
Luxus-Aktien: Investment in Luxusmarken
In diesem Artikel werden wir dir zeigen, wieso es besser ist in Aktien eines Luxusgüter-Konzerns zu investieren, anstatt dasselbe Geld für Luxusgüter dieser Konzerne auszugeben.
Zunächst geben wir dir eine Definition, was Luxus-Aktien sind, bevor wir dir einige spannende Luxus-Aktien genauer vorstellen. Anschließend blicken wir auf den Luxusgütermarkt und erläutern dir, wieso es sich lohnt, in Luxus-Aktien zu investieren. Außerdem bekommst du einen Überblick über die Chancen und Risiken der Branche.
1. Was sind Luxus-Aktien? – Definition
Als Luxus-Aktien bezeichnen wir Unternehmen, deren Geschäft darin besteht, Luxusgüter zu produzieren und zu verkaufen. Damit sind Luxus-Aktien als Konsumgüter Aktien einzustufen. Konsumgüter Aktien lassen sich allerdings noch einmal in Basiskonsumgüter Aktien und zyklische Konsumgüter Aktien unterteilen.
Luxusgüter-Aktien gehören der Branche zyklische Konsumgüter Aktien an. Der entscheidende Unterschied zu Basiskonsumgütern liegt bei zyklischen Konsumgütern darin, dass diese Güter nicht für den täglichen Bedarf benötigt werden, und der Konsum im Zweifel auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann.
Wie du in unserem Artikel aber sehen wirst, sind viele Luxus-Aktien längst nicht so konjunkturabhängig wie Unternehmen aus anderen Industrien des Sektors zyklische Konsumgüter. Hierzu gehören u. a. auch Auto-Aktien, Consumer Services (z. B. Hotels & Freizeiteinrichtungen) oder im Allgemeinen der Einzelhandel.
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2. Die 10 besten Luxus-Aktien im Überblick
In der folgenden Tabelle geben wir dir einen Überblick über zehn spannende und aussichtsreiche Luxus-Aktien. Möchtest du eine dieser Aktien kaufen, benötigst du ein Depot. Welches Depot für dich am besten geeignet ist, erfährst du in unserem Vergleich der besten Aktiendepots.
Aktie | ISIN | Land | Hauptprodukte | Marktkapitalisierung |
---|---|---|---|---|
LVMH | FR0000121014 | Frankreich | Mode & Lederwaren, Spirituosen, Uhren | 417 Mrd. EUR |
Kering | FR0000121485 | Frankreich | Mode & Lederwaren, Uhren | 64 Mrd. EUR |
Hermès | FR0000052292 | Frankreich | Mode, Kosmetik, Uhren | 198 Mrd. EUR |
Pandora | DK0060252690 | Dänemark | Schmuck | 6,4 Mrd. EUR |
Richemont | CH0210483332 | Schweiz | Mode, Accessoires, Uhren | 8 Mrd. EUR |
Christian Dior | FR0000130403 | Frankreich | Mode, Parfum, Uhren | 142 Mrd. EUR |
Estee Lauder | US5184391044 | USA | Kosmetik & Parfum | 64 Mrd. EUR |
L‘Oreal | FR0000120321 | Frankreich | Kosmetik | 221 Mrd. EUR |
Capri Holdings | VGG1890L1076 | Großbritannien | Mode & Accessoires | 4,6 Mrd. EUR |
Moncler | IT0004965148 | Italien | Mode | 16,5 Mrd. EUR |

LVMH (ISIN: FR0000121014)
Ist die Rede von Luxus-Aktien, fällt in der Regel als Erstes der Name LVMH. Verwunderlich ist das bei einer Marktkapitalisierung von aktuell rund NaN allerdings nicht.
Die LVMH Aktie ist gemessen an der Marktkapitalisierung damit das größte europäische Unternehmen. Zum Vergleich: LVMH ist damit mehr wert als die drei größten börsennotierten deutschen Unternehmen (SAP, Siemens und die Deutsche Telekom) zusammen.
