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Krankenschwester bereitet Impfung vor

Top 5 Biotech-Aktien im Fokus: Die wahren Corona Gewinner

1. Was machen Biotech-Unternehmen?

Der wissenschaftliche Fachbereich der Biotechnologie ist interdisziplinĂ€r und greift auf die neuesten Erkenntnisse der Mikro- und Molekularbiologie, Biochemie, Genetik und Verfahrenstechnik zurĂŒck.

Unternehmen aus dem Biotech-Sektor rĂŒcken immer mehr in den Fokus der Gesellschaft, denn sie leisten auf ganz verschiedenen Ebenen, wie beispielsweise der der mRNA-Technologie, Innovation.

Produkte von Biotech-Unternehmen werden sowohl fĂŒr die Landwirtschaft, die Industrie und die Abfallwirtschaft entwickelt, als auch fĂŒr medizinisch-pharmazeutische Zwecke, oder den Umweltschutz.

Innovationsbereiche der Biotech-Industrie

  • Landwirtschaft
  • Industrie
  • Abfallwirtschaft
  • Medizin/Pharmazie
  • Umweltschutz

2. Warum sind Biotech-Aktien im „Hype“?

Das letzte Jahr ĂŒber wimmelte es in den Medien von einer ganz bestimmten Produktkategorie der Biotech-Branche.

Viele der etablierten GrĂ¶ĂŸen, aber auch kleine Start-Ups, arbeiteten im letzten Jahr an einem Impfstoff, der die Corona-Pandemie unter Kontrolle bringen sollte.

Das spannende Rennen um den besten Impfstoff konnte man aber nicht nur im Fernsehen verfolgen.
Wie die „Gewinner” dieses Rennens abgeschnitten haben und was man in Zukunft noch von den Aktien der großen Biotech-Unternehmen erwarten kann, stellen wir in diesem Artikel zusammenfassend dar.

Sieht man sich die letztjÀhrigen Aktienkurse der populÀrsten Biotech-Unternehmen an, dann haben diese eigentlich nichts mehr mit regulÀren KursverlÀufen zu tun, sondern Àhneln mit ihren Schwankungen stark einer Achterbahnfahrt.

3. Worin unterscheiden sich die Impfstoffe?

Wer kennt sie nicht? Die Namen der großen Pharma-Unternehmen, welche seit der Corona-Pandemie durch die Medien geistern und zu denen so gut wie jeder, den man auf der Straße darauf anspricht, eine Meinung hat.

Die Rede ist natĂŒrlich von Biotech-Unternehmen wie Johnson & Johnson oder BioNTech, die durch ihre Erfolge und Meilensteine in der Impfstoffentwicklung, sowie durch dessen Herstellung einen immensen Einfluss auf unseren Alltag haben.

Unter anderem deswegen stehen Biotech-Unternehmen seit Monaten in der Öffentlichkeit.

Klassische (Vektor-)Impfung
mRNA-Impfung
Johnson & Johnson
BioNTech und Pfizer
AstraZeneca
CureVac
Sputnik V
Moderna

WÀhrend die Firmen Johnson & Johnson und AstraZeneca, Àhnlich zum russischen Vakzine Sputnik V, auf die bewÀhrten Methoden der Immunisierung gesetzt haben und eine klassische Vektor-Impfung entwickelt haben, schaffte es durch die Corona-Pandemie auch eine neue Möglichkeit der Impfstoff-Produktion aus der Entwicklungsphase.

Seit 2020 ist es möglich sich mit der brandneuen Technologie, der mRNA-Impfung, gegen Viren schĂŒtzen zu lassen.

mRNA-Impfstoffe

Der Vorteil des mRNA-Impfung im Gegensatz zur klassischen Vakzine ist, dass er besser anpassbar ist und damit einen Vorteil zum Schutz vor mutierten Viren bietet.

Die mRNA-Aktienunternehmen CureVac, BioNTech, Moderna und Pfizer können ihre Impfstoffe besser und vor allen Dingen schneller an Mutationen des Corona-Virus anpassen.

