache für Finanzanwendungen bietet. Marlowe ist besonders nützlich für Entwickler, die Finanzprodukte auf der Blockchain abbilden möchten, da es eine benutzerfreundliche und zugängliche Umgebung für die Erstellung von DeFi Smart Contracts bereitstellt.

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3. Vorteile und Nachteile von Cardano

Von Anfang an konzentrierte sich Cardano auf die Aspekte Skalierbarkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Vor allem die Entwicklung nach geprüften wissenschaftlichen Methoden und die breite Beteiligung von Universitäten und Forschungsinstituten bleibt in der Kryptowelt einzigartig und trägt zu einem hohen Sicherheitsgrad bei.

Anders als andere Krypto wie Solana und Ethereum hat das Cardano-Netzwerk seit der Gründung weder Scams noch nennenswerte Angriffe erfahren. Positiv sind auch die moderaten Transaktionsgebühren, die relativ unabhängig von der Auslastung des Netzwerks festgelegt werden.

Einmalig ist auch die Möglichkeit für Token-Inhaber, sich an der Cardano-Entwicklung zu beteiligen. Das Open-Source Prinzip sorgt für Transparenz und ermöglicht, auch ohne große finanzielle Ressourcen als Validierer oder Entwickler einzusteigen.

Ein weiterer Vorteil ist die auf maximal 45 Milliarden begrenzte Anzahl an ADA-Token. Dadurch ist Cardano deflationär. Dies bedeutet, dass mit steigender Nachfrage der ADA-Kurs steigt, da ab einem gewissen Punkt keine neuen Token geprägt werden können.

Den wissenschaftlichen Ansatz von Cardano werten jedoch manche Kritiker als Schwäche aus. Die mehrjährige Entwicklungsphase ermöglichte es beispielsweise Ethereum, seinen Vorsprung bezüglich praktischer Anwendungen auszubauen.

Obwohl das Netzwerk sich inzwischen im finalen Entwicklungsstadium befindet, bleiben Use Cases und Kooperationen mit Unternehmen begrenzt. Der langsame Fortschritt birgt demnach das Risiko, dass Erneuerungen zu spät kommen, um sich durchsetzen zu können.

Cardano Vorteile

  • Wissenschaftliche Standards
  • Hohe Sicherheit
  • Niedrige Transaktionsgebühren
  • Open Source
  • Keine teure Hardware erforderlich, um Validator Node zu betreiben
  • Deflationär/ Token-Wert steigt

Cardano Nachteile

  • Langsame Entwicklung
  • Wenige praktische Anwendungen

4. Cardano Ökosystem: Projekte und Partnerschaften

Das Cardano-Ökosystem beinhaltet zahlreiche dezentrale Apps (dApps). Folgend stellen wir einige interessante Projekte vor.

dApps

Atala PRISM

Atala PRISM ist eine dezentralisierte Identitätslösung, die auf der Cardano-Blockchain basiert. Dabei behalten Nutzer die Kontrolle über ihre Identität und darüber, wie ihre persönlichen Daten verwendet und abgerufen werden.

Die auf der Blockchain hinterlegten Daten werden mit anderen Personen oder Organisationen über sichere, private Peer-to-Peer-Kommunikationskanäle ausgetauscht. Unter anderem arbeitet die äthiopische Regierung mit Cardano zusammen, um Atala PRISM für Schüler- und Lehrerausweise zu nutzen.

Atala Prism

Book.io

Über die Plattform können Leseratten $BOOK-Token verdienen, indem sie NFT-Bücher kaufen – und sie dann lesen. Je mehr sie lesen, desto höher der Verdienst. Die native Token lassen sich auf der Plattform einlösen, um neue eBooks und Hörbücher zu kaufen – oder auf andere kompatible Wallets und Krypto-Börsen übertragen werden.

NuNet

NuNet ist ein System für die Datenverarbeitung, das global verteilte und optimierte Rechenleistung und Speicher für dezentrale Netze bereitstellt, indem es Rechenressourcen mit Rechenprozessen verbindet, die diese Ressourcen benötigen. Innerhalb der Plattform kann jeder seine Rechenressourcen zur Verfügung stellen und monetarisieren.

Supra Payments

Supra hilft Online-Händlern auf Cardano, Checkout-Links für ihre Ware zu erstellen, ohne Code schreiben zu müssen. Darüber hinaus können sie die Produkte, die sie verkaufen möchten, hinzufügen, wählen und den Bestand verfolgen.

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Stablecoins

Mit Stablecoins bezeichnet man Kryptowährungen, deren Marktwert an den Wert eines stabilen Vermögenswerts wie des US-Dollars oder des Goldpreises gekoppelt ist. Dadurch sind die Coins weniger anfällig für Schwankungen. Auf der Cardano-Blockchain sind zahlreiche Stablecoins beheimatet:

  • Djed
  • Anzens
  • iUSD
  • USDM
  • MyUSD
Djed
Der Stablecoin Djed

Wallets

Cardano unterstützt Hardware Wallets wie Trezor, Keystone und Ledger. Ferner hat die Plattform auch eigene Wallets, auf denen neben ADA auch andere Token wie Ethereum, Monero und Litecoin hinterlegt werden können.