LVMH entstand im Jahr 1987 durch die Fusion von Moet Hennessy und Louis Vuitton. Anlass der Fusion waren Befürchtungen der Vorstände einer feindlichen Übernahme. Die Wurzeln von LVMH, genauer gesagt von Louis Vuitton, Moet et Chandon und Hennessy gehen bis in das 18. Jahrhundert zurück.
Größter Aktionär von LVMH ist heute übrigens Bernard Arnault. Direkt hält Arnault zwar nur 6,7 % an LVMH. Den größten Anteil hält die Christian Dior SE mit 41,5 %. Arnault ist allerdings zu 97,5 % an Christian Dior beteiligt.
Das Produkt- und Markenportfolio von LVMH ist äußerst breit aufgestellt. Aus dem Bereich Mode & Lederwaren sind u. a. Louis Vuitton, Rimowa und Christian Dior zu nennen. Die bekanntesten Marken aus dem Geschäftsbereich Spirituosen sind sicherlich Moet & Chandon, Hennessy, Dom Pérignon und Veuve Clicquot. Zu den bekanntesten Uhrenmarken des Konzerns gehören Tag Heuer und Hublot.
Blicken wir auf die langfristige Entwicklung des Aktienkurses, kann LVMH mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von fast 15 % pro Jahr seit dem Börsengang Ende 1987 überzeugen. Ein Investment von 1.000 € damals wäre heute rund 140.000 € wert. Übrigens: In unserem Artikel zum Thema Aktien kaufen findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für deinen ersten Aktienkauf.
Mindestens genauso beeindruckend ist die Performance in der jüngeren Vergangenheit. Für gewöhnlich sind bei Großkonzernen deutliche Überrenditen schwer erzielbar. Allein in den letzten zehn Jahren ist die Aktie von LVMH aber jährlich um über 20 % gestiegen.
Trotz des rasanten Kursanstiegs ist die Aktie mit einem KGV von aktuell 29 nicht überbewertet. Generell solltest du bei Luxusmarken Aktien auch daran denken, dass du diese nie zu einem besonders günstigen KGV einsammeln können wirst.
Dass das KGV trotz einer Kursvervielfachung in den letzten Jahren auf einem moderaten Niveau liegt, ist auf die starke Umsatz- und Gewinnentwicklung in dieser Zeit zurückzuführen. Während der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 noch bei 28,1 Milliarden Euro lag, stieg er bis 2022 auf 79,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 11 %.
Noch beeindruckender ist die Entwicklung des Gewinns. 2012 lag dieser noch bei 3,4 Milliarden Euro, 2022 betrug der Gewinn bereits 14,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem jährlichen Gewinnanstieg von 15 % und kommt bei Unternehmen dieser Größenordnung nur selten vor.
Solche Wachstumsraten kennt man eher von Wachstumsaktien.
Als zyklisches Unternehmen musste auch LVMH im Krisenjahr 2020 zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnen, davon hat sich das Unternehmen 2021 aber wieder eindrucksvoll erholt. 2019 lag der Gewinn noch bei 7,2 Milliarden Euro. 2020 ging der Gewinn dann zwar auf 4,7 Milliarden Euro zurück. Im Folgejahr 2021 wurde mit 12,0 Milliarden Euro dafür der bis dahin mit Abstand größte Gewinn der Firmengeschichte erzielt.
Wesentlich für diese starke Entwicklung ist die Tatsache, dass LVMH die Preise seiner Produkte fast schon beliebig erhöhen kann. Die Marke hat eine derart starke Anziehungskraft für die gut betuchte Käuferschicht, sodass das Unternehmen in der Lage ist, auch Krisenzeiten ohne größere Rückschläge zu überstehen.
Hermès (ISIN: FR0000052292)
Neben LVMH gilt Hermès als zweitgrößter Luxusgüterkonzern der Welt. Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung NaN. Gegründet wurde das Unternehmen bereits im Jahr 1837. Der Börsengang erfolgte allerdings erst im August 1993.