4. Unsere Top 5 „Corona-Gewinner“

Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046)

Bei Johnson & Johnson handelt es sich um einen etablierten Pharma-Hersteller und gleichzeitig um eines der fĂŒhrenden Unternehmen aus der Biotech-Szene.

GegrĂŒndet wurde Johnson & Johnson 1886 in New Jersey und war bekannt fĂŒr die Produktion von medizinischen VerbĂ€nden.

Mit einer Marktkapitalisierung von 403 Milliarden US-Dollar und einem Jahresumsatz von mehr als 82 Milliarden US-Dollar ist Johnson & Johnson das grĂ¶ĂŸte unter den Unternehmen im Fokus.

Das Impfstoff-GeschĂ€ft ist dabei aber keineswegs Haupteinnahmequelle der Firma. Der amerikanische Riesen-Konzern, welcher seit 1988 unter der FĂŒhrung Alex Gorskys steht, hat eine breite Produktpalette von MundspĂŒlungen bis hin zu Medikamenten und eben Impfstoffen.

FĂŒr den Anleger bedeutet das, dass der Umsatz des Unternehmens nicht vom Corona-Impfstoff GeschĂ€ft abhĂ€ngt und Johnson & Johnson somit ĂŒber eine stabile Basis verfĂŒgt.

Das ist auch der Grund weswegen man hier im Vergleich zu den anderen verglichenen Biotech-Firmen eine geringe VolatilitÀt vorfindet.

AuffÀllig ist allerdings auch, dass das Unternehmen auf Kosten geringer Forschungsausgaben von 13,85% des Jahresumsatzes eine hohe Dividende von rund 2,5% an seine AktionÀre auszahlt.

Ob der Konzern trotz geringer Forschungsausgaben weiterhin innovativ und konkurrenzfÀhig sein wird, bleibt abzuwarten. Es gibt allerdings Anzeichen, die darauf hindeuten, dass der Gewinn von 14,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 in den kommenden Jahren durch auslaufende Patente geschmÀlert werden könnte.

JNJ / EUR
Johnson & Johnson
165,25€
-0,8%

Mit einem KGV von 27 ist die Aktie an der Börse Ă€ußerst hoch bewertet, was nicht im Einklang mit dem geringen Umsatzwachstum von 2,6% pro Jahr zusammenpasst.


CureVac (ISIN: NL0015436031)

Das Unternehmen mit Hauptsitz in TĂŒbingen steht unter der Leitung Franz-Werner Haas’ und ist ebenfalls auf die Erforschung von mRNA und dessen Anwendung in der Medizin spezialisiert.

Obwohl der in Zusammenarbeit mit Bayer entwickelte Impfstoff gegen das Covid-19 Virus bereits seit Dezember 2020 in der Erprobungsphase steckt, ist er in Deutschland bis heute noch nicht zugelassen.

Das hĂ€lt CureVac allerdings nicht davon ab, schon eine Menge Impfstoff vorzuproduzieren. Man ist schließlich optimistisch und geht fest von einer baldigen Zulassung aus. Davon gehen wohl auch die AktionĂ€re aus, welche fleißig in CureVac investieren.

Trotz magerem Umsatzes von 55 Millionen Dollar im letzten Jahr belÀuft sich der Marktwert des Unternehmens auf rund 17 Milliarden Euro.

AktionĂ€re, welche hier einsteigen möchten sollten sich die Frage stellen, ob sie das zugegebenermaßen geringe Risiko einer Nicht-Zulassung des CureVac-Impfstoffs eingehen möchten. Womöglich hat CureVac die beste Zeit Impfstoff zu verkaufen bereits verpasst.

 


Moderna (ISIN: US60770K1079)

MRNA / EUR
Moderna Inc
167,46€
-3,8%

Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Moderna mit Sitz in Cambridge erregt mit einem prognostizierten Umsatz von rund 17 Milliarden US-Dollar fĂŒr das Jahr 2021 Aufsehen an der Börse. 2020 konnte man bei Moderna 803 Millionen Dollar umsetzen, wobei am Ende des Jahres zwecks Investitionen in die Impfstoffproduktion ein Minus von 744 Millionen US-Dollar in die Bilanz einging.