Daedalus

Anders als Light Wallets, die lediglich zur Aufbewahrung von Token dienen, enthält Daedalus als Full Node Wallet eine Kopie des Registers der Cardano-Blockchain. Die Wallet lässt sich nur auf PCs betreiben und erfordert mehr Zeit und IT-Kenntnisse als eine herkömmliche Wallet.

Die Features umfassen:

  • Interaktion/Unterstützung für Full Nodes
  • Unterstützung des Cardano-Netzwerks durch Teilnahme am Cardano-Protokoll
  • Möglichkeit, Token zu staken

Yoroi

Yoroi Wallet ist eine selbstverwaltete, von Emurgo entwickelte open-source Light Wallet, die für das Cardano-Ökosystem entwickelt wurde.

Zu den Funktionalitäten gehören:

  • Unterstützung für dezentrale Finanzapps, NFT und dezentrale Kryptobörsen
  • Möglichkeit, Token zu staken
  • Wahlrecht für ADA-Inhaber innerhalb von Cardano
  • Als App verfügbar

Dezentrale Kryptobörsen (DEX)

Minswap

Die dezentrale Börse versteht sich als Marktplatz für Token-Inhaber, die ADA gegen andere Krypto tauschen wollen. Die Funktionen umfassen:

  • Staking, also das Halten von ADA gegen eine Belohnung
  • Yield Farming, also die Bereitstellung eigener Token über Smart Contracts gegen eine Belohnung

SundaeSwap

2021 gegründet, ist SundaeSwap ein dezentraler Austausch, der für die Cardano-Blockchain entwickelt wurde. Er ermöglicht es Teilnehmern unter anderem, Liquidität gegen eine Rendite bereitzustellen und native Token zu traden.

Sundae Swap

5. Cardano kaufen: Token, Kryptobörsen und Prognose

Obwohl der ADA-Kurs sich derzeit weit entfernt von seinem Allzeithoch im August 2021 (2,42 Euro) befindet, sind die meisten kurzfristigen und langfristigen Prognosen positiv.

Die Kryptoexperten von Tokenmetrics gehen zum davon aus, dass in einem Bullenmarkt der ADA-Kurs bis Ende 2025 zwischen 1 und 3 Dollar liegen könnte. Entwickelt sich der Kryptomarkt bärisch, würde der Kurs um die 0,50 Dollar liegen. Bis 2030 soll der Preis für einen ADA-Token zwischen 5,50 und 6,50 Dollar liegen.

Andere Kryptoanalysten sagen für 2025 keine großen Kursschwankungen voraus. Wegen der Fortschritte des Cardano-Netzwerks und der Smart Contract Implementierung gehen sie davon aus, dass am Ende des Jahrzehnts der Kurs über 8 Dollar liegen wird.

Du möchtest ADA-Token kaufen? So geht es:

  1. Finde eine Kryptobörse, die ADA anbietet – zum Beispiel Binance, Coinbase oder Bitget. In unserem Kryptobörsen-Vergleich stellen wir verschiedene Anbieter hinsichtlich Gebühren, Zahlungsmethoden und Funktionen gegenüber.
  2. Eröffne ein Konto. Genauso wie bei der Eröffnung eines Girokontos musst du ein Verifizierungsverfahren durchlaufen und dich ausweisen.
  3. Schaffe dir eine Hardware- oder eine Hot Wallet an, um deine ADA-Token aufzubewahren. Zwar verwahrt die Kryptobörse die Token für dich, sodass du theoretisch keine Wallet brauchst. Am sichersten erweisen sich Hardware-Wallets, bei denen du  ADA auf einem USB-Stick hinterlegst.

Du möchtest dir eine Hardware Wallet zulegen? In unserem Wallet-Vergleich stellen wir die besten Anbieter vor.

4. Wähle eine Zahlungsmethode. Je nach Kryptobörse kannst du ADA via SEPA-Überweisung, Kreditkarte oder PayPal kaufen sowie mit anderen Krypto bezahlen.

5. Überführe die ADA-Token zu deiner Wallet-Adresse.

6. Häufige Fragen zu Cardano

Unsere Inhalte spiegeln nur die Meinungen und Erwartungen der Autoren wider und stellen somit keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen der genannten Wertpapiere dar.

Als Anleger*in trägst Du die volle Verantwortung für Deine Investitionsentscheidungen.

Die Autoren können in einige der beschriebenen Assets investiert sein und somit ein Interesse an deren Kursentwicklung haben.

Silvia Benetti
Silvia Benetti
Redakteurin
Über die Autorin
Ich habe an der TU Berlin Physikalische Ingenieurwissenschaft studiert und war anschließend jahrelang im Bereich Windenergie tätig. Seit 2016 schreibe ich freiberuflich über Technik und Finanzen. Zu meinen Lieblingsthemen zählen Immobilien, Kryptowährungen und Tech-Aktien. Insbesondere interessiert mich die Schnittstelle zwischen Industrie und Wirtschaft und der wirtschaftliche Aspekt von technischen Innovationen. Auch im Freundeskreis bin ich eine geschätzte Beratung, wenn es um Investitionen in Immobilien und Aktien geht.

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