Zu den bekanntesten Produkten des Unternehmens gehören Taschen und Gürtel. Seit den 1950er-Jahren baut das Unternehmen sein Angebot im Bereich Parfum & Kosmetik ständig weiter aus.
Bei der historischen Performance überzeugt Hermès mit einem jährlichen Kursanstieg von durchschnittlich 21 % seit dem Börsengang und lässt damit sogar LVMH hinter sich. Dafür ist die Aktie aktuell deutlich ambitionierter bewertet. Das KGV liegt bei 59 und das KUV bei 17. An diesen Bewertungen siehst du schon, dass Luxus-Aktien nur selten als Value-Aktie eingestuft werden können.
Auch bei den Wachstumsraten kann Hermès überzeugen. Die letzten zehn Jahre wuchs der Umsatz um durchschnittlich 13 % während der Gewinn um jährlich 16 % zulegen konnte. Selbst im Krisenjahr 2020 hat Hermès nur einen sehr geringen Umsatzrückgang von -8 % verzeichnet, während der Gewinn um knapp -10 % zurückging. Für ein Unternehmen aus dem Sektor zyklische Konsumgüter ist solch eine Entwicklung sehr ungewöhnlich und als äußerst positiv zu bewerten.
Pandora (ISIN: DK0060252690)
Anders als LVMH und Hermès ist Pandora eher als Schmuckunternehmen statt als Luxuskonzern einzustufen. Hierfür reicht bereits ein Blick auf die Preise der Produkte: Während ein Armband von Pandora schon ab 50 € zu haben ist, fängt die Preisliste bei LVMH erst bei 500 € an. Da wir Schmuck als Luxus betrachten, lässt sich auch Pandora an dieser Stelle als Luxus-Aktie einstufen.
Das in Kopenhagen ansässige Unternehmen wurde im Jahr 1982 gegründet. Der Börsengang erfolgte im Oktober 2010. Die Aktienkursentwicklung seitdem zeigt allerdings klar die Unterschiede zwischen einer echten Luxusmarke und einem reinen Schmuck- und Modeunternehmen im mittleren Preissegment.
Seit dem Börsengang 2010 konnte die Aktie insgesamt um nur 120 % steigen. Aufs Jahr betrachtet entspricht das einer jährlichen Rendite von knapp 7 %. Grund für diese schwache Entwicklung ist ein Einbruch des Aktienkurses im Jahr 2011 um rund 90 %.
Zurückzuführen ist dieser Einbruch auf die damals stagnierende Umsatzentwicklung. Während der Umsatz von 1,7 Mrd. DKK bis 2010 auf 6,7 Mrd. DKK gestiegen ist, stagnierte er im Jahr 2011. Anleger mussten damals realisieren, dass das starke Wachstum so nicht weitergeht.
Als die Aktie im Herbst 2011 ihr Tief erreicht hat, konnte bis Mitte 2016 dafür ein fulminanter Kursanstieg mit einem jährlichen Kurswachstum von durchschnittlich über 90 % erzielt werden. Bis 2019 brach der Aktienkurs dafür aber wieder um fast 80 % ein. Vom Allzeithoch ist die Aktie nach wie vor über 40 % entfernt.
Warum wir die Kurshistorie an dieser Stelle so ausführlich thematisieren? Damit wollen wir dir veranschaulichen, dass Aktien der Mode- und Schmuckindustrie starken Kursschwankungen unterliegen können. Trotz einer stabilen Umsatzentwicklung sind bei Pandora deutliche Schwankungen bei den Gewinnen zu sehen. Bei echten Luxus-Aktien wie LVMH oder Hermès treten gravierende Gewinnrückgänge und damit verbundene Kurseinbrüche schlicht nicht auf.
