Unser Testverfahren für Depots

Lesezeit 8 min.

Lektoriert vonDennis Groß
Überprüft durchChristian Musanke
Sieh dir an, wie wir bei Finanzwissen arbeiten

Inzwischen gibt es zahlreiche Depots am Markt. Während Neobroker für besonders günstige Angebote stehen, fokussieren traditionelle Broker einen guten Kundenservice. Doch nicht nur hier gibt es eklatante Unterschiede – auch beim Handelsangebot und den Gebühren unterscheiden sich die Brokerage-Angebote grundlegend.

Für Anleger, die auf der Suche nach einem passenden Depot sind, ist das eine Herausforderung, die es zu berücksichtigen gilt. Im Zuge unseres Depotvergleichs haben wir ein redaktionelles Bewertungsverfahren für Depots erstellt. Im Folgenden erfährst du, wie sich die Bewertungen in unserem Depotvergleich ergeben und wie du diese für deine Entscheidung berücksichtigen kannst.

1. So ausführlich testen wir die Depots und diese Kategorien fließen in die Bewertung ein

Natürlich gibt es bei Finanzprodukten unterschiedliche Kategorien, die für eine Bewertung relevant sind. So sind dem einen niedrige Gebühren extrem wichtig, während andere eher die Auswahl der Finanzinstrumente fokussieren.

Im Rahmen unserer Bewertungen untersuchen wir die Depots in den folgenden Kategorien:

  • Gebühren: Hierbei prüfen wir sämtliche Kostenpositionen, die bei der Nutzung des Depots anfallen.
  • Handelsangebot: Zwischen den Brokern unterscheidet sich das Handelsangebot signifikant. Wir prüfen einerseits welche Anlageklassen handelbar sind und andererseits wie groß die Auswahl innerhalb der Anlageklassen ist.
  • Sparpläne: Gerade für den langfristigen Vermögensaufbau ist regelmäßiges Investieren relevant. Im Zuge unserer Tests prüfen wir, wie groß die Auswahl der Sparpläne je Anlageklasse ist und wie flexibel die Sparpläne in sich sind.
  • Funktionen: Gerade die Neobroker haben das Depot neu gedacht und den Markt disruptiert. Das gilt nicht nur für die Kosten, sondern insbesondere für die Benutzerfreundlichkeit und die Funktionen, die ein modernes Depot bietet. Wir prüfen, wie gut die Depots heute dastehen und testen den Funktionsumfang der Produkte.
  • Handel: Zusätzlich testen wir die Depots hinsichtlich der Handelsmöglichkeiten. Gerade für aktive Anleger sind unterschiedliche Order-Typen sowie Möglichkeiten zur Absicherung der eigenen Position wichtig. Zusätzlich prüfen wir in diesem Zuge, an welchen Börsenplätzen der Handel erfolgen kann.
  • Service: Schlussendlich prüfen wir auch den Service mitsamt den Kontaktmöglichkeiten. Ergänzend dazu fließen auch die Zahlungsmethoden in die Service-Bewertung ein.

Um hier nun eine passende Bewertung zu erhalten, ist eine Gewichtung der einzelnen Kategorien notwendig – und genau hier müssen wir die unterschiedlichen Ansätze berücksichtigen. Während klassische Depotbanken eher den Servicegedanken fokussieren und eine Vielzahl an Handelsplätzen anbieten, setzen Neobroker eher auf ein intuitives Nutzererlebnis und besonders günstige Handelsgebühren.

Aus diesem Grund differenzieren wir bei unserer Bewertung zwischen Neobrokern und Depotbanken. Die Gewichtungen nehmen wir wie folgt für Neobroker vor:

Gebühren
30,00

Funktionen
20,00

Handelsangebot
17,50

Sparpläne
17,50

Handel
10,00

Service
5,00

Im Gegensatz dazu gewichten wir bei Depotbanken die einzelnen Kategorien etwas anders. Hier liegt der Fokus stärker auf dem Service und Handelsangebot. Wer sich dahingegen für eine Depotbank entscheidet, wird in erster Linie nicht auf die Gebühren achten. Vielmehr liegt hier der Fokus auf einem umfangreichen Handelsangebot, ausgeprägten Handelsfunktionen sowie der Möglichkeit, an unterschiedlichen Börsen zu agieren. Außerdem spielt hier der Kundenservice und der direkte Kontakt zu Mitarbeitern eine größere Rolle.

