Junges Paar informiert sich über Altersvorsorgedepot
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Altersvorsorgedepot-Rechner

Lesezeit 3 min.

Dennis Groß
Redakteur
Lektoriert vonSebastian Rau
Überprüft durchRune Fauck
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Wie viel kann aus deinen Einzahlungen plus staatlicher Förderung bis zur Rente werden? Mit unserem Altersvorsorgedepot-Rechner findest du es in wenigen Sekunden heraus. Du gibst deine Sparrate, die Laufzeit und ein paar Eckdaten ein – der Rechner ermittelt deine Zulagen, den Steuervorteil und dein voraussichtliches Endvermögen. Zusätzlich siehst du direkt, wie sich das Altersvorsorgedepot gegenüber einem normalen ETF-Depot schlägt.

So stellst du den Rechner ein

Deine Eingaben für die Ansparphase

Je genauer deine Angaben, desto realistischer das Ergebnis. Diese Werte stellst du ein:

  • Sparrate pro Monat: Dein monatlicher Eigenbeitrag. Wichtig zu wissen: Voll gefördert wird ein Eigenbeitrag bis 1.800 Euro im Jahr, also 150 Euro im Monat. Was du darüber hinaus einzahlst, fließt ungefördert ins Depot.
  • Anlagedauer: Die Jahre bis zu deinem Renteneintritt. Gerade dieser Wert hat enormen Einfluss – je länger der Zeitraum, desto stärker wirkt der Zinseszins.
  • Kinder: Für jedes Kind kommen bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Jahr dazu. Schon ein oder zwei Kinder verändern das Ergebnis deutlich.
  • Berufseinsteiger: Wer bei Abschluss unter 25 ist, bekommt einmalig 200 Euro Bonus obendrauf. Ein kleiner, aber feiner Zuschuss zum Start.
  • Rendite pro Jahr: Die erwartete Wertentwicklung deiner ETFs und Fonds. Wir rechnen bewusst mit einer von dir wählbaren Annahme – als Orientierung dienen oft 6 Prozent pro Jahr vor Kosten, garantiert ist das aber nicht.
  • Grenzsteuersatz: Dein persönlicher Steuersatz im Berufsleben. Er entscheidet über die Höhe deines Steuervorteils aus dem Sonderausgabenabzug – bei höherem Einkommen fällt dieser Vorteil spürbar stärker aus.
  • Kosten des Depots: Du kannst die jährlichen Kosten für das Altersvorsorgedepot und – zum Vergleich – für ein normales ETF-Depot getrennt einstellen. Beim Standardprodukt sind die Kosten gesetzlich auf 1,0 Prozent gedeckelt; ein günstiger ETF-Sparplan liegt oft bei rund 0,2 Prozent. Über Jahrzehnte macht dieser Unterschied mehrere tausend Euro aus.

Deine Eingaben für die Auszahlphase

  • Auszahlung ab/bis Alter: Du legst fest, wann die Auszahlung beginnt (frühestens mit 65, spätestens mit 70) und bis zu welchem Alter sie laufen soll. Der befristete Auszahlplan muss mindestens bis zum 85. Lebensjahr reichen.
  • Rendite in der Auszahlphase: Dein Kapital bleibt auch im Ruhestand investiert – meist etwas konservativer. Deshalb kannst du hier eine eigene, niedrigere Rendite ansetzen.
  • Steuersatz im Ruhestand: Die Auszahlung aus dem geförderten Teil wird voll mit deinem persönlichen Satz besteuert. Da dieser im Alter meist niedriger liegt als im Berufsleben, kannst du ihn hier separat angeben.
  • 30 Prozent Einmalentnahme: Optional kannst du dir zu Beginn der Auszahlphase bis zu 30 Prozent des Kapitals auf einen Schlag auszahlen lassen. Der Rechner zeigt dir, wie sich das auf deine monatliche Rente auswirkt.

Was dir der Rechner ausgibt

Nach deinen Eingaben siehst du dein voraussichtliches Endvermögen bei Renteneintritt, aufgeschlüsselt in Eigenbeiträge, staatliche Zulagen und Wertzuwachs. Für die Auszahlphase bekommst du deine monatliche Netto-Rente – und zwar im direkten Vergleich: Altersvorsorgedepot gegen normales ETF-Depot. So erkennst du auf einen Blick, ob sich die Förderung in deiner Situation gegenüber dem flexibleren, aber ungeförderten Depot auszahlt.

So funktioniert die Förderung im Rechner

Die staatliche Förderung ist der entscheidende Hebel. Der Rechner berücksichtigt die Grundzulage von bis zu 540 Euro pro Jahr, die Kinderzulage von bis zu 300 Euro je Kind sowie den einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro. Dazu kommt der Sonderausgabenabzug: Je nach Einkommen kann dein Steuervorteil die Zulage übersteigen – der Rechner prüft das über deinen Grenzsteuersatz automatisch mit.

Altersvorsorgedepot oder normales ETF-Depot?

Das Altersvorsorgedepot ist nicht automatisch die bessere Wahl. Zwar gibt es Förderung und Steuervorteile, dafür ist das Kapital bis zur Rente gebunden und die Auszahlung wird voll besteuert. Ein normales ETF-Depot ist flexibler und günstiger, bekommt aber keine Zulagen. Unser Rechner stellt beide Varianten gegenüber, damit du siehst, welcher Weg in deiner Situation mehr Netto-Rente bringt. Mehr zu den Grundlagen liest du in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.

Gut zu wissen

Die Ergebnisse sind eine Beispielrechnung auf Basis der heute bekannten Regeln (Stand 2026) und einer von dir gewählten Rendite – vor Steuern und Inflation gerechnet, ohne Gewähr. Renditen am Kapitalmarkt sind nicht garantiert. Der Rechner ersetzt keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung.

Dennis Groß
Dennis Groß
Redakteur
Über den Autor
Ich bin gelernter Bankkaufmann und leidenschaftlicher Privatinvestor. Meine ersten Aktien habe ich im Alter von 14 gekauft und dabei die Börse kennengelernt. Seitdem beschäftige ich mich intensiv mit dem Geschehen an den Finanzmärkten und den unterschiedlichen Anlageklassen. Getreu dem Motto "man lernt nie aus" möchte ich mir ständig neues Wissen aneignen und so viel wie möglich an andere weitergeben.

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