Estée Lauder (ISIN: US5184391044)
Estée Lauder ist der einzige Vertreter in unserer Liste über Luxus-Aktien aus den USA. Das in New York ansässige Unternehmen wurde 1946 von Estée Lauder gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Produktion und Vermarktung von Schönheitsprodukten wie Kosmetik und Parfums spezialisiert.
An die Börse ging Estée Lauder im Jahr 1995. Seitdem ist die Aktie jährlich um 11,7 % gestiegen. Gerade die letzten Jahre tut sich die Aktie von Estée Lauder allerdings schwer. Das Allzeithoch wurde Ende 2021 bei rund 370 USD markiert. Aktuell notiert die Aktie fast 50 % tiefer.
Grund für diese schwache Entwicklung sind deutliche Umsatz- und Gewinnrückgänge. In den letzten vier Quartalen (von April 2022 bis März 2023) betrug der Umsatz 15,8 Mrd. USD und damit etwa -13 % weniger als in den vier Quartalen zuvor. Noch dramatischer ist die Entwicklung beim Gewinn. Dieser lag im selben Zeitraum bei 1,1 Mrd. USD und damit fast -70 % niedriger als im Vorjahreszeitraum.
Für Aktien aus der Luxusgüterindustrie ist solch eine Entwicklung sehr ungewöhnlich, gerade in einer Zeit, in der andere Luxus-Marken wie LVMH oder Hermès boomen. Aufgrund des Gewinnrückgangs ist die Aktie mit einem KGV von über 60 aktuell auch noch teuer bewertet.
In einer sonst so stabilen Branche ist ein Kursrückgang von 50 % zu einer wirtschaftlich allgemein stabilen Phase für uns ein absolutes Warnzeichen.
Capri Holdings (ISIN: VGG1890L1076)
Mit dem Namen Capri Holdings kannst du vielleicht nicht unbedingt etwas anfangen? Spätestens, wenn wir dir sagen, dass zum Unternehmen die Marken Michael Kors und Versace gehören, dürfte klar werden, was hinter der Holdinggesellschaft steckt.
Die Capri Holding (zuvor Michael Kors Holding) wurde im Jahr 1981 gegründet. Der Börsengang erfolgte Ende 2011. Das Unternehmen hat seinen Fokus auf Produkte aus den Bereichen Mode und Accessoires gelegt. Während Michael Kors das mittlere Preissegment bedient, finden sich Produkte der Marke Versace eher im oberen Preissegment wieder.
Obwohl das Unternehmen in einigen Bereichen Produkte anbietet, die preislich auf einem ähnlichen Niveau wie die von LVMH und Hermès liegen, sieht die Aktienkursentwicklung ganz anders aus als die der Marktführer.
Aktuell notiert die Aktie nur 50 % höher als zu ihrem Ausgabekurs Ende 2011. Ausgehend vom Hoch Anfang 2014 ist die Aktie im Krisenjahr 2020 um 90 % eingebrochen. Allein im Frühjahr 2020 verlor die Aktie der Capri Holding fast 80 %.
Grund für diese Entwicklung war ein massiver Verlust von -550 Millionen USD im ersten Quartal 2020. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr wurde ein Gewinn von 540 Millionen USD erzielt.
Ein weiteres Problem des Unternehmens sind die stagnierenden Umsätze seit 2015. Während bis 2015 ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnet werden konnte, schwankt der Umsatz seitdem zwischen 4,0 und 5,7 Milliarden USD.
3. Warum in Luxusgüter-Aktien investieren?
Nachdem wir dir einige der besten Luxus-Aktien präsentiert haben, möchten wir jetzt auf den Markt für Luxusgüter eingehen und dabei das Potenzial der Luxusbranche analysieren.
Luxusgütermarkt im Überblick
Die Luxusgüter-Industrie gilt als äußerst krisensicher. Handtaschen, Mode, Schmuck und diverse Accessoires der Luxusmarken werden in der Regel auch gekauft, wenn die Wirtschaft durch eine schwierigere Zeit geht. Schließlich werden diese Produkte vermehrt von sehr wohlhabenden Personen gekauft, deren Kaufkraft auch in Krisenzeiten stark ist.