Unter der Leitung von Stéphane Bancel steht Moderna mittlerweile bei einem Umsatzwachstum von 58% pro Jahr und einem Unternehmenswert von 60 Milliarden US-Dollar.

Daraus ergibt sich auch das hohe KGV von 17,3. Im Augenblick profitiert Moderna von der langen Haltbarkeit und der beim Patienten guten VertrÀglichkeit des hauseigenen mRNA-Impfstoffs gegen das Corona-Virus. Trotz des vergleichsweise hohen Preises kann Moderna daher mit hohen Verkaufszahlen glÀnzen.

Bei Moderna ruht man sich nicht auf den Gegenwarts-Lorbeeren aus. So steht bei Moderna in naher Zukunft die EinfĂŒhrung einer neuen Herpes-Arznei an, welche dem Unternehmen neue MĂ€rkte erschließen soll.


BioNTech SE (ISIN: US09075V1026)

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 39 Milliarden Dollar gehört BioNTech SE mit Sitz in Mainz mittlerweile zu den großen Unternehmen der Szene.

Die beiden GrĂŒnder Özlem TĂŒreci (CEO) und Ugur Sahin (CMO) haben mit der schnellen Entwicklung ihres mRNA-Impfstoffs gezeigt, was echter Innovationsgeist ist.

Wissenschaftler Reagenzglas

Als sie BioNTech 2008 grĂŒndeten lag der Fokus keineswegs auf der Forschung nach alternativen Virus-Impfungen. Mit dem eigentlichen Ziel Krebspatienten zu heilen sammelte das Unternehmen Erfahrungen und startete im Januar 2020 mit der Entwicklung eines, auf den bisherigen Forschungsergebnissen basierenden, Covid-19 Impfstoffs.

Schon im November konnten Menschen so vor dem Corona-Virus geschĂŒtzt werden, sodass am Ende des Jahres ein Umsatz von 480 Mio. Euro mit einem Gewinn von 20 Mio Euro in der Bilanz stehen.

Diese Zahlen vergrĂ¶ĂŸerten sich zu Beginn des neuen Jahres 2021 noch einmal stark, sodass bereits im ersten Quartal ein Umsatz von 2 Milliarden Euro und ein Gewinn von bahnbrechenden 1,1 Milliarden Euro zu Buche stehen.

Das KGV von BioNTech SE betrÀgt damit rund 6,5 wobei mit einem Gesamtumsatz von 10 Milliarden Euro im Jahr 2021 gerechnet wird.

Risiken beim Kauf der BioNTech-Aktie sind die von der Politik erwogene Patententeignung, die aufkommende Konkurrenz durch gĂŒnstigere Impfstoffhersteller und die mögliche Impffaulheit der Menschen in der Zukunft.

BNTX / EUR
BioNTech SE - ADR
156,68€
-3,1%

Allerdings ist anzunehmen, dass der mRNA-Impfstoff auf viele weitere Krankheiten und Mutationen angepasst werden kann und dem Unternehmensgewinn in Zukunft nichts im Wege steht.

Wer weiß, vielleicht ĂŒberrascht uns BioNTech ein zweites Mal und es gelingt ihnen mithilfe der mRNA-Technologie eine Möglichkeit der Krebstherapie zu entwickeln.


Pfizer (ISIN: US7170811035)

GegrĂŒndet im Jahr 1849 in New York wuchs Pfizer mit der EinfĂŒhrung von Viagra als Potenzmittel im Jahr 1998 nach und nach zu internationaler GrĂ¶ĂŸe und steht nun beinahe an der weltweiten Spitze der Unternehmen aus dem Gesundheitssektor.

Blaue Pillen

Mit Johnson & Johnson als einen der grĂ¶ĂŸten Konkurrenten in der Branche sichert sich Pfizer mit einem Marktwert von 220 Milliarden US-Dollar den Platz als zweitgrĂ¶ĂŸtes Unternehmen aus unserer Liste.