Diese abweichenden Anforderungen haben wir auch bei der folgenden Gewichtung wertgeschätzt:

Handelsangebot
30,00

Handel
20,00

Sparpläne
17,50

Funktionen
12,50

Gebühren
10,00

Service
10,00

Nachdem du nun weißt, wie die Gewichtungen für unseren Depotvergleich erfolgen, lass uns einmal direkt in die Kategorien einsteigen. Über die nachfolgenden Sprungmarken kannst du direkt zu den Kategorien springen:

Möchtest du direkt sehen, wie die einzelnen Anbieter in unserem Depotvergleich abschneiden?

1. Die Kosten und Gebühren im Depottestverfahren

Für den langfristigen Vermögensaufbau spielen die laufenden Kosten einer Anlage eine entscheidende Rolle. Bei den Kosten eines Depots unterscheiden wir zwischen:

  • Fixe Depotkosten
  • Variable Depotkosten
  • Dokumentengebühren

Im Folgenden stellen wir dir kurz die jeweiligen Bewertungskriterien sowie die Punkteskala vor.

Fixe Depotkosten

Die offensichtlichsten Kosten eines Depots betreffen die fixen Depotkosten. Hier gibt es neben der klassischen Gebühr für die Depotführung auch eine Inaktivitätsgebühr.

Die Punkte bewerten wir wie folgt in unserem Framework:

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für fixe Gebühren

KriteriumMaximale PunkteMinimale Punkte
Depotführung5 Punkte bei 0,00 €0 Punkte ab 5,00 €
Inaktivitätsgebühr1 Punkt, wenn nicht vorhanden0 Punkte, wenn vorhanden

Somit können in diesem Testfeld insgesamt 6 Punkte verdient werden. Dabei spielen die laufenden Depotgebühren die zentrale Rolle. Bei relativen Gebühren, also den Management Fees, unterstellen wir ein durchschnittliches Depotvolumen von 100.000 €. So würden sich die laufenden Kosten bei 0,5 % bereits auf 500 € jährlich oder 41,67 € monatlich belaufen. In Anbetracht dieser Tatsache erfolgt hier eine signifikante Abwertung des Anbieters.

Variable Ordergebühren

Anders sieht es dahingegen bei den Ordergebühren aus, die für Transaktionen anfallen. Je nach Brokerage können hier Kosten aufseiten des Handelsplatzes, Grundentgelte sowie Provisionen entstehen.

Zusätzlich erheben einige Depotbanken bei der Ausführung von Sparplänen entsprechende Gebühren, die dem Nutzer in Rechnung gestellt werden. Besonders spannend wird es, wenn Banken gestaffelte Entgelte erheben, die sich aus fixen und variablen Komponenten zusammensetzen – hier unterstellen wir aus Gründen der Vergleichbarkeit ein durchschnittliches Ordervolumen von 1.000 €.

Weiterhin prüfen wir, ob Ein- bzw. Auszahlungen gebührenpflichtig sind. Nachfolgende Tabelle verdeutlicht, wie die Punkte vergeben werden.

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für variable Gebühren

KriteriumMaximale PunkteMinimale Punkte
Handelsplatzgebühren2 Punkte für 0,00 €0 Punkte ab 3,00 €
Grundentgelt4 Punkte bis 1,00 €1 Punkt ab 4,00 €
Provision2 Punkte bei 0,0 %1 Punkt ab 0,5 %
Sparplankosten bei 100 € 3 Punkte bei 0,00 €0 Punkte ab 2,50 €
Orderkosten bei 1000 €4 Punkte bis 1,00 €1 Punkt ab 15,00 €
Einzahlung1 Punkt bei 0,00 €0 Punkte, wenn kostenpflichtig
Auszahlung1 Punkt bei 0,00 €0 Punkte, wenn kostenpflichtig

Mit insgesamt 17 möglichen Punkten sind die variablen Kosten im Kostenkapitel entscheidend über die Gesamtnote. Gerade klassische Depotbanken erhalten hier eine Abwertung, welche später über die Gewichtung ausgeglichen wird.

Kosten für Dokumente und Maßnahmen

Abschließend prüfen wir im Rahmen unseres Depottestverfahrens, ob Kosten für unterschiedliche Dokumente und Maßnahmen anfallen. Auch hier gibt die Tabelle einen Einblick in unsere Punktevergabe.

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für Dokumente und Maßnahmen

KriteriumMaximale PunkteMinimale Punkte
Erträgnisauszüge0,25 Punkte wenn kostenlos0 Punkte bei Gebühren
Depotauszug0,25 Punkte wenn kostenlos0 Punkte bei Gebühren
Quellensteuererstattung0,5 Punkte bis 10,00 €0 Punkte ab 30,00 € / nicht möglich
Dokumentenkopien0,25 Punkte wenn kostenlos0 Punkte ab 1,50 €
Anmeldung Hauptversammlung0,25 Punkte wenn kostenlos0 Punkte wenn nicht möglich
Eintragung Namensregister1 Punkt bei kostenlos0 Punkte, wenn nicht möglich
Kapitalmaßnahmen1 Punkt wenn kostenlos0 Punkte wenn kostenpflichtig

Inzwischen zeigt unsere Erfahrung, dass die meisten Depots kostenlose Dokumente anbieten. Folglich bekommen die Broker hier auch wichtige Punkte. Nichtsdestotrotz gibt es weiterhin Anbieter, die Gebühren erheben – diese erhalten entsprechend einen Malus in der Bewertung.

Insgesamt können in der Kostenbewertung 26,5 Punkte gesammelt werden. Je nach Depotmodell (Neobroker vs. Depotbank) fließt diese Teilbewertung zu 30 % bzw. 10 % in die Gesamtwertung ein.

2. Das Handelsangebot – ein wichtiger Faktor bei der Wahl eines Depots

Im zweiten Teil unseres Depot-Tests bewerten wir, wie umfangreich das Handelsangebot der verschiedenen Anbieter ausfällt. Eine moderne Depotbank sollte ein umfangreiches Handelsangebot aufweisen, um die Bedürfnisse von Anlegern vollumfänglich zu erfüllen.

Zur Bewertung des Angebots haben wir analysiert, wie umfangreich das Angebot bei den besten Anbietern ist und in der Redaktion eine entsprechende Schwelle hinterlegt. Zur Ermittlung der Punkte erfolgt eine lineare Interpolation des spezifischen Handelsangebots.

Wichtig an dieser Stelle ist der Umstand, dass wir auf entsprechende Daten aufseiten der Anbieter angewiesen sind. Liegen uns die Daten nicht vollumfänglich vor, oder können diese im Rahmen des Tests bei eigener Recherche nicht ermitteln, nehmen wir Schätzungen vor – diese weisen wir im Test entsprechend aus.

Die aktuelle Anzahl der handelbaren Wertpapiere je Anlageklasse kannst du in den Details des jeweiligen Anbieters nachlesen – solltest du hier Abweichungen feststellen, schreib uns gerne an.

Nachfolgende Tabelle verdeutlicht, wie die jeweiligen Anlageklassen in die Bewertung einfließen. Finanzinstrumente, die wir als wichtig für den langfristigen Vermögensaufbau erachten, erhalten eine höhere Relevanz bei der Bewertung.

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für das Handelsangebot

AnlageklasseMaximale PunkteMinimale Punkte
ETFs6 Punte ab 2.500 ETFs0 Punkte bei 0 ETFs
Kostenlose ETFs1 Punkt ab 1.000 ETFs0 Punkte bei 0 ETFs
Aktien5 Punkte ab 8.000 Aktien0 Punkte bei 0 Aktien
Fonds1 Punkte ab 2.500 Fonds0 Punkte bei 0 Fonds
Anleihen1 Punkt ab 5.000 Anleihen0 Punkte bei 0 Anleihen
Rohstoffe (exkl. Edelmetalle)1 Punkt wenn handelbar0 Punkte wenn nicht handelbar
Edelmetalle1 Punkte wenn handelbar0 Punkte wenn nicht handelbar
Kryptowährungen1 Punkt, wenn physisch0 Punkte, wenn nicht handelbar
Anzahl handelbarer Coins0,5 Punkte ab 50 Coins0 Punkte bei 0 Coins
Derivate2 Punkte ab 500.000 Derivaten0 Punkte bei 0 Derivaten

Wie du hier sehen kannst, spielen gerade ETFs und Aktien eine tragende Rolle bei der Bewertung des Handelsangebots. Natürlich gibt es Anbieter, die ein deutlich umfangreicheres Handelsangebot aufweisen und bspw. mehr als 40.000 Aktien zum Handel anbieten. Ab mehr als 8.000 Einzelwerten sehen wir hier keinen steigenden Grenznutzen für den durchschnittlichen Anleger. Gleiches gilt bei der Bewertung des ETF-Angebots.

Für Fonds, Derivate und Kryptowährungen spielt das Handelsangebot zur Ermittlung der Gesamtbewertung keine tragende Rolle – entscheidet am Ende aber zwischen einem guten oder sehr guten Testergebnis.

Insgesamt gibt es in diesem Kapitel 19,5 mögliche Punkte. Bei Neobrokern fließt die Bewertung aufgrund des Fokus auf einen zentralen Handelsplatz zu 17,5 % in die Gesamtnote ein, während klassische Depotbanken hier 30 % ihrer Bewertung sichern können.

3. Sparpläne als eines der zentralen Elemente im Vermögensaufbau

Noch vor wenigen Jahren waren Sparpläne eher die Ausnahme denn die Regel. Inzwischen hat sich hier die Landschaft gewandelt und viele Broker überzeugen mit umfangreichen Sparplan-Angeboten.

Bei Finanzwissen sehen wir in Sparplänen einen zentralen Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau. Nur die wenigsten Anleger haben die Chance, direkt ein größeres Vermögen zu investieren. Folglich sorgt das regelmäßige Investieren in den Kapitalmarkt für einen langfristigen und nachhaltigen Vermögensaufbau.

Im Rahmen unseres Depot-Testverfahrens prüfen wir einerseits, wie umfangreich das Sparplan-Angebot für einzelne Wertpapierklassen ist und andererseits wie gut die Einstellungsmöglichkeiten für die Sparpläne sind.

Auch hier nehmen wir eine Gewichtung durch eine unterschiedliche Bewertung der einzelnen Anlageklassen vor. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Intervalle.

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für das Sparplan-Angebot

KriteriumMaximale PunkteMinimale Punkte
Aktiensparpläne5 Punkte ab 2.500 Sparplänen0 Punkte bei 0 Aktiensparplänen
ETF-Sparpläne6 Punkte ab 2.000 ETF-Sparplänen0 Punkte bei 0 ETF-Sparplänen
Fonds-Sparpläne1 Punkt ab 500 Fonds-Sparplänen0 Punkte bei 0 Fonds-Sparplänen
Krypto-Sparpläne1,5 Punkte ab 20 Krypto-Sparplänen0 Punkte bei 0 Krypto-Sparplänen
Gold-Sparplan0,5 Punkte, wenn möglich0 Punkte, wenn nicht möglich
Sparplan-Summen2 Punkte, wenn 25 € oder weniger0 Punkte, wenn über 100 €
Dynamisierung1 Punkt, wenn möglich0 Punkte, wenn nicht möglich
Wöchentliche Ausführung0,5 Punkte, wenn möglich0 Punkte, wenn nicht möglich
Zweiwöchentliche Ausführung0,5 Punkte, wenn möglich0 Punkte, wenn nicht möglich
Monatliche Ausführung1 Punkt, wenn möglich0 Punkte, wenn nicht möglich
Quartalsweise Ausführung1 Punkt, wenn möglich0 Punkte, wenn nicht möglich
Entnahmeplan0,5 Punkte, wenn möglich0 Punkte, wenn nicht möglich

Auch hier spielen ETFs und Aktien eine tragende Rolle bei unserer Bewertung. Die geringeren Beträge zur Erzielung der Maximalpunktzahl verdeutlichen, dass wir hier ein fokussiertes aber trotzdem umfangreiches Angebot als relevanter für den langfristigen Vermögensaufbau betrachten.