Während der weltweite Umsatz mit Luxusgütern vor 25 Jahren noch bei etwa 80 Milliarden Euro lag, stieg er bis 2022 auf 353 Milliarden Euro. Das entspricht einem jährlichen Wachstum des Marktes von 6 %. Dieses Wachstum ist allerdings nicht unbedingt auf die steigende Absatzmenge, sondern vor allem auf den Preisanstieg der Luxusgüter zurückzuführen.
Es wird davon ausgegangen, dass der Markt auch in den kommenden fünf Jahren um fast 3% pro Jahr wächst und bis 2028 ein Marktvolumen von 400 Milliarden Euro erreicht. Eine Studie von Bain & Company geht sogar davon aus, dass der Markt mittelfristig sein Wachstum von 6 bis 8 % pro Jahr beibehalten dürfte. Luxus-Aktien sind also durchaus Aktien mit Potenzial.
Mit Luxusgüter-Aktien in ein starkes Markenportfolio investieren
Wie du in den Aktienvorstellungen gesehen hast, weisen Luxusgüterkonzerne wie LVMH oder Hermès ein starkes Markenportfolio auf. Die Käufer dieser Marken sind nicht bereit, auf andere Marken auszuweichen. Die etablierten Marken verkörpern Statussymbole, die es Neueinsteigern am Markt unmöglich machen mitzuhalten.
Hierbei gilt es unbedingt zwischen den großen Luxusmarken und gängigen Modemarken zu unterscheiden. Das hat dir auch unser Vergleich gezeigt: Während LVMH und Hermès seit Jahrzehnten überzeugen, sah die Entwicklung von Pandora oder der Capri Holding zuletzt durchwachsen aus.
Gerade Unternehmen mit einem breiten Markenportfolio wie LVMH bieten daher eine große Sicherheit und können fast schon als eigener Luxus ETF betrachtet werden. Dazu später mehr.
Sind Luxus-Aktien wirklich zyklisch?
Laut Brancheneinteilung sind Luxus-Aktien als zyklische Konsumgüter einzustufen. Verglichen mit anderen Unternehmen aus diesem Sektor sind Luxus-Aktien aber deutlich defensiver. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Konzerne nicht die breite Masse der Bevölkerung als Abnehmer haben, sondern eine kleine, dafür aber kaufstarke und reiche Kundenschicht.
Dieser Zielgruppe können auch wirtschaftlich schwache Zeiten in der Regel nur wenig anhaben. Während ein Großteil der Konsumenten in einer Rezession den Kauf eines neuen Autos vermutlich aufschiebt, wird der Kreis der Multimillionäre wohl kaum mit dem Kauf einer neuen Handtasche von Louis Vuitton warten.
Hinzu kommt noch, dass die Anzahl der Millionäre weltweit kontinuierlich zunimmt. Eine wichtige Rolle dürften hier künftig auch die Emerging Markets einnehmen.
Stabile Dividendenzahler
Du wirst unter den Luxus-Aktien zwar kaum ein Unternehmen mit einer äußerst hohen Dividendenrendite finden, dafür gelten die Unternehmen aber als äußerst stabile und zuverlässige Dividendenzahler. Einige Luxus-Aktien können daher auch als Dividendenaktie bezeichnet werden.
Wir betrachten an dieser Stelle einmal LVMH: Aktuell liegt die Dividendenrendite bei 1,5 %. Historisch betrachtet lag die Dividendenrendite meist zwischen 1,0 % und 2,5 %. Entscheidend ist aber, dass LVMH die Dividende kontinuierlich anhebt und nur in den Krisenjahren 2009 und 2020 leicht reduziert hat.