 

MedienprÀsenz erhielt die Firma vor allen Dingen wegen der Zusammenarbeit mit BioNTech, welche seit Ende des letzten Jahres in der Herstellung einer Corona-Vakzine resultierte.

Die Produkte, welche fĂŒr den Großteil der rund 42 Milliarden US-Dollar Umsatz des Unternehmens verantwortlich sind, haben tatsĂ€chlich recht wenig mit einer Corona-Impfung zu tun.

Pfizer verkauft hauptsĂ€chlich Medikamente gegen Pneumokokken, Brustkrebs und eine Art BlutverdĂŒnner.

Dabei anzumerken ist, dass diese Produkte jeweils noch mehrere Jahre bis 2026 oder sogar darĂŒber hinaus vom Patentschutz profitieren. Neben Medikamenten und Impfstoffen werden auch andere Produkte des Krankenhausbedarfs von Pfizer entwickelt und hergestellt.

Das Wichtigste zusammengefasst

Tabelle Biotech-Aktien

*betrachteter Zeitraum: 1 Jahr

5. Fazit: Ist die Rallye schon vorbei?

Die Biotech-Branche hat im letzten Jahr insgesamt einen extremen Wertzuwachs zu verzeichnen.

Dies ist zu großen Teilen der weltweiten Pandemie geschuldet, von der besonders die fĂŒnf vorgestellten Unternehmen und deren AktionĂ€re profitieren konnten.

In Zukunft könnte es allerdings zu einem abflachen des Impfstoff-Hypes kommen und ein RĂŒckgang des Umsatzwachstums der Branche wĂŒrde erfolgen. Ebenso gut könnte es allerdings dazu kommen, dass die Unternehmen in den kommenden Jahren weiterhin satte Gewinne einfahren.

Chancen fĂŒr die Zukunft

Experten sind sich uneinig, doch die Möglichkeit besteht, dass der Schutz vor dem Corona-Virus durch eine Impfung nur einige Monate oder wenige Jahre anhÀlt.

Insofern kann man davon ausgehen, dass BioNTech und Co. auch in den nĂ€chsten Jahren fleißig Impfstoff produzieren und diesen verkaufen werden.

Wer ĂŒberlegt in eines der Biotech-Unternehmen zu investieren sollte nicht nur auf die vergangenen Zahlen schauen, sondern immer an die Zukunft des jeweiligen Unternehmens denken.

Mit Blick auf die Bilanzen, das Management und die Firmenhistorie sollten AktionÀre versuchen eine möglichst rationale Anlage-Entscheidung zu treffen.

Risiko oder Sicherheit?

Letztlich hĂ€ngt es auch immer vom Anleger selbst ab, ob er sich fĂŒr die volatileren Start-Ups BioNTech, CureVac oder Moderna entscheidet und so auf ein zukĂŒnftiges Wachstum des Unternehmens setzt, oder die Investition ein wenig konservativer ausfallen soll.

Johnson & Johnson und Pfizer erfahrenere Unternehmen, versprechen dank ihrer breiten Produktpalette einen stabilen Umsatz und sind nicht zwingend auf die Einnahmen aus dem Impfstoff-Sektor angewiesen.

Doch von einer kurzfristigen Kursexplosion kann man bei diesen beiden Unternehmensaktien wohl eher nicht ausgehen.

Welche Unternehmen können auch in Zukunft noch mit neuen, innovativen, Ideen ĂŒberzeugen und welche schaffen den Absprung vom Corona-Hype nicht?

Es bleibt spannend auf dem Biotech-Markt.

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Hi! Ich bin
👋

Neben meinem Studium arbeite ich nun seit fast 3 Jahren als freiberuflicher Online-Texter und konnte so bereits als Teenager mein Hobby zum Beruf machen. Mit 16 Jahren habe ich begonnen mich neben der Schule mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen. Seitdem investiere ich mein Erspartes in ETFs, Kryptos und selten auch Einzel-Aktien. Ich wĂŒnsche mir, dass ich etwas von meinem Optimismus an euch weitergeben kann und freue mich jeden Tag aufs neue, dass ich mit meinen Artikeln Menschen zur Investition in ihre Zukunft motivieren darf.

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