Goldpreis durchbricht erstmals die 5.000-Dollar-Marke

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Der Goldpreis hat am Montag, den 26. Januar 2026, erstmals in seiner Geschichte die Marke von 5000 US-Dollar pro Feinunze durchbrochen. Am Donnerstag dem 29.01 liegt der Preis schon bei 5.600 US-Dollar und übertrifft damit alle Erwartungen. Als Grund dient hauptsächlich das schwindene Vertrauen in den US-Dollar und wachsende Sorgen um die Wirtschaft.

Vertrauensverlust treibt die Nachfrage

Hinter dem beispiellosen Preisanstieg steht weniger die klassische Inflation als vielmehr ein fundamentaler Vertrauensverlust in traditionelle Anlageformen und anhaltende politische Spannungen.

Investoren flüchten zunehmend aus Staatsanleihen und Papierwährungen in physische Werte – ein Phänomen, das Experten als „Debasement-Trade“ bezeichnen. Besonders die explosive Staatsverschuldung in den Industrienationen und die eigensinnige Wirtschaftspolitik unter US-Präsident Donald Trump verstärken die Entwicklung.

Der Goldpreis hat seit August 2025 einen Wertzuwachs von über 50 % verzeichnet
Goldpreisentwicklung der letzten Monate
Quelle: TradingView

Auch die Turbulenzen am japanischen Anleihemarkt, wo massive Verkäufe die Sorge vor ausufernder Staatsverschuldung verdeutlichten, sowie ein schwächelnder US-Dollar verleihen Gold zusätzlichen Auftrieb.

Zudem haben aufgrund der Forderungen der USA, Grönland beanspruchen zu wollen, einige Pensionsfonds in Ländern wie Dänemark US-Anleihen im Wert von hunderten Millionen Euro verkauft. Die Angst, weitere europäische Staaten könnten folgen, ist groß. Ein großflächiger Abverkauf von US-Anleihen hätte erhebliche Auswirkungen auf den US-Dollar und würde den Handelskrieg weiter entfachen.

Das Edelmetall wird damit wieder zu dem, was es historisch oft war: einem Anzeichen für Angst und eine Absicherung gegen politische und wirtschaftliche Risiken.

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Weitere Kursgewinne erwartet

Bei der Goldpreisprognose sehen Analysten die Chancen weiter hoch an. Goldman Sachs hat sein Kursziel bereits auf 5.400 US-Dollar angehoben. Die DZ Bank prognostiziert, dass Gold bis Ende 2026 die 5000-Dollar-Marke nachhaltig überschreiten wird. Auch andere Großbanken wie J.P. Morgan, HSBC und UBS erwarten für 2026 Goldpreise zwischen 4.400 und 5.055 US-Dollar.

Wer Gold kaufen möchte, kann dies physisch tun und entweder echtes Gold selbst kaufen oder einen Goldsparplan über einen Anbieter einrichten.

Eine kostengünstigere und einfachere Option ist das Kaufen von Gold-ETPs wie EUWAX oder Xetra-Gold oder Rohstoff-ETFs über einen Broker. Die ETPs hältst du dann in deinem Depot.

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Ein weiterer struktureller Faktor ist die anhaltende Kauflaune der Zentralbanken, insbesondere in Schwellenländern. Länder wie China, Polen und die Türkei erhöhten ihre Goldreserven in den ersten neun Monaten 2025 um rund 300 Tonnen – das entspricht den gesamten Goldreserven des Vereinigten Königreichs.

Auch wenn kurzfristige Rücksetzer möglich sind, signalisiert der aktuelle Goldpreis, dass sowohl Staaten als auch Privatanleger jetzt auf physische Werte als Sicherheitsanker setzen.

Rune Fauck
Rune Fauck
Autor
Über den Autor
In meinem Studium der Germanistik, Politik und Wirtschaftswissenschaften konnte ich bereits fundamentale Kenntnisse über unser Wirtschaftssystem sammeln. Bereits im Studium habe ich mit dem Investieren in Aktien und ETFs begonnen und möchte gerne mein angesammeltes Wissen weitergeben. Nach meinem Studium zog es mich deshalb zunächst ins Bildungssystem, wo ich am Gymnasium arbeitete und dort bereits erste Erfahrungen in der Vermittlung von wirtschaftlichen Themen sammeln konnte. Als Lehrer weiß ich, wie man Wissen verständlich erklärt und spannend gestaltet.

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