Luxus-Aktien als Inflationsschutz
Nicht zuletzt kannst du Luxus-Aktien auch als eine Art Inflationshedge betrachten. Wie zuvor erwähnt, genießen die Unternehmen eine derart starke Marktmacht aufgrund ihrer Marken, dass sie höhere Preise einfach an ihre Kunden weitergeben können. Entsprechend sind Luxusgüterkonzerne auch in Zeiten hoher Inflationsraten in der Lage, ihre Preise in einem ähnlichen Maße zu erhöhen.
4. Aktien von Luxusmarken kaufen: Chancen und Risiken der Branche
Chancen von Luxusaktien
- Starke Marken und eine damit verbundene Marktmacht machen den Eintritt für neue Mitbewerber unmöglich.
- Aufgrund der Kaufkraft der Zielgruppe sind die Unternehmen sehr krisenresistent.
- Der Luxusgütermarkt wächst seit Jahrzehnten konstant und wird dieses Wachstum höchstwahrscheinlich fortsetzen.
Risiken von Luxusaktien
- Auch die Aktien etablierter Luxusgüterkonzerne verzeichnen in Krisenzeiten Kursrückgänge.
- Bei einer Überbewertung der Aktie besteht die Gefahr einer Kurskorrektur.
- Kleinere Marktteilnehmer im mittleren Preissegment sind deutlich risikoreicher.
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5. Luxus-ETF als Alternative zu Luxus-Aktien?
Solltest du dir nach unserer Aktienvorstellung unsicher sein, welche Luxus-Aktie du dir kaufen möchtest, kann sich der Blick auf einen Luxusgüter ETF lohnen. Ein Luxus-ETF beinhaltet die Aktien zahlreicher Luxusgüter-Konzerne und ermöglicht es dir somit vom Wachstum der gesamten Branche zu profitieren.
Besonders bietet sich hierfür der Amundi S&P Global Luxury ETF an. Die größten Positionen dieses ETFs sind aktuell Richemont, LVMH und Hermès. Die Kosten sind mit 0,25 % pro Jahr angemessen. Du solltest allerdings beachten, dass dieser ETF nur synthetisch repliziert wird. Das bedeutet, dass die Aktien nicht direkt vom ETF gehalten werden, sondern mit geeigneten Finanzprodukten versucht wird, die Performance der im ETF enthaltenen Aktien nachzubilden.
6. Fazit: Lohnt sich ein Investment in Aktien von Luxusmarken?
Wie du in unserem Artikel gesehen hast, sind gerade die Aktien etablierter Luxuskonzerne in der Lage, langfristig hohe Renditen zu erwirtschaften. Unternehmen wie LVMH, Hermès, Kering oder Richemont können ihre Umsätze und Gewinne somit kontinuierlich steigern.
Die Unternehmen besitzen äußerst starke Marken, die nicht substituiert werden können. Entsprechend können die Unternehmen ihre Preise fast beliebig anpassen. Hierbei profitieren sie auch wesentlich von der Kaufkraft ihrer Zielgruppe.
Obwohl Luxus-Aktien als zyklische Konsumgüter gelten, sind sie innerhalb dieses Sektors als eher defensiv einzustufen. Außerdem gelten die Aktien als zuverlässige Dividendenzahler.
Du solltest allerdings darauf achten, dass du dich bei der Aktienauswahl auf die Unternehmen fokussierst, die auch in der Vergangenheit ein kontinuierliches Wachstum und nur geringe Rücksetzer verzeichnet haben. Gerade im mittleren Preissegment gibt es auch viele Marken und Hersteller, die zuletzt schwierige Zeiten durchstehen mussten.

7. Häufig gestellte Fragen zu Luxus-Aktien
Unsere Inhalte spiegeln nur die Meinungen und Erwartungen der Autoren wider und stellen somit keine Empfehlung zum Kaufen, Halten oder Verkaufen der genannten Wertpapiere dar.
Als Anleger*in trägst Du die volle Verantwortung für Deine Investitionsentscheidungen.
Die Autoren können in einige der beschriebenen Assets investiert sein und somit ein Interesse an deren Kursentwicklung haben.