Insgesamt gibt es in diesem Kapitel 20,5 Punkte. Die Gesamtnote fließt bei Neobrokern und Depotbanken gleichermaßen zu 17,5 % in die Gesamtnote ein. Die Gleichgewichtung verdeutlicht hier die hohe Relevanz, die wir den Sparplänen zum Vermögensaufbau beimessen.

4. Die Funktionen im Depot-Testverfahren: Moderne Broker können hier profitieren

Waren Broker bis zum Aufkommen von Trade Republic und Scalable Capital eher altbacken in der Handhabung, zeigt sich heute, dass viele Anbieter ein modernes und gut zu bedienendes Konzept vorziehen. Allerdings zeigen unsere Erfahrungen auch, dass gerade Banken vor der Herausforderung stehen, das Depot sinnvoll in das bestehende Online Banking zu integrieren.

In diesem Kapitel prüfen wir daher, ob relevante Funktionalitäten im Brokerage vorhanden sind. Außerdem verlassen wir uns auf die Bewertungen von euch, den Nutzern, und prüfen, wie ihr die Apps der Anbieter in den App Stores bewertet.

Nachfolgend zeigen wir euch, wie wir hier Punkte für den Funktionsumfang vergeben.

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für den Funktionsumfang

Kriterium Maximale PunkteMinimale Punkte
Web-Plattform1 Punkt für modernes Brokerage0 Punkte ohne Web-Brokerage
App2 Punkte ab sehr guter App0 Punkte bei schlechter App
Performance-Darstellung1 Punkt für Chart-Darstellung0 Punkte ohne Angabe
Wertentwicklung1 Punkt für Chart-Darstellung0 Punkte ohne Angabe
Watchlist2 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Postfach0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Charts1 Punkt für sehr gute Darstellung0 Punkte für fehlende Darstellung
Finanzkennzahlen1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Multiples1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Dividendenkennzahlen1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
ETF-Daten1 Punkt bei umfangreicher Anzeige0 Punkte bei Fehlen
Analystenschätzungen0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Trends / Beliebte Werte0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Ask Kure0,25 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Bid Kurse0,25 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Depotübertrag1 Punkt bei digitaler Strecke0 Punkte bei Fehlen
Einlagensicherung1 Punkt bei übergesetzlicher Absicherung0 Punkte bei geringerer Absicherung
Verrechnungskonto0,5 Punkte für freies Referenzkonto0 Punkte für Broker-Bindung
Filter1 Punkt für umfangreiche Suchen0 Punkte bei Fehlen

Bei unseren Bewertungen gibt es an dieser Stelle auch subjektive Aspekte, die im Ermessen unserer Redaktion liegen. Hierzu gehört unsere Einschätzung der Darstellungen und die generelle Bedienung des Brokers.

Da wir bisher mehr als 20 Depots mit unserem eigenen Geld testen konnten, sehen wir bei uns entsprechende Expertise, um hier eine verlässliche Bewertung abgeben zu können. Sollten dir hier wichtige Funktionen fehlen, dann lass es uns gerne wissen und wir erweitern das Framework.

Insgesamt gibt es 18 Punkte. Bei Neobrokern sehen wir eine höhere Kompetenz, sodass die Funktionen 20 % der Gesamtbewertung ausmachen. Bei Depotbanken sind es 12,5 %.

5. Unsere Bewertung der Handelsplätze und Order-Typen

Weiterhin prüfen wir im Zuge unserer Tests, wie gut die Handelsmöglichkeiten für Anleger sind. Hierbei spielen einerseits die verfügbaren Handelsplätze und Börsen eine Rolle. Andererseits betrachten wir die verschiedenen Order-Typen, welche wir allerdings für durchschnittliche Anleger unterstellen. Das heißt, dass eine OCO-Order, die eher Metier traditioneller Broker ist, nicht bewertungsrelevant ist.

