
Elon Musks Raumfahrtunternehmen könnte Mitte 2026 mit einer geplanten Bewertung von 1,5 Billionen Dollar an die Börse gehen.
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk plant einem Bericht der Financial Times zufolge für Mitte Juni 2026 den Gang an die Börse. Dabei peilt die Firma eine Bewertung von rund 1,5 Billionen US-Dollar an und könnte bis zu 50 Milliarden Dollar einsammeln. Damit würde SpaceX den bisherigen Rekordhalter, den saudischen Ölkonzern Aramco, deutlich übertreffen. Dieser hatte bei seinem Börsengang 2019 rund 29 Milliarden Dollar eingenommen.
Musks Ambitionen haben Börsengang hinausgezögert
Musk hatte jahrelang gezögert, SpaceX an die Börse zu bringen, aus Sorge, dass Aktionäre die ambitionierten Marspläne des Unternehmens nicht mittragen würden. Die hohe Bewertung und insbesondere der durchschlagende Erfolg des Satelliten-Internetdienstes Starlink haben ihn jedoch zu einem Umdenken bewogen. Bereits im Dezember 2025 bestätigte Musk die IPO-Pläne mit einem knappen Kommentar auf seiner Plattform X.
Starlink größter Umsatztreiber von SpaceX
Starlink entwickelt sich zum Hauptumsatztreiber von SpaceX und macht mittlerweile etwa 70 Prozent der Gesamterlöse aus. Der Dienst hat bereits über 8,5 Millionen Nutzer weltweit und mehr als 9.000 Satelliten im Orbit. Für 2026 erwarten Analysten einen Gesamtumsatz von 22 bis 24 Milliarden US-Dollar – ein beeindruckendes Wachstum gegenüber den 13,1 Milliarden Dollar im Jahr 2024.
Als begleitende Banken für den Mega-Deal werden Morgan Stanley, Bank of America, Goldman Sachs und JPMorgan Chase gehandelt. Morgan Stanley gilt aufgrund der engen Beziehungen zu Musk als Favorit für eine Schlüsselrolle. Die geplante Bewertung würde einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 62 bis 68 entsprechen – deutlich höher als bei vergleichbaren Unternehmen, was die hohen Wachstumserwartungen widerspiegelt.
Weiter Börsengänge 2026 möglich
Marktbeobachter sehen in einem SpaceX-Börsengang nicht nur ein einzelnes Ereignis, sondern einen potenziellen Katalysator für die gesamte Raumfahrtbranche. Unternehmen wie Rocket Lab oder Intuitive Machines könnten von einem gestiegenen Interesse am Sektor profitieren. Damit würden auch Raumfahrt-ETFs wieder interessanter werden.
Der Schritt fällt in eine Phase der Erholung am US-Emissionsmarkt, in der auch KI-Firmen wie Anthropic und OpenAI Börsengänge erwägen. 2026 könnte damit zum Jahr der Mega-IPOs werden.
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