Und damit lass uns direkt in unsere Bewertungskriterien springen:

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für die Handelsoptionen

KriteriumMaximale PunkteMinimale Punkte
Market-Order1 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Limit-Order2 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Stop-Order1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Stop-Limit-Order0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Stop-Loss-Order0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Trailling-Stop-Loss0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Außerbörslicher Handel2 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Börsenhandel1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Auslandsbörsen1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Optionshandel0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen

Insgesamt können hier 10 Punkte erzielt werden. Gerade Neobroker verlieren im Vergleich zu Depotbanken an Boden, da der Handel oftmals über einen Partner abgewickelt wird. Dafür spielen die Order-Typen bei beiden Brokern eine tragende Rolle.

Bei Neobrokern fließt diese Bewertung zu 10 % in die Gesamtnote ein, bei traditionellen Brokern zu 20 %.

6. Service und Zahlungsmethoden

Abschließend bewerten wir im Rahmen unseres Testverfahrens, wie es um das Serviceangebot des jeweiligen Brokers steht. Erfahrungsgemäß lässt sich die Servicequalität eines Anbieters nur schwerlich bewerten, denn hier kommt es auf den einzelnen Mitarbeiter an.

Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme des Service zu bewerten. Sollten wir im Rahmen unseres Tests feststellen, dass extrem viele negative Kommentare über einen schlechten Service vorliegen, vergeben wir einen Malus auf die Bewertung von -2 Punkten.

Als valide Kontaktpunkte zur Unterstützung sehen wir ausführliche FAQ, einen Chat – am besten mit Mitarbeitern – sowie wie klassische Kommunikationswege wie Telefon oder E-Mail. Besonders gut ist das Angebot eines Rückrufservice sowie ein Ticket-System.

Nachfolgend siehst du, welche Punkte wir für die einzelnen Kommunikationskanäle vergeben:

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für die Kommunikationskanäle

KriteriumMaximale PunkteMinimale Punkte
FAQ1 Punkt für ausführliche FAQ0 Punkte ohne FAQ
Telefon1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Chat2 Punkte für Mitarbeiter-Chat0 Punkte bei Fehlen
E-Mail1 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Ticket-System0,5 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Rückrufservice1 Punkt, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Servicezeiten1 Punkt bei Erreichbarkeit 8h Erreichbarkeit0,5 Punkte bei geringerer Erreichbarkeit

Zusätzlich haben wir uns als Redaktion dazu entschieden, die Zahlungsmodalitäten als Servicefaktor zur berücksichtigen. Grundsätzlich könnte man diese auch Funktion betrachten, doch aus unserer Sicht ist das ein Service-Faktor.

Folgende Bewertung gilt für die Zahlungsmodalitäten:

Aufschlüsselung der Bewertungsskala für die Zahlungsmodalitäten

KriteriumMaximale PunkteMinimale Punkte
Mindesteinzahlung0,5 Punkte, wenn nicht vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Überweisung2 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Lastschrift2 Punkte, wenn vorhanden0 Punkte bei Fehlen
Kreditkarte1 Punkt, wenn kostenlos0 Punkte bei Fehlen

Inzwischen zeigt sich, dass die verschiedenen Broker auch noch mehr Bezahlmethoden wie etwa PayPal, Apple Pay oder Google Pay. Für uns haben diese keine weiterführende Relevanz zur Ermittlung der Gesamtbewertung.

Durch die Verpflichtung von Echtzeitüberweisungen haben wir die Ein- und Auszahlungsdauer als Kriterium zudem aus unserem Testverfahren entfernt.

Insgesamt können 13 Punkte in diesem Kapitel erzielt werden. Bei Neobrokern spielen diese mit 5 % in die Gesamtbewertung und zu 10 % bei klassischen Depotbanken.

Sebastian Rau
Sebastian Rau
Gründer
Über den Autor
Ich bin Sebastian, einer der Gründer von Finanzwissen. Mein ersten Aktien und ETFs habe ich bereits 2015 gekauft. 2016 bin ich in den Krypto-Markt eingestiegen. Bis heute investiere ich in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Immobilien. Als Prozessmanager in einer deutschen Großbank habe ich einen tiefen Einblick in die Abläufe und Prozesse, sodass ich gerne unterschiedliche Produkte teste und meine Erfahrungen mit euch